ETIKA

BIBEL - JEREMIA 5

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10.11.2001

1BJR5

Sünden des Volkes Gottes und die angedrohten Strafen

Die Bibel nach der deutschen Übersetzung Martin Luthers, Stuttgart 1897

 

Mancherlei Sünden des jüdischen Volks und die dawider gedroheten Strafen.

 

1.    Gehet durch die Gassen zu Jerusalem, und schauet und erfahret und sucht auf ihrer Straße, ob ihr jemand findet, der rechtthue, und nach dem Glauben frage, so will ich ihr gnädig sein.

2.    Und wenn sie schon sprechen: "Bei dem lebendigen Gott", so schwören sie doch falsch.

3.    HErr, deine Augen sehen nach dem Glauben. Du schlägst sie, aber sie fühlen´s nicht; du machest es schier aus mit ihnen, aber sie bessern sich nicht. Sie haben ein härter Angesicht denn ein Fels, und wollen sich nicht bekehren.

4.    Ich dachte aber: wohlan, der arme Haufe ist unverständig, weiß nichts um des Herrn Weg und um ihres Gottes Recht.

5.    Ich will zu den Gewaltigen gehen, und mit ihnen reden; dieselbigen werden um den Herrn Weg und ihres Gottes Recht wissen; aber dieselbigen allesamt hatten das Joch zerbrochen, und die Seile zerrissen.

6.    Darum wird sie auch der Löwe, der aus dem Wald kommt, zerreißen, und der Wolf aus der Wüste wird sie verderben, und der Pardel wird um ihre Städte lauern; alle, die daselbst herausgehen, wird er fressen. Denn ihrer Sünden sind zu viel, und sie bleiben verstockt in ihrem Ungehorsam.

7.   Wie soll ich dir denn gnädig sein? weil mich deine Kinder verlassen, und schwören bei dem, der nicht Gott ist; und nun ich ihnen vollauf gegeben habe, treiben sie Ehebruch, und laufen ins Hurenhaus.

8.   Ein jeglicher wiehert nach seines Nächsten Weibe wie die vollen, müßigen Hengste.

9.    Und ich sollte sie um solches nicht heimsuchen? spricht der HErr; und meine Seele sollte sich nicht rächen an solchem Volk, wie dies ist?

10.           Stürmet ihre Mauern, und werfet sie um, und macht´s nicht gar aus! Führet ihre Reben weg, denn sie sind nicht des Herrn;

11.           Sondern sie verachten mich, beide, das Haus Israel und das Haus Juda, spricht der HErr,

12.           Sie verleugnen den Herrn, und sprechen: "Das ist er nicht, und so übel wird es uns nicht gehen, Schwert und Hunger werden wir nicht sehen;

13.           Ja, die Propheten sind Schwätzer, und haben auch Gottes Wort nicht; es gehe über sie selbst also!"

14.           Darum, spricht der HErr, der Gott Zebaoth: Weil ihr solche Rede treibet; siehe, so will ich meine Worte in deinem Munde zu Feuer machen, und dies Volk zu Holz, und soll sie verzehren.

15.           Siehe, ich will über euch vom Hause Israel, spricht der HErr, ein Volk von ferne bringen, ein mächtig Volk, ein Volk von alters her, ein Volk, des Sprache du nicht verstehest, und nicht vernehmen kannst, was sie reden.

16.           Seine Köcher sind offene Gräber, es sind eitel Helden.

17.           Sie werden deine Ernte und dein Brot verzehren; sie werden deine Söhne und Töchter fressen; sie werden deine Schafe und Rinder verschlingen; sie werden deine Weinstöcke und Feigenbäume verzehren; deine festen Städte, darauf du dich verlässest, werden sie mit dem Schwert verderben.

18.           Dich will ich´s, spricht der HErr, zur selbigen Zeit mit euch nicht gar aus machen.

19.           Und ob sie sagen würden: "Warum thut uns der HErr, unser Gott, solches alles?" sollst du ihnen antworten: wie ihr mich verlasset, und fremden Göttern dienet in eurem eignen Lande, also sollt ihr auch Fremden dienen in einem Lande, das nicht euer ist.

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30.           Es stehet greulich und scheußlich im Lande.

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