ETIKA

Christen, seid alle eins!
3. Reformation

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Leser-Echo

31.8.2015 chronologisch

Klappentext -  Inhalt - Übersicht

Terentianus Maurus: Pro captu lectoris habent sua fata libelli. Bücher haben ihr eigenes Schicksal - gemäß dem Bildungsstand der Leser.
(römischer Grammatiker des 2. Jahrhunderts nach Christus)

Christen, seid alle eins! 3. Reformation

2. Auflage 2013. 112 Seiten. 6.80 Euro. ISBN 978-3-8370-5588-7. - Als E-Book 2.49 Euro. EAN 978-3-8448-6141-9

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Deutschstämmige Frau aus Kroatien, 10.9.2008
„Die 2 schönen Bücher habe ich mit Freude erhalten. Das sollten alle Leute lesen, dann hätten sie Angst vor der Hölle, und auf der Welt möchte weniger Unheil sein.“

Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, 16.9.2008 (der Verfasser denkt, daß er mit der Veröffentlichung einverstanden ist):

„Dankend bestätige ich hiermit den Eingang Ihrer Zuschrift vom 5. September 2008, dem Sie Ihr Büchlein „Christen, seid alle eins!“ beigefügt haben. Lassen sie mich zunächst sagen, dass ich Ihr Ziel – die Einheit aller Christen – ausdrücklich begrüße. Ihre starke Betonung des Gebets gegen Ende der Veröffentlichung findet ebenfalls meinen Beifall, desgleichen die auch vom Zweiten Vatikanischen Konzil geförderte, stets neue Reinigung aller Glieder der Kirche.

Ebenso ehrlich wie meine Zustimmung zu den genannten Punkten Ihrer Schrift ist aber auch meine grundlegende Skepsis gegenüber anderen Aspekten. Sie bewegen sich mit Ihren Ausführungen doch sehr im Fahrwasser von Karlheinz Deschners „Kriminalgeschichte des Christentums“ oder der mit buchhalterischer Akribie verfassten Auflistung der (wirklichen oder vermeintlichen) „Sünden der Kirche“ aus der Feder von Hans-Jürgen Wolf. (Der Verfasser R. L. stellt klar, daß er die genannten Werke nicht kennt und nicht die Kirche zerstören, sondern einen Beitrag zu ihrer Erneuerung leisten will. Er selbst war geschockt, als er das Buch von Peter de Rosa „Gottes erste Diener“ las; er hat es oft zitiert.)

Meine Auffassung dagegen ist, dass wir genügend Anlass haben, Asche auf unser eigenes Haupt zu streuen statt auf das unserer Väter und Mütter im Glauben. Das Gebot der Nächstenliebe gilt auch für die vorangegangenen Generationen! Um mit Jesus zu sprechen: Haben wir nicht genug mit den Balken in unseren eigenen Augen zu tun, dass wir uns so sehr auf die Splitter in den Augen mittlerweile verstorbener Christen konzentrieren, die sich nicht mehr wehren können? (Anmerkung von R. L.: Ich spüre in mir den Geist von Girolamo Savonarola, der nicht Rache fordert, sondern Gerechtigkeit und Wahrheit und eine neue, heilige Kirche.)

Redlichkeitshalber muss ich des weiteren darauf hinweisen, dass so manche Behauptung Ihres Büchleins theologisch genauer hätte recherchiert werden müssen. Zwei willkürlich herausgegriffene Beispiele:

·        So fragen Sie nach der Heiligkeit der Kirche (S. 13-14), erörtern danach aber lediglich Aspekte der Moral und der kirchlichen Lehre. Tatsächlich jedoch wird die Kirche deshalb heilig genannt, „weil der heilige Gott ihr Urheber ist. Christus hat sich für sie hingegeben, um sie zu heiligen und heiligend zu machen. Der Heilige Geist belebt sie mit der Liebe. In ihr ist die Fülle der Heilsmittel vorhanden“ (Kompendium des Katechismus der katholischen Kirche, n. 165). Persönliche Integrität oder Irrtumslosigkeit einzelner Katholiken – und seien es Päpste – sind dabei nicht oder allenfalls in sekundärem, abgeleitetem Sinne im Blick. Allerdings widerspreche ich auch energisch Ihrer These, der Papst vernachlässige die katholische Lehre; nichts ist widersinniger als diese Annahme.

