ETIKA

Franz Ehmig: ELTERN-SERIE

www.etika.com

38K109

Böse Gesellschaft fern halten

28.10.2007

Eltern sollen böse Gesellschaft von ihren Kindern fern halten.

Böse Gesellschaft verdirbt gute Sitten.

Es ist zum Erstaunen, wie der Umgang mit verdorbenen, irrgläubigen, irreligiösen, lasterhaften und unsittlichen Menschen die frömmsten Gemüter zu Grunde richtet. (Anmerkung ETIKA: Welche verheerende Wirkung haben heute erst all die verdorbenen, irreligiösen, lasterhaften und unsittlichen Menschen im Fernsehen, die Multiplikatoren des Bösen, auf die einfachen Zuschauer!)

Sieht man oft Böses, hört man andere mit Gleichgültigkeit davon reden, oder es loben, sich damit brüsten, so mindert dies allmählich den Abscheu gegen das Böse (Anmerkung ETIKA: Nehmen wir als Beispiel den Cartoonisten Tomi Ungerer, über den „Sonntag aktuell“ am 28.10.2007 berichtet: „Vor allem in seinen Kinderbüchern versucht er Verständnis für das Böse zu wecken.“ Mehr über ihn vermutlich in dem Band „Die kommende Gerechtigkeit“.) und macht gleichgültig gegen die entgegengesetzte Tugend.

·        Es stellen sich Anfangs Zweifel über Sünden ein, zuletzt glaubt man nicht mehr daran; es stellen sich böse Gelüste ein, welchen man nicht wehrt, weil man sie für nichts Böses mehr hält. (Anmerkung: So geht es heute weltweit zu, vor allem unter dem Einfluß des Fernsehens.)

Böse Gesellschaft hat eine Wirkung auf junge Gemüter, deren Sittengrundsätze noch nicht fest sind, deren Tugend noch nicht erprobt, und deren Charakter noch nicht ausgebildet ist, wie der Atem und die Ausdünstung mancher Schlangen auf die Tiere. Was sie aushauchen und ausdünsten, ist betäubend und bringt Menschen und Tiere von Sinnen, so daß sie sich nicht retten können. Liegt eine giftige Schlange in den Ästen eines Baumes, so werden die Vögel betäubt, können nicht fliehen, sondern gehen derselben in den Rachen.

·        Wie vorsichtig müssen Eltern sein, wenn sie Kinder zu fremden Leuten in die Studien, in die Lehre, oder in den Dienst geben!

Was sie Jahre lang mit frommem Fleiße eingepflanzt, kann ein einziger schlechter Mensch in einem Monat vernichten.

Aus: Neue Gleichnisse, Beispiele und Erzählungen über die katholischen Glaubens- und Sittenlehren für Religionslehrer, Prediger und Katecheten, zugleich ein nützliches Lesebuch für christliche Familien. Gesammelt und alphabetisch geordnet von P. Franz Ehmig, em. Pfarrer zu Mosern, Leitmeritzer Diözese. Regensburg. Druck und Verlag von Georg Joseph Manz. Erster Band 1867. S. 39f

Statt Athem schreiben wir Atem, statt Aesten Ästen, statt Aeltern Eltern.

Eltern-Serie - Index 38 - Index 3