ETIKA

NS: DIE GANZE WAHRHEIT

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15.5.2001

49NS1E

Judenmorde hinter dem Rücken des Volkes

Nach zehnjähriger Selbstzensur wieder veröffentlicht am 14.1.2012

A B C D Schleier und Selbstbelügung

E Judenmorde hinter dem Rücken des Volkes

Papst Pius XII. und der Holocaust. Ein Interview mit dem Historiker P. Robert Graham S.J. (abgedruckt in „pro fratribus“, 4/1996):

Frage: Sie vertreten also die Meinung , dass niemand in der westlichen Welt wusste, was tatsächlich in Auschwitz geschah?

P. Robert Graham S.J.: Nein. Niemand. Vielleicht hatten die Polen gewisse Informationen, aber sie waren bei den Russen in Ungnade gefallen, und die Alliierten haben diese Nachrichten nicht ernst genommen. In dieser Hinsicht existiert noch eine merkwürdige Geschichte. Schon im Jahre 1942 gelang einem polnischen Spion, Agent der polnischen Geheimpolizei, Jan Korski, ins Konzentrationslager Belzec vorzudringen, um mit eignen Augen jene Greueltaten zu sehen.

Als er als Mitglied der geheimen polnischen Armee nach London kam, erzählte er, was er im KZ alles gesehen hatte, aber niemand schenkte ihm Glauben. Er ging dann nach USA.

Es gelang ihm, dass er sogar vom Präsidenten Roosevelt empfangen wurde, der ihn zu dem Obersten Richter des höchsten Gerichtes der USA, Felix Frankfurter, schickte, der ein Jude war. Dieser hörte ihm wohl zu, sagte aber dann, dass er eine solche Geschichte nicht glauben könne. Es war wirklich genauso: es war eine Geschichte, die niemand glauben wollte.“

Da stimmt zweierlei nicht:

Erstens verbreiteten die Alliierten ja schon vor und im Ersten und Zweiten Weltkrieg alle möglichen Greuelmärchen über die Deutschen. Warum hätte dann die Erzählung Korskis auf Frankfurter „unglaubhaft“ wirken sollen? Oder wusste Frankfurter mehr? Dass Korskis Geschichte nicht den Tatsachen entsprach? Oder dass sie wahr war, aber nicht ins Szenario passte?

Zweitens wäre es interessant, zu erfahren, ob die polnische Geheimpolizei, deren Angehöriger Jan Korski war, in irgendeiner Beziehung mit den Massenmorden an Juden stand, die jetzt bekannt geworden sind? Polen hatten nämlich schon vor der Mission Korskis in Jedwabne am 10. Juli 1941 1500 Juden, in Radzilow 800 Juden massakriert. Darüber muß Korski doch Bescheid gewusst haben! Gibt es da vielleicht irgendwelche Gesprächsaufzeichnungen in den Geheimdienstunterlagen?

Dies als Einleitung zum Nachdenken. Denn da gibt es so vieles zu meditieren.

Hätte Hitler alle Juden vernichten wollen, warum förderte und beschleunigte das Reichssicherheitshauptamt bis in den Herbst hinein ihre Auswanderung? (1940, 1941? Leider sind unsere Unterlagen unvollständig und wir können sie derzeit nicht nachprüfen.)  Erst dann, als „...maßnahme im Zuge des Krieges, folgten die Einführung des Judensterns im September 1941, die Zusammenfassung in Ghettos und die Internierung in Lagern, wobei – nach Aussage des ehemaligen Reichspressechefs Helmut Sündermann – eine „Maschinerie heimlicher Tötung ... von einer kleinen Gruppe von Fanatikern in Gang gesetzt wurde“ (Das Dritte Reich, Druffel Verlag Leoni, 1964, s. 199f.)

Mögen sich die Sich-selbst-Belüger von rechts, die die Massenmorde an Juden leugnen, folgende Fakten hinter die Ohren schreiben, die wir aus dem Artikel „Das Geheimnis der ,Endlösung´“ in der Zeitschrift „Nation Europa“, Coburg, August 1956, entnehmen (zitiert von Sündermann auf den Seiten 204–217, von ihm selbst verfasst?):

„Hans Fritzsche, der ... vom Nürnberger Tribunal freigesprochene Angeklagte im sog. Prozeß der ,Hauptkriegsverbrecher´ schildert..., wie überrascht und empört die meisten seiner damaligen Mitangeklagten waren, als die Anklagebehörde begann, Beweise dafür vorzulegen, dass in den letzten Kriegsjahren im deutschen Machtbereich unzweifelhaft eine große Mordkampagne gegen internierte Juden stattgefunden hatte. Es erging diesen Männern auf der Nürnberger Angeklagtenbank nicht anders als allen Deutschen damals: sie blickten schaudernd in einen Abgrund. Da waren – während sie in einen richtigen Krieg verwickelt waren, der an allen Fronten das deutsche Schicksal entschied – geheimnisvolle Untaten vollbracht worden, die zwar in ihrer Art nicht einzig in der Weltgeschichte dastehen, aber doch zum ersten Male unter deutsche Verantwortung fallen.

