ETIKA

DIE GANZE WAHRHEIT

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Nationalsozialismus: Aktuelles

2005 - 4.12.2015

Die Schließung ihrer Grenzen beschlossen fast alle Staaten bei der Konferenz von Evian angesichts der Flüchtlingswelle aus Deutschland (darunter rund 500 000 Juden). Die Amerikaner akzeptierten nur 10 000 Neuankömmlinge pro Jahr. Darauf machte F. D. P. in einem Leserbrief an den „Corriere della Sera“ aufmerksam. In seiner Antwort ließ Sergio Romano keinen Zweifel an den Absichten und Gefühlen Hitlers. Dieser sei überzeugt gewesen, dass die Anwesenheit von Juden auf deutschem Boden eine Bedrohung der moralischen und rassischen Unversehrtheit des germanischen Stammes darstelle. Aber ihre Eliminierung auf industriellem Niveau sei erst ins Auge gefasst worden mit der Invasion der Sowjetunion und der Besetzung von Ländern mit großen jüdischen Gemeinschaften. 1940 habe Hitler die Juden nach Madagaskar schicken wollen, doch wurde dieses Projekt nicht verwirklicht. Sergio Romano erinnert an drei frühere diesbezügliche Pläne: das britische Uganda-Angebot im Jahre 1903 (abgelehnt vom sechsten Zionistischen Kongress); die von Stalin beschlossene Bildung einer jüdischen Provinz in Birobidjan in Sibirien am Fluss Ussuri (nur wenige Juden zogen dorthin); der polnische Vorschlag 1937, die Juden in Madagaskar anzusiedeln (die Regierung in Paris ließ den Plan versanden). Soweit Sergio Romano im „Corriere della Sera“ vom 11.11.2015.

Sergio Romano: Hitler wollte anfangs Juden ausweisen. In der Antwort auf einen Leserbrief von F. T. schrieb der frühere Diplomat Sergio Romano: „Hitler bediente sich des Großmufti von Jerusalem wie jedes Feindes Großbritanniens. … Zu Beginn der anti-jüdischen Kampagne, nach der Machtergreifung, war es Hitlers Ziel, alle Juden aus dem Reich auszuweisen. … das Vorhaben (prospettiva) der Ausrottung gehörte damals nicht zur Politik des Reiches. Dies erklärt unter anderem, warum es bis 1939 in Berlin und in anderen deutschen Städten Vereinigungen gab, die öffentlich die Juden bei den Vorbereitungen zur Abreise unterstützten. … Die Änderung der Judenpolitik des Nazi-Regimes fällt zusammen mit der Besetzung Polens und der Invasion der UdSSR im Juni 1941.“ (25.10.2015)

Hitler und die Baath-Partei. Einem Kommentar von Paolo Guzzanti im „Giornale“ entnehmen wir: Hitler rief nazistische Radiostationen auf Arabisch  ins Leben, die zur Gründung aller (nationalen) sozialistischen arabischen Parteien inspirierten, um mit der Baath-Partei von Saddam Hussein und jener von Assad Vater zu beginnen.“ (24.10.2015) Anmerkung ETIKA: Daher auch die Nationalflaggen schwarz-weiß-rot in vielen arabischen Staaten – aus Sympathie für Deutschland. Und warum wohl nennt sich einer der in Bozen festgenommenen Islamisten Hitler? Sami Assassa weist in seinem Buch „Der Schlüssel der Alten Welt“, Verlag Hohe Warte, Pähl, 1959, S. 123) darauf hin, dass der größte Philosoph des arabischen Nationalismus in der Neuzeit, Michel Aflak, ein Christ ist. Auf ihn gehen die Baath-Parteien zurück. Es ist lange her, da hörten wir abends das deutschsprachige Programm von Radio Bagdad; damals regierten die Brüder Aref, die dann bei einem Sandsturm mit dem Hubschrauber abstürzten.

Benjamin Netanjahu, israelischer Ministerpräsident, erklärte, Hitler habe zunächst nur die Vertreibung und keinen Massenmord an den Juden geplant. Der palästinensische Großmufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, habe Hitler aber zur systematischen Vernichtung der Juden gedrängt. (Dolomiten 22.10.2015 dpa)
Netanyahu: „Il Führer non voleva annientare gli ebrei, pensava di espellerli.
Ma Haj AmiN-al-Husseini, il Gran Mufti di Gerusalemme, aveva protestato con lui „verranno tutti qui“. Hitler aveva risposto: “Allora che devo fare con loro?” “Bruciali.” – Dieter Wisliceny, assistente di Adolf Eichmann: „Il Gran Mufti è stato uno degli inizatori dello sterminio automatico …“ (Corriere della Sera, 22.10.2015, pag. 16) Anmerkung ETIKA: Ja, Hitler schickte viele Juden per Schiff ins Ausland, aber das Ausland, sprich die Allierten, schickte sie zurück. Erst danach begann die Massenvernichtung. Die Alliierten haben eine Mitschuld. – Jeder Historiker und Journalist, der die Wahrheit verdreht, kommt als Lügner in die Hölle.
"Hitler didn't want to exterminate the Jews at the time, he wanted to expel the Jews and Haj Amin Husseini went up to him and said if you expel them, they'll all come here (Palestine)...'So what shall I do with them?' he (Hitler) asked, 'burn them' (Husseini responded)," Netanyahu told the audience.
http://www.aljazeera.com/news/2015/10/netanyahu-ridiculed-mufti-holocaust-comments-151021134424739.html
¿Quién era Amin al-Hussein? abc.es

Roosevelts und Churchills Forderung nach bedingungsloser Kapitulation verlängerte den Krieg. Von Zeit zu Zeit brechen sich bisher unterdrückte Wahrheiten über den 2. Weltkrieg Bahn. So enthüllt Sergio Romano im Corriere della Sera vom 21.6.2014 Details, die nicht in den Schulbüchern stehen. Auf einen Leserbrief von A. M. antwortete der honorige Journalist: Die USA und Großbritannien wollten den II. Weltkrieg nur mit einem totalen Sieg beenden und forderten die Regierung des Deutschen Reiches zur „bedingungslosen Kapitulation“ auf. Darauf einigten sich Roosevelt und Churchill im Januar 1943 in Casablanca. Dies führte laut Romano zu einer Verlängerung des Krieges und dazu, dass Bemühungen jener Deutschen, die mit Verhandlungen einen Ausweg suchten, kaum Glauben fanden. Dies habe bewirkt, dass auch andere Deutsche den Kampf fortsetzten, mit dem Ergebnis der physischen Zerstörung eines großen Teils Europas. Und welcher Schüler hat schon einmal im Geschichtsunterricht gehört, dass Roosevelt Deutschland in fünf Staaten aufteilen wollte: Preußen, Hannover, Sachsen, Hessen sowie Bayern inklusive Baden und Württemberg? Churchill hingegen wollte nur drei Staaten: Preußen, Mittel- und Süddeutschland. Dank, Sergio Romano, für diese Aufklärung!

 

„Shanghai 1939, porte chiuse agli ebrei. Il silenzio degli ambasciatori d´Europa“. Endlich wacht die internationale Presse auf. Der “Corriere della Sera” berichtet am 2.1.2014 über die Verweigerung der Aufnahme der aus Deutschland geflüchteten Juden durch den Rest der Welt – ein beschämendes Kapitel. Es wäre wohl  nie zur Massenvernichtung von Juden gekommen, wenn die Alliierten die Juden aufgenommen hätten. Aber jemand wollte die Katastrophe, wollte den Holocaust mit den voraussehbaren Konsequenzen. Näheres auch bei jenen jüdischen Historikern, die die Wahrheit lieben, zum Beispiel Shraga Elam.

 

 

„Priebke ist kein Mensch“ – Gewaltsame Proteste in Albano (I)

Wir hatten den in Bariloche lebenden Kriegsverbrecher Erich Priebke seinerzeit nach einer RAI-Sendung aufgefordert, er solle sich freiwillig der italienischen Justiz stellen, da er sonst ausgeliefert würde. Er hat nicht auf uns gehört und wurde ausgeliefert, obwohl in Argentinien die Nachfolger der NS-freundlichen Peronisten regieren (übrigens wurde auch Jorge Bergoglio in einem Artikel der argentinischen Tageszeitung „Clarín“ als ehemaliger Peronist bezeichnet). Am 11.10.2013 ist Priebke im Alter von 100 Jahren in Rom gestorben, wo er in Hausarrest lebte. Die Medien gaben dem „aguzzino“ (Folterknecht, so der „Corriere della Sera“) ausführlich Raum. Besonders informativ ist die Ausgabe der „Repubblica“ vom 12.10.2013, S. 18 und 19. Der Leser erfährt, dass Riccardo Pacifici, Präsident der jüdischen Gemeinschaft Roms, den Tod des Deutschen wie folgt kommentierte: „Weder Pietät noch Freude wegen des Todes Jenes, der ein lebendes Wesen war, kein Mensch.“ („Né pietà né gioia per la morte di quello che era un essere vivente, non un uomo.“) Pacificis Zorn hatte sich wohl wegen des siebenseitigen “Schock-Testaments” entzündet, in dem Priebke unter anderem schrieb, dass von den tausend reichsten und mächtigsten Personen der Welt ein beträchtlicher Anteil Juden seien. Auch hatte der ehemalige SS-Hauptstürmführer bis zuletzt die Existenz von Gaskammern in den Konzentrationslagern bestritten und behauptet, der Holocaust an sechs Millionen Juden sei eine Fälschung. Der Protestant Priebke war nach dem Krieg in Sterzing zum katholischen Glauben übergetreten und als „reuiger Sünder“, der sich von seiner nationalsozialistischen Weltanschauung losgesagt habe (so sinngemäß der RAI-Sender Bozen am 12.10.2013), wie viele andere ehemalige Nationalsozialisten mit Hilfe katholischer Geistlicher nach Südamerika geschleust worden.

Übrigens ist der letzte Überlebende des Polizeiregiments Bozen, Arthur Atz, der den Anschlag der Partisanen am 23.3.1944 in der römischen Via Rasella überlebt hat – dabei starben 33 Südtiroler –, am 10.10.2013 in Kaltern im Alter von 94 Jahren gestorben. Die Südtiroler hatten sich geweigert, an der von SS-Standartenführer Herbert Kappler befohlenen Repressalie, nämlich der Erschießung von 335 Zivilisten in den Ardeatinischen Höhlen, teilzunehmen. (laut „Dolomiten“ vom 12.10.2013) Das Kriegsrecht hatte solche Repressalien erlaubt, auch die alliierten Gegner Deutschlands führten solche durch – wonach heute kein Hahn mehr kräht ‒, aber nach dem moralischen und dem göttlichen Gesetz ist es ein Verbrechen, Unschuldige zu töten. Das Gewissen steht höher als das Gesetz, das hätten auch Kappler und Priebke wissen müssen.

Papst Bergoglios römisches Vikariat hat ein kirchliches Begräbnis des Katholiken Priebke nach katholischem Ritus auf römischem Gebiet verboten. Auch Bürgermeister Ignazio Marino verbot eine Bestattung Priebkes in der Ewigen Stadt. Auch Argentinien und das Heimatdorf Priebkes, Henningsdorf nördlich von Berlin, wollen Priebkes Leiche nicht aufnehmen. repubblica.it am 15.10.2013.

 

Traditionalisten in Albano wollten am 15.10.2013 um 17 Uhr eine Trauermesse für Priebke abhalten. Doch meldete der dortige Bürgermeister mit Hinweis auf die Partisanen-Vergangenheit Albanos sein Veto an. Es kam zu gewaltsamen Protesten von zirka 500 Einwohnern. Ein Priester wurde von der Menge angegriffen, die ihn lynchen wollte, und musste von der Polizei beschützt werden. Auch gepanzerte Fahrzeuge waren im Einsatz. Fußtritte und Fausthiebe galten dem Leichenwagen. Die Trauerfeier wurde nach ein paar Stunden abgebrochen, weil die meisten Eingeladenen keinen Zutritt erhalten hatten. Den schlimmsten Dienst erwiesen die herangekarrten Neonazis dem toten Priebke und seinen Angehörigen. Denn ihretwegen eskalierte die Lage. Kein Wunder, dass der Justizausschuss des römischen Senats am gleichen Tag das Leugnen der Shoah zum Straftatbestand erklärte, der mit ein bis fünf Jahren Gefängnis zu ahnden sei.

