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Kurzbotschaften

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Zu gut, um Böses zu tun

25.12.2013

Christoph von Schmid (1768–1854): Der Weihnachtsabend

Zitat aus dem schönen Buch: Weihnachten. Geschichten, Erinnerungen, Lieder
Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn, 1987

Der Förster sagte: „Nun – zieh hin und Gott sei mit dir! Habe Ihn stets vor Augen – und vergiß nicht, daß Sein allsehendes Auge dich überall sehe. Halte dich für zu gut, Böses zu tun. Die Güter und Lüste dieser Erde sind es nicht wert, daß wir ihrethalben unser Gewissen beschweren. Gedenke, daß wir nicht für diese kurze Zeit, die wir auf Erden zu leben haben, geschaffen sind, und daß eine Ewigkeit sei. Meide nicht nur das Böse, sondern auch jede Gelegenheit, Böses zu tun. Besonders fliehe solche Menschen, die über den frommen Glauben unserer Voreltern spotten und sich über reine Sitten lustig machen.“ (S. 56)

 

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Gottvertrauen

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Böse können uns nicht schaden

25.12.2013

Christoph von Schmid (1768–1854): Der Weihnachtsabend

Zitat aus: Weihnachten. Geschichten, Erinnerungen, Lieder
Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn, 1987

Der alte Förster öffnete das Schreiben und ward sehr bestürzt; seine Hand zitterte, in der er es hielt. Indessen faßte er sich wieder und las den Seinigen … das Schreiben laut vor. Die alte Försterin und ihre zwei Töchter wurden bleich vor Schrecken. Der junge Förster glühte vor Zorn über die Bosheit des Oberförsters. … Es entstand ein allgemeiner Jammer. Nur der alte ehrwürdige Förster stand ruhig in ihrer Mitte und sprach:

Vergeßt nicht, daß der alte Gott noch lebt. Du, Großmutter, höre zuerst auf zu weinen und gib unsern Kindern und Enkeln ein Beispiel von Vertrauen auf Gott. Gegen seinen Willen können böse Menschen uns nicht schaden. Diese Prüfung kommt von Ihm; sie wird uns einmal zu unserem Besten gereichen. Also Mut gefaßt! Gott ist unser mächtiger Beschützer! Er verstoßt uns nicht, wenn uns auch alle Welt verstoßen sollte. Er, der gute, reiche Vater wird es uns, seinen Kindern, nie an Brot fehlen lassen. Auf Ihn wollen wir vertrauen und unverzagt und getrost sein.“ (S. 84f)

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