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ETIKA |
Christen, seid alle eins! |
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1OE1EL |
Leser-Echo |
27.2.2008, chronologisch |
Klappentext - Inhalt - Übersicht
Terentianus Maurus: Pro
captu lectoris habent sua fata libelli. Bücher haben ihr eigenes Schicksal -
gemäß dem Bildungsstand der Leser.
(römischer Grammatiker des 2. Jahrhunderts nach Christus)
Deutschstämmige Frau aus Kroatien, 10.9.2008
„Die 2 schönen Bücher habe ich mit Freude erhalten. Das sollten alle Leute
lesen, dann hätten sie Angst vor der
Hölle, und auf der Welt möchte weniger Unheil sein.“
Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, 16.9.2008 (der Verfasser denkt, daß er mit der
Veröffentlichung einverstanden ist):
„Dankend
bestätige ich hiermit den Eingang Ihrer Zuschrift vom 5. September 2008, dem
Sie Ihr Büchlein „Christen, seid alle eins!“ beigefügt haben. Lassen sie mich
zunächst sagen, dass ich Ihr Ziel – die Einheit
aller Christen – ausdrücklich begrüße. Ihre starke Betonung des Gebets gegen Ende der Veröffentlichung
findet ebenfalls meinen Beifall, desgleichen die auch vom Zweiten Vatikanischen
Konzil geförderte, stets neue Reinigung
aller Glieder der Kirche.
Ebenso ehrlich
wie meine Zustimmung zu den genannten Punkten Ihrer Schrift ist aber auch meine
grundlegende Skepsis gegenüber
anderen Aspekten. Sie bewegen sich mit Ihren Ausführungen doch sehr im
Fahrwasser von Karlheinz Deschners „Kriminalgeschichte des Christentums“ oder
der mit buchhalterischer Akribie verfassten Auflistung der (wirklichen oder
vermeintlichen) „Sünden der Kirche“ aus der Feder von Hans-Jürgen Wolf. (Der Verfasser R. L. stellt klar, daß er die
genannten Werke nicht kennt und nicht die Kirche zerstören, sondern einen
Beitrag zu ihrer Erneuerung leisten will. Er selbst war geschockt, als er das
Buch von Peter de Rosa „Gottes erste Diener“ las; er hat es oft zitiert.)
Meine Auffassung
dagegen ist, dass wir genügend Anlass haben, Asche auf unser eigenes Haupt zu
streuen statt auf das unserer Väter und Mütter im Glauben. Das Gebot der
Nächstenliebe gilt auch für die vorangegangenen
Generationen! Um mit Jesus zu sprechen: Haben wir nicht genug mit den Balken
in unseren eigenen Augen zu tun, dass wir uns so sehr auf die Splitter in den
Augen mittlerweile verstorbener Christen konzentrieren, die sich nicht mehr
wehren können? (Anmerkung von R. L.: Ich
spüre in mir den Geist von Girolamo Savonarola, der nicht Rache fordert,
sondern Gerechtigkeit und Wahrheit und eine neue, heilige Kirche.)
Redlichkeitshalber
muss ich des weiteren darauf hinweisen, dass so manche Behauptung Ihres
Büchleins theologisch genauer hätte recherchiert werden müssen. Zwei
willkürlich herausgegriffene Beispiele:
· So fragen Sie
nach der Heiligkeit der Kirche (S.
13-14), erörtern danach aber lediglich Aspekte der Moral und der kirchlichen
Lehre. Tatsächlich jedoch wird die Kirche deshalb heilig genannt, „weil der
heilige Gott ihr Urheber ist. Christus hat sich für sie hingegeben, um sie zu
heiligen und heiligend zu machen. Der Heilige Geist belebt sie mit der Liebe.
In ihr ist die Fülle der Heilsmittel vorhanden“ (Kompendium des Katechismus der
katholischen Kirche, n. 165). Persönliche Integrität oder Irrtumslosigkeit
einzelner Katholiken – und seien es Päpste – sind dabei nicht oder allenfalls
in sekundärem, abgeleitetem Sinne im Blick. Allerdings widerspreche ich auch
energisch Ihrer These, der Papst vernachlässige
die katholische Lehre; nichts ist widersinniger als diese Annahme.
· Sodann meinen
Sie, die schwierige und komplexe Frage der Ehescheidung
im Neuen Testament mit einigen Zeilen abhandeln zu können (S. 25-26).
Tatsächlich ist die exegetische Situation ungleich komplizierter, als Sie es
darstellen:
1.