Dass der italienische Staat erst die Auslieferung Priebkes fordert und dann dessen Leiche wieder in die Herkunftsländer abschieben will, wird als makabrer Scherz in die Geschichte eingehen.

http://de.radiovaticana.va/news/2013/10/14/italien:_kein_kirchliches_begr%C3%A4bnis_f%C3%BCr_kriegsverbrecher_priebke/ted-737054

http://roma.repubblica.it/cronaca/2013/10/12/news/morto_priebke_ex_ufficiale_ss_il_legale_i_funerali_a_roma-68427858/?ref=search

http://www.repubblica.it/cronaca/2013/10/11/news/morto_erich_priebke_l_intervista_testamento-68388767/

http://www.repubblica.it/cronaca/2013/10/14/news/morte_priebke_la_salma_a_berlino-68552101/?ref=HREC1-2
http://www.repubblica.it/cronaca/2013/10/14/news/morte_priebke_la_salma_a_berlino-68552101/?ref=HREC1-12
http://roma.repubblica.it/cronaca/2013/10/15/news/i_funerali_di_priebke_alle_17_ad_albano-68643001/?ref=HREC1-1

http://roma.corriere.it/roma/notizie/cronaca/13_ottobre_15/slittano-funerali-privati-priebke-esequie-non-si-terranno-martedi-14504e1c-356c-11e3-9c0c-20e16e3a15ed.shtml

Am 17.10.2013 war zu vernehmen, dass die Leiche Priebkes von einem Militärflughafen an einen unbekannten Ort gebracht wurde.

Priebke wird an einem geheimen Ort zwischen Italien und Deutschland beerdigt, erklärte Anwalt Paolo Giacchini. Der „Corriere della Sera“ spekulierte am 20.10.2013, dass es sich dabei um Sterzing, Tramin oder Brixen in Südtirol handeln könnte, wohin Priebke mit Frau und Kindern nach dem Krieg geflüchtet war.
http://www.repubblica.it/cronaca/2013/10/19/news/priebke_sepoltura-68958075/?ref=HRER2-1

 

Die „Repubblica“ berichtete am 7.11.2013 auf 3 Seiten, dass Priebke nach zehn Tagen der Ungewissheit unter großer Geheimhaltung auf einem italienischen Gefängnisfriedhof beerdigt wurde. Ein Kreuz aus Hartholz ohne Namen und Daten, nur mit einer Nummer versehen, ist alles, was auf den Toten hinweist. Zivilpersonen haben keinen Zutritt, ausgenommen die Angehörigen, die mit dieser Lösung einverstanden waren. (Ezio Mauro: La tomba segreta di Erich Priebke, R2) Priebkes Anwalt meinte, die von der „Repubblica“ veröffentlichten Fotos seien einem Horrorfilm entnommen.

 

Römisch-katholische Amtskirche behandelt toten Priebke wie Aussätzigen
Papst: Alle Menschen umarmen – Aber Hass über den Tod hinaus (II)

Tagelang wollte niemand die Leiche Priebkes aufnehmen. Nur der Bürgermeister von Fondachelli Fantina in der Provinz Messina bot an, dass Priebke dort begraben werden darf: „Es ist eine Geste christlicher Humanität. Priebke ist jetzt tot und verdient, begraben zu werden, unabhängig davon, welches Verbrechen er begangen hat. Ich bin erstaunt über das Verhalten der Kirche in dieser Angelegenheit.“ Dies meldete repubblica.it am 15.10.2013. Priebkes Anwalt Paolo Giachini sprach von viltà del clero“ (Feigheit, Niedertracht des Klerus). (ebenda)

Es ist in der Tat einzigartig, wie die römisch-katholische Amtskirche mit einem ihrer Söhne – Priebke ist nach dem Krieg in der Südtiroler Stadt Sterzing vom evangelischen zum katholischen Glauben übergetreten – umspringt, während man selten davon gehört hat, dass sie anderen Verbrechern wie Kinderschändern, Vergewaltigern, Erpressern, Wucherern, Menschenhändlern usw. das kirchliche Begräbnis verweigert hat. Ja, der Boss der Kriminellenbande Maglianadurfte gar in einem Dom neben heiligen Bischöfen bestattet werden, weil er einen Teil des unrechtmäßig erworbenen Geldes der Kirche vermacht hatte (der ungeklärte Fall Manuela Orlandi). Selbst für die widerlichsten Zeitgenossen finden die Priester versöhnliche Worte bei den Trauerfeiern, dass der Verblichene nämlich jetzt zu Gott heimgekehrt sei und den ewigen Frieden genieße.

Adriano Prosperi bestätigt, dass die Kirche praktisch nie Begräbnisfeiern verweigert. Dies könne laut Kirchenrecht nur vorkommen bei Häretikern, Apostaten, Exkommunizierten und solchen Personen, die ohne Reue bis zuletzt die Doktrin der Kirche bekämpft hätten und sich ihr deutlich feindlich gegenübergestellt hätten. Auf die Frage, ob die Kirche nicht verzeihe, habe der frühere römische Vikar Kardinal Ruini geantwortet, dass die Kirche die religiöse Zeremonie auch Rebellen gegen die orthodoxe Doktrin (damals ging es um Selbstmord) zugestehen könne, wenn ein Zweifel bestehe, dass in ihnen ein „überlegtes Einverständnis“ gefehlt haben könnte. (la Repubblica, 13.10.2013, L´orrore e la tomba, S. 27).

Es dürfte kaum einem Zweifel unterliegen, dass das römische Vikariat in dieser heiklen Angelegenheit die Entscheidung, ein kirchliches Begräbnis für Priebke zu verbieten, mit Einverständnis von Papst Franziskus getroffen hat, wenn er sich auch bisher nicht öffentlich zu Wort gemeldet hat. Der Präsident der jüdischen Gemeinde Roms, Riccardo Pacifici, sprach zu Recht von einer „in der Geschichte einzigartigen Entscheidung“. (la Repubblica, 13.10.2013, Gabriele Isman und Flaminia Savelli: „No ai funerali in chiesa per Priebke“ e Roma rifiuta di dargli una tomba)

Der Vikar des Papstes für die Diözese Rom, Kardinal Agostino Vallini (73), stützt sich – so vermutet Paolo Rodari von „la Repubblica“ – auf Kanon 1184 des Kirchenrechts. Danach kann einem offenkundigen Sünder das kirchliche Begräbnis verweigert werden, wenn dadurch bei den Gläubigen ein „öffentliches Ärgernis“ entstehen könnte. Ein solches befürchtete auch Monsignor Gianfranco Girotti (emeritierter Chef der apostolischen „Penitenzieria“) unter Hinweis auf das jüngst bekannt gewordene politische Testament Priebkes. (la Repubblica, 14.10.2013, S. 17, „Ma la Chiesa dev´essere misericordiosa“) Girotti fügt hinzu: „Papst Franziskus wiederholt es ständig: Niemand ist ausgeschlossen von der Vergebung Gottes, wenn er es wünscht. Das Problem ist, dass Priebke nicht gezeigt hat, dass er es wünscht.“

Laut APA war Priebke zuletzt fast taub („Dolomiten“, 12.10.2013). Was das Thema Reue des sterbenden Katholiken angeht, so wissen nur Gott und wohl sein Beichtvater Näheres. Wenn er die Erschießung Unschuldiger nicht bereut hat und somit in einer Todsünde gestorben ist, wäre sein Los wohl in der zehnten Abteilung der achten Hölle, die für Massenmörder bestimmt ist (nach der Einteilung der Hölle in dem Roman „Jedem nach seinen Taten“ von Rainer Lechner, 2013).

Angesichts des tragikomischen internationalen Spektakels um die Trauerfeier und die Beerdigung des Leichnams Priebkes drängt sich dem wahren Christen ein Gedanke auf: Der tote Priebke wird von allen Seiten, namentlich der örtlichen römisch-katholischen Kirche, behandelt wie ein Ausgegrenzter, Ausgestoßener, Aussätziger.

Und dies obwohl Papst Franziskus bei jeder sich bietenden Gelegenheit betont, dass man auf jeden Menschen zugehen müsse, dass man alle Menschen umarmen müsse, wie sehr man sich der Ausgegrenzten, Ausgestoßenen, Diskriminierten annehmen müsse. Doch in Sachen Priebke schweigt der „Papst der Barmherzigkeit“, obwohl er der zuständige Bischof von Rom ist und sein Vikariat das Verbot verhängt hat. Wir wollen nur ein einziges kurzes Beispiel anführen von dem, was Bergoglio immer predigt:

„Die Diener der Kirche müssen vor allem Diener der Barmherzigkeit sein. … Ich träume von einer Kirche als Mutter und als Hirtin. Die Diener der Kirche müssen barmherzig sein, sich der Menschen annehmen, sie begleiten – wie der gute Samariter, der seinen Nächsten wäscht, reinigt, aufhebt. Das ist pures Evangelium. … Die Religion hat das Recht, die eigene Überzeugung im Dienst am Menschen auszudrücken, aber Gott hat sie in der Schöpfung frei gemacht: Es darf keine spirituelle Einmischung in das persönliche Leben geben.“ (Aus dem Interview mit Antonio Spadaro SJ, La Civiltà Cattolica“, abgedruckt in „Informationen aus Kirche und Welt“, Herausgeber: Aktionsgemeinschaft IK-Augsburg, Mitglied im Forum Deutscher Katholiken, Nr. 11, 2013)

etika.com erlaubt sich, aus diesem Anlass auf das Beispiel Jesu und des hl. Franziskus hinzuweisen.

Der hl. Franziskus von Assisi hatte eine besondere Liebe zu den Aussätzigen, weil auch Jesus wie ein Aussätziger verachtet wurde und weil der Heiland Mitleid mit den Aussätzigen hatte und viele von ihnen heilte. Im Fragment der Handschrift von Worcester heißt es:

„… ,Liebet eure Feinde und tut denen Gutes, die euch hassen (vgl. Mt 5,44)´… Darum sind alle jene unsere Freunde, die uns ungerechterweise Drangsal, Angst, Schimpf, Unrecht und Schmerzen und Qualen, Marter und Tod bereiten; und diese müssen wir sehr lieben, weil wir für das was sie uns antun, das ewige Leben erlangen. … Denn durch unsere Schuld sind wir abscheulich, dem Guten zuwider, zum Bösen bereit … Und sie (alle Brüder) müssen sich freuen, wenn sie mit gewöhnlichen und verachteten Leuten verkehren, mit Armen und Schwachen und Kranken und Aussätzigen und Bettlern am Wege.“ (Die Schriften des heiligen Franziskus von Assisi, Hardick/Grau, Dietrich-Coelde-Verlag Werl, 1982, S. 113 und 118f)

Nicht weniger als zwei Dutzend Stellen, die den Aussätzigen gewidmet sind, finden sich in dem Buch „Franziskus – Engel des sechsten Siegels, Sein Leben nach den Schriften des heiligen Bonaventura, hrsgg. v. Sophronius Clasen, Werl, 1962. Hier nur ein Beispiel aus dem Großen Franziskusleben (I 6, S. 260):

„Wenn ihn (Franziskus) nämlich früher nicht nur beim Umgang mit Aussätzigen, sondern schon bei deren Anblick aus der Ferne heftiger Ekel überkam, so erwies er nun rein um der Liebe des gekreuzigten Christus willen, der nach des Propheten Wort (Is 53, 3f) wie ein Aussätziger verachtet erschien, den Aussätzigen in wohltätigem Erbarmen Dienste der Demut und Hilfsbereitschaft, um sich selbst vollständig zu verachten. Häufig suchte er sie nämlich in ihrern Häusern auf, schenkte ihnen reichlich Almosen und küßte aus tiefem Mitleid ihre Hände und ihren Mund.“

Wer wirklich auf den Spuren des Franziskus wandeln will, der wirkt nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten, mit Beispielen der Barmherzigkeit, Demut und Selbstverachtung.

Wie glaubwürdig ist eine Kirche, in der jeden Sonntag dazu aufgerufen wird, sich der Ausgegrenzten und Verstoßenen anzunehmen, wenn sie in Sachen eines toten Katholiken ein solch jämmerliches Szenario darbietet? Selbst noch am 17.10.2013 verweigerte der Heilige Stuhl eine religiöse Trauerfeier, wie der Corriere della Sera am 18.10.2013 meldete (S. 21).

Vernünftige Worte sprachen in dieser Angelegenheit bisher nur wenige. So der Präfekt vom Rom, Giuseppe Pecoraro, der entgegen dem Verbot des Bürgermeisters von Albano die Trauerfeier gestattete:

„Konnte ich vielleicht eine christliche Segnung verbieten? Die Toten sind alle gleich, welches auch ihre Verbrechen sind, mit denen sie sich als Lebende beschmutzt haben.“ (la Repubblica, 16.10.2013, S. 10)

Und die Anhänger Lefebvres in der Priesterbruderschaft Hl. Pius X. stellten klar:

„Ein Christ, der getauft ist und die Sakramente der Beichte und Eucharistie empfangen hat, hat das Recht auf eine hl. Messe und eine Begräbnisfeier, was auch immer seine Schuld und seine Sünden gewesen sein mögen, in dem Maß, wie er beim Sterben mit Gott und mit der Kirche versöhnt ist. Wir sind gegen jede Form des Antisemitismus und Rassenhasses, aber auch gegen den Hass in allen seinen Formen.“ (la Repubblica, 16.10.2013, S. 11)

Massaker an Unschuldigen unentschuldbar (III)

Für das Massaker an Unschuldigen gibt es keine Rechtfertigung. Priebke führte in seinem Video-Testament „Vae victis“ an, dass überall in Rom Plakate von Feldmarschall Kesselring hingen, auf denen vor Anschlägen auf deutsche Soldaten gewarnt und mit Repressalien gedroht wurde: Für jeden toten deutschen Soldaten zehn tote italienische Zivilisten. Die Partisanen hätten dies gewusst und bewusst das Südtiroler Polizeiregiment zur Zielscheibe gemacht, um die Repressalie zu provozieren und damit den Widerstand der Bevölkerung aufzustacheln.

