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ETIKA |
SPRÜCHE |
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28LS |
von A bis Z |
12.7.2008 |
Arbeite an dir selbst, statt ständig etwas von
anderen zu erwarten.
Konsumiere nicht nur, was andere produzieren. Du selbst bist schöpferisch
veranlagt. Die Welt braucht deinen Beitrag.
ETIKA
Aufgabe
Man
sollte sich seinen Beruf stets so weit verstrengern,
daß keine Zeit bleibt zum Grillenfangen. Das schwere Leben ist am leichtesten
zu ertragen, wenn man sich schwere Aufgaben stellt.
Peter Rosegger, Heimgärtners Tagebuch,
Verlag von L. Staackmann, Leipzig, 1913, S. 28
Dummheit
Außer der Schlechtigkeit ist die Dummheit
der größte Feind des Fortschritts. Der Mensch lernt nicht und vergißt seine
schlechten Erfahrungen, bis er wieder in der Patsche sitzt.
ETIKA
Essen
Leibliche
Ergötzungen, maßvoll genossen, erheitern den Geist und regen ihn an, seine
Aufgaben zu erfüllen.
P. Peter Rigler
OT
Es ist traurig, wenn über einem
Leben keine andern Sterne stehen als Mahlzeiten.
Jeremias Gotthelf
Gerechter
In jedem von uns steckt
etwas von einem Phidias. Jeder Mensch ist ein
Bildhauer, der seinen Marmor oder Lehm bearbeiten muß, bis daß aus der wirren
Masse seiner rohen Triebe eine geistvolle, freie Persönlichkeit entsteht: der
Gerechte.
Edgar
Quinet
Glück
Das Glück hängt nicht
davon ab, daß man viel hat und genießt, sondern daß man zufrieden ist; und die
Zufriedenheit kommt, weißt du wie? Wenn man sein Kreuz willig auf sich nimmt!
Denn zum Kreuztragen, sagt der gottselige Thomas a Kempis,
sind wir geschaffen; durchs Kreuz sollen wir eingehen zum inneren Frieden auf
der Welt und zur ewigen Glorie drüben.
Karl Domanig: Kleine Erzählungen, Kösel,
Kempten, 1905, S. 35
Gott ist dir worden Mensch, wirst du nicht
wieder Gott,
So schmähst du die Geburt und höhnest seinen Tod.
Johann Scheffler, genannt Angelus Silesius: Der Cherubinische
Wandersmann
Gottlos
Wenn man Glauben und
Vertrauen zu Gott verliert, wird man gottlos, und wenn man Glauben und
Vertrauen zu den Menschen verliert, so wird man lieblos, und wer gottlos und
lieblos ist, um den ist es finstere Nacht, und wenn er schon noch nicht in der
Hölle ist, so ist doch die Hölle in ihm.
Jeremias Gotthelf
Innere Welt
Die innere Welt, das
Allerheiligste im Menschen, ist die unsichtbare Werkstätte, aus welcher das äussere Leben trittet; sie zeuget auch vor Gott über des Menschen Wert und Bedeutung.
Jeremias Gotthelf
Keim zum Heiligen und zum
Verbrecher
Nicht einer ist unter uns,
der nicht den Keim zu einem Heiligen, aber auch zu einem Verbrecher in sich
trüge.
Larcordaire
Leben der Verachtung und
Langeweile
Ich begreife
nicht, wie ein Mensch, der über sich nachdenkt und doch von Gott nichts weiß
oder wissen will, sein Leben vor Verachtung und Langeweile tragen kann.
Brief des Fürsten Otto von Bismarck von 3.7.1851 an seine
Gattin
Lesen
Was man ißt, das ist man. Was man liest (und anschaut), das wird man.
ETIKA
Mensch wirkt in Kindern und in Werken fort
Es hat wohl
jeder Mensch seine Zeit, in der und für die er lebt, „aber sie ist nicht die
einzige seines Bereiches. In seinen Kindern wirkt er noch auf Generationen und,
wem Gott es beschieden, in seinen Werken auf ein Volk. Ja, wie manches Menschen
Werk ist sogar erst nach seinem Tode nutzbar geworden; wie manche Schätze sind
durch Jahrhunderte mißkannt oder vergessen gelegen
und wir haben ihre Auffindung erlebt! Vergrabene Schätze, jetzt neu entdeckt zu
nachhaltigem Gewinn für unsere Zeiten und eine ferne Zukunft...“
Karl Domanig: Kleine Erzählungen, Kösel, Kempten, 1905, S. 205
Opfer
Frohe, freiwillige, kleine Opfer allein erlangen uns Mut und Kraft, auch große
Schwierigkeiten zu überwinden.
Friedrich
Wilhelm Foerster
Selbstverachtung
Wenn ein Mensch bei sich
die größte Sünde erkennt und sich am tiefsten verdemütigt, wenn es ihm scheint,
als sei alle seine Schönheit verschwunden und alle seine Gnaden vertrocknet,
wenn er sich vor sich selbst ekelt, sich beim Gedanken an sich selbst aufbäumt,
da er ganz Staub und Asche, ganz Kot und Unflat zu sein scheint, dann steigt er
wahrhaft im Reiche Gottes.
Fulton J. Sheen, Weihbischof von New York
Sünden meiden
Wer an Jesus Leiden denkt, der wird die
Sünden meiden. 1914.
Inschrift auf einem Kreuz an einem Kirchweg in Hinterpasseier
Trübe
Wie schön das Helle ist,
zeigt erst das Trübe...
Jeremias Gotthelf
Vernunft
„Die schrecklichste Folge
der Entchristianisierung ist nicht der Verlust des
Glaubens, sondern der Verlust der Vernunft.“ (Erzbischof von Bologna, zitiert
von Pfarrer Michael Dobler †, ca. 1985-1995)
Wahrheit
Weh dem, der zu der Wahrheit geht durch
Schuld; sie wird ihm nimmermehr erfreulich sein.
Friedrich Schiller (1759-1805), Deutschlands größter Dichter, Das
verschleierte Bild zu Sais
Welt lockt
Gott ruft uns, die Welt
lockt uns. Das Rufen und das Locken voneinander zu scheiden, keines mit dem
andern zu verwechseln, wie schwer ist das, und wie leicht nehmen es die Leute.
Jeremias Gotthelf
Werkzeug
Schon in dieser
unvollkommenen Welt frohe Werkzeuge der Liebe Gottes zu sein, ist ihr Beruf.
Albert
Schweitzer über die Bestimmung der Menschen, Aus dem Leben und Denken, 1974
Wolken
über dem Gemüt
An
den Wolken am Himmel kann der Mensch nichts machen, aber den Wolken über seinem
Gemüte zu gebieten, fände da nicht jeder Mensch in sich die Macht, wenn er sie
suchte?
Jeremias Gotthelf
Wünsche – Deseos
Las cosas pierden al ser poseídas todo el valor
que tuvieron al ser deseadas, porque el deseo es un artista engeñador y
mentiroso.
Ricardo León (cit. en: El Barco
Vikingo, Barcelona, número 17, mayo-junio 2002, p. 38)