ETIKA

GEDICHTE

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28LP36

Ungläubig

11.5.2013

Viele scheuen jede Bindung,
verachten Sitten und Gebot´.
Alles Täuschung und Erfindung“,
erklären sie das Rätsel Gott. 1

Denn sie fürchten seine Strafe
für Böses, das sie selbst verübt.
Ihre einz´ge Abwehrwaffe:
behaupten, dass es Ihn nicht gibt.

So lebte V. 2 lang mit der Lüge,
erschrak dann auf dem Totenbett,
ob er nicht doch sich selbst betrüge.
Zur Buße war es da zu spät.

Jeder Mensch verdankt sein Leben
seinem Schöpfer, Gott dem Herrn.
Statt Ihm Lieb´ zurückzugeben,
hält er sich meistens von Ihm fern.

Er will sich Niemand unterwerfen
und leben, wie es ihm gefällt.
Ich werd´ der Hilfe nie bedürfen,
bin lieber auf mich selbst gestellt!“

Er meint, er brauche nicht zu beten.
Sein Hochmut bringt ihn dann zu Fall.
Gott wird ihn in der Not nicht retten;
hatt´ ihn gerufen tausendmal.

Er will ihm nicht die Freiheit rauben,
respektiert des Sünders Wahl
für den Atheistenglauben,
damit für die Höllenqual.

Denn eindeutig warnt die Bibel 3
vor dem Feuer und dem Wurm. 4
Sie ist keine Märchenfibel,
sondern hilft im Lebenssturm.

„Hätt´ ich gehört auf mein Gewissen!
O hätte ich doch nicht versagt!
Ich hätte es doch wissen müssen!“
Der G´w issenswurm ganz schrecklich nagt.

„Die Atheisten haben Flausen
künstlich mir ins Ohr gesetzt.
Jetzt die Teufel mich zerzausen,
weil ich verstockt war bis zuletzt.“

Rainer Lechner, etika.com

Anmerkungen:

1 Vergleiche eine Sonderseite des Atheisten und „Repubblica“-Gründers Eugenio Scalfari am 6.5.2013

2 Das schreckliche Ende des Aufklärers Voltaire

3 „Und wenn die Bibel nun doch recht hat“, so die theoretische Frage Scalfaris.

4 Pater Martin von Cochem: Von dem höllischen Feuer. Von den höllischen Würmern. In: www.etika.com, ETIKA-Bibliothek 18B18

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