ETIKA D28B

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30.11.1998

28B26

GERDA JAEKEL
Ich bin dankbar, Herr

1. Ich bin dankbar, Herr
2. Pioniere der Menschheit
3. Wie ein Hauch
4. Ein Wort vom Höchsten an die Kinder
5. Kleines Mädchen auf der Alm
6. Sonnenlicht

Zeichnung: Mariä Verkündigung

Ich bin dankbar

Ich bin dankbar, Herr, daß wir einen Vater haben, der für uns sorgt.
Ich bin dankbar, Herr, daß unsere Welt so in Ordnung ist.
Ich bin dankbar, Herr, daß ich Freunde haben darf.
Ich bin dankbar, Herr, daß Du mein Herz so voller Freude machst.

Ich bin dankbar, Herr, daß ich einen Sohn habe, der gesund ist.
Ich bin dankbar, Herr, daß ich Menschen begegne, die fröhlich sind.
Ich bin dankbar, Herr, daß Du uns in einer Welt des Friedens führst.
Ich bin dankbar, Herr, daß ich in Gesundheit für meine Familie sorgen darf.
Ich bin dankbar, Herr, daß Du Deine große Fülle einen jeden Tag der Welt schenkst.
Ich bin dankbar, Herr, daß wir immer voll Dankbarkeit vor Dein Angesicht treten dürfen.
Ich bin dankbar, Herr, daß Du alleine meine Wege bereitest.
Ich bin dankbar, Herr, daß wir schaffen dürfen einen jeden Tag.
Ich bin dankbar, Herr, daß unsere Weltordnung gesundet.
Ich bin dankbar, Herr,

(diese Liste kann beliebig individuell fortgeführt werden).

 

Pioniere der Menschheit

Ein neuer Zeitabschnitt beginnt.
Macht euch frei von der Versklavung!
Streift ab den Dämon Geld!, Besitz!, materielles Tun!
Erkennt: Aus dem freien Geist seid ihr geboren!
Ohne Ihn wäre die Menschheit dem Untergang geweiht.
Steht für das Gute ein. Helft den Armen. Den Kindern.
Den Obdachlosen. Den Kranken.
Braucht ihr Schutz? So helft eurem Nächsten!
Untergang ist denen gewiß, die Menschen als ihren Besitz ansehen.
Nur wer täglich betet, entrinnt der Macht des Widersachers.

 

Wie ein Hauch

Herzliebster himmlischer Vater mein,
laß mich wie eine Perle klein
ganz dicht an deinem Herzen sein -
so nah bei Dir
wollt ich gern hier
gleich alles Leid vergessen.

So heil und ganz seh ich den Glanz,
der deine Schöpfung ziert.
Ein neuer Tag:
Nie mehr verzagt,
will ich von Deiner Liebe singen.

Und wie ein Hauch
zieht´s durchs Gemüt:
Mein Vater hat mich lieb.

 

Ein Wort vom Höchsten an die Kinder

Ihr lieben Kinder!

Seid nicht traurig, wenn die Menschen Euch nicht verstehen. Ihre Wege sind doch allesamt die Wege der Suchenden. Sie wollen für Euch nur Gutes, sagen sie. Sie wollen, daß Ihr Kinder unabhängig werdet und im Wind des Lebens besteht. Sie, die Erwachsenen, können nicht verstehen, daß Ihr Kinder in Wahrheit leben wollt und nur der Liebe und des Friedens bedürft. Zürnet ihnen nicht, wenn sie euch Kinder falsch beraten und dies und das sagen, und was Ihr zu tun und zu lassen habt. Ihr wißt, was Ihr zu tun habt: für den Frieden der Welt zu bauen — und ein gesundes Maß habt Ihr allemal.

Ihr Kinder wißt, was Euch zusteht. Eine heile Welt mit Menschen, die euch wahrhaftig lieben und nicht heucheln.

Mit Menschen, die euch Brot geben und Euch zu Menschen erziehen, die auch gerne geben, und nicht zu Konsumenten, welche maßlos um sich greifen und Neid und Haß säen, nur weil sie immer noch mehr wollen.

Darum, Ihr Kinder dieser Welt, gebt nicht auf und vertraut Eurem höchsten Schöpfer! Er sieht, welch Unrecht zur Zeit in der Welt geschieht. Es ist die Zeit vor der großen Umwandlung, denn es werden bald alle die, die Unrecht erduldet haben und geschwiegen haben, erlöst werden für ein ewiges Dasein, ganz nahe beim Vater, und es wird gar keine Tränen mehr geben, und alles Leid wird von euch genommen werden.

Ihr müßt nur bis dahin eins versprechen: Lobt und dankt für alles Gute, lobt und singt im Herzen von der Fülle, welche Euch umgibt, und vergeßt die Armen nicht, denn sie sind eine Türe zu Gott. Und nun, liebe Kinder, trocknet Eure Tränen und verzeiht im Herzen denen, die euch Unrecht getan, denn auch sie haben nur einen Weg zu gehen.

 

Kleines Mädchen auf der Alm

Kleines Mädchen auf der Alm
schaut so traurig drein,
muß schon Krüge, Teller schleppen,
und die Urlauber sie necken,
sehen nicht des Kindleins Pein,
wollen s e l b s t nur fröhlich sein.

Ihrem Stadtwahn sie entfliehn,
in Scharen sie nach Süden ziehn,
werfen mit den Lire rum
und sind trotz ihres Reichtums dumm.

Ach holdes Kind, lach doch geschwind
und Traurigkeiten überwind
mit unsrer Liebe Kraft,
die für dich schafft.

(Tiers/Südtirol, Sommer 1993)

 

Sonnenlicht

Sonnenlicht
auf weißem Gestein
im Kiefernhain
füllt uns die Zeit
wie im Wasserglas
auf Ewigkeit
das rechte Maß.

 

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