ETIKA

Gedichte

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38LP10

Ehetod

28.1.2012, Hoh.

Zerbrochne Liebe, dreimal wehe!
Wie konnte ich den Falschen (die Falsche) wählen?!
Zerschneid die Bande dieser Ehe
ohne Schaden für die Seelen!

Streit und Hader gibt es täglich.
Der Kleinkrieg ist nicht auszuhalten.
Nur Dir allein ist alles möglich.
Lass bitte Deine Gnade walten!

Wir können uns nicht selbst befreien;
es hemmen uns Gebot und Pflichten.
Habe Mitleid mit uns zweien!
Soll´n wir ewig denn verzichten?

Freilich sind wir selber schuldig,
haben Fehler oft begangen,
waren zornig, ungeduldig,
konnten nie genug verlangen.

Die Ehe ist total zerrüttet;
das Grundvertrauen ging verloren;
der Liebe Quellen sind verschüttet;
enttäuscht sind wir, und Vorwürf´ bohren.

Wie soll dies alles einmal enden?
Jeder Tag bringt neuen Ärger.
Willst Du nicht das Schicksal wenden?
Unser Glaube würde stärker.

Welch schlechtes Vorbild wir doch bieten!
Und wie die Kinder wir erschrecken!
Anstatt das Ideal zu hüten
tun wir all´s, die Angst zu wecken.

Die Interessen, Charaktere,
überhaupt nichts passt zusammen.
Herr, Erlöser, nimm die Schere,
mach ein Ende diesen Dramen!

Wir können nicht zusammen leben!
Voll Verzweiflung wir Dich bitten,
uns eine neue Chance zu geben;
haben schon so lang gelitten.

Und wenn das Glück kommt nicht hienieden,
trotz unserm Flehen, vielen Tränen,
dann sei´s im Jenseits uns beschieden!
Ja, dort erfüll´ sich unser Sehnen!

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