Priebke behauptete, es wäre unmöglich gewesen, den Befehl Hitlers nicht auszuführen. Man sei zum Töten gezwungen worden. Doch der Militärrichter Antonino Intelisano macht darauf aufmerksam, dass das deutsche Militärstrafrecht bei Verweigerung eines „offen kriminellen Befehls“ nicht die sofortige Erschießung vorsah, sondern die Verurteilung vor einem Kriegsgericht. (la Repubblica 18.10.2013, S. 19) Tatsache ist, dass sich die Überlebenden des Polizeiregiments Bozen, wohl zumeist mit Verweis auf ihren katholischen Glauben, geweigert haben, an der Massenerschießung der Geiseln in Rom teilzunehmen. Ihnen ist nichts passiert.

Die jüdische Überlebende Giulia Spizzichino erklärte im Corriere della Sera (18.10.2013, S. 20): „Nie wurde ein Deutscher getötet, weil er einen Befehl verweigert hat.“ Er sei höchstens degradiert oder in ein Strafbataillon versetzt worden. Dem ist die allbekannte Tatsache entgegenzuhalten, dass vor allem bei Kriegsende ungezählte Soldaten der Wehrmacht und Waffen-SS sowie des letzten Aufgebots an Jugendlichen und Alten wegen Befehlsverweigerung standrechtlich erschossen wurden. Als Beispiel führen wir Leonhard Dallasega aus Proveis an, der sich geweigert hatte, einen als Geisel mitgeführten italienischen Priester aus Giazza (Ljetzan) zu erschießen und deshalb in Ala zusammen mit diesem exekutiert wurde. Möglicherweise handelt es sich aber gar nicht um den Deutschnonsberger, sondern einen evangelischen Christen aus Deutschland, der diese Heldentat vollbracht hat und als Märtyrer gestorben ist.

Il legale: Priebke si è pentito. corriere.it 17.10.2013 Anwalt: Priebke hat bereut

Priebke: I gap sapevano che ci sarebbe stata una rapressaglia”. repubblica.it 17.10.2013 – Partisanen wussten, dass eine Repressalie folgen würde

etika.com, christlich-ökumenischer Internet-Dienst, 19.10.2013

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Gedanken eines christlichen Zeitgenossen: Alle geben Hitler die Schuld für alles. Aber das Böse war immer da seit dem Sündenfall und ist in jedem Menschen, auch in jedem Volk. Mit Hitler und dem Holocaust lenken mächtige Böse ab von dem Bösen, das sie selbst tun. Hätte Hitler das Böse nicht getan, könnten die anderen Bösen nicht unbeobachtet und ungestraft so viel Böses tun. So fällt auch ihr Böses auf ihn zurück. (16.4.2005)

 

Schlechtes haben die Demokraten von den Nationalsozialisten übernommen, das Gute nicht

Kein Spaß. Jetzt wissen wir es:
Schuld am Holocaust ist das Christentum.
Daniel Johann Goldhagen hat es uns gesagt: In seinem neuesten Buch „Die katholische Kirche und der Holocaust“. In seinem 1996 erschienen Buch „Hitlers willige Vollstrecker“ ortete der amerikanische Sozio-Politologe eine im deutschen Volk schlummernde Bereitschaft zum Antisemitismus... Jetzt geht es um weit mehr, jetzt geht es (fast) um die halbe Welt. Nicht einzelne Christen sind angeklagt, nein, das Christentum schlechthin. Wieso? Ja, weil es die Bibel liest! DA steht es drinnen. An „450 Stellen“. Diese 450 Stellen müssen weg. Man stelle sich bloß vor, staune und entrüste sich: Zwei Milliarden Christen lesen das Neue Testament, zwei Milliarden Christen lesen täglich die 450 Stellen, zwei Milliarden Christen werden Tag für Tag vom Neuen Testament beeinflusst – die „450 Stellen“ müssen weg! In Wien gab sich Goldhagen zahmer als in Berlin, aber von den „450 Stellen“, die weg müssen, ging er nicht weg. Und vom anderen: den Vatikanstaat auflösen und die Kirche für die Opfer des Holocausts zahlen lassen, sagte er auch nicht viel... (das Neue Groschenblatt, 12/2002). Dazu passt

Die Lüge von den elf Millionen.
Lüge der elf Millionen gratis an alle deutschen Schulen!
Die „Stiftung zur Förderung derCivil-Courage“ verschenkt das Arena-Taschenbuch 2081 „Zivilcourage JETZT!“, Herausgeber Reiner und Anne Engelmann/Otto Herz an alle 16.200 allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in der Bundesrepublik Deutschland. Die rheinland-pfälzische Kultusministerin Doris ahnen präsentierte das Buch am 10.10.2002 in Mainz der Öffentlichkeit. Im Kapitel „Holocaust-Mahnmal für Kinder“ lesen wir auf Seite 52:

„Nach knapp einem Jahr zogen SchülerInnen und Lehrer (in den USA) Bilanz. Gerade 200.000 eingeschickte Büroklammern zählten sie und wussten gleichzeitig, dass sie nicht sechs, sondern elf Millionen Büroklammern sammeln müssten. Denn schließlich waren neben den sechs Millionen Juden auch fünf Millionen Nicht-Juden von den Nationalsozialisten ermordet worden: politische Widersacher, Sinti und Roma, Homosexuelle, Behinderte, Zeugen Jehovas und Mitglieder vieler anderer Gruppen.

Wir Deutsche schlucken viel, aber nicht alle alles. Nach allen uns bekannten Quellen, darunter die Deutsche Presse-Agentur, wird die Zahl von ingesamt „6 Millionen“, davon der größte Teil Juden, als „offizielle“ Zahl der Opfer des Nationalsozialismus angegeben. (Fastnachtsdienstag, 4.3.2003, am Vortag des 50. Todestages des größten Massenmörders des 20. Jahrhunderts, Jossif Wissarionowitsch Dschugaschwili aus Gori bei Tiflis in Georgien, dort geboren am 21.12.1879, zuerst genannt Koba – der Unbeugsame, dann Stalin (der Stählerne) – Sadist und Massenmörder, Schöpfer des bürokratisch-terroristischen Herrschaftssystem der Sowjetunion.)


 

Unter dem Titel „Einmal muß Schluß sein“ startete der Kärntner Heimatdienst ( www.khd.at ) am 31. Mai 2001 die österreichweit erste überparteiliche „Protestaktion gegen Kollektivschuld und Sippenhaftung“. Er forderte einen „Schlussstrich unter die Milliarden-Sühnezahlungen für Untaten der Nazi-Diktatur. Die Täter wurden bestraft und deren Schuld von bereits mehreren Generationen von Österreichern kollektiv gesühnt. Auch den Millionen schuldlosen Opfern von Mord und Vertreibung nach dem Krieg muß nach dem Grundsatz „Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind unteilbar“ endlich Gerechtigkeit zuteil werden.“ Nachstehend ein Auszug aus der Pressemitteilung:

 

Ich spreche mich dagegen aus, daß mehr als ein halbes Jahrhundert nach Kriegsende weitere Milliarden-Sühnezahlungen für Verbrechen geleistet werden, die unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangen wurden, mit denen ich absolut nichts zu tun habe und die somit auch nicht von mir zu verantworten sind. Kollektivschuld und Sippenhaftung dürfen - ebenso wie die böswillige generelle Verdächtigung eines ganzen Volkes als faschistoid, ausländerfeindlich und antisemitisch - im Europa des 21. Jahrhunderts keinen Platz mehr haben!

Ich bedaure alle Menschen, die in der Zeit des Nationalsozialismus Opfer von Gewalt und Willkür geworden sind und will diese Verbrechen weder bestreiten noch relativieren. Ich fordere jedoch unsere Volksvertreter auf, verstärkt auch auf die Millionen schuldlosen Opfer einer archaischen Rachejustiz nach Kriegsende hinzuweisen, mit dem Ziel, den Opfern von Mord und Vertreibung späte Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen.

Ich appelliere an die Massenmedien, nach dem Grundsatz „Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind unteilbar“, auch dem Völkermord an Millionen Deutschen und Altösterreichern - den schuldlosen Opfern von Mord und Vertreibung - hinkünftig verstärkt das ihnen gebührende mediale Interesse und Mitgefühl zuteil werden zu lassen.

 

Wie Meinungsumfragen ergaben, spricht sich bereits  die Mehrheit der Bürger in Österreich entschieden dagegen aus, tagtäglich in den Medien mit Nazi-Greueln konfrontiert zu werden, die sie nicht zu verantworten haben und für die inzwischen schon von mehreren Generationen kollektiv Sühne in dreistelliger Milliardenhöhe gezahlt wurde. Es widerspricht allen europäischen Rechtsgrundsätzen, Bürger eines Landes, deren überwältigende Mehrheit erst nach dem Krieg geboren wurde, für Verbrechen des nationalsozialistischen Gewaltregimes mit immer neuen Milliarden-Sühnezahlungen zeitlich unbegrenzt kollektiv büßen zu lassen. Die PROTESTAKTION fordert daher dezidiert endlich den Schlußstrich unter den Sühnezahlungen zu ziehen.

Darüber hinaus soll mit der Protestaktion ein Beitrag zur Durchsetzung des Grundsatzes „VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT SIND UNTEILBAR“ geleistet werden. Wie weit wir derzeit noch von der Verwirklichung dieses Grundsatzes entfernt sind, zeigt die scharf ablehnende Reaktion aller Kärntner Slowenenverbände auf die jüngste Forderung des Kärntner Abwehrkämpferbundes, die nach Kriegsende von Titopartisanen an schuldlosen Kärntner Zivilpersonen begangenen Verbrechen (Verschleppung und Ermordung) endlich restlos aufzuklären.

Wenn einerseits der KHD - ebenso wie das offizielle Kärnten - die verbrecherische Aussiedlung von hunderten slowenischen Mitbürgern aus Kärnten in der Zeit der Naziherrschaft wiederholt und öffentlich bedauert hat, dann darf auch von slowenischer Seite endlich ein ebensolches Bedauern hinsichtlich der Verbrechen der Titopartisanen erwartet werden. Dasselbe gilt europaweit für die Vertreibung und Ermordung von Millionen schuldlosen Deutschen und Altösterreichern.

Mit der Protestaktion, die von den Teilnehmern eine entschiedene Distanzierung vom Nationalsozialismus und eine scharfe und uneingeschränkte Verurteilung aller NS-Verbrechen voraussetzt, will der KHD einen Beitrag gegen künftige Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wo immer und wem gegenüber immer, leisten.“ Soweit der KHD.

 

Hitler 1970 verbrannt. Der pensionierte russische Oberstleutnant Wladimir Gumenjuk (64) sagte, er habe im April 1970 in Magdeburg die Überreste von Adolf Hitler, Eva Braun und dem Ehepaar Goebbels verbrannt und in alle Winde verstreut. (D 9.5.2001 APA, AFP) Anno 2012 bietet der Kopp-Verlag  ein Buch an, dem zufolge Hitler viele Jahre in Argentinien überlebte.

 

Juden von Polen ermordet. Tötung war bisher Nationalsozialisten angelastet worden. Ein umstrittenes Denkmal in der polnischen Stadt Jedwabne wurde abgebrochen. Dem Buch „Nachbarn“ des polnisch-amerikanischen jüdischen Historikers Tomasz Gross zufolge haben Polen am 7.7.1941 in Radzilow 800 Juden und am 10. Juli in Jedwabne 1500 Juden umgebracht. (D 13.4.2001, Karfreitag) In welchen Geschichtsbüchern an Schulen und Universitäten ist dies vermerkt? Deshalb: Lest die Zeitungen der Welt, lest Bücher!