Das Verfahren der widerstandslosen Tötung nicht nur tatsächlicher, sondern mutmaßlicher Widersacher hatte in früheren Jahrhunderten die Eroberung fremder Kontinente begleitet, es hatte im 20. Jahrhundert die bolschewistische Herrschaft in Russland begründet, es war zum Leitgedanken der britischen Luftkriegsführung geworden und hatte schließlich in den experimentellen Atombombenwürfen auf das bereits zu Boden gesunkene Japan einen schaurigen Höhepunkt gefunden: jetzt aber stellte sich heraus, dass zu dieser brutalen Selbsterniedrigung des Weißen Mannes auch ein deutscher Beitrag geleistet worden war.

Wir Deutschen sind ein grüblerisches Volk – wir können nicht mit einem Achselzucken über etwas hinweggehen, was irgendwo und irgendwie in unserem Namen geschah. Die Amerikaner, die sich keine Gedanken über den Verbleib der indianischen Ur-Bevölkerung oder über Hiroshima machen, die Engländer, die sich nicht mit Skrupeln über die Luftkriegsschuld verlieren, die Russen, die den Klassenmord der Jahre nach 1917 einfach mit dem Deckmantel der „Revolutionssperiode“ zudecken – sie alle tun sich leichter und finden so rascher den Anschluß an Gegenwart und Zukunft, als wir ... Alle Künste moderner Propaganda wurden entfaltet, um das Geschehene – so furchtbar es ohne zusätzliche Übertreibung schon war – in eine Dimension zu steigern, in der alle Deutschen in die Rolle der Paria unter den Menschen verwiesen wurden.“

Warum kommt der jüdische Historiker Gerald Reitlinger zu dem Schluß, dass nicht 6, sondern 4,8 Millionen Juden getötet wurden? - „wobei er aber zu nicht weniger als 3,5 Millionen erklärt, dass es sich nicht um verlässliche Angaben handle. Reitlinger macht geltend, dass die Zahlenfrage für die Beurteilung des Gesamtvorganges nicht von ernster Bedeutung ist. Insoweit keine materiellen Forderungen aus den angestellten Rechenexempeln abgeleitet werden, wird man ihm zustimmen: für die historische und sittliche Beurteilung ist es in der Tat völlig belanglos, ob wir es mit 6000, 600 000 oder 6 Millionen zu tun haben.“ (Der unbekannte Verfasser des Artikels „Das Geheimnis der ,Endlösung´“, zit. von Sündermann: Das Dritte Reich, 204f.)

Nochmals zur Auswanderung: „Auch Reitlingers Darstellung leugnet nicht, dass bis in die ersten Kriegsjahre die Auswanderung der Juden aus dem Reich, ja die Bildung eines jüdischen Staatswesens außerhalb des deutschen Machtbereiches organisiert und gefördert worden ist – also gerade das Gegenteil dessen, was hätte geschehen müssen, wäre von vornherein ein „Rassenmord“ geplant worden; der Plan, auf Madagaskar einen jüdischen Staat zu errichten, war nicht nur ein Hirngespinst... Himmlers zuständige Dienststelle unter ... Sturmbannführer Eichmann beschäftigte sich das ganze Jahr 1940 hindurch mit diesem Plan: Hitler erwähnte ihn am 17. Juni 1941 noch Mussolini gegenüber.“ (S. 208f.)

Laut Reitlinger (91) wurde „der Teil des Führerbefehls, der die Einrichtung der Juden (Anmerkung: im Zusammenhang mit der Erschießung der Politruks der Roten Armee durch die Einsatzgruppen des SD) betraf..., niemals schriftlich ausgefertigt“, was Sündermann zu der provokanten Frage veranlasst: „Hat Hitler von den Judenmorden gewusst?“ Göring glaubte, dass Himmler den Massenmord veranlasst habe (laut Springer-Fritzsche: Das Schwert auf der Waage, 118). Nach Reitlinger (126) sagte SS-Obergruppenführer Wolff, Chef von Himmlers persönlichem Stab, 1952 in einem Prozeß unter Eid aus, er sei „überzeugt, dass Hitler von der Vernichtung der Juden nichts wusste“.

Hinsichtlich der „Befehlsgebung für den Judenmord“ sieht der Verfasser des Artikels in „Nation Europa“ hinsichtlich Himmlers „keinen Zweifel – alle Befehlswege gehen von ihm aus (bis im Oktober 1944 wiederum Himmler den Befehl gab, die Tötungen einzustellen)“.

