ETIKA
BIBEL

HESEKIEL - EZECHIEL 34

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25.1.2004

1BEL34

Die schlechten Hirten

Die Bibel nach der deutschen Übersetzung Martin Luthers

1.    Und des Herrn Wort geschah zu mir:

2.    Du Menschenkind, weissage gegen die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott der Herr: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?

3.    Aber ihr eßt das Fett und kleidet euch mit der wolle und schlachtet das Gemästete, aber die Schafe wollt ihr nicht weiden.

4.    Das Schwache stärkt ihr nicht, und das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrte holt ihr nicht zurück; das Starke aber tretet ihr nieder mit Gewalt.

5.    Und meine Schafe sind zerstreut, weil sie keinen Hirten haben, und sind allen wilden Tieren zum Fraß geworden und zerstreut.

6.    Sie irren umher auf allen Bergen und auf allen hohen Hügeln  und sind über das ganze Land zerstreut, und niemand ist da, der nach ihnen fragt oder auf sie achtet.

7.    ...

8.    ...

9.    ...

10.                      So spricht Gott der Herr: Siehe, ich will an die Hirten und will meine Herde von ihren Händen fordern; ich will ein Ende damit machen, daß sie Hirten sind, und sie sollen sich nicht mehr selbst weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Rachen, daß sie nicht mehr fressen sollen.

11.                      ...

12.                      Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war.

13.                      Ich will sie aus allen Völkern herausführen und aus allen Ländern sammeln, und will sie in ihr Land bringen und will sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Plätzen des Landes.

14.                      ...

15.                      ...

16.                      Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist.

17.                      Aber zu euch, meine Herde, spricht Gott der Herr: Siehe, ich will richten, zwischen Schaf und Schaf und Widdern und Böcken.

18.                      Ist´s euch nicht genug, die beste Weide zu haben, daß ihr die übrige Weide mit Füßen tretet, und klares Wasser zu trinken, daß ihr auch noch hineintretet und es trübe macht,

19.                      so daß meine Schafe fressen müssen, was ihr mit euren Füßen zertreten habt, und trinken, was ihr mit euren Füßen trübe gemacht habt?

20.                      Darum spricht Gott der Herr: Siehe, ich will selbst richten zwischen den fetten und den mageren Schafen;

21.                      weil ihr mit Seite und Schulter drängtet und die Schwachen von euch stießet mit euren Hörnern, bis ihr sie alle hinausgetrieben hattet,

22.                      will ich meiner Herde helfen, daß sie nicht mehr zum Raub werden soll, und will richten zwischen Schaf und Schaf.

23.                      Und ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich meinen Knecht David. Der wird sie weiden und soll ihr Hirte sein,

24.                      ...

25.                      Und ich will einen Bund des Friedens mit ihnen schließen und alle bösen Tiere aus dem Lande ausrotten, daß sie sicher in der Steppe wohnen und in den Wäldern schlafen können.

26.                      Ich will sie und alles, was um meinen Hügel her ist, segnen und auf sie regnen lassen zu rechter
Zeit. Das sollen gnädige Regen sein,

27.                      daß die Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen und das Land seinen Ertrag gibt, und sie sollen sicher auf ihrem Lande wohnen und sollen erfahren, daß ich der Herr bin, wenn ich ihr Joch zerbrochen und sie errettet habe aus der Hand derer, denen sie dienen mußten.

28.                      Und sie sollen nicht mehr den Völkern zum Raub werden, und kein wildes Tier im Lande soll sie mehr fressen, sondern sie sollen sicher wohnen, und niemand soll sie schrecken.

29.                      ...

30.                      ...

31.                      Ja, ihr sollt meine Herde sein, die Herde meiner Weide, und ich will euer Gott sein, spricht Gott der Herr.

Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.
Das Volk Israel sind heute die Christen.

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