 

Uneinheitliche jüdische Geschichtsauffassung. Juden geben sich gegenseitig die Schuld am Holocaust. Yehuda Bauer, Professor für Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem, sagte bei einem Vortrag im Wiener Palais Ferstel, einzelne ultraorthodoxe Juden betrachteten den Holocaust als Strafe Gottes, die sie selbst provoziert hätten. Gegen Zionisten werde der Vorwurf erhoben, sie hätten in der Judenverfolgung eine Rechtfertigung für die Gründung Israels gesehen und somit nicht das Notwendige getan, um die Juden in Europa zu retten. Laut Professor Aviezer Ravitzky haben Zionisten und Ultraorthodoxe völlig verschiedene Meinungen über den Holocaust. Für die Zionisten symbolisiere er die Zerstörung mit nachfolgendem Wiederaufbau, also die Gründung Israels. (D 13.3.2001)

 

Hitlers Finanzrevolution, Care-Pakete nur für Bestimmte. Erinnerungen eines Zeitzeugen 12/2000: „Hitler wurde zum Verhängnis, dass er 1934 oder 1935 die Börse auflöste. Die internationale Finanzwelt tobte. Hitler schaffte den Goldstandard ab. Grundlage der Mark wurde der Wert einer Arbeitsstunde des deutschen Arbeiters. Hitler beendet durch den Einmarsch der deutschen Truppen die Besetzung des Rheinlandes durch die Franzosen. – In der Nachkriegszeit hat ein großer Teil der Deutschen keine Care-Pakete bekommen. Wer Beziehungen hatte, bekam sie. Wem es damals gut ging: jenen deutschen Frauen, die sich an die Amerikaner verkauften.“

 

Kein Schlussstrich unter die NS-Verbrechen. Frage von Alfred Wiedemann an Oberstaatsanwalt Kurt Schrimm, den Leiter der Ludwigsburger Zentralstelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen: In der Bundesrepublik wurde bis 1999 insgesamt gegen etwa 106 500 Beschuldigte wegen NS-Verbrechen staatsanwaltschaftlich ermittelt, nur 6500 Angeklagte wurden verurteilt, meist zu milden Strafen. Hat der Rechtsstaat beim Aufarbeiten der NS-Verbrechen versagt? SCHRIMM: Im Gegenteil, der Rechtsstaat hat gesiegt. Diese Zahlen sagen wenig aus. Man darf nicht übersehen, daß unmittelbar nach dem Krieg viele Täter von den Alliierten vor Gericht gestellt wurden. In der früheren Sowjetunion, der Tschechoslowakei, in Polen und vor allem in Jugoslawien kamen NS-Kriegsverbrecher zu Hunderten, ja zu Tausenden vor Gericht (Anm. etika.com: und wurden hingerichtet). Zum scheinbaren Mißverhältnis von Ermittlungsverfahren und Verurteilten: Sehr oft konnten Zeugen weder den Namen des Täters noch die Tatzeit nennen. Damit blieb keine Chance zur Aufklärung der Verbrechen. – Seit Gründung der Zentralen Stelle in Ludwigsburg im Jahre 1958 wurden die NS-Verbrechen planmäßig aufgearbeitet – so systematisch, wie kein anderes Land Verbrechen aufgearbeitet hat. (Südwestpresse Ulm, 23.1.2001, Südwestumschau)

Mit der wachsenden Gewalt gegen ausländische und jüdische Mitbürger sieht sich auch der Neukirchener Erziehungsverein konfrontiert. Besonders gefragt sind wir nicht zuletzt in Berlin und Brandenburg über unsere „Tochter“, das Paul Gerhardt Werk, da in den östlichen Bundesländern eine auffällig hohe, rechtsextremistisch motivierte Gewaltbereitschaft festzustellen ist. Darüber ein Bild von Jugendlichen mit komischer Haarfrisur, vorne Locken, hinten Glatze, und einem offenbar nationalen Abzeichen. (Neukirchener Erziehungsverein, info@neukirchener.de, Jahresbericht 2000, Seite 19)

Österreich und die USA (warum eigentlich die USA?) haben in Washington (warum dort?) ein Abkommen geschlossen, wonach jüdische NS-Opfer knapp 500 Milliarden Dollar (ungefähr eine Milliarde Mark) von Österreich bekommen. (Südwestpresse, Ulm, 19.1.2001)

Lebenslange Haft für „Mischa“ Michael Seifert (76). Ein Militärgericht in Verona verurteilte den aus der Ukraine stammenden und seit 1951 in Kanada lebenden Michael Seifert (76) wegen elf Morden und mehreren Vergewaltigungen und Folterungen zu lebenslänglicher Haft. Der Südtiroler Gustav Mair, der wegen eines Schuhdiebstahls im Durchgangslager in der Bozner Reschenstraße war, erzählte vor Gericht, wie Seifert einen 15-jährigen jüdischen Buben verprügelte und dann in einer Strafzelle verhungern ließ. Josef Kneissl aus Passeier, der 1944 als Geisel für seinen Bruder ins Lager kam, berichtete von Misshandlungen. Giuseppe D´Antoni schilderte, wie Ende Dezember 1944 ein junger, bei der Flucht ertappter Mann ausgepeitscht und fast unbekleidet an den Lagerzaun gekettet wurde und über Nacht erfror. Marisa Scala aus Verona berichtete von einer grauenhaften Untat  Seiferts. Der Partisan Giovanni Boni aus Bologna sagte, er habe gesehen, wie zwei Aufseher eine Jüdin aus ihrer Zelle zerrten, sie vergewaltigten, mit Glasscherben folterten und zu Tode prügelten. (Dolomiten 22., 23. und 25.11.2000) Der Wachmann Seifert war wegen irgendwelcher Vergehen selbst Gefangener und zur Aufsicht eingesetzt.

Ohne Krieg kein Holocaust. Ralph Giordano, Sohn eines Sizilianers und einer Jüdin, der Gestapo-Verhöre, Zwangsarbeit, Folter mitgemacht hat, schreibt in seinem neuen Buch "Die Traditionslüge": "Das Hauptverbrechen Hitler-Deutschlands war nicht Auschwitz, sondern sein Krieg. Der Angriffskrieg, dessen Ziehkind der Vernichtungskrieg war." Und weiter: "Ohne die Eroberungen der Wehrmacht kein Holocaust, keine Schoah, kein Untergang der europäischen Juden, keine Massaker an Kriegsgefangenen, an Sinti und Roma." Nach dem Krieg zog der gebürtige Hamburger aus gegen Rechts, war Beobachter der NS-Prozesse, schrieb in der "Allgemeinen Jüdischen Wochenzeitung" für Demokratie und gegen Gewalt. (Südwestpresse Ulm, 27.10.2000, S. 3)

Rotgrüne Regierung Schröder gegen ein „Zentrum gegen Vertreibungen“, wie es der Bund der Vertriebenen verlangt. (25.9.2000) Ein halbes Jahrhundert Einäugigkeit.

 

„Die Toleranz beginnt mit der Neugierde der anderen. Wissen und Begegnung helfen, um Vorurteile abzubauen und den Dialog zu fördern.“ (Jüdische Gemeinde Meran, D 2.9.2000)

 

Der Begriff Holocaust ist zwei von drei Jugendlichen unbekannt. Emnid-Umfrage unter 350 Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren. (D 10.8.2000)

Rabbiner Ovadia Joseph bezeichnet Holocaust als Strafe für Sünder
Der geistliche Führer der ultraorthodoxen Schas-Partei, Ovadia Joseph, hat laut dpa erklärt, die sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust "sind Wiedergeburten jener gewesen, die gesündigt haben, oder die andere zu Sünden verleiteten und alle möglichen Sachen machten, die man nicht tut. Sie kamen zurück, um zu büßen." Der ungefähr 80jährige Rabbiner sagte außerdem, die Araber seien "ein verfluchtes, böses Volk, das Israel haßt". Gott bedaure "jeden Tag, daß er diese Ismaeliten erschaffen hat". Ein Sturm der Entrüstung brach aus. Ovadia Joseph würde den Anhängern der Nazis eine Rechtfertigung geben, kritisierte Joseph Lapid, Chef der Schinui-Partei. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem erklärte, Ovadia Joseph befreie "die für den Holocaust Verantwortlichen von der Verantwortung für ihre Verbrechen und macht sie zu Vollstreckern des Willen Gottes". (Südwestpresse Ulm, 7.8.2000, Seite 3, dpa/on) Wir verstehen die Aufregung nicht. Uns Christen wurde von seiten der Kirchen ebenfalls erklärt, daß der Verlust Ostdeutschlands, die brutale Vertreibung der Volksdeutschen aus Osteuropa, um nur die Sudetendeutschen zu nennen, als Strafen für Sünden bzw. Verbrechen des deutschen Volkes hinzunehmen seien.

Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI): Firmen sollen Rechtsradikalen kündigen. (D 4.8.2000)

Sichrovsky gegen WJC: Holocaust schamlos ausgenutzt
Der Europaabgeordnete und Generalsekretär der FPÖ, Peter Sichrovsky, selbst Jude, hat den Jüdischen Weltkongress mit seinem Präsidenten Edgar Bronfman und Direktor Elan Steinberg scharf angegriffen. Es sei "wohl kaum in der Vergangenheit so schamlos die Tragödie des Holocaust von einer Privatorganisation benutzt worden, um ihren Finanzbedarf zu decken". (österreichische Zeitungen vom 21.7.2000, APA)

KZ-Insassen hatten Arbeitskarten und Sterbeurkunden. Der Internationale Suchdienst des Roten Kreuzes in Bad Arolsen bei Kassel verfügt über 47 Millionen Dokumente. Sie betreffen 17 Millionen Menschen. Alles wurde genau aufgeschrieben, so auch, daß polnische KZ-Insassen in Großrosen (Schlesien) auf Läuse kontrolliert wurden. (Zeitungen vom 15.7.2000)

 

 

Der polnische Diplomat Jan Karski informierte die Verantwortlichen in London und Washington, darunter US-Präsident Franklin D. Roosevelt, über die Judenvernichtung in Polen. Man glaubte ihm nicht. (Zeitungen vom 15.7.2000) bzw. gab vor, ihm nicht zu glauben.

 

Norman Finkelstein, storico ebreo: l´Olocausto è diventato un´industria.
Storico ebreo denuncia l´industria della SHOAH. Norman Finkelstein (47), nato a Brooklyn, docente di teoria política. Un libro di Finkelstein “L´industria dell´Olocausto” critica i dati sui sopravvissuti e le speculazioni che vengono fatte in nome dell´Olocausto. Finkelstein: molti fingono di essere sopravvissuti solo per estorcere denaro. (Corriere della Sera, Milano, 13.7.2000, p. 1 e 33 Cultura e Spettacoli)
Finkelstein ist Marxist und lehrt an der City University von New York. Sein Buch heißt auf Deutsch: “Die Holocaust-Industrie – Gedanken über die Ausbeutung jüdischen Leidens. Unter anderem prangert er den Jüdischen Weltkongreß in New York, die Jewish Claims Conference (JCC) sowie Elie Wiesel und Daniel Goldhagen an. Wird heftig kritisiert. Elan Steinberg vom Jüdischen Weltkongreß nennt ihn einen Verrückten.

Holocaust-Biographie von Wilkomirski gefälscht
Bruno Grosjean alias Bruno Doessekker alias Binjamin Wilkomirski hat eine erschütternde Geschichte über seine angeblichen Leiden in einem KZ geschrieben. Er erhielt für das Buch "Bruchstück, aus einer Kindheit 1939 - 1948" (Suhrkamp Verlag) einen Literaturpreis der Stadt Zürich. Die Journalisten Daniel Ganzfried und Eelena Lappin sowie der Historiker Stefan Mächler wiesen ihm nach, daß er die Biografie erfunden hat. (Zeitungen vom 21.4. und 12.7.2000, dpa). Der Suhrkamp-Verlag zog das Buch zurück. Der Autor wurde in Zürich angezeigt. (17.11.1999)

Informationssperre nach Suche im Toplitzsee
Was hat die Tauchergruppe der US-Firma "Ocean Engeneering" im österreichischen Toplitzsee gefunden? Hinter der Firma stehen: der TV-Konzern CBS, der israelische Journalist Yaron Svoray und das Simon-Wiesenthal-Zentrum. (D 6.6. und 8.7.2000) Warum dürfen keine deutschen oder britischen oder russischen Forscher sich an der Suche beteiligen? Es geht nicht an, daß unliebsame Entdeckungen verheimlicht oder manipuliert werden. Die Wahrheit muß sofort für alle offen sein, sonst glauben wir bald überhaupt nichts mehr. Denn allen Dementis zum Trotz muß die Gruppe etwas Wichtiges entdeckt haben, sonst hätte sie keine Informationssperre verhängt.

