ETIKA
3. Reformation

Ehenot – 5 Gründe für eine kirchliche Scheidung

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Inhalt - Unvollendet

21.5.2015

Allen gewidmet, die sich nach der großen Liebe sehnen, aber falsch geheiratet haben.

Wer einsam ist oder unglücklich verliebt

INHALT:

A Liebe, Treue, Glück

B Dauerkrisen und zerstörte Ehen

C Annullierung löst nur wenige Fälle

D Ehebruch rechtfertigt laut Jesus kirchliche Scheidung

E Kindesmissbrauch rechtfertigt kirchliche Scheidung (das viele gesammelte Material kann nicht mehr verarbeitet werden)

F Mordversuch rechtfertigt kirchliche Scheidung (das gesammelte Material kann nicht mehr verarbeitet werden)

G Verzweiflung rechtfertigt Scheidung

H Scheidung bei Ehe mit Ungläubigen

I Rücksicht auf die Kinder

J Kirchliche Scheidung als bessere Lösung: Kurswechsel nötig

K Schwere Entscheidung

L Hoffnung – Zweite Chance – Neubeginn

M Anhang: Schön von außen, kalt von innen (Seher aus Mexiko)

N Quellen

O Ehescheidung: Zwei Lösungen

 

Ein Mann versucht ein Jahr nach der Hochzeit, seine Frau umzubringen. Handelt es sich um eine katholisch geschlossene Ehe, kann sie kirchlich nicht geschieden werden. Sie kann auch nicht annulliert werden, da sie bereits vollzogen ist. Denn im Codex des kanonischen Rechtes (Codex Iuris Canonici, CIC, 1983/1984) heißt es klipp und klar:

Can. 1141 – Die gültige und vollzogene Ehe kann durch keine menschliche Gewalt und aus keinem Grunde, außer durch den Tod, aufgelöst werden. Matromonium ratum et consummatum nulla humana potestate nullaque causa, praterquam morte, dissolvi potest.

Die Lösung? Der Vatikan muss dieses Verbot der Scheidung in bestimmten Fällen aufheben. Der Autor nennt 5 Fälle, in denen eine kirchliche Scheidung gerechtfertigt wäre: Ehebruch, Kindesmissbrauch, Mordversuch, Verzweiflung, oder in Notsituationen, wenn ein Partner nicht an Jesus Christus glaubt.

Die katholische Lehre von der absoluten Unauflöslichkeit der Ehe hat zweifellos zur Stabilität der Familien beigetragen. In Einzelfällen aber ist sie ungerecht, unbarmherzig und stürzt unzählige Ehen in seelische Not. Auch ist sie mit der Praxis anderer christlicher Konfessionen nicht vereinbar. Mit dem vorliegenden Werk soll ein Ausweg gesucht werden, der Verzweifelten wieder Hoffnung macht und wiederverheiratet Geschiedene nicht mehr von der hl. Kommunion ausschließt.

Möge Gott gnädig sein und den Betroffenen eine neue Chance schenken. Und mögen alle Betroffenen zerbrochene Beziehungen so milde auflösen, daß das neu entstehende Leid geringer ist als die Fortdauer ausgesprochener Ehehöllen. Oberster Grundsatz hierbei muß das Wohlergehen der Kinder bleiben. Aber genauso wichtig ist, daß Seele und Leib des bzw. der Alleingelassenen nicht zugrundegehen infolge einer Scheidung.

Man kann sich eine Heirat nicht lange genug überlegen und darf sich nicht hinreißen lassen, zum Beispiel vom Gerede anderer Leute oder von der Angst, man verpasse sonst eine optimale oder gar die letzte Chance. Lieber mit 50, 60 oder 70 Jahren glücklich heiraten als mit 20, 30 oder 40 unglücklich. Wenn beide natürlich fest überzeugt sind, dass es die große, wahre, reine Liebe ist, und dass sie lebenslang zu jedem Opfer bereit sind, können sie auch nach ein paar Monaten Bedenkzeit heiraten.

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