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ETIKA |
BIBEL Jesus Sirach |
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1BSI9 |
Vorsicht
im Umgang mit Frauen |
Jesus Sirach 9 - 23,
Auswahl; |
Es ist nicht so, daß alle
sittlichen Gebote aus dem Alten Testament abgeschafft wären! Sie bilden die
Grundlage der Sittenlehre des Neuen Testaments und sind - mit einigen, von der
Kirche bestimmten Ausnahmen - nach den Worten Christi heute so gültig wie
damals. Die alttestamentarische Moral stellt ein Bindeglied zwischen Juden und
Christen dar.
1. Eifre
nicht über das Weib, das dir vertraut ist; denn solch hartes Aufsehen bringt
nichts Gutes.
2. Laß
deinem Weibe nicht Gewalt über dich, daß sie nicht dein Herr werde.
3. Fleuch
die Buhlerin, daß du nicht in ihre Stricke fallest.
4. Gewöhne
dich nicht zu der Sängerin, daß sie dich nicht fahe mit ihren Reizen.
5. Siehe
nicht nach den Mägden, daß du nicht entzündest werdest gegen sie.
1. Mose 34,1.2. Hiob 31,1.
Matth. 5,28.
6. Hänge
dich nicht an die Huren, daß du nicht um das Deine kommest.
7. Gaffe
nicht in der Stadt hin und wieder, und laufe nicht durch alle Winkel.
8. Wende
dein Angesicht von schönen Frauen, und siehe nicht nach der Gestalt anderer
Weiber.
9. Denn
schöne Weiber haben manchen bethöret, 2. Sam. 11,2. Judith 12,17.
10.
und böse Lust entbrennet davon wie ein Feuer.
11.
Sitze nicht bei eines anderen Weib,
12.
und herze dich nicht mit ihr,
13.
und prasse nicht mit ihr, daß dein Herz nicht an sie
gerate, und deine Sinne nicht bethöret werden.
Kapitel
19
2. Wein und Weiber bethören die Weisen;
3. und die sich an Huren hängen, werden
wild, und kriegen Motten und Würmer zu Lohn, und verdorren, den andern zum
merklichen Beispiel.
Kapitel
21
1. Mein
Kind, hast du gesündiget, so höre auf und bitte, daß dir die vorigen auch
vergeben werden.
2. Fleuch
vor der Sünde wie vor einer Schlange; denn so du ihr zu nahe kommest, so sticht
sie dich.
3. Ihre
Zähne sind wie Löwenzähne, und töten den Menschen.
4. Eine
jegliche Sünde ist wie ein zweischneidig Schwert, und verwundet, daß es niemand
heilen kann.
Kapitel
23
4. Herr, Gott, Vater und Herr meines Lebens,
5. behüte mich vor unzüchtigem Gesicht, und wende
von mir alle böse Lüste!
6. Laß mich nicht in Schlemmen und Unkeuschheit
geraten, und behüte mich vor unverschämtem Herzen!
21. Zweierlei Art machet der Sünden viel, die dritte bringt Strafe über sich:
22. wer in der Brunst stecket, der ist wie
ein brennend Feuer, und höret nicht auf, bis er sich selbst verbrenne.
23. Ein unkeuscher Mensch hat keine Ruhe
an seinem Leibe, bis er ein Feuer anzünde.
24. Einem unkeuschen Menschen ist alle Speise süß,
und lässet nicht ab, bis er ein Ende nimmt.
25. Ein Mann, der seine Ehe bricht, und denket bei
sich selbst: Wer siehet mich?
26. Es ist finster um mich, und die Wände verbergen
mich, daß mich niemand siehet; wen soll ich scheuen? Der Allerhöchste achtet
meiner Sünden nicht -
27. solcher scheuet allein der Menschen Augen,
28. und denket nicht, daß die Augen des Herrn viel
tausendmal heller sind denn die Sonne, und sehen alles, was die Menschen thun,
und schauen auch in die heimlichen Winkel;
29. alle Dinge sind ihm wohlbekannt, ehe sie
geschaffen werden, also wohl, als wenn sie geschaffen sind.
30. Derselbe Mann wird öffentlich in der Stadt
gestraft werden,
31. und wird erhascht werden, wenn er sich´s am
wenigsten versiehet.
32. Also wird´s auch gehen dem Weibe, die ihren Mann
verläßt, und einen Erben von einem andern kriegt.
33. Erstlich ist sie dem Gebot Gottes ungehorsam;
zum andern sündigt sie wider ihren Mann; zum dritten bringet sie durch ihren
Ehebruch Kinder von einem andern.
34. Eine solche wird man aus der Gemeinde werfen,
und ihre Kinder müssen´s entgelten.
35. Ihre Kinder werden nicht wurzeln, und ihre
Zweige werden nicht Frucht bringen.
36. Sie läßt ein verflucht Gedächtnis hinter sich,
und ihre Schande wird nimmermehr vertilget.
37. Daran lernen ihre Nachkommen, daß nichts besser
sei, denn Gott fürchten, und nichts süßer, denn auf Gottes Gebote achten.
41.
Kapitel
12.
Siehe dich nicht um nach schönen Menschen, und sei nicht so gern um die Weiber.
13.
Denn gleichwie aus den Kleidern Motten kommen, also kommt von Weibern viel
Böses.
14.
Es ist sicherer, bei einem bösen Mann zu sein, denn bei einem freundlichen
Weibe, die einen zu Hohn und Spott macht.