Die Ausnahme, von der Sie sprechen, findet sich
ausschließlich bei Matthäus, also nicht bei den entsprechenden Parallelstellen
von Markus und Lukas;
2.
auch bei Matthäus steht die angegebene Ausnahme –
sofern man sie in Ihrer Weise interpretiert – in klarem Widerspruch zur
eigentlichen Argumentation Jesu mit dem Schöpferwillen;
3.
schließlich ist noch nicht einmal klar, was mit
dem hier genannten Scheidungsgrund der porneia
eigentlich gemeint ist. Es existieren verschiedene Interpretationen. Meiner Ansicht
nach muss man die Parallelstelle der etwa zeitgenössischen, außerbiblischen
Damaskusschrift hinzuziehen, in der als porneia
die Polygamie bezeichnet wird (IV,20), und zwar ebenfalls unter Verweis auf den
Schöpferwillen. Die Ausnahme des Matthäus bestände dann darin, die Einehe als
Gottes Willen zu begreifen und folgerichtig nur eine Frau zu behalten, die
andere(n) aber in den Schoß ihrer Familie zurückzusenden. (Anmerkung von Rainer Lechner: Ich stelle Matthäus Peter Rosegger als
Apostel der letzten Zeiten zur Seite: Der Dichter hat 1913 in „Heimgärtners
Tagebuch“ vor der „sündenstrotzenden Hölle in einer unglücklichen und
unlöslichen Ehe“ gewarnt, die „den Kindern zum Verderben“ wird: Das ist die
millionenfache Realität, und Millionen, die den falschen Partner geheiratet
haben, ersehnen die Befreiung, eine neue Chance, ein neues Glück. Natürlich
bleibt die Einehe das Ideal und ist schützenswert.)
Wie gesagt, Ihre
Absichten sind ohne jeden Zweifel ehrenwert. Aber man sollte auch die Ehre
anderer Christen – namentlich bereits verstorbener – nicht so leichtfertig zur
Disposition stellen. Das scheint mir ein wenig geeigneter Weg zur Einheit zu
sein.
Mit freundlichen
Grüßen Ihr † Joachim Card. Meisner“
Hervorhebungen in Fett durch den Verfasser. Kardinal Meisner ein Vergelt’s Gott in
Ewigkeit, daß er das Buch nicht ignoriert hat. Seine Stellungnahme ist
durchaus akzeptabel und wir sind dankbar, daß der hohe Würdenträger sich soviel
Zeit für unser Werk genommen hat. (Wenn es so oft „wir“ heißt, meint der Verfasser
damit sich selbst und seinen Schutzengel.) R. L. ist kein Theologe und gibt nur
subjektive Erfahrungen seines persönlichen Glaubenslebens und das Wissen aus
seiner Lektüre (vorwiegend Mittelalter und 19. Jahrhundert, die Theologen der
Neuzeit interessieren ihn wenig) wieder.
P.
G., Manfred-Kyber-Gesellschaft, Stuttgart, 22.9.2008
“Es ist schon erstaunlich, wie umfassend die schwarze Seite in das Christentum
einfallen konnte.“
F.
J. H., Köln, 26.9.2008
„Danke für Deine wertvolle Arbeit im Weinberg Gottes.“
H.
F., NRW, 30.9. und
10.10.2008
„Haben Sie denn auch in unserer gottlosen Zeit Abnehmer für Ihre Bücher?“ „Da
ich mich als Protestantin kaum mit unserer Lehre als Studium befaßt habe, kenne
ich mich nicht so genau aus. Gerade deswegen sind Ihre Schriften für mich sehr
aufklärend.“
Ein
katholischer Pater,
2.10.2008
„Beim Lesen all Ihrer Werke und auch der Kritik Cardinal Meisners möchte ich
bemerken: Ob verstorben oder lebend, alle und alles muß dem Willen Gottes
standhalten, andernfalls war oder ist „Etwas“ nicht katholisch. Im
„Himmels-Abc“ …, es ist gut, daß Sie kein Theologe sind, da Sie das Kind noch
beim Namen nennen und nicht die Wahrheit biegen, bis sie „paßt“ … Das
„Himmels-Abc“ ist wie ein Führer durch die katholische Landschaft und
„Christen, seid alle eins!“ bleibt ein Wunschtraum Gottes, den der Teufel,
solange er Macht hat, zu verhindern weiß. Der Mensch bleibt nach dem Sündenfall
zum Bösen geneigt, allein der Stolz hindert uns, Heilige zu werden. Wer sich
von Jesus Christus berühren läßt, erfüllt den Willen Gottes und will nur mehr
im Willen Gottes leben. Der Eigenwille führt allemal ins Verderben. … vielen
herzlichen Dank für die Mühe um Wahrheit, Glaube und Liebe im treu katholischen
Sinn!“
H.
