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Zwei Lösungen

23.5.2015

Lösung 1: Geduld bis zum Eingreifen Gottes

Ein Ehepaar lebte in beständiger Zwietracht. Verschiedene Charaktere, Temperamente, Lebenseinstellungen und -erwartungen. Nichts passte. Täglich Streit und Szenen. Jeder lebte sein eigenes Leben. Von Gemeinsamkeit und Ehe war nichts zu spüren. Es gab kein Familienleben. Nach einem Vierteljahrhundert unerträglicher „Ehe“ griff Gott ein. Die gegenseitige Furcht und den Hass löste Er mit einem Wunder auf, bewirkte eine Versöhnung. Er schenkte dem Mann eine unheilbare Krankheit, die ihn an den Rand des Grabes brachte. Sein Leben wurde im Krankenhaus gerettet, und danach pflegte die Frau ihren kranken Mann – teils aus Pflichtgefühl, teils infolge eines Bewusstseinswandels -, bis er sich wieder erholte. Beide bemühten sich künftig um ein erträgliches Miteinander, denn sie hatten die Warnung wahrgenommen und beherzigt: Gott hatte zu ihnen gesprochen und das weitere Bestehen der Ehe verlangt. Das Wichtigste im Leben: Gottes Willen tun.

 

Lösung 2: Scheidung statt Tod

Ein Mann ertrug es nicht, dass seine Frau alles Geld aus Hab- und Genusssucht – heute sagen manche Kaufrausch dazu – verschwendete und ständig das gemeinsame Bankkonto plünderte. Auch fand er keinen oder kaum Rückhalt bei den Kindern. Als die Frau wieder einmal in Urlaub gefahren waren, um sich zu vergnügen, brachte die Post einen Brief mit hohen Schuldenforderungen. Das brachte den vereinsamten Vater völlig um den Verstand und er erhängte sich.

Gott verzeihe uns. Aber das kleinere Übel wäre es gewesen, wenn er sich hätte scheiden lassen, wenigstens zivilrechtlich. Weiter wollen wir uns nicht vorwagen, weitere Konsequenzen nicht von der Kirche fordern. Das sollen ihre Verantwortlichen entscheiden.

Es gibt jedenfalls Fälle, in denen eine Annullierung nach den strengen Kirchenregeln nicht möglich ist, eine Ehescheidung aber trotzdem angeraten ist. Da muss das Gewissen entscheiden. Verzweiflung und Selbstmord sind unchristlich und enden nach der christlichen Lehre in der Hölle. Siehe Dantes „Inferno“ und unseren Roman „Jedem nach seinen Taten“.