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BIBEL - JEREMIA 15

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13.11.2001

1BJR15

Der Untergang des Volks ist unvermeidlich. Doch der Rest soll Gnade finden.

Die Bibel nach der deutschen Übersetzung Martin Luthers, Stuttgart 1897

Der Untergang des Volks ist unvermeidlich. Doch der Rest soll Gnade finden. Besonderes Trostwort für Jeremia.

 

1.    Und der HErr sprach zu mir: Und wenn gleich Mose und Samuel vor mir stünden, so hab ich doch kein Herz zu diesem Volk; treibe sie weg von mir, und laß sie hinfahren!

2.    Und wenn sie zu dir sagen: Wo sollen wir hin? so sprich zu ihnen: So spricht der HErr: Wen der Tod trifft, den treffe er; wen das Schwert trifft, den treffe es; wen der Hunger trifft, den treffe er; wen das Gefängnis trifft, den treffe es.

3.    Denn ich will sie heimsuchen mit viererlei Plagen, spricht der HErr: mit dem Schwert, daß sie erwürget werden; mit Hunden, die sie schleifen sollen; mit den Vögeln des Himmels und mit Tieren auf Erden, daß sie gefressen und vertilget werden sollen.

4.    Und ich will sie in allen Königreichen auf Erden hin- und hertreiben lassen um Manasses willen, des Sohns Hiskias, des Königs in Juda, deshalben, das er zu Jerusalem begangen hat.

5.    Wer will denn sich dein erbarmen, Jerusalem? Wer wird denn Mitleiden mit dir haben? Wer wird denn hingehen, und dir Frieden wünschen?

6.    Du hast mich verlassen, spricht der HErr, und bist mir abgefallen; darum hab ich meine Hand ausgestreckt wider dich, daß ich dich verderben will; ich bin des Erbarmens müde.

7.    Ich will sie mit der Worfschaufel zum Land hinausworfeln, und will mein Volk, so von seinem Wesen sich nicht bekehren will, zu eitel Waisen machen, und umbringen.

8.    Es sollen mir mehr Witwen unter ihnen werden, denn des Sands am Meer ist. Ich will über die Mutter der jungen Mannschaft kommen lassen einen offenbarlichen Verderber, und die Stadt damit plötzlich und unversehens überfallen lassen;

9.    Daß die, so sieben Kinder hat, soll elend sein, und von Herzen seufzen. Denn ihre Sonne soll bei hohem Tage untergehen, daß ihr Ruhm und Freude ein Ende haben soll. Und die übrigen will ich ins Schwert geben vor ihren Feinden, spricht der HErr.

10.           Ach, meine Mutter, daß du mich geboren hast, wider den jedermann hadert und zankt im ganzen Lande! Hab ich doch weder auf Wucher geliehen, noch genommen; doch flucht mir jedermann.

11.         Der HErr sprach: wohlan, ich will euer etliche übrig behalten, denen es soll wieder wohlgehen; und will euch zu Hilfe kommen in der Not und Angst unter den Feinden.

12.           ...

13.           Ich will aber zuvor euer Gut und Schätze zum Raube geben, daß ihr nichts dafür kriegen sollet, und das um aller euer Sünden willen, die ihr in allen euren Grenzen begangen habt.

14.         Und will euch zu euren Feinden bringen in ein Land, das ihr nicht kennet; denn es ist das Feuer in meinem Zorn über euch ergangen.

15.           Ach, HErr, Du weißt es; gedenke an mich, und nimm dich mein an, und räche mich an meinen Verfolgern...

16.           ...

17.           ...

18.           ...

19.           Darum spricht der HErr also: Wo du dich zu mir hältst, so will ich mich zu dir halten, und sollst mein Prediger bleiben. Und wo du die Frommen lehrest, sich sondern von den bösen Leuten, so sollst du mein Mund sein. Und ehe du solltest zu ihnen fallen, so müssen sie eher zu dir fallen.

20.           Denn ich habe dich wider dies Volk zur festen, ehernen Mauer gemacht; ob sie wider dich streiten, sollen sie dir doch nichts anhaben; denn Ich bin bei dir, daß ich dir helfe, und dich errette, spricht der HErr.

21.           Und will dich erretten aus der Hand der Bösen, und erlösen aus der Hand der Tyrannen.

 

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