·        Sodann meinen Sie, die schwierige und komplexe Frage der Ehescheidung im Neuen Testament mit einigen Zeilen abhandeln zu können (S. 25-26). Tatsächlich ist die exegetische Situation ungleich komplizierter, als Sie es darstellen:

1.   Die Ausnahme, von der Sie sprechen, findet sich ausschließlich bei Matthäus, also nicht bei den entsprechenden Parallelstellen von Markus und Lukas;

2.   auch bei Matthäus steht die angegebene Ausnahme – sofern man sie in Ihrer Weise interpretiert – in klarem Widerspruch zur eigentlichen Argumentation Jesu mit dem Schöpferwillen;

3.   schließlich ist noch nicht einmal klar, was mit dem hier genannten Scheidungsgrund der porneia eigentlich gemeint ist. Es existieren verschiedene Interpretationen. Meiner Ansicht nach muss man die Parallelstelle der etwa zeitgenössischen, außerbiblischen Damaskusschrift hinzuziehen, in der als porneia die Polygamie bezeichnet wird (IV,20), und zwar ebenfalls unter Verweis auf den Schöpferwillen. Die Ausnahme des Matthäus bestände dann darin, die Einehe als Gottes Willen zu begreifen und folgerichtig nur eine Frau zu behalten, die andere(n) aber in den Schoß ihrer Familie zurückzusenden. (Anmerkung von Rainer Lechner: Ich stelle Matthäus Peter Rosegger als Apostel der letzten Zeiten zur Seite: Der Dichter hat 1913 in „Heimgärtners Tagebuch“ vor der „sündenstrotzenden Hölle in einer unglücklichen und unlöslichen Ehe“ gewarnt, die „den Kindern zum Verderben“ wird: Das ist die millionenfache Realität, und Millionen, die den falschen Partner geheiratet haben, ersehnen die Befreiung, eine neue Chance, ein neues Glück. Natürlich bleibt die Einehe das Ideal und ist schützenswert.)

Wie gesagt, Ihre Absichten sind ohne jeden Zweifel ehrenwert. Aber man sollte auch die Ehre anderer Christen – namentlich bereits verstorbener – nicht so leichtfertig zur Disposition stellen. Das scheint mir ein wenig geeigneter Weg zur Einheit zu sein.

Mit freundlichen Grüßen Ihr † Joachim Card. Meisner“

Hervorhebungen in Fett durch den Verfasser. Kardinal Meisner ein Vergelt’s Gott in Ewigkeit, daß er das Buch nicht ignoriert hat. Seine Stellungnahme ist durchaus akzeptabel und wir sind dankbar, daß der hohe Würdenträger sich soviel Zeit für unser Werk genommen hat. (Wenn es so oft „wir“ heißt, meint der Verfasser damit sich selbst und seinen Schutzengel.) R. L. ist kein Theologe und gibt nur subjektive Erfahrungen seines persönlichen Glaubenslebens und das Wissen aus seiner Lektüre (vorwiegend Mittelalter und 19. Jahrhundert, die Theologen der Neuzeit interessieren ihn wenig) wieder.

P. G., Manfred-Kyber-Gesellschaft, Stuttgart, 22.9.2008
“Es ist schon erstaunlich, wie umfassend die schwarze Seite in das Christentum einfallen konnte.“

F. J. H., Köln, 26.9.2008
„Danke für Deine wertvolle Arbeit im Weinberg Gottes.“

H. F., NRW, 30.9. und 10.10.2008
„Haben Sie denn auch in unserer gottlosen Zeit Abnehmer für Ihre Bücher?“ „Da ich mich als Protestantin kaum mit unserer Lehre als Studium befaßt habe, kenne ich mich nicht so genau aus. Gerade deswegen sind Ihre Schriften für mich sehr aufklärend.“

Ein katholischer Pater, 2.10.2008
„Beim Lesen all Ihrer Werke und auch der Kritik Cardinal Meisners möchte ich bemerken: Ob verstorben oder lebend, alle und alles muß dem Willen Gottes standhalten, andernfalls war oder ist „Etwas“ nicht katholisch. Im „Himmels-Abc“ …, es ist gut, daß Sie kein Theologe sind, da Sie das Kind noch beim Namen nennen und nicht die Wahrheit biegen, bis sie „paßt“ … Das „Himmels-Abc“ ist wie ein Führer durch die katholische Landschaft und „Christen, seid alle eins!“ bleibt ein Wunschtraum Gottes, den der Teufel, solange er Macht hat, zu verhindern weiß. Der Mensch bleibt nach dem Sündenfall zum Bösen geneigt, allein der Stolz hindert uns, Heilige zu werden. Wer sich von Jesus Christus berühren läßt, erfüllt den Willen Gottes und will nur mehr im Willen Gottes leben. Der Eigenwille führt allemal ins Verderben. … vielen herzlichen Dank für die Mühe um Wahrheit, Glaube und Liebe im treu katholischen Sinn!“