Österreich zahlt 850 Millionen Mark an noch lebende Zwangsarbeiter
Der Nationalrat in Wien beschloß ein Versöhnungsfondsgesetz. Die 150.000 noch lebenden Zwangsarbeiter sollen 6 Milliarden Schilling (rund 850 Millionen Mark) bekommen. Sklavenarbeiter, also in KZ inhaftierte Zwangsarbeiter, erhalten 105 000 Schilling, Zwangsarbeiter in der Industrie 35 000 S, in der Landwirtschaft 20 000 S. (D 18.5 und 8.7.2000)

Deutschland zahlt 10 Milliarden Mark für Zwangsarbeiter
Der Deutsche Bundestag verteilt über eine Stiftung 10 Milliarden Mark, von denen die Hälfte die Wirtschaft beiträgt: für Sklaven- und Zwangsarbeit 8,1 Mrd. (davon für die Jewish Claims Conference 1,812 Mrd.) (D 7.7.2000) Wir sind vorbehaltlos für eine Entschädigung der Zwangsarbeiter in dieser Höhe, obwohl uns Zeitzeugen versichern, daß ein beträchtlicher Teil der Zwangsarbeiter seinerzeit regulär entlohnt wurde und daß viele Zwangsarbeiter in den Kriegsjahren nicht viel weniger zu essen hatten als die notleidende deutsche Bevölkerung. Lieber doppelt entschädigen als gar nicht.

Un cardinale e un monsignore aiutarono le Ss. Quella gola profonda dei nazisti in Vaticano. Il ruolo di Ildebrando Schuster e dell´irlandese O´Flaherty. - Tele e preziosi rubati dai fascisti a Vipiteno (Sterzing). (la Repubblica, 1.7.2000 p. 10)

Alliierte warnten Italiens Juden nicht. SS-Funkverkehr Rom-Berlin abgehört und nichts zur Rettung unternommen. Timothy Naftali von der University of Virginia (USA) sagte, die britische und amerikanische Regierung hätten genügend Zeit gehabt, die Juden zu warnen. Rund 7860 italienische Juden wurden von den Nazis ermordet. (D 28.6.2000 APA, Reuters, Joan Gralla) 400 000 Dokumente des OSS (Office of Strategic Services, CIA-Vorläufer) zugänglich. Neue Erkenntnisse über Holocaust in Italien. Seit Anfang September 1943 verfolgte der britische Geheimdienst die Planungen des Sicherheitsdienstes (SD) der SS zur Judendeportation aus Rom. Historiker: Alliierte hätten Juden mehrere Tage vor den Verhaftungen warnen können. Neben den dechiffrierten SD-Funksprüchen liegen jetzt Mitschriften von abgehörten Gesprächen deutscher Soldaten in alliierter Gefangenschaft vor. Sie geben detaillierte Einsicht in den Wissensstand und die Meinungen zu Erschießungsaktionen im Osten, zum Beispiel dem Massaker an Juden in Liepaja (Libau) im Dezember 1941. (Die Welt, 30.6.2000, S. 6)

Ebrei, il silenzio degli Alleati. Dagli archivi Cia la verità sulle retate a Roma. I comandi sapevano e non fecero nulla. Roma ´43, gli Alleati sapevano. Intercettati gli ordini di Hitler: "Liquidate gli ebrei". Hitler direttamente, dicono i documenti segreti, e contro le obbiezioni di altri ufficiali e gerarchi nazisti, ordinò alle Ss, testualmente, di "sradicare la presenza ebrea a Roma"... (la Repubblica, Roma, 28.6.2000).

Ermittlungen gegen 100.000 Menschen. Die 1958 in Ludwigsburg eingerichtete "Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen" hat gegen 106 000 Personen Ermittlungsverfahren eingeleitet. Verurteilt wurden 6494 Menschen, darunter 166 zu lebenslänglicher Haft. (Augsburger Allgemeine, 6.6.2000, S. 6, lsw)

Nazi-Nudeln und Mussolini-Toast
Südtirol und NS

Atomkeller-Museum Haigerloch. Frederick Seitz (89), deutschstämmiger amerikanischer Physiker, 32 Ehrendoktorhüte, war Mitarbeiter des hochgeheimen „Manhattan Projects“ der US-Regierung zur Entwicklung der Atombombe, später Präsident der Rockefeller-Universität und Berater von US-Präsidenten. Am Kriegsende spürte der den technologischen Errungenschaften der Deutschen nach. Ende 1944 hatten Wissenschaftler des Kaiser-Wilhelm-Instituts in Berlin ihr Versuchslabor in den Felsenbierkeller in Haigerloch (Kreis Hechingen, Hohenzollern) ausgelagert. Dort setzten sie in einem kleinen Kernreaktor, dem ersten Atommeiler Deutschlands, ihre Experimente fort. Seitz meinte, Heisenberg habe keine Chance gehabt, kernwaffenfähiges Material zu entwickeln, denn es habe ihm die nötige Ausrüstung und zudem die nötige Unterstützung durch die Hitler-Regierung gefehlt. Seitz glaubt,. daß die Nazi-Oberen nicht kapierten, welches Potenzial in der Atomforschung steckte. ... Er rechtfertigte den Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki. (Südwestpresse 12. 5. 2000, Raimund Weible)

Die SS-Geldfälscher von Meran. Enthüllungen des Israelis Shraga Elam über die Kollaboration von Juden mit den Nazis. – Flüchtlingsströme durch Südtirol. Abrechnung mit ungenannten Mitschuldigen der Judentragödie – Im Sommer 1944 monatlich 45.000 Tonnen US-Öl für Hitler. (Dolomiten, 3.5.2000, S. 3) An anderer Stelle ausführlicher, siehe Index. Dazu: Haaretz Magazine, May 19, 2000: The Van Harten affair: New evidence, by Ronen Bergman. Literatur: Shraga Elam:Hitlers Fälscher – wie jüdische, amerikanische und Schweizer Agenten der SS beim Falschgeldwaschen halfen. Ueberreuter Verlag Wien, 2000, 208 Seiten, rund 42 DM. Zu diesem Thema äußert sich auch Eva Pfanzelter vom Innsbrucker Universitätsinstitut für Zeitgeschichte in einem Beitrag „Zwischen Brenner und Bari. Jüdische Flüchtlinge in Italien 1945 – 1948“ zu einem Sammelband von Thomas Albrich. Siehe auch den Zeitungsartikel: Der Schatz vom Toplitzsee – Der israelische Journalist Yaron Svoray sucht mit Unterstützung des Simon-Wiesenthal-Zentrums und des Senders CBS Listen mit NS-Konten; erwähnt sind Adolf Burger und Maximilian Gruber. (Shraga Elam in den Dolomiten, Bozen, 8.7.2000, S. 3; Grafik Toplitzsee am 6.6.2000)

Critica del Fascismo: Il Giudizio sus fascismo-regime è il giudizio su chi tutti e tutto ha livellato, recidendo legami e abbattendo gerarchie naturali per poi sostituire a ciò ferree e tiranniche gerarchie artificiali. Lo Stato etico, preteso riflesso politico del preteso spirito immanente, lungi dall´essere anagogico e maieutico, ai è rivelato innivoro. Il popolo è stato spersonalizzato e quindi ridotto a massa, per poi essere forzatamente irreggimentato, ad ogni livello, nella dimensione pubblica. (Stefano Tomasino, in: Instaurare omnia in Christo, periodico cattolico culturale religioso e civile, I-33100 Udine, via Vittorio Cadel, 12, Anno XXIX, n. 2, Maggio-Agosto 2000)

Kritik des Grabert-Verlages an Political Correctness. „Im Zeitalter vorauseilenden Gehorsams sind Justiz und Indizierungsgremien in der Bundesrepublik Deutschland bereits dazu übergegangen, Bücher auch allein und deswegen zu verfolgen, weil sie ganz bestimmte angebliche ,Offenkundigkeiten´ nicht bringen. So wurde der Diplom-Politologe Udo Walendy verurteilt, weil er manches, was heute zu den ,Essentials´ gehört, nicht geschrieben hat.“ (W. S. im Euro-Kurier 2/2000, Tübingen, Perversion des Rechtsstaats)

Vernichtendes Londoner Urteil über David Irving
David Irving vom High Court in London wegen systematischer Verharmlosung der Verbrechen der Nazis und Fälschung von Fakten als "aktiver Holocaust-Leugner, Antisemit und Rassist" bezeichnet. Er verlor damit eine Verleumdungsklage gegen die Historikerin Deborah Lipstadt; deren Anwälte und Experten wurden von Regisseur Steven Spielberg mitfinanziert. Irving "steht nun vor dem Ruin. Er wird wahrscheinlich die Kosten der Verteidigung in Höhe von über sechs Millionen Mark tragen müssen.“ (D 12. und 17.4.2000)

La condanna di Irving
Sentenza a Londra contro lo storico che nega l´Olocausto. Per lo studioso negazionista Auschwitz era una "Disneyland" e le camere a gas "una favola". (la Repubblica, Roma, 12.7.2000, p.12) Il giudice Gray, nella sentenza di 300 pagine, ha usato parole dure contro l´autore della "Guerra di Hitler": degno "dei neonazisti a cui si associa". (Corriere della Sera, Milano, 12.4.2000)

NS - dämonische Verschwörung

Critica dell´Olocausto come mito da studiosi israeliani

L´Olocausto e lo Stato d´Israele. Di Eric Hobsbawm. ...Non mi aspettavo questa accusa (antisionismo) da un serio intellettuale (Mario Pirani), che deve in ogno caso sapere:

(La Repubblica, Roma, 4.4.2000, p. 16)

I numeri dell´Olocausto e la libertà degli storici (di Gad Lerner; Hobsbawm)

Non esiste una cifra ufficiale. Il timore di fornire un argomento pretestuoso, a chi volesse minimizzare l´entità dello sterminio, ha indotto la direzione di Yad Vashem a tacere la cifra provvisoria di un censimento che per evidenti ragioni non potrà mai essere completo. Pare che i nomi fino ad oggi registrati si aggirino intorno ai tre milioni, mentre "l´Enciclopedia del Genocidio" pubblicata da Yad Vashem parla di cinque milioni e 860 mila morti. Sta di fatto che ai visitatori è concesso avanzare solo richieste specifiche: per esempio, a me fu mostrato un elenco di circa seicento Lerner assassinati nella regione di Lwow. ... Nella lectio magistralis tenuta lunedì a Torino dove ha ricevuto la laurea honoris causa insieme a Carlo Lizzani e Eugenio Scalfari, Eric J. Hobsbawm si è soffermato sul processo (per diffamazione dallo storico riduzionista David) Irving per rivendicare il diritto-dovere dello storico a porsi anche le domande più scabrose, pur di fronte a eventi che ancora turbano le nostre coscienze... Tra studiosi, sostiene Hobsbawm, sono leciti il disaccordo e la discussione anche sul numero delle vittime, o sulla natura e l´estensione dell´uso del gas Ziklon B. Neppure il mancato ritrovamento di un ordine scritto di Hitler a proposito della "soluzione finale" potrà essere liquidato come argomento tabù, benchè ad avanzarlo sia uno storico filonazista come David Irving. ... Del resto, come scrive lo stesso Hobsbawm a pagina 59 nel suo celebre "Il secolo breve" edito da Rizzoli, "forse che l´orrore dell´olocausto si attenuerebbe se gli storici concludessero che furono sterminati non sei milioni di persone (questa è la rozza stima originaria, quasi certamente esagerata), ma solo cinque o quattro?" ... La lezione torinese del grande storico marxista ... ci ha proposto un discrimine prezioso fra la necessaria libertà della ricerca storica e la sua ideologizzazione strumentale,, oggi per lo più di natura revisionistica. ... Semmai è vero che l´autore del "Secolo breve" attribuisce nel suo monumentale lavoro un rilievo singolarmente ridotto al genocidio nazista, così come è vero che altrove egli ha polemizzato contro l´uso politico dell´olocausto da parte di Israele. Si può dissentire, ma resta la questione posta da Hobsbawm: lo studioso deve indagare oltre la sacralità della memoria. I numeri non sono mai un dettaglio secondario. ... Sull´olocausto così come sulla resistenza, Hobsbawm a Torino ci ha chiesto di proseguire lo studio rigoroso... (La Repubblica, Roma, 31.3.2000, p. 1 e 16, Gad Lerner) Anmerkung: Wir werden uns weiterhin daran beteiligen. Es geht um die ganze Wahrheit.

Ehud Olmert über Scheich Ikrema Sabri: "Extrem haßerfüllte Worte"

Solche "extrem haßerfüllten Worte" seien den Israelis vertraut, sagte der Jerusalemer Bürgermeister Ehud Olmert zu dem Interview von Scheich Ikrema Sabri in der römischen "La Repubblica". Der Mufti von Jerusalem hatte den Juden vorgeworfen, die Zahl der Holocaust-Opfer bewußt übertrieben zu haben, um so Mitgefühl in der ganzen Welt zu erregen. Der Scheich sagte: "Sechs Millionen? Ach was, es waren viel weniger. Hören wir doch mit diesem Märchen auf, das von Israel benutzt wurde, um internationale Solidarität zu erzeugen." Die Juden würden überall ein bißchen gehaßt. Ikrem Sabri war ins Rampenlicht der Öffentlichkeit getreten, als er Papst Johannes Paul II. vor dem Felsendom begrüßt hatte. Dieser bedauerte den Holocaust und bat Gott um Vergebung für das Leid, das Christen Juden angetan haben, steckte auch nach jüdischem Brauch einen Zettel mit seiner Vergebungsbitte in eine Ritze der Klagemauer, nannte aber keine Zahlen. (nach D, 27.3.2000, u. a.)

