ETIKA 1BGE7,22

BIBEL Auslegungen

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15.12.1999

1. Mose 7,22

Alles, was Odem des Lebens hatte auf dem Trockenen, das starb.

Rainer Lechner im Konstanzer Großdruckkalender, 13.1.1995

Gott hatte die Menschen zuvor gewarnt und ihnen eine Frist gegeben. Niemand hielt sich daran, außer Noah. Dann kam die Sintflut. Heute erleben Millionen Menschen Katastrophen anderer Art: Sie gehen zugrunde im Bürger- oder, noch schlimmer, Familienkrieg, werden Opfer von Hunger, Durst, Seuchen und Umweltvergiftung. Nicht Gott ist schuld daran. Jedesmal hat es zuvor Warnungen gegeben, und sie sind überhört worden. Wir sündigen Menschen beschwören das Böse selbst herauf, und leider geben wir erst im Chaos zu, mit unserem Latein am Ende zu sein. Dann fällt uns Gott wieder ein, und er soll uns retten.


Die Chance nutzen 
(Eine Geschichte, die sich in dieser oder ähnlicher Form wohl Tausende Male ereignet hat und ereignet)

Er stritt wie so oft mit seiner Frau, glaubte es nicht mehr länger aushalten zu können. Am Abend blieb er in der Firma, sah sich im Fernsehen bis in die Nacht Sexfilme an und landete schließlich in einem Nachtklub. Ein paar Wochen später: Lymphknotenschwellungen und andere verdächtige Symptome. Aids? Aids! Voll Scham Anmeldung zu einem Bluttest. Todesangst. Noch schlimmer: Angst vor der Schande. Angst um die Zukunft von Frau und Kindern. Angst um die Eltern. Dann wieder zum Krankenhaus. Vor dem Abholen des Ergebnisses ein Vaterunser in der Krankenhauskapelle. Die Nerven sind zum Zerreißen gespannt. Der Befund: HIV-negativ kein Aids! Nach sieben Wochen der Hölle die erlösende Botschaft! Er ist noch einmal verschont worden. Nun will er die Chance nutzen, ein Leben lang.

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