H. W., München, 5.10.2008
Zu Kardinal Meisners Kritik: „Die bösen Seiten der Vergangenheit kann keiner mehr heilen. Es gab genug heilige Menschen, die als Gegengewicht immer von Gott gestärkt und verstärkt wurden.“

Hans Saler, Bergsteiger, Chile, 22.10.2008
Moegen Sie auch viele Fakten ueber die Jahre hin schriftlich gesammelt haben, so sind Sie immer noch ein wandelndes Lexikon in Ihrem Eintreten, den Menschen die Augen zu oeffnen. Angesichts der zunehmenden Kapitalisierung der Menschen und deren nicht ausbleibenden Folgen bedarf es schon grosser Kraft, die Fahne fuer seinen Glauben hoch zu halten.“

Ein katholischer Bischof, 23.10.2008
„Es ist gut, dass es Menschen gibt, wie Sie, die sich mit solcher Leidenschaft für die Fragen des Glaubens öffnen und für die Wahrheit der katholischen Lehre eintreten.“

Aus Spanien, 30.10.2008
„un nivel espiritual muy alto … valiosos libros“

Ein evangelischer Bischof, 4.11.2008
“Sie werden verstehen, dass ich dieses Bändchen nun nicht kommentierend rezensiere, sondern Ihnen für Ihr Engagement, aber auch für Ihre intensive Auseinandersetzung mit diesen komplexen theologischen Themen durchaus danke, wenngleich in dem mir vorliegenden Bändchen Formulierungen auftreten, wie z.B. „wachsender Papstkult“ u. a. m., die zu einem weiterführenden Dialog nicht gerade einladen. Ich selber bin sehr intensiv im evangelisch-katholischen Dialog tätig … Wir hoffen, dass wir bei allen Differenzen, die zwischen uns stehen, das, was uns verbindet, und dies ist wesentlich mehr, als uns trennt, groß und mächtig machen können.“

Ein italienischer Philosoph, 27.11.2008
„Christen, seid alle Eins.
Il fatto che un personale tanto importante della Chiesa Cattolica, il Cardinale di Colonia, l´abbia letto ed esaminato con attenzione, deve aver costituito una notevole soddisfazione per lei, ed anche io me ne rallegro e congratulo. Ho letto il libro con piacere, perché i pensieri sono tutti buoni, formulate non solo con il mestiere del giornalista di razza, che si esprime con elegante efficacia, disciplinando in modo sapiente la complessa materia, ma con la passione di chi sa di dover difendere, contro l´incuria del tempo, un´importante tradizione di cultura. … a me sembra singolare l´insistenza con la quale si caldeggia il ritorno al passato. Il Savonarola in Italia è del tutto ignorato, anche dagli uomini di religion; unici ad occuparsene sono gli storici, che indirizzano le loro ricerche alle grandi figure della Firenze del tempo. Il frate ferrarese viene considerate soprattutto come un grande predicatore, un maestro di eloquenza. … Stupisco anche a sentire il nome di Luis de Granada … in Italia è assolutamente ignoto. Da queste frequentazioni culturali si possono certo ricavare utili indicazioni; ma mi chiedo se il silenzio sulla modernità significhi una messa fra parentesi di interi secoli della cultura con le grandi figure che tanto hanno da insegnarci. “Non è lecito più pensare come se Kant non fosse esistito” ammonisce, giustamente, Schopenhauer. … Tutti coloro che, a prezzo di immense sacrifice, hanno lottato nel tentative di diradare il pauroso buio che rende, esso stesso, angosciosa e terribile la vita, sono compagni di viaggio infinitamente meritevoli e ad essi devono andare la nostra gratitudine e la nostra venerazione.”

Sonstige Reaktionen
zum Beispiel Empfangsbestätigungen für Bücher oder Prospekte

Sekretariat der Schweizer Bischofskonferenz, Fribourg, Dank, 1.9.2008

M. F., B., 3.9.2008
„Tre libri in così breve tempo! Ringraziamo anche l eremo di Ulfas, che la sottrae al frastuono della vita urbana e le dona il silenzio per meditare.”

