ETIKA

BIBEL - JEREMIA 23

www.etika.com
7.4.2001 – 9.8.2015

1BJR23

Wider die bösen Hirten – Strafe der Lügenpropheten – Land voller Ehebrecher

Jeremia 23

Ich will Unheil über sie kommen lassen, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der HERR. (Jeremia 23,12)

Jeremia 23

Gegen die bösen Hirten. Verheißung eines gerechten Königs

Ab 9 Worte über die falschen Propheten

1.   Weh euch Hirten, die ihr die Herde meiner Weide umkommen lasst und zerstreut! spricht der HERR.

2.   Darum spricht der HERR, der Gott Israels, von den Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Herde zerstreut und verstoßen und nicht nach ihr gesehen. Siehe, ich will euch heimsuchen um eures bösen Wesens willen, spricht der HERR.

3.   Und ich will die Übriggeblieben meiner Herde sammeln aus allen Ländern, dahin ich sie verstoßen habe, und will sie wiederbringen zu ihren Weideplätzen, dass sie sollen wachsen und viel werden.

4.   Und ich will Hirten über sie setzen, die sie weiden sollen, dass sie sich nicht sollen fürchten noch erschrecken noch heimgesucht werden, spricht der HERR.

5.   Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Sproß erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren wird und Recht und Gerechtigkeit auf Erden ausrichten.

6.   Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: „Der HERR unsere Gerechtigkeit“.

7.   Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, dass man nicht mehr sagen wird: „So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel aus Ägyptenland geführt hat!“,

8.   sondern: „So wahr der HERR lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel herausgeführt und hergebracht hat aus dem Land der Mitternacht und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte.“ Und sie sollen in ihrem Lande wohnen.

9.   Wider die Propheten. Mein Herz will mir in meinem Leibe brechen, alle meine Gebeine zittern; mir ist wie einem trunkenen Mann und wie einem, der vom Wein taumelt, vor dem HERRN und vor seinen heiligen Worten;

10.               daß das Land so voll Ehebrecher ist, und wegen des Fluches vertrocknet das Land und die Weideplätze in der Steppe verdorren. Böse ist, wonach sie streben, und ihre Stärke ist Unrecht.

11.               Denn Propheten wie Priester sind ruchlos; auch in meinem Hause finde ich ihre Bosheit, spricht der HERR.

12.               Darum ist ihr Weg wie ein glatter Weg, auf dem sie im Finstern gleiten und fallen, denn ich will Unglück über sie kommen lassen, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der HERR.

13.               Zwar sah ich bei den Propheten zu Samaria Thorheit, dass sie weissagten im Namen des Baal und mein Volk Israel verführten;

14.               aber bei den Propheten zu Jerusalem sehe ich Greuel, wie sie ehebrechen und mit Lügen umgehen und die Boshaften stärken, auf dass sich ja niemand bekehre von seiner Bosheit. Sie sind alle vor mir gleichwie Sodom und die Bürger Jerusalems wie Gomorra.

15.               Darum spricht der HERR Zebaoth über die Propheten: Siehe, ich will sie mit Wermut speisen und mit Galle tränken; denn von den Propheten zu Jerusalem geht Heuchelei aus ins ganze Land.

16.               So spricht der HERR Zebaoth: Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie betrügen euch; denn sie verkünden euch Gesichte aus ihrem Herzen und nicht aus des HERRN Munde.

17.               Sie sagen denen, die mich lästern: „Der HERR hat´s gesagt, es wird euch wohlgehen“ -, und allen, die nach ihres Herzens Dünkel wandeln, sagen sie: „Es wird kein Unglück über euch kommen.“

18.               Aber wer ist im Rat des HERRN gestanden, der sein Wort gesehen und gehört hätte? Wer hat sein Wort vernommen und gehört?

19.               Siehe, es wird ein Wetter des HERRN mit Grimm kommen und ein schrecklich Ungewitter den Gottlosen auf den Kopf fallen.

20.               Und des HERRN Zorn wird nicht ablassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr es wohl erfahren.

21.               Ich sandte die Propheten nicht, doch liefen sie; ich redete nicht zu ihnen, doch weissagten sie.

22.               Denn wenn sie bei meinem Rat geblieben wären und hätten meine Worte dem Volk gepredigt, so hätten sie dasselbe von seinem bösen Wesen und von seinem bösen Leben bekehrt.

23.               Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott von ferne her?

24.               Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe? spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt? spricht der HERR.

25.               Ich höre es wohl, was die Propheten reden und falsch weissagen in meinem Namen und sprechen: Mit hat geträumt, mir hat geträumt.

26.               Wann wollen doch die Propheten aufhören, falsch weissagen und ihres Herzens Trug weissagen

27.               und wollen, dass mein Volk meinen Namen vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählt, wie auch ihre Väter meinen Namen vergaßen über dem Baal?

28.               Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen? spricht der HERR.

29.              Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?

30.               Darum siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die mein Wort stehlen einer vom andern.

31.               Siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die ihr eigenes Wort führen und sprechen: „Er hat´s gesagt.“

32.               Siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die falsche Träume weissagen und verführen mein Volk mit ihren Lügen und losem Geschwätz, obgleich ich sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe und sie auch diesem Volk nichts nütze sind, spricht der HERR.

33.               Wenn dich dies Volk oder ein Prophet oder ein Priester fragen wird und sagt: Welches ist die Last des HERRN?, sollst du zu ihnen sagen: Ihr seid die Last, ich will euch wegwerfen, spricht der HERR. –

34.               Und wenn ein Prophet oder Priester oder die Leute sagen werden: „Das ist die Last des HERRN“, den will ich heimsuchen und sein Haus dazu.

35.               Vielmehr sollt ihr einer mit dem andern reden und untereinander sagen: „Was antwortet der HERR?“ und „Was sagt der HERR?“

36.               Und nennet´s nicht mehr „Last des HERRN“, denn einem jeglichen wird sein eigenes Wort zur Last werden, weil ihr also die Worte des lebendigen Gottes, des HERRN Zebaoth, unseres Gottes, verkehrt.

37.               Darum sollt ihr zum Propheten also sagen: „Was antwortet dir der HERR?“  und „Was sagt der HERR?“

38.               Weil ihr aber sprecht: „Last des HERRN“, darum spricht der HERR also: Weil ihr dies Wort eine Last des HERRN nennt, obgleich ich zu euch gesandt habe und euch sagen ließ, ihr sollt nicht „Last des HERRN“ sagen, -

39.               siehe, so will ich euch hinwegnehmen (aufheben wie eine Last) und euch samt der Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht wegwerfen

40.               und will euch ewige Schande und ewige Schmach zufügen, die nimmer vergessen soll werden.

Dieses Kapitel aus der Bibel galt nicht nur damals, sondern ist auch in der heutigen Zeit gültig.

Du hast die Wahl:

Sünde und
Untergang

oder

Buße und
Neuanfang

Lebe heilig!

Bibel - Index 1 - Index 9