ETIKA 1BPS14,7

BIBEL Auslegungen

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15.12.1999

Psalm 14,7

Ach, daß die Hilfe aus Zion über Israel käme

Rainer Lechner im Konstanzer Großdruckkalender, 8.8.1993

"Seufzen nach Erlösung aus dem allgemeinen Verderben der Menschheit" stand in früheren Bibelausgaben über diesem Psalm. Verzweiflung über den Zustand der Welt wollte den Verfasser damals ergreifen, aber er erlag ihr nicht. Er hatte Glauben und Hoffnung, daß aus der Heiligen Stadt Zion (Jerusalem) die Rettung für sein Volk käme. Und sie kam aus Zion - für die ganze Menschheit. Auch heute dürfen wir mit Zuversicht darauf warten, daß Gott eingreift und uns erlöst: von den geistigen und Umweltkatastrophen, den plötzlichen und schleichenden, vom Verbrechen, von den Versuchungen, von der Lieblosigkeit...


Gott rettet. Beispiele gibt die Bibel vom ersten bis zum letzten Buch. Jeder einzelne kann sich die Erfahrung, die so alt ist wie die Welt, bestätigen lassen. Er braucht nichts weiter tun, als Gott in einer Notlage zu bitten, dies allerdings mit aufrichtigem Herzen und Geduld. Gott rettet auch die Verbrecher, falls sie eine Voraussetzung erfüllen: "Wer sagt: Erbarme dich meiner, bekennt auch seine Sünden. Wer sagt: Sei mir gnädig, erhält Vergebung seiner Sünden. Wer sagt: Erbarme dich meiner, erhält das Himmelreich. Denn wessen sich Gott erbarmt, den befreit er nicht allein von der Strafe, sondern würdigt ihn auch der künftigen Güter" (Johannes Chrysostomus).

Wir brauchen nie, in gar keinem Fall, auch nicht im schlimmsten aller schlimmen Schicksale, zu verzweifeln. Gott hilft.

 

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