Bundespräsident Rau bittet Juden um Vergebung
Mit jüdischer Kopfbedeckung hat der deutsche Bundespräsident Johannes Rau vor dem israelischen Parlament um Vergebung wegen der Verbrechen der Nationalsozialisten an den Juden gebeten. (17.2.2000)

Stockholmer Erklärung
Bei einem Holocaust-Forum verabschiedeten über 40 Staaten die "Stockholmer Erklärung", wonach Völkermord, Rassenhaß und Fremdenfeindlichkeit nicht zugelassen werden sollen. (D 29.1.2000)

Wer bekommt die 10 Milliarden Mark?

Gegen eine Kategorisierung der Opfer und die vorgesehene Verteilung der 10.000 Milliarden Mark als Entschädigung für Zwangsarbeiter im 2. Weltkrieg protestierten drei Anwälte. Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte diesen Betrag am 15. 12. 1999 mit US-Präsident Bill Clinton ausgemacht. Verhandelt hatten die US- und die deutsche Regierung, die Stiftungsinitiative von 62 deutschen Firmen, der Jüdische Weltkongreß (WJC) sowie Anwälte der Opfer. In KZs beschäftigte Sklavenarbeiter sollten nach dem ursprünglichen Entwurf bis zu 15 000 DM erhalten, deportierte Zwangsarbeiter 5000 bis 6000 DM, während für sonstige Geschädigte (etwa durch Freiheitsberaubung) sowie aus rassistischen Gründen Enteignete noch keine Entschädigungssätze bekanntgegeben wurden. Hoffentlich bekommen die Richtigen das Geld! Im Weltkrieg soll es in Deutschland zehn Millionen Zwangsarbeiter gegeben haben. Theoretisch entfielen damit auf jeden nur 1000 DM.

Wo ist der Aufschrei der Empörung?

Herr Roman Pola hat mir aus dem Herzen gesprochen... Als Tochter eines Kaiserschützenoffiziers, der den ganzen Ersten Weltkrieg mitgemacht hat, und als Verwandte eines Generals, der 1945 als Verteidiger Wiens gefallen ist, empfinde ich diese Wehrmachtsausstellung unverständlich und beleidigend. Diese infame Ausstellung, deren Bildmaterial, wie sich jetzt herausstellt, zum Teil auf Fälschung beruht, hätte nie stattfinden dürfen und sollte schnellstmöglich beendet werden.

Es ist wirklich nicht zu fassen, daß man so etwas zugelassen hat und daß kein Aufschrei der Empörung von seiten all der Soldaten und Offiziere erfolgt ist, die weder geplündert noch gemordet, sondern ihre Gesundheit im Krieg geopfert haben, ein Aufschrei zahlloser Hinterbliebener auch, die Gefallene zu beklagen haben. Wie Herr Pola schreibt, würde sich kein anderes Land, außer dem deutschen, die Schmähung seiner Wehrmacht gefallen lassen. (Leserbrief von Johanna Blum in den "Dolomiten" vom 14.12.1999)

Volkes Stimme: Versöhnung

Was sollen nach 50 bis 60 Jahren noch immer die einseitigen Vorwürfe. Nach fünf Jahren Krieg geschieht viel, was nicht geschehen darf, und dies nicht nur allein bei uns, sondern auch auf der andern Seite. Dort ist man aber so klug und diskriminiert nicht die eigenen Leute. Warum sollen dann bei uns die einstigen Soldaten, denen es schlecht genug in dieser Zeit gegangen ist, von Historikern, die erst nach diesem furchtbaren Krieg in Frieden leben dürfen, herabgesetzt und diskriminiert werden? Da könnte man von Masochismus (heißt Selbstverstümmelung) reden. Das sind doch perverse Gefühle.
Die Versöhnung, die zum Frieden führt, kann nur von beiden Seiten kommen, sonst hängt der Friede in der Weltgeschichte noch immer schief.
(Leserbrief von Hildegard Butz in den "Dolomiten" vom 2.12.1999)

"Protokolle der Weisen von Zion" gefälscht

"Le Figaro Magazine", Paris (8/99), und "La Repubblica", Rom (20.11.99?), berichteten über den russischen Historiker Michail Lepechin. Dieser glaubt, daß Mathieu Golowinski aus Lenins Heimatstadt Simbirsk die "Protokolle der Weisen von Zion" verfaßt hat. Er gehörte dem zaristischen Geheimdienst an, ging 1917 zu den Roten über und starb 1920. Lepechins Beweis: Er fand einen Zettel des Ochrana- (Geheimdienst)-Mitarbeiters Henri Blint, wonach Golowinski der Fälscher sei. Dieser soll den Text nicht selbst geschrieben haben, sondern eine Flugschrift von 1864 gegen Napoleon III. "Dialog in der Hölle zwischen Machiavelli und Montesquieu" kopiert und statt Napoleon die Juden als Bösewichte eingesetzt haben. Dies läßt sich wohl leicht nachprüfen: Wo ist das Pamphlet von 1864?

Die Kriegswaffen-Fabrikanten und Kriegshetzer

Wehrmachtsausstellung: Vor allem ist der Titel falsch. Es müßte "Kriegsausstellung" heißen, denn was da gezeigt wird, ist nichts anderes als das, was seit Menschengedenken in allen Kriegen vorgekommen ist, heute noch vorkommt und manches Schlimmere leider noch dazu, und dies, nicht wie man es gerne wissen lassen möchte, nur seitens der Deutschen, nein, genauso brutal, wenn nicht noch grausamer auch seitens der Amerikaner, Engländer, Franzosen, Russen, Japaner und allen anderen Völkern der Erde. So ist es! Wenn was anzuprangern ist, dann die Fotos der Kriegswaffen-Fabrikanten und Kriegshetzer mit der Überschrift: "Diese Herren hauptsächlich haben das, was Sie hier sehen, verursacht."
Eines ist sicher: Keine einzige Regierung der Welt, ausgenommen die deutsche, wie es scheint, würde es sich gefallen lassen, daß ihre Wehrmacht in den Dreck gezogen wird, schon gar nicht von den eigenen Leuten. In manchen Ländern würden diese sofort die Todesstrafe erhalten... (Leserbrief von Roman Pola in den "Dolomiten" vom 30.11.1999)

Wehrmachtsausstellung: Immer nur die Deutschen sind die Bösen

Wir wurden, ob wir wollten oder nicht, in diesen Strudel hineingezogen im Glauben, einer gerechten Sache zu dienen. Als wir erkannten, welchem Verbrechen wir zum Opfer gefallen waren, war es zu spät, es gab kein Zurück mehr bis zum bitteren Ende. Wer kann sich heute nach mehr als einem halben Jahrhundert in die Gewissensnöte von uns Soldaten von damals hineindenken? Wer kann nachfühlen, was in uns vorging? Wir mußten die Befehle ausführen, oft gegeben von gewissenlosen Kommandeuren,sonst wären wir selber dran gewesen. Gottlob gab es wenige solcher Art. Natürlich wurde mit hinterhältigen Partisanen genauso vorgegangen wie bei anderen Heeren.
Imer nur die Deutschen sind die Bösen, die Barbaren, die morden, sengen und brennen, während Engländer, Amerikaner, Franzosen, von den Russen schon gar nicht zu reden, wahrlich keine Unschuldslämmer waren und dann noch zur Krönung manches der deutschen Wehrmacht in die Schuhe schoben. Es wäre gut, wenn sich die gewissen Geschichtsverdrehungen, Halbwahrheiten und perfide Verallgemeinerungen verbreiten können! Diese Ausstellung zeigt aber u. a. auch unmißverständlich, wie weit die vielbewährte marxistische Methode der Verfälschung historischer Wahrheiten gehen kann und wozu sie fähig ist..
(Leserbrief von Eduard Theiner in den "Dolomiten" vom 18.11.1999)

Wehrmachtsausstellung: Ehrabschneidung der Kriegsgeneration

Anhand vieler Bilder der Ausstellung ... verwunderten mich zahlreiche, auf den ersten Blick erkennbare Unrichtigkeiten: Falsche Uniformteile und Rangabzeichen, verkehrtes Tragen von Waffen, Bilder von Hinrichtungen, die durchaus der sowjetischen Propaganda zugeordnet werden konnten, kurzum: Wer dabei gewesen war, erkannte sofort, daß hier vieles einfach nicht stimmte.
Mit meinen Aussagen stand ich sehr allein auf weiter Flur. Die Schnüffelzeitungen und der Sprecher eines mittlerweile aufgekrachten Senders bedachten mich mit Schande und Spott; die breite Öffentlichkeit schwieg zur auf Fälschungen beruhenden Ehrabschneidung der Kriegsgeneration - wahrscheinlich aus Angst, ebenso verleumdet zu werden wie ich.
Heute sieht die Sache etwas anders aus: Nur 80 von 801 Bildern sind echt. Massenerschießungen, die der Wehrmacht zugeschoben wurden, gehen eindeutig auf das Konto des sowjetischen Geheimdienstes. Lügen haben kurze Beine, Verleumdungen auch.
(Leserbrief von Josef Rampold in den "Dolomiten" vom 9.11.1999)

Wehrmachtsausstellung: Fälschungen - Nicht einmal ein Zehntel wahr

In der Aufsehen erregenden Wanderausstellung "Vernichtungskrieg - Verbrechen der Wehrmacht 1941 - 1944" des Hamburger Instituts für Sozialforschung sind offensichtlich zahlreiche Fotos falsch zugeordnet worden. Die dort gezeigten Gräuel waren nicht von deutschen Soldaten verübt worden. ... so bemängelte der Präsident des Bundesarchivs, Professor Friedrich P. Kahlenberg, die unzureichenden Quellenangaben, die den Grundsatz der Nachprüfbarkeit wissenschaftlicher Ergebnisse verletzten. Jetzt hat Bogdan Musial, polnischer Wissenschaftler am Deutschen Historischen Institut in Warschau, eine skrupulös recherchierte Studie in den "Vierteljahresheften für Zeitgeschichte" veröffentlicht. Auf Grundlager seiner aufwendigen Forschungen in deutschen, polnischen und ukrainischen Archiven sowie seinen Gesprächen mit Zeitzeigen kommt der Historiker zu dem Ergebnis, dass zentrale Fotos der Ausstellung, die deutsche Soldaten vor vielen nebeneinander liegenden oder aufgetürmten Leichen zeigen, nicht dazu taugen, die Verbrechen der Wehrmacht, die Musial nie leugnet, zu dokumentieren. Musial weist nach, dass es sich bei den Toten auf diesen Aufnahmen in der Mehrzahl um Gefängnisinsassen handelt, die der sowjetische Geheimdienst NKWD im Sommer 1941 auf der Flucht vor den vorrückenden deutschen Truppen "liquidierte", auf ausdrücklichen Befehl von Geheimdienstchef Berija. Auch zahlreiche deutsche und polnische Kriegsgefangene wurden ermordet. Vorsichtige Schätzungen gehen von insgesamt mehreren zehntausend aus, die Opfer dieser Aktion wurden. Teilweise, so Musial, entstand durch den oft überstürzten Rückzug der Roten Armee die groteske Situation, dass die deutschen Truppen den noch nicht ermordeten Gefängnisinsassen das Leben retteten, bis dann die neue Besatzungsmacht mit ihrem eigenen Mordhandwerk begann. Die NKWD-Opfer seien kurzerhand vergraben und dann nach dem deutschen Einmarsch exhumiert worden. Während die Leichen zwecks Identifizierung nebeneinander gelegt wurden, waren auch deutsche Soldaten vor Ort und dokumentierten die Gräueltaten. Viele von ihnen machten Fotos, von denen einige später in die Sowjetunion gelangten, wo sie als Beleg für die Verbrechen der deutschen Besatzungsmacht instrumentalisiert wurden. Nach Ansicht des polnischen Historikers handelt es sich demnach bei den deutschen Soldaten, die auf den umstrittenen Fotos abgebildet sind, um Beobachter und nicht um Täter am Tatort. Musial: "Folgt man den Angaben der Ausstellungsmacher, dann hätten Wehrmachtssoldaten diese Menschen zunächst getötet, sodann vergraben und danach wieder ausgegraben, um anschließend die fraglichen Aufnahmen machen zu können."