W., München, 5.10.2008
Zu Kardinal Meisners Kritik: „Die
bösen Seiten der Vergangenheit kann keiner mehr heilen. Es gab genug heilige
Menschen, die als Gegengewicht immer von Gott gestärkt und verstärkt wurden.“
Hans
Saler, Bergsteiger, Chile, 22.10.2008
„Moegen Sie auch viele
Fakten ueber die Jahre hin schriftlich gesammelt haben, so sind Sie immer noch
ein wandelndes Lexikon in Ihrem Eintreten, den Menschen die Augen zu oeffnen.
Angesichts der zunehmenden Kapitalisierung der Menschen und deren nicht ausbleibenden
Folgen bedarf es schon grosser Kraft, die Fahne fuer seinen Glauben hoch zu
halten.“
Ein
katholischer Bischof, 23.10.2008
„Es ist gut, dass es Menschen gibt, wie Sie, die sich mit solcher Leidenschaft
für die Fragen des Glaubens öffnen und für die Wahrheit der katholischen Lehre
eintreten.“
Aus Spanien, 30.10.2008
„un nivel espiritual muy alto … valiosos libros“
Ein
evangelischer Bischof, 4.11.2008
“Sie
werden verstehen, dass ich dieses Bändchen nun nicht kommentierend rezensiere,
sondern Ihnen für Ihr Engagement, aber auch für Ihre intensive
Auseinandersetzung mit diesen komplexen theologischen Themen durchaus danke,
wenngleich in dem mir vorliegenden Bändchen Formulierungen auftreten, wie z.B.
„wachsender Papstkult“ u. a. m., die zu einem weiterführenden Dialog nicht
gerade einladen. Ich selber bin sehr intensiv im evangelisch-katholischen
Dialog tätig … Wir hoffen, dass wir bei allen Differenzen, die zwischen uns
stehen, das, was uns verbindet, und dies ist wesentlich mehr, als uns trennt, groß
und mächtig machen können.“
Ein italienischer Philosoph, 27.11.2008
„Christen, seid alle Eins. Il fatto che
un personale tanto importante della Chiesa Cattolica, il Cardinale di Colonia,
l´abbia letto ed esaminato con attenzione, deve aver costituito una notevole
soddisfazione per lei, ed anche io me ne rallegro e congratulo. Ho letto il
libro con piacere, perché i pensieri sono tutti buoni, formulate non solo con
il mestiere del giornalista di razza, che si esprime con elegante efficacia,
disciplinando in modo sapiente la complessa materia, ma con la passione di chi
sa di dover difendere, contro l´incuria del tempo, un´importante tradizione di
cultura. … a me sembra singolare l´insistenza con la quale si caldeggia il
ritorno al passato. Il Savonarola in Italia è del tutto ignorato, anche dagli
uomini di religion; unici ad occuparsene sono gli storici, che indirizzano le
loro ricerche alle grandi figure della Firenze del tempo. Il frate ferrarese
viene considerate soprattutto come un grande predicatore, un maestro di
eloquenza. … Stupisco anche a sentire il nome di Luis de Granada … in Italia è
assolutamente ignoto. Da queste frequentazioni culturali si possono certo
ricavare utili indicazioni; ma mi chiedo se il silenzio sulla modernità
significhi una messa fra parentesi di interi secoli della cultura con le grandi
figure che tanto hanno da insegnarci. “Non è lecito più pensare come se Kant
non fosse esistito” ammonisce, giustamente, Schopenhauer. … Tutti coloro che, a
prezzo di immense sacrifice, hanno lottato nel tentative di diradare il pauroso
buio che rende, esso stesso, angosciosa e terribile la vita, sono compagni di
viaggio infinitamente meritevoli e ad essi devono andare la nostra gratitudine
e la nostra venerazione.”
Sonstige Reaktionen
zum Beispiel Empfangsbestätigungen für
Bücher oder Prospekte
Sekretariat
der Schweizer Bischofskonferenz, Fribourg, Dank, 1.9.2008
M. F., B., 3.9.2008
„Tre libri in così breve tempo! Ringraziamo anche l eremo di Ulfas, che la
sottrae al frastuono della vita urbana e le dona il silenzio per meditare.”
H.
Bayerl, München, 5.9.2008
„Die Schwächen in der Kirche (und wir haben sie doch selber auch) sind keine
Entschuldigung, eine „Dritte Reformation“ auszurufen.“
Ein
großer katholischer Verlag,
22.9.2008
„Wir haben uns mit dem Angebot (beide
Bücher) eingehend beschäftigt. Leider muss ich Ihnen jedoch mitteilen, dass
wir keinen Ihrer Titel in unser Programm aufnehmen können. Die Bücher lassen
sich nicht in der ihnen angemessenen Weise auf unserer Religionsstrecke
präsentieren oder einfügen, da sie sich unserer Meinung nach nicht für unseren
Kundenkreis eignen. … alles Gute und viel Erfolg!“
Evangelische
Briefseelsorge, München,
2.10.2008
Katholisch-konservative
österreichische Zeitschrift, 6.10.2008
„… zu 95 Prozent kann ich Ihnen zustimmen!
