ETIKA

MARIA VON MAIENZELL

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24.1.2004

28B25

Rettungsgedanken

1. Rettungsgedanken
2. Liebe ist...
3. Gethsemane

Rettungsgedanken

Christen sind da,
um Schneisen zu schlagen
im Leidensdschungel der Welt.

Christen sind da,
um alles zu wagen,
was Gott und dem Himmel gefällt.

Christen sind da,
um Neues zu zeigen
als Heiler der todkranken Welt.

Christen sind da,
um sich zu verneigen
vor Dem, Der Verheißungen hält.

Christen sind da,
um Seelen zu führen
aus Kälte und eisiger Nacht.

Christen sind da,
um geistig zu spüren
das Licht einer anderen Macht.

Christen sind da,
um weiterzugeben
ihre verwandelnde Fracht.

CHRISTUS ist nah,
wo L i e b e wird L e b e n
und wahres Menschsein erwacht!

(3. 4. 1992)

 

LIEBE ist . . .

etwas besitzen
um damit zu schützen
was arm ist und schwach
was noch ohne Dach
umherirrt im Kalten
als Elendsgestalten
die Mensch sind wie du -
schließ dich nicht zu!

Liebe ist . . .
Wärme zu haben
als schönste der Gaben
die immer ist "in"
mit höchstem Gewinn
um sie zu verschenken
und dahin zu lenken
wo Leid ist und Not
aus Mangel an Brot!

Liebe ist . . .
Samen zu säen
aus kleinstem Geschehen
ins Chaos der Welt
zu bauen ein Zelt
für Seelen die darben
durch schmutzige Narben
entstellt das Gesicht -
sei du ihnen Licht!

Liebe ist . . .
Wunden zu heilen
Wunder zu teilen
nach altem Prinzip
wie Christus es schrieb
ins Buch der Gezeiten
um Heil zu verbreiten
als Gegenwart -
du bist der Start!

LIEBE ist Balsam der NEUEN ERDE -
d e i n Handeln bestimmt, wann sie werde!

(4. 11. 1986)

GETHSEMANE

Ich fragte Dich, o Jesus:
"Was hast du mit mir vor?"
Du gabst mir leise Antwort,
die traf mein Geistesohr.

Du konntest mir erklären,
warum du läßt es zu,
daß Schmerzen mich befallen,
daß nichts mehr ist tabu,

wenn Alltag mir bringt nahe
den Sinn der Kreuzeslast:
Ich soll Dir tragen helfen,
was du begonnen hast...

Laß still am JA mich leiden,
nimm mir den Klagelaut,
denn nur im Mitempfinden
die Seele dir vertraut.

Es sind so viele Plätze
um Dich herum noch leer.
Drum will ich mit dir wachen,
daß langsam werden m e h r,

die lichtvoll praktizieren
bewußt G e t h s e m a n e :
Du willst mein H e r z berühren,
und d a s tut schrecklich weh!

Laß mich n i e von Dir weichen,
auch wenn mir Angstschweiß droht.
Ein Leben o h n e Jesus,
das wär´ allein der Tod!

(1. 3. 1992)

Verfasserin: Maria von Maienzell, Berlin

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