Unterstützung erhielt Musial durch den ungarischen Historiker Krisztlán Ungvary, der in der Zeitschrift "Geschichte in Wissenschaft und Unterricht" ebenfalls detailliert auf den fehlerhaften Gebrauch von Fotos in der HIS-Ausstellung eingeht. Zahlreiche der in der Ausstellung dokumentierten vermeintlichen Wehrmachtsverbrechen seien von ungarischen, finnischen und kroatischen Soldaten oder von sogenannten "Hilfswilligen" aus der Ukraine, Russland und den baltischen Staaten begangen worden oder von Angehörigen der SS und des Sicherheitsdienstes (SD). "Bilder werden aus dem Kontext herausgerissen und mit falschen Angaben als ,Beweismittel´ herangezogen", so Ungvary. Die Begleittexte zu den Bildern seien teilweise unzureichend oder gar irreführend. Statistisch betrachtet belegen nach den Forschungen des ungarischen Historikers "nur" 80 von insgesamt 801 Fotos Kriegsverbrechen durch Wehrmachtssoldaten. Die Befunde der beiden Historiker erschüttern die Glaubwürdigkeit der Wehrmachtsausstellung insgesamt. (Stuttgarter Zeitung, 22.10.1999, S. 2, Joachim O. Hoffmann

Auf mehreren Fotos der schon in vielen deutschen Städten gezeigten Ausstellung halten sich Soldaten Tücher vor Mund und Nase, was auf starken Verwesungsgeruch hindeutet. Die abgebildeten Soldaten sind nach Überzeugung Musials lediglich Zuschauer, die die Leichen vorgefunden haben, nicht aber Täter. Bogdan Musial: Es gebe Hinweise, "dass der Wahrheit absichtlich nachgeholfen wurde - wahrscheinlich von den Ausstellungsmachern". Die geben sich inzwischen kleinlaut. Hannes Heer (war das nicht der hochangesehene Verfasser der berühmten "Spiegel"-Serie vor ein paar Jahrzehnten?) vom Hamburger Institut für Sozialforschung, sagte, er nehme die Kritik ernst. ... vielleicht sollte weniger pauschal und mit mehr wissenschaftlicher Gründlichkeit über die Beteiligung an Verbrechen debattiert werden. Damit würde man auch den zahllosen Soldaten gerecht, die nie die Waffe gegen einen Zivilisten erhoben haben. (Südwestpresse, Ulm, 25.10.1999, S. 1, Hans-Joachim Thron)

Lügen im Dienst der Wahrheit.

Schweiz schickt Papon zurück

Der ehemalige französische Minister Maurice Papon (89), NS-Kollaborateur, floh aus Frankreich, wo er zu 10 Jahren Haft verurteilt worden war, in die Schweiz, wurde aber im Posthotel "Rössli" in Gstaad festgenommen und prompt zurückgeschickt. (23.10.1999) Welche Einfalt! Man sollte doch denken, im Alter wird man weise.

Zehn Monate Gefängnis für Auschwitz-Leugner

Frederick Toben, Leiter des Adelaide Instituts in Australien, wurde vom Landgericht Mannheim zu zehn Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Toben leugnete, daß in den KZ der Nationalsozialisten Millionen Juden umgekommen sind (11.9.1999)

Wolffsohn greift Bubis an

Der Historiker Michael Wolffsohn (selbst Jude) von der Bundeswehrhochschule in München hat den Rücktritt von Ignatz Bubis als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland gefordert. Von den deutschen Politikern sagte Wolffsohn, sie lägen Ignatz Bubis "manchmal in geradezu grotesker und lächerlicher Weise zu Füßen". (Zeitungen vom 2.8.1999, dpa)

Strafe für Tätowierung

Das Amtsgericht Mannheim verurteilte einen 39jährigen Mann zu 2100 DM Geldstrafe. Der arbeitslose Kfz-Mechaniker, Mitglied der NPD und der Hilfsgemeinschaft der Angehörigen der Waffen-SS, hatte sich auf den linken Oberarm das Symbol der 1. Leibstandarte von Adolf Hitler und die SS-Losung "Meine Ehre heißt Treue" tätowieren lassen. Dem Staatsanwalt war die Strafe zu wenig. Er hatte sechs Monate Gefängnis verlangt. (Südwestpresse 23.4.1999)

Lebenslänglich für Bombenbauer Franz Fuchs

Wegen der Herstellung von Brief- und Rohrbomben und wegen Mordes wurde der Steirer Franz Fuchs (49) von der "Bajuwarischen Befreiungs-Armee" (BBA) am 10.3.1999 in Graz zu lebenslanger Haft und Einweisung in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher, auf gut deutsch ein Irrenhaus für Kriminelle, verurteilt. Der als hochintelligent geschilderte Vermessungstechniker hatte beim Prozeß mit rassistischen Haßtiraden Aufsehen erregt. Seine Sprüche gingen durch die ganze Presse: "Es lebe die deutsche Volksgruppe! Ausländerblut, nein danke! Minderheitenprivilegien, nein danke! Zionistische Germanenverfolgung, nein danke! Verspottung der Blondinen, nein danke! Verspottung der sogenannten Topfenneger, nein danke! Verspottung der sogenannten Piefkes, nein danke!" Nach seiner Verhaftung im Oktober 1997 hatte er sich beide Unterarme weggesprengt. Eines seiner Opfer, der ehemalige Wiener Bürgermeister, bezeichnete Fuchs als Einzeltäter. Opfer einer heimtückischen Sprengfalle waren im Burgenland vier Roma geworden; dort war ein Schild gefunden worden "Roma zurück nach Indien". (Zeitungsberichte vom Februar und März 1999)

Roma benachteiligt - Vorwürfe gegen Holocaust-Fonds

Der Roma National Congress (RNC) behauptet, daß es beim Schweizer Holocaust-Spezialfonds Veruntreuungen und Unterschlagungen gegeben hat. Er erstattete Strafanzeige in Bern. Den Roma, insbesondere aus Polen, wurden zu wenig Entschädigungen ausbezahlt. Der Fonds soll 273 Millionen Franken an Juden, Roma, Sinti und Polen verteilen. (Zeitungsmeldungen vom 16.1.1999)

Gert Sudholt verurteilt wegen Volksverhetzung

Wegen Volksverhetzung in Mittäterschaft wurde der Verleger Dr. Gert Sudholt vom Amtsgericht Starnberg zu vier Monaten Gefängnis, für drei Jahre auf Bewährung, sowie zu einer Geldstrafe von 4000 DM verurteilt. Das Gericht erklärte, das Buch "Uns trifft keine Schuld" enthalte vielfach antisemitische Äußerungen. Sudholt war schon 1993 wegen Leugnung des Holocaust vom Bayerischen Obersten Landesgericht zu sechs Monaten Gefängnis und 10 000 DM Geldstrafe verurteilt worden. (Zeitungen vom 15.1.1999)

Anschlag auf Grabstätte Galinskis - Zusammenhang mit Walser hergestellt

Mit Sprengstoff zerstörten Unbekannte auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Charlottenburg die Grabplatte von Heinz Galinski, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Berlin und des Zentralrats der Juden in Deutschland. Es war schon der zweite Anschlag. Galinski mußte ab 1940 Zwangsarbeit leisten, kam 1943 ins KZ Auschwitz, 1945 nach Bergen-Belsen und wurde im April 1945 befreit. Seine Tochter Evelyn Galinski sagte mit Bezug auf Walsers Rede, die "geistigen Brandtstifter und Schreibtischtäter" trügen Verantwortung für das entstandene Klima, das eine solche Tat möglich gemacht habe. Walser dazu: "Was, auch das noch. Wenn das so ist, wenn man mich damit in irgendeinen Zusammenhang bringen kann, dann muß ich auswandern." (Zeitungen vom 21.12.1999)

Rauger Garaudy wegen Leugnung des Holocaust verurteilt

Der frühere Marxist und jetzige Moslem Roger Garaudy wurde in Paris zu einer Gefängnisstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Ihm wurde die Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Der Philosoph hatte in seinem Buch "Die Gründungsmythen der israelischen Politik" das Ausmaß des Holocaust, die Zahl der ermordeten Juden und die Existenz von Gaskammern in den KZs in Frage gestellt. (Zeitungen vom 17.12.1999 APA, AFP)

Hitlergruß als Therapie

Weil ein Dortmunder Orthopäde einen Patienten mit einer Schulterverletzung dazu veranlaßte, den Arm wie beim Hitlergruß auszustrecken, wurde er zu einer Geldstrafe von 10.000 Mark verurteilt. (Zeitungsnotiz vom 16.12.1999)

Ordensschwester um Versöhnung im KZ bemüht

Schwester Benjamina, eine Südtirolerin aus Sand in Taufers, lebt seit 1976 im Karmelkloster neben dem KZ Dachau. Sie spricht mit Besuchern. Jeden Monat besichtigen ungefähr 30.000 Personen das ehemalige Konzentrationslager. Bisher waren 30 ehemalige KZ-Insassen bei ihr. Wenn sie kommen, bereitet die Schwester sie darauf vor, dorthin zu gehen, wo sie gemartert worden sind. Sr. Benjamina versucht, sie vielleicht sogar soweit zu bringen, "denen (ihren Peinigern) zu verzeihen". (Sendung von Dr. Josef Innerhofer im RAI-Sender Bozen, 13.12.1998, 9 Uhr)

Bubis: Walser "geistiger Brandstifter - Dohnanyi verteidigt Walser

Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, warf dem Schriftsteller Martin Walser nach dessen Friedenspreisrede ("Moralkeule") geistige Brandstiftung vor. Er arbeite Rechtsextremen in die Hände. Hamburgs Ex-Bürgermeister Klaus von Dohnanyi verteidigte Walser als einen "vom Gewissen bedrängten Deutschen". Worauf Bubis Dohnanyi des "latenten Antisemitismus" bezichtigte. Dieser konterte: absurd. Sein Vater Hans wurde von den Nazis als Widerstandskämpfer hingerichtet. - (Zeitungen vom 7.12.1998) Der Schriftsteller Reiner Kunze warf Bubis vor, er habe "eine Hexe geschaffen, die Hexe Walser" und einen "geistigen Scheiterhaufen", der die Eigenschaft haben könnte, "weitere Hexen zu fordern". "So verbrennt man geistig seine Freunde." (Die Welt 7.12.1999)

Polizzen für 800.000 jüdische Familien

220.000 Kunstwerke oder Schmuck raubten die Nazis von Juden und anderen Opfern ihrer Herrschaft. Der genaue Wert ist nicht bekannt. Delegationen aus 44 Ländern trafen sich zu einer Holocaust-Konferenz in Washington. In einem Resolutionsentwurf wurde dazu aufgerufen, nachrichtenlose Polizzen von bis zu 800.000 jüdischen Familien binnen zwei Jahren auszuzahlen. (Zeitungsberichte vom 4.12.1998)

Holocaust - ein falsches und beleidigendes Wort

"Deutsche Politiker und Journalisten sprechen von "Holocaust", wenn sie die NS-Judenverfolgung meinen. Ein falsches und die Opfer beleidigendes Wort. In der Bonner Wochenzeitung "Das Parlament" (Nr. 5/97), herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung, stellte der jüdische Autor Yehuda Radday richtig:
"Zum Begriff ,Holocaust´": Unter den verschiedenen Tieropfern im Jerusalemer Heiligtum gab es eines, das weder von den Spendern noch von den Priestern gegessen werden durfte, weil es in Gänze verbrannt wurde. Das hebräische Wort für dieses Opfer war "olá" (wörtlich: emporsteigend), in der griechischen Übersetzung der Tora wurde das Wort holocauston (= gänzlich verbrannt) dafür verwendet. Die olá (holocauston) war, solange der Opferdienst in Kraft war und ausgeführt wurde, der höchste Ausdruck totaler Hingabe an Gott. Die Massenschlachtung von Menschen durch die Nationalsozialisten als olá ("holocaust") und damit sogar als von der Tora geboten und Gott wohlgefällig zu bezeichnen, ist nicht nur ein Mißverständnis, sondern Blasphemie, Beleidigung der Opfer und Verherrlichung der Mörder. Daß das Wort "Holocaust" auch von den Juden selbst verwendet wird, zeigt, wie sehr diese inzwischen von ihren traditionellen Wurzeln abgeschnitten und die Kenntnisse über das Judentum und seine Kultur verlorengegangen sind." (zit. im Dezember-Brief der Christen-Initiative e. V. 1998)

Lebenslängliche Haft für Priebke und Hass bestätigt

Die SS-Offiziere Erich Priebke und Karl Hass müssen wegen der Repressalien nach dem Attentat auf das deutsche Polizeiregiment Bozen im März 1944 in der Via Rasella nun doch lebenslange Haftstrafen absitzen. Sie hatten an der Erschießung von 335 Zivilisten mitgewirkt. Das römische Kassationsgericht entschied nun abschließend. (Zeitungen vom 17.11.1998)

Der Holocaust als Goldgrube (Freie Presse Chemnitz 18.9.1998)

