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ETIKA |
Franz
Ehmig: ELTERN-SERIE |
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Eltern müssen ihren Kindern frühzeitig Himmel und
Hölle vorstellen |
31.10.2007 |
Die heilige Julitta war von hoher Abstammung, dennoch säugte sie ihren Sohn Quiricius selbst und ging nach dem
Tode ihres Gemahls keine zweite Ehe ein, um alle ihre Sorgfalt auf eine gute,
wahrhaft christliche Erziehung ihres Kindes verwenden zu können.
Oft und oft redete sie mit ihm
von der großen Glückseligkeit,
welche die Heiligen im Himmel genießen, weil sie dem lieben Gott auf dieser
Erde treu gedient; sie stellte ihm aber auch oft die schrecklichen Peinen der Hölle vor, welchen die Verdammten auf ewig
anheim fallen, weil sie die Gebote Gottes und der Kirche nicht beobachtet
haben.
Als der Kaiser Domitian die Christen verfolgte,
zog sie sich mit ihrem
Sohne nach Syrien, hernach nach Thracien zurück,
weil sie fürchtete, Quiricius möchte nicht standhaft genug sein, um in den
Martern dem Glauben Jesu Christi treu zu bleiben. Aber auch hier brach die
Verfolgung aus und Julitta wurde mit ihrem Sohne gefänglich eingezogen.
Der Statthalter ließ die Mutter grausam
martern, das Kind sah es und weinte bitterlich. Eingenommen für das liebliche
Kind, suchte es der Statthalter durch Schmeichelei zu gewinnen; er nahm es auf
seine Knie, und versprach ihm schöne Sachen und Reichtümer, wenn es Christum
verläugne (verleugne). Aber das
heilige Kind blieb den Lehren seiner frommen Mutter getreu; es bot alle Kräfte
auf, um sich seinen Händen zu entwinden, und schrie laut:
Ich bin ein Christ und will
lieber sterben, als meinen Glauben verläugnen.
Ergrimmt über diesen Widerstand,
faßte der Tyrann das Kind an einem Fuße und schleuderte es zur Erde, so daß das
Haupt zershcmettert wurde. Julitta,
die zugesehen, freute sich, daß ihr
Kind als Martyrer gestorben; sie selbst wurde enthauptet.
So viel Starkmut gibt den Kindern
die Lehre vom Himmel und von der Hölle. (Anmerkung
ETIKA: Allerdings die wahre christliche Lehre, nicht jene zersetzende Irrlehre,
die der junge Josef Ratzinger in dem von Karl Rahner mitherausgegebenen Lexikon
für Theologie und Kirche 1959 und 1960 unter den Stichworten Himmel und Hölle
verbreiten durfte.)
Aus: Neue Gleichnisse, Beispiele und Erzählungen
über die katholischen Glaubens- und Sittenlehren für Religionslehrer, Prediger
und Katecheten, zugleich ein nützliches Lesebuch für christliche Familien.
Gesammelt und alphabetisch geordnet von P.
Franz Ehmig, em. Pfarrer zu Mosern, Leitmeritzer Diözese. Regensburg. Druck
und Verlag von Georg Joseph Manz. Erster Band 1867. S. 65