Eine Empfehlung … möchte ich trotzdem lieber nicht abgeben (wegen der
restlichen 5 %). … wünsche Ihnen trotzdem Gottes Segen für Ihre Arbeit.“
Evangelische
Kirche in Deutschland,
Vorsitzender des Rates, Hannover, 10.10.2008
Griechisch-Orthodoxe
Metropolie von Deutschland, Exarchat
von Zentraleuropa, Bonn, Dank im Auftrag von Metropolit Augoustinos,
24.11.2008. „Buch …an unseren Ökumenereferenten weitergeleitet“
Ökumenischer
Rat der Kirchen in Österreich,
20.1.2009
„die Feier der Gebetswoche um die Einheit der Christen ist mir der Anlass,
Ihnen endlich auf Ihr Bücher Angebot zu antworten. Gerne nehme ich das Buch „Christen,
seid alle eins“ entgegen und bin schon gespannt auf die Widersprüche, die Sie
darin aufzeigen. Im Namen und im Geist Jesu Christ wünsche ich Ihnen Gottes
Segen bei dem Bemühen, die Einheit der Kirchen zu fördern und bleibe in
ökumenischer Hoffnung und Zuversicht mit herzlichen Grüßen Ihr Bischof i. R.
Mag. Herwig Sturm, Vorsitzender. PS Ich erlaube mir, Ihnen als Gegengabe die Festschrift
zum 50-Jahr-Jubiläum des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich
zuzusenden.“ Ein ewiges Vergelt´s Gott
Bischof Herwig Sturm! Möge ihn der Herr erleuchten und ihm gnädig sein!
Apokalyptisch
1 „Himmels-Abc“verkauft, aber eine Million mal „F.“
Während von den
beiden Büchern „Christen, seid alle eins!“ und „Himmels-Abc“ bis Mitte
September nur von letzterem ein einziges Exemplar verkauft wurde, war in der
Bild-Zeitung am 27.9.2008 zu lesen: „,F.“, der Bestseller-Roman über … von Ch.
R. (30) feiert heute Abend als Bühnenstück in Halle Premiere! Die
Skandal-Autorin gab in … der Schweizer Zeitschrift ,Weltwoche‘ eine
ungewöhnliche Selbstbeschreibung ab: „Ich bin die beste N., die es gibt!“ (Ihr)
Buch verkaufte sich bis jetzt über eine Million Mal.“ – Der einsame Leser des „Himmels-Abc“ wird, sollte er diese Meldung
lesen, unwillkürlich an das Kapitel „Zahl der Erlösten“ denken.
Ende 2008 waren
verkauft: „Christen, seid alle eins!“: 5 Exemplare. „Himmels-Abc“: 2 Exemplare.
Sagenhaft! Wie ist das nur möglich, bei vielen Hunderten von Prospekten, die
wir an christliche Adressen verschickten, in Briefkästen und an Autos steckten?
Und bei täglich durchschnittlich 600 Besuchern und 3000 aufgerufenen Seiten
unserer Website etika.com? Gott weiß es.
Rainer
Lechner
Christen, seid alle eins!
Dritte
Reformation von A bis Z
Verlag Books
on Demand, Norderstedt
2008. 110
Seiten. 9.80 Euro
ISBN 978-3-8370-5588-7
Bestellung in
einer Buchhandlung oder bei www.libri.de oder
direkt bei:
https://www.bod.de/index.php?id=1132&objk_id=159898
Anmerkung: Hätte der Verfasser gewußt, daß sein
neues HP Photosmart All-in-One-Gerät nicht einmal Text scannen kann und daß man
Layouts zum Ausdrucken von Fotoseiten anscheinend nur online erhält – welche
Unverschämtheit gegenüber den Bewohnern abgelegener Gebiete ohne Internet! -,
hätte er ein Gerät von der Konkurrenz gekauft. Überhaupt ist bei neuen
Computern und Betriebssystemen (z. B. Windows Vista) alles viel komplizierter
und zeitaufwendiger. Die Techniker sind nicht in der Lage, die wichtigsten
Dinge einfach und übersichtlich darzustellen. Sie rauben einem viel
Nervenkraft. Außerdem spinnt der Computer mehr denn je. Wie kann man nur solche
instabilen Geräte auf den Markt werfen?