ETIKA

BIBEL - JEREMIA 6

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11.11.2001

1BJR6

Über das sichere Volk und seine Verführer kommen grausame Feinde (ein Volk von Norden)

Die Bibel nach der deutschen Übersetzung Martin Luthers, Stuttgart 1897

 

1.    Fliehet, ihr Kinder Benjamin, aus Jerusalem, und blaset die Drommete auf der Warte Thekoa, und werft auf ein Panier über der Warte Beth-Cherem! denn es gehet daher ein Unglück von Mitternacht und ein großer Jammer

2.    Die Tochter Zion ist wie eine schöne und lustige Aue.

3.    Aber es werden Hirten über sie kommen mit ihren Herden, die werden Gezelte rings um sie her aufschlagen, und weiden ein jeglicher an seinem Ort und sprechen:

4.    Rüstet euch zum Krieg wider sie! Wohlauf, laßt uns hinaufziehen, weil es noch hoch Tag ist! Ei, es will Abend werden, und die Schatten werden groß!

5.    Wohlan, so laßt uns auf sein, und sollten wir bei Nacht hinaufziehen, und ihre Paläste verderben!

6.    Denn also spricht der HErr Zebaoth: Fället Bäume, und werfet einen Wall auf wider Jerusalem; denn sie ist eine Stadt, die heimgesucht werden soll. Ist doch eitel Unrecht drinnen.

7.    Den gleichwie ein Born sein Wasser quillet, also quillet auch ihre Bosheit. Ihr Frevel und Gewalt schreiet über sie, und ihr Morden und Schlagen treiben sie täglich vor mir.

8.    Bessre dich, Jerusalem, ehe sich mein Herz von dir wende, und ich dich zum wüsten Land mache, darinnen niemand wohne!

9.    So spricht der HErr Zebaoth: Was übrig ist blieben von Israel, das muß nachgelesen werden wie am Weinstock. Der Weinleser wird eins nach dem andern in die Butten werfen.

10.           ...

11.           ...

12.           Ihre Häuser sollen den Fremden zu teil werden samt den Äckern ...

13.           ...

14.           ...und sagen: "Friede! Friede", und ist doch nicht Friede.

15.           Darum werden sie mit Schanden bestehen, daß sie solche Greuel treiben; wiewohl sie sollen ungeschändet sein, und wollen sich nicht schämen. Darum müssen sie fallen über einen Haufen, und wenn ich sie heimsuchen werde, sollen sie stürzen, spricht der Herr.

16.           ...

17.           ...

18.           ---

19.           Du Erde, höre zu! Siehe, ich will ein Unglück über dies Volk bringen, ihren verdienten Lohn, daß sie auf meine Worte nicht achten, und mein Gesetz verwerfen.

20.           Was frage ich nach dem Weihrauch aus Reicharabien, und nach den guten Zimmetrinden, die aus fernen Landen kommen? Eure Brandopfer sind mir nicht angenehm, und eure Opfer gefallen mir nicht.

21.           Darum spricht der HErr also: Siehe, ich will diesem Volk ein Argernis stellen, daran sich beide, Väter und Kinder, mit einander stoßen, und ein Nachbar mit dem andern umkommen sollen.

22.         So spricht der HErr: Siehe, es wird ein Volk kommen von Mitternacht, und ein groß Volk wird sich erregen vom Ende der Erde,

23.           die Bogen und Lanze führen. Es ist grausam und ohne Barmherzigkeit; sie brausen daher wie ein ungestüm Meer, und reiten auf Rossen, gerüstet wie Kriegsleute, wider dich, du Tochter Zion.

24.           ...

25.           ...

26.           ...

27.           Ich habe dich zum Schmelzer gesetzt unter mein Volk, das so hart ist, daß du ihr Wesen erfahren und prüfen sollst.

28.           Sie sind allzumal Abtrünnige, und wandeln verräterisch; sind Erz und Eisen; alle sind sie verderbt.

29.           Darum heißen sie auch ein verworfen Silber; denn der HErr hat sie verworfen.

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