Wer waren die Hauptschuldigen? Der „Nation-Europa“-Autor vertritt folgende Ansicht, die wohl alle möglichen Leute entschuldigen soll, aber irgendwo vielleicht ein Körnchen Wahrheit enthält:

„Es gab nach Himmler noch zwei Personen, die bei der Durchführung der Judenmorde eine wichtige Rolle spielten...: das waren ein Gruppenführer Müller (ein ehemaliger Münchner Kriminalbeamter) und ein Obersturmbannführer Eichmann“. Dieser habe in Himmlers Auftrag „nicht nur sämtliche Judendeportationen dirigiert, sondern auch noch während des Krieges mit führenden Persönlichkeiten des Weltjudentums, so mit Dr. Kasztner, der später im israelischen Außenministerium tätig war, weittragende Besprechungen geführt. ...

... das war wirklich eine Gruppe von Geheimagenten, die – hinter dem Rücken des deutschen Volkes und der deutschen Soldaten, hinter dem Rücken auch der Nationalsozialisten und der Hunderttausenden von SS-Männern, die an allen Fronten kämpften – ein Geheimverbrechen begingen, bei dem sie die Aufgabe der Tarnung nicht weniger wichtig nahmen, als die des Mordes.“

Immer wieder stößt man auf dieselben Namen, zum Beispiel den im Buch von Shraga Elam Dutzende Male erwähnten Dr. Wilhelm Höttl (bei Sündermann liest man auf Seite 216: „eine recht undurchsichtige Erscheinung des Eichmann-Kreises, seines Zeichens Referent im Sicherheitshauptamt, gleichzeitig bereits vor dem deutschen Zusammenbruch Verbindungsmann einer „amerikanischen Stelle im neutralen Ausland“, Anm.: wohl in der Schweiz; der österreichische Nachrichtendienstoffizier und SS-Oberstleutnant Höttl war übrigens neben den dubiosen NS-Protagonisten Friedrich Schwend und Otto Skorzeny auch Mitglied der Forschungsgruppe Toplitzsee, siehe Elam 164; der CIA veröffentlichte seine Akten zusammen mit 19 anderen, darunter Adolf Hitler, Josef Mengele, Emil Augsburg, Klaus Barbie und Heinrich Müller, am Freitag, 27.4.2001). Am 11.4.1946 wurde in Nürnberg folgende Erklärung Höttls verlesen:

„Eichmann erklärte (bei einem Gespräch mit Höttl im August 1944) unter anderem, dass die ganze Aktion ein besonderes Reichsgeheimnis und nur ganz wenigen Menschen bekannt sei. Die Zahl der Angehörigen dieses Kommandos liegt nach meinem Dafürhalten insgesamt (bei) kaum über hundert Personen.“ (Sündermann S. 217)

Einem Verzeichnis Reitlingers zufolge waren es 208 Namen, von denen 52 kleingedruckt waren.

Obiges ist Meditationsmaterial zum Massenmord vor allem auch für jene, die die Massenmorde an Juden leugnen.

Und was die Zahlen betrifft: Uns würde es – falls wir die Richter wären - genügen, dass eine einzige Ordensfrau namens Edith Stein in das Konzentrationslager Auschwitz geschickt wurde, nur weil sie jüdischen Blutes, obgleich christlichen Glaubens war, um das Urteil „schuldig“ zu fällen und die Höchststrafe zu verhängen über die Verantwortlichen und alle, die ähnliche Verbrechen begangen haben.

Edith Stein allein ist der Beweis dafür, dass die Nationalsozialisten Juden allen wegen ihrer Rasse in die KZ schickten, ganz gleich ob sie arm oder reich, unschuldig oder schuldig, Christen oder Juden waren. Dieser eine Fall zeigt der ganzen Welt, dass die Nationalsozialisten Unschuldige verfolgt und Kinder verschleppt haben -  und da ist die Frage nach der Zahl in der Tat zweitrangig.

Allerdings dürfen wir nicht beim Gestern stehen bleiben. Wenn sogar ein ehemaliger KZ-Häftling und (mit Strom, Peitsche usw.) Gefolterter die „Erinnerungen an die Kriegszeit weniger schmerzhaft“ empfindet als das Denken an die unzähligen Nachkriegskonflikte und Menschenmorde, von denen man täglich erfährt“, sollten wir nachdenklich werden. „Leider hat der Mensch keine Lehre daraus gezogen“, schrieb DDr. Ph. L. K. Ratschiller, Bozen, zu „den nach 55 Jahren aufflammenden Rache-Hetzkampagnen“ in einem Leserbrief an die „Dolomiten, 3.5.2001), denn „das Morden und Foltern geht weiter, und das zur Schande der ganzen Menschheit. Sollte nicht jeder Mensch mit seinem eigenen Gewissen abrechnen?“

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