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Menschheit versinkt im Schmutz

8.8.2015

Erde und Menschheit versinken im Schmutz. Jeder dritte Erdenbürger hinterlässt seinen Unrat im Freien, weil er „keinen Zugang zu vernünftigen Toiletten hat“ (Dolomiten 1.7.2015 APA/dpa) – allen sogenannten Menschenrechten der UNO zum Trotz und obwohl fast überall die Demokratie herrscht. Aber schlimmer noch ist die geistige Umweltverschmutzung. Die Intellektuellen bringen den Dummen bei, dass das, was wahr ist, falsch ist, und dass das Gute böse und das Böse gut ist. Jetzt erobern die Dämonen auch noch die letzte Bastion der guten Mächte: die Kirche, den Vatikan, die Moraltheologie. Ihre herausragenden Vertreter verstümmeln die Botschaft Christi, verdrehen den Sinn der Worte Gottes, verfälschen die Bibel. Der allmächtige Gott, der die Guten belohnt und die Bösen bestraft, wird als Hampelmann dargestellt, der nur Liebe ist und Allen alle Sünden verzeiht, ohne dass sie bereuen, Buße tun und Wiedergutmachung leisten müssen. Was pervers ist und was Gott verabscheut (siehe das Strafgericht über Sodom und Gomorrha), wird von modernen Theologen als normal gerechtfertigt, verbotene Beziehungen (siehe Mose), zu deutsch Unzuchtsakte, werden als „leibliche Kommunikation“ gepriesen (so ein führender Moraltheologe in den Dolomiten vom 18.7.2015), denn man will die „Schatten einer sexualfeindlichen Tradition“ aus der Welt schaffen. Der Apostel Paulus ließ schlimme Sünder aus der Gemeinde ausschließen, heute wird niemand mehr ausgeschlossen. Im Gegenteil, viele Kardinäle heißen jene Unnennbaren, darunter ungezählte Verführer, die auf neue Opfer lauern, in der Kirche willkommen, ohne sie vorher zur Umkehr und zum Verzicht auf ihr sündiges Treiben aufzufordern. So manche Ordensleute (es gibt Abtrünnige, die sich mit Haarschwänzchen besonders schön und begehrenswert vorkommen) kümmern sich nicht mehr um ihr Keuschheitsgelübde und geben den Gläubigen ebenso Ärgernis wie zahlreiche Priester, die ihre Würde mit Füßen treten und mehr dem Widersacher als Gott dienen. Wer sich im Dreck suhlt, wird darin umkommen, und daran wird auch das sogenannte Jahr der Barmherzigkeit des Papstes Franziskus nichts ändern.

AIHS, 8.8.2015, Maria Weißenstein

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