"Peter Angelos ist heute ein schwerreicher Mann, nicht durch Erbschaft oder einen Lottogewinn, sondern durch einen Prozeß, der nicht zustande kam. Angelos ist Anwalt. Er vertrat 270.000 Geschädigte in einer spektakulären Sammelklage gegen US-Unternehmen, die Asbest herstellten. ... Jeder der Geschädigten erhielt einige tausend Dollar. Angelos ein Vermögen. Sammelklagen zu erheben im Namen einer zunächst unbekannten Anzahl potentiell Geschädigter gegen ein Unternehmen, das a) gut im Geschäft ist und b) auf sein Image achten muß, ist der profitabelste Zweig des US-Rechtswesens. Der Wordjewish Congress (WJC) und andere jüdische Organisationen in den USA sehen die wachsende Zahl von Sammelklagen gegen deutrsche Unternehmen, die während des 3. Reiches Zwangsarbeiter beschäftigten, mit gemischten Gefühlen. Einerseits ist der WJC daran interessiert, allen Opfern des Holocaust zu ihrem Recht zu verhelfen. Andererseits, so Elan Steinberg, der Exekutivdirektor des WJC, "glauben wir nicht, daß der Holocaust etwas ist, wovon irgend jemand profitieren sollte." ... Die Anwälte arbeiten auf der Basis einer Gewinnbeteiligung. Üblich sind rund 30 %. Man klagte zunächst im Namen von 16 (!) Holocaust-Überlebenden gegen BMW, VW, Daimler-Benz, Audi, Siemens, Krupp, Henkel, Eicon Technology Diehl und Leica, auf mindestens 75 000 Dollar Schadensersatz pro Kläger, plus Zinsen, Anwaltsgebühren und punitive damages (verschärfter Schadensersatz, bemessen nicht an der Höhe des Schadens, sondern an der Wirtschaftskraft des Beklagten). Mit anderen Worten: Es gibt kaum eine Grenze nach oben... Ein Anwalt gibt an, seit Einreichen der Klage gegen VW und andere meldeten sich in seinem Büro "täglich bis zu 100 Menschen", die angeblich Zwangsarbeiter waren. - Ist der Name "Holocaust" schon an sich eine falsche Bezeichnung (Anm. siehe oben)... "Antisemitismus" (müßte) richtig "Antijudaismus" heißen .., denn Semiten, d. h. Nachkommen Sems sind unter anderen auch wir Europäer zum größten Teil. Als Antisemiten wären wir demnach unsere eigenen Gegner! (Dezember-Brief der Christen-Initiative e.V. 1998)

Alpenfestung nichts für Araber
Das Gelände von Adolf Hitlers ehemaliger "Alpenfestung" auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden ist für Araber tabu. Eine Begründung wurde nicht angegeben. Der Freistaat Bayern hatte das Tourismusprojekt international ausgeschrieben. Der Präsident der "Bank of Jordan" und ein jordanischer Minister steckten über eine Million Mark in die Bewerbung. Sie wollen nun dagegen klagen, daß sie keine Chance bekommen hatten, obwohl sie mit 180 Millionen Mark zweieinhalb mal so viel investieren wollten wie die künftigen Besitzer. Auf dem 100 Hektar großen Gelände will nun eine Tochterfirma der halbstaatlichen Bayerischen Landesbank ein Luxushotel bauen. Bis 1995 hatte die US-Armee das Areal zu Erholungszwecken benutzt und, wenn wir nicht irren, von dort aus auch Sendungen für den US-Soldatensender AFN produziert. (nach Meldungen in "Focus" und den Zeitungen vom 23.11.1998).

Auschwitz falsch vermittelt - Moralkeule erzielt gegenteiligen Effekt
Hinsichtlich der Kritik an der gewohnten Darstellung des Holocaust hat der Historiker Jörg Wollenberg dem Schriftsteller Martin Walser zum Teil recht gegeben. Der dpa sagte er: "Vielleicht haben wir das Phänomen Auschwitz falsch vermittelt." Der Name Auschwitz müsse sich mit Einzelschicksalen von Verfolgten und Ermordeten verbinden. Walser hatte in seiner Dankesrede bei der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels gesagt, die ständige Thematisierung des Holocaust wie mit einer "Moralkeule" erziele einen gegenteiligen Effekt. Das ausschließliche Reden von den sechs Millionen Opfern des Nazi-Terrors wirkt nach Ansicht des Historikers tatsächlich wie eine Moralkeule und erzeuge eine "Betroffenheitspädagogik". (Zeitungen vom 12.11.1998 dpa)

Oppenheimer-Platz in Stuttgart soll zur Toleranz mahnen- Als "Jud Süß" verleumdet

Vor 260 Jahren wurde Joseph Süß Openheimer, der engste Finanzberater Herzog Carl Alexanders, Opfer eines Justizmordes. Seit gestern erinnert ein Platz mitten in Stuttgart (Ecke Schmale Straße/Neue Brücke) an den über Jahrhunderte hinweg als "Jud Süß" geschmähten Bankier. Eigens war Ignatz Bubis gekommen, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, um das Straßenschild zu enthüllen. Leben und Tod des Bankiers und Geheimen Finanzrats Süß Oppenheimer seien eine Mahnung, jeder Form von Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten, hatte .bereits im Vorfeld der Veranstaltung der Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) betont. Mit der Platzeinweihung gehe es nicht nur darum, eine Persönlichkeit zu rehabilitieren, sondern vor allem darum, ein Signal für Toleranz und Mitmenschlichkeit zu setzen. Oppenheimer, früh mit den Finessen der Geldwirtschaft betraut (Anm.: vertraut?), hatte versucht, zusammen mit dem Herzog Carl Alexander im agrarischen Württemberg ein ökonomisches Zeitalter einzuläuten - gegen den Widerstand der etablierten Landstände. Nach dem Tod des Herzogs 1737 wurde Oppenheimer unter dubiosen Beschuldigungen verhaftet und in einem Schauprozeß zum Tode verurteilt - ohne daß sich entsprechende Verbrechen hätten nachweisen lassen. Das hartnäckige Vorurteil von einem windigen und geldgierigen Geschäftsmann, der das Volk zum eigenen Vorteil ausgesaugt hatte, änderte sich freilich über die Jahrhunderte hinweg nicht. Im Gegenteil. Veit Harlan zementierte 1940 mit dem antisemitischen Hetzfilm "Jud Süß" - Höhepunkt einer Geschichtsfälschung - das Zerrbild eines fiesen und finsteren jüdischen Gesellen. In Stuttgart erinnerte bis gestern nichts an den Freidenker, der einem nackten Antisemitismus geopfert wurde und der sechs Jahre lang am eisernen Galgen hing - als abschreckendes Beispiel. ... Unweit davon stand früher die Münze, in der Oppenheimer geraume Zeit gelebt und gearbeitet hat. (Stuttgarter Zeitung, 16.10.1998, S. 21)

Meyers Enzyklopädisches Lexikon, Band 23, Mannheim 1978: Joseph Süß Oppenheimer * 1692 oder 1698?, hingerichtet am 4.2.1738. jüdischer Finanzmann. Erwirtschaftete sich v. a. als pfälz., hess. und kurköln. Hofagent ein riesiges Vermögen. Als geheimer Finanzrat Herzog Karl Alexanders von Württemberg (1733 - 37) führte er nach merkantilistischen Prinzipien zahlreiche Steuern und Abgaben ohne ständische Zustimmung ein. Verfassungsbruch, persönliche Bereicherung im Amt und Luxus trugen ihm landesweiten Neid und Haß ein. Sofort nach dem Tod des Herzogs verhaftet, wurde er wegen Hochverrats gehängt.

Zeit seines Lebens blieb Joseph Süßkind Oppenheimer die Anrede "Herr" verwehrt. Herablassend nannten ihn seine Zeitgenossen einfach Jud Süß. Er füllte nicht nur den Staatssäckel; auch selbst kam er schnell zu einem erheblichen Vermögen. Beliebt war Süß Oppenheimer lediglich beim Herzog, der von seinem Finanzgenie profitierte und ihn als seinen "Hofjuden" unter seine Fittiche nahm. Und bei den Damen des Hofs; deren Zuneigung war zwar immer heftig aber jeweils nur kurz, denn Süß' Liebschaften wechselten rasend schnell. Als der Katholik Carl Alexander starb, erinnerten sich noch in der Todesnacht einflußreiche Protestanten und mißgünstige Hofbeamte der Hofmoral und mithin des Süß. Nach elfmonatiger Haft wurde er auf dem Stuttgarter Galgenberg gehängt. Seit Donnerstag abend trägt ein Platz in Stuttgarts Mitte den Namen "Josef Süß Oppenheimer". Der Platz vor der Tiefgarageneinfahrt eines Kaufhauses und dem Zugang zum Rotlichtmilieu (Anm.: Bordell) ist indes umstritten: Von einem "Unplatz" war die Rede und davon, daß Süß Oppenheimer damit auch noch nachträglich bestraft würde. Ignatz Bubis sieht das nicht so. Michael Kienzle, Stuttgarter Stadtrat und zusammen mit der Stiftung Geißstraße 7 Initiator der Ehrung, hält den Ort gar für ideal: "Wir wollen Süß Oppenheimer ja nicht gleich zum Heiligen machen". (Südwestpresse 17.10.1998 Peter Kiedaisch)
Lit.: Dichtungen um S.O. stammen u. a. von Wilhelm Hauff (Novelle 1828), Lion Feuchtwanger (geb. 1884, 1925 Roman "Jud Süß", 1917 als Drama), A. Dukes (Drama 1929) und E. Ortner (Drama 1933); auf Hauff und Feuchtwanger basiert der nationalsozialistische Tendenzfilm "Jud Süß" von Veit Harlan 1940. (Quellen: Meyers Enzyklopädisches Lexikon, 1978; Werner Stein: Kulturfahrplan, Berlin/Darmstadt 1960).

Martin Walser spricht von "Instrumentalisierung" des Holocaust zu "gegenwärtigen Zwecken"
Martin Walser heißt diesmal der Unruhestifter (bei der Verleihung des Friedenspreises an den mit vielen Auszeichnungen bedachten Dichter in Frankfurt). Walser nimmt eine "Routine des Beschuldigens" wahr, verspürt eine allemal verständliche innere Abwehr gegen die "Dauerpräsentation unserer Schande"; er befürchtet eine "Instrumentalisierung" der Katastrophe zu "gegenwärtigen Zwecken" und warnt vor Meinungssoldaten, die mit "vorgehaltener Moralpistole den Schriftsteller in den Meinungsdienst nötigen". Das geplante Holocaust-Denkmal in Berlin nennt er einen "fußballfeldgroßen Albtraum", die "Monumentalisierung der Schande". Ignatz Bubis steht mit der seinem Amt als Präsident des Zentralrates der Juden innewohnenden Autorität nicht an, Walser "geistige Brandstiftung" vorzuwerfen, und rückt ihn in die Nähe der rechtsextremen Herren Frey und Schönhuber. ... Andere glauben daran erinnern zu müssen, daß in Walsers jüngstem Roman "Ein springender Brunnen", der sich mit seiner Kindheit zur Nazizeit beschäftigt, das Wort Auschwitz nicht vorkomme. ... Was macht die politische Rede, das politische Reden überhaupt so enttäuschend? Es sind die mit ernster Miene vorgetragenen Worthülsen, die ausrechenbaren Phrasen, die diplomatisch-taktische Uneigentlichkeit des Sagens, die jeden Inhalt zu diskreditieren in der Lage ist. Man hat das Gefühl, ein Automat stünde am Rednerpult und verkünde leblos Vorgestanztes. (Man erinnere sich an den zurückliegenden Wahlkampf.) In der Paulskirche hat ein Mensch gesprochen, ein Mensch in seinem Widerspruch. Er hat seine Fragen, seine Beklommenheiten öffentlich gemacht, sein Ich entblößt. Und was geschieht? Dem Ich wird seine würde abgesprochen - von den Meinungssoldaten. Moral im Schützengraben. Offenbar war die Rede ein Treffer. (Joachim Worthmann in der Stuttgarter Zeitung, 16.10.1998, Kultur, S. 33, "Wo brennt es denn?" - Zur Debatte um Martin Walsers Friedenspreis-Rede)

Ernst Noltes Standpunkt
Interview von Aldo Parmeggiani für Radio Vatikan. 1998.

Verleumdungen gegen Besiegte
Wir ehemaligen Wehrmachtsangehörigen haben den Krieg verloren. Und es ist anzunehmen, dass wir für weitere hundert Jahre verleumdet werden; dies ist die menschliche Geschichte.“ (Leserbrief in den „Dolomiten“, Bozen, von Dr. Gioachino Pasquali aus Canazei, 18.9.1984)

Als der Krieg sich immer mehr in die Länge zog und ein Frieden immer unabsehbarer wurde, soll Weiß-Ferdl auf die Frage, ob wir wohl verlieren würden, wehmütig geantwortet haben: „Verlieren, nein, wir können den Krieg gar nicht verlieren, wir werden ihn behalten!“ (Vox Populi: Geflüstertes, Die Hitlerei im Volksmund, Freiheit-Verlag Heidelberg, 1946, S. 141)

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