ETIKA

KURZBOTSCHAFTEN

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4.5.2002

28K041

Drei Hilfsmittel für ein langes Leben und einen seligen Tod

Gustav Carl Graf Majlath, Bischof von Siebenbürgen

1.    Dem lieben Gott täglich und stündlich danken für die vielen kleinen Freuden, die er uns in seiner unendlichen Liebe fortwährend bereitet, um uns die Mühen des Lebens zu erleichtern.

2.    Abermals danken - so freudig, wie es unserer Armseligkeit nur möglich - für jedes Kreuzlein, Leid - das er uns schickt; - für jede Demütigung, womit er uns hilft, uns selbst zu erkennen; für jede Widerwärtigkeit, die uns trifft und unseren Eigendünkel schwächt.

3.    Dem lieben Gott aus ganzem Herzen danken für alles Schöne, das uns in der erschaffenen Welt umgibt und ganz besonders für die menschliche Seele, die wir trachten wollen, in uns und um uns zu einem wirklichen Ebenbilde Gottes zu gestalten.
In einer jeden noch so verwahrlosten Menschenseele finden wir etwas Tröstliches und Erhabenes. Wozu sich durch das Unvollkommene stören und entmutigen lassen?

Gustav Carl Graf Majlath
Bischof von Siebenbürgen
Mitglied des Dritten Ordens des hl. Franziskus

In: Sankt Franziszi-Glöcklein, Monatsschrift für Terziaren und Franziskus-Freunde, Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck, 49. Jahrgang 1926/27, Heft 1, Oktober, S. 4 - 6

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