H. Bayerl, München, 5.9.2008
„Die Schwächen in der Kirche (und wir haben sie doch selber auch) sind keine Entschuldigung, eine „Dritte Reformation“ auszurufen.“

Ein großer katholischer Verlag, 22.9.2008
„Wir haben uns mit dem Angebot (beide Bücher) eingehend beschäftigt. Leider muss ich Ihnen jedoch mitteilen, dass wir keinen Ihrer Titel in unser Programm aufnehmen können. Die Bücher lassen sich nicht in der ihnen angemessenen Weise auf unserer Religionsstrecke präsentieren oder einfügen, da sie sich unserer Meinung nach nicht für unseren Kundenkreis eignen. … alles Gute und viel Erfolg!“

Evangelische Briefseelsorge, München, 2.10.2008

Katholisch-konservative österreichische Zeitschrift, 6.10.2008

„… zu 95 Prozent kann ich Ihnen zustimmen! Eine Empfehlung … möchte ich trotzdem lieber nicht abgeben (wegen der restlichen 5 %). … wünsche Ihnen trotzdem Gottes Segen für Ihre Arbeit.“

Evangelische Kirche in Deutschland, Vorsitzender des Rates, Hannover, 10.10.2008

Griechisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland, Exarchat von Zentraleuropa, Bonn, Dank im Auftrag von Metropolit Augoustinos, 24.11.2008. „Buch …an unseren Ökumenereferenten weitergeleitet“

Ökumenischer Rat der Kirchen in Österreich, 20.1.2009
„die Feier der Gebetswoche um die Einheit der Christen ist mir der Anlass, Ihnen endlich auf Ihr Bücher Angebot zu antworten. Gerne nehme ich das Buch „Christen, seid alle eins“ entgegen und bin schon gespannt auf die Widersprüche, die Sie darin aufzeigen. Im Namen und im Geist Jesu Christ wünsche ich Ihnen Gottes Segen bei dem Bemühen, die Einheit der Kirchen zu fördern und bleibe in ökumenischer Hoffnung und Zuversicht mit herzlichen Grüßen Ihr Bischof i. R. Mag. Herwig Sturm, Vorsitzender. PS Ich erlaube mir, Ihnen als Gegengabe die Festschrift zum 50-Jahr-Jubiläum des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich zuzusenden.“ Ein ewiges Vergelt´s Gott Bischof Herwig Sturm! Möge ihn der Herr erleuchten und ihm gnädig sein!

Hans Saler, Chile, 8.3.2010
Mich hat Dein Buch „Christen, seid alle eins!“ sehr fasziniert, ein Extrakt an Aussagen mit großer Tiefe. Alleine die paar Zeilen „Die Reformation ist gescheitert, denn sie hat nicht zu einer Vertiefung des Glaubens geführt, sondern zur Zersplitterung der Christenheit“ gehören in großer Schrift an alle Kirchenportale genagelt.

Apokalyptisch
1 „Himmels-Abc“verkauft, aber eine Million mal „F.“

Während von den beiden Büchern „Christen, seid alle eins!“ und „Himmels-Abc“ bis Mitte September nur von letzterem ein einziges Exemplar verkauft wurde, war in der Bild-Zeitung am 27.9.2008 zu lesen: „,F.“, der Bestseller-Roman über … von Ch. R. (30) feiert heute Abend als Bühnenstück in Halle Premiere! Die Skandal-Autorin gab in … der Schweizer Zeitschrift ,Weltwoche‘ eine ungewöhnliche Selbstbeschreibung ab: „Ich bin die beste N., die es gibt!“ (Ihr) Buch verkaufte sich bis jetzt über eine Million Mal.“ – Der einsame Leser des „Himmels-Abc“ wird, sollte er diese Meldung lesen, unwillkürlich an das Kapitel „Zahl der Erlösten“ denken.

Ende 2008 waren verkauft: „Christen, seid alle eins!“: 5 Exemplare. „Himmels-Abc“: 2 Exemplare. Sagenhaft! Wie ist das nur möglich, bei vielen Hunderten von Prospekten, die wir an christliche Adressen verschickten, in Briefkästen und an Autos steckten? Und bei täglich durchschnittlich 600 Besuchern und 3000 aufgerufenen Seiten unserer Website etika.com? Gott weiß es.

Christen, seid alle eins! 3. Reformation

2. Auflage 2013. 112 Seiten. 6.80 Euro. ISBN 978-3-8370-5588-7. - Als E-Book 2.49 Euro. EAN 978-3-8448-6141-9

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