ETIKA

Liebe

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Mann und Frau

14.-20.1.2013

 

Wie konnte sich der Gender- ..n entwickeln? Ein Mitglied derselben Gesellschaft, die heute diesen ..n propagiert und weltweit gesetzlich verankert (siehe auch unseren Beitrag Kinder des Teufels) , war der „Philosoph der Liebe“. Wir zitieren aus dem empfehlenswerten Buch von Paul Kluckhohn: Das Ideengut der deutschen Romantik (S. 64f.):

 

Die Liebe hilft, wie Baader sagt, dem Manne wie dem Weibe, „aus seiner Halbheit zum ganzen Menschenbilde sich innerlich zu ergänzen“, weshalb sie nur zwischen Menschen verschiedenen Geschlechts möglich sei. Der Liebende erblickt in der Geliebten sein ursprüngliches Gottesbild, das er mit ihrer Hilfe in sich herausarbeiten soll, und umgekehrt.

Der Dichter Novalis charakterisierte die Liebe in „Ofterdingen“ wie folgt:

„Sie ist ja ein geheimnisvolles Zusammenfließen unseres geheimsten und eigentümlichsten Daseins.“

Kluckhohn gibt die Überzeugung der Romantiker wieder, „daß wahre Liebe Treue und dauernde Zusammengehörigkeit in sich schließe, daß Liebe und Ehe wesenseins seien“.

Wie haben sich die Werte verändert, wie haben die Kräfte der … alles umgedreht! Was Baader wohl zur Gender-Theorie seiner heutigen Genossen sagen würde?

Warum keine Generalexkommunikation?

Einzelne Bischöfe in mehreren Ländern verurteilen die „Homo-Ehe“ mit der Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare, wie in den „Dolomiten“ vom 19.1.2013 auf der Seite 4 „Leben & Glauben“ steht. Und was tut der Papst, der das Kirchenschiff lenkt?

Benedikt XVI. sagte vor Weihnachten, dies sei ein „echter Anschlag auf die Familie“ und beruhe auf dem „falschen Fundament“ der Gender-Theorie. Wenn etwa die Schriftstellerin Simone de Beauvoir erklärt habe: „Man wird nicht als Frau geboren, sondern man wird eine“, dann stelle dies eine Leugnung der im göttlichen Schöpfungsplan verankerten geschlechtsmäßigen Vorprägung dar.

Alles richtig. Aber wenn die kirchliche Obrigkeit erzkatholische Traditionalisten wegen abweichender Meinungen zum Teil weltlicher Art exkommuniziert, warum tut sie das nicht bei solchen, von der Wirkung her millionenfach gravierenderen Ärgernissen? Wird das derzeitige Kirchenoberhaupt seiner Verantwortung als „Stellvertreter Christi“ gerecht?

Neben dem erwähnten Artikel wird mitgeteilt, dass Ratzinger auf Latein „twittert“. Wäre nicht anderes vordringlicher? Gebietet es die katholische Kirchenlehre nicht, die Befürworter der Adoption unschuldiger Kinder durch gleichgeschlechtliche Paare aus der Kirche auszuschließen, weil sie Leib und Seele damit in Gefahr bringen? Warum nimmt Benedikt XVI. nicht endlich klar Stellung und verhängt eine Generalexkommunikation für jene, die die Familien christlicher und moralischer Prägung bewusst und mit teuflischer Absicht zerstören? Und warum tut er es nicht schon längst bei Geistlichen (Beispiel aus den „Dolomiten“ vom 27.10.2012: „Missbrauch-Vorwürfe gegen die Pfarrer-Initiative in Österreich“) und Anderen, die Kinder schänden?  Die Antworten wird er bei seinem Tod dem Allmächtigen geben müssen. Und wir ahnen, wie das Urteil ausfallen wird. Denn Jesus war ein Kinderfreund.

In diesem Zusammenhang erinnern wir an einen Ausspruch des Philosophen Robert Spaemann in der deutschen Zeitung „Welt“: Das Zweite Vatikanische Konzil hat eine „Epoche des Niedergangs“ der katholischen Kirche eingeleitet, „hat die Katholiken lasch gemacht“; alles sei „so welk geworden“. Menschen, die die Auferstehung Christi leugneten, könnten Theologieprofessoren bleiben und als Priester während der Messe predigen. Leute, die die Kirchensteuer nicht zahlen wollten, flögen dagegen aus der Kirche hinaus. („Dolomiten“, 27.10.2012) Siehe auch die ETIKA-Franziskus-Serie: „Priester verehren“.

AIHS, Guami, Wache der Barmherzigkeit, 20.1.2013

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