ETIKA

NS: DIE GANZE WAHRHEIT

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4.5.2001

49NS1F

Hitler schont Engländer und andere Ungereimtheiten

Nach zehnjähriger Sperre am 22.1.2012 wieder ins Internet gestellt

A B C D E Schleier und Selbstbelügung

F Hitler schont Engländer – Neue Romantik - Andere Ungereimtheiten

Ein weiteres unaufgeklärtes Kapitel: Warum schonte Adolf Hitler 1940 zum Erstaunen der Landser das in Dünkirchen (Frankreich) von der Wehrmacht eingekesselte britische Expeditionsheer und ließ Hunderttausende feindliche Soldaten nach England entkommen?

Hitler legte damals den Grundstein zu seiner Niederlage, wie dem Buch des Verteidigers von Rudolf Hess,  Alfred Seidl (Der verweigerte Friede, Deutschlands Parlamentär Rudolf Hess muß schweigen, Universitas Verlag München 1985, S. 83) zu entnehmen ist. Seidl zitiert den früheren britischen Militärschriftsteller Liddell Hart, der in seiner Geschichte des Zweiten Weltkrieges, History of the Second World War, Econ Verlag, Düsseldorf 1972, schrieb:

„Daß die britische Expeditionstruppe entkam, war zu einem großen Teil Hitlers persönlichem Eingreifen zu verdanken. Nachdem seine Panzer den Norden Frankreichs überrollt und die britische Armee von ihren Stützpunkten abgeschnitten hatten, gebot Hitler ihnen in dem Augenblick Halt, als sie Dünkirchen nehmen wollten, den letzten Flughafen, der den Briten noch offenstand. Zu diesem Zeitpunkt war die Masse der britischen Expeditionstruppe noch viele Kilometer vom Hafen entfernt. Doch Hitler hielt seine Panzer drei Tage lang an. Seine Handlungsweise rettete die britischen Streitkräfte, als nichts anderes mehr sie hätte retten können. Dadurch konnten sie entkommen und sich in England sammeln, den Krieg fortsetzen und sich der Drohung einer Invasion entgegenstellen. Dadurch bewirkte Hitler seinen und Deutschlands Sturz fünf Jahre später. Den Briten war völlig klar, dass sie nur knapp entkommen waren, aber sie wussten nichts über die Gründe ihrer Rettung und sprachen von dem „Wunder von Dünkirchen“. (zit. bei Seidl 87f.)

Hoffte Hitler entgegen jeder nüchternen Einschätzung auf England als Verbündeten – Opfer seines germanischen „Rassenfimmels“?

Nächste Frage: Billigte Hitler den Alleinflug seines Stellvertreters mit einer Me 110 am 10. Mai 1941 nach England, um über Frieden zu verhandeln? Der Aktenvermerk von Lord Beaverbrook, Minister für die Flugzeugproduktion, über die Aussprache mit Rudolf Hess muß anscheinend bis zum Jahr 2017 geheimgehalten werden, obwohl Protokolle der anderen Unterredungen mit dem Herzog von Hamilton, dem Regierungsbeauftragten Sir Ivone Kirkpatrick und Lordkanzler Simon in Nürnberg auftauchen durften. Hess hatte darin erklärt, die Friedensvorschläge stammten nicht von ihm, sondern von Adolf Hitler. (Seidl 107)

Der britische Autor Trevor-Roper hielt es für den Lebenstraum Hitlers, noch einmal ein großes deutsches Reich zu errichten. Laut Kernmayr war sein oberstes Ziel die Wiederherstellung der Reichsgrenzen von 1914, wobei sich K. gleich widerspricht mit folgendem Satz: „Besonders in der Frage Italien geriet er wegen Südtirol, das er seiner europäischen Konzeption zu opfern bereit war, in Widerspruch mit der überwiegenden Mehrheit des deutschen Volkes, nicht zuletzt seiner eigenen Parteigenossen. England blieb stets und unverrückbar Hitlers große Liebe und Sehnsucht.“ (Kernmayr 363f.) Hier Hitler einmal als überzeugter Europäer, wie zuvor Cäsar, Friedrich II. von Hohenstaufen, der Habsburger Karl V. und Napoleon.

Einem jungen Deutschen, der nichts anderes kennt als die heutige Schwarz-Weiß-Malerei, der vielleicht nicht einmal weiß, dass die Deutsche Industrie-Norm (DIN), die Autobahn, die Gewerbsteuer, das Konkordat und Tausende Dinge mehr auf das Dritte Reich zurückgehen, dem dürften Mund und Augen offen stehen bleiben, wenn er den Bericht des polnischen Botschafters in Washington, des Grafen Jerzi Potocki, an den polnischen Außenminister vom 12. Januar 1939 lesen könnte, der nebst der Rede Adolf Hitlers vom 11. Dezember 1941 über sein zwiespältiges Verhältnis zu den USA als Anhang in Seidls Buch abgedruckt wird. Dort liest man zum Beispiel (das Gefährliche lassen wir natürlich weg):

„Die Propaganda (gegen den Nationalsozialismus) ... wirkt ... so gründlich, da das hiesige Publikum vollständig unwissend ist und keine Ahnung hat von der Lage in Europa. ... außer dieser Propaganda wird auch noch künstlich eine Kriegspsychose geschaffen ... Sie haben ... einen sehr gefährlichen Herd für Haß und Feindseligkeit auf dieser Halbkugel geschaffen und haben die Welt in zwei feindliche Lager geteilt...“ (bei Seidl S. 209f.)

Noch ein wahres Wort zum Krieg gegen Rußland, den Hitler führte, womit  er die ihm bekannte Warnung Bismarcks vor einem Zweifrontenkrieg in den Wind schlug. Er wurde ein Opfer seiner Dämonen: „Bei seinem Krieg gegen die Sowjetunion scheiterte Hitler nicht an seinem Antikommunismus, sondern eben an seiner räuberischen und menschenverachtenden Lebensraumvorstellung.“ (Ernst Nolte: Kein Halbgott, kein Dämon, Hitler – vierzig Jahre nach dem Selbstmord am 30. April 1945, Stuttgarter Zeitung, 20.4.1985)

Lebensraum im Osten! Weg mit den Untermenschen! Das war das Verbrecherische: dass Hitler und Gefolgsleute das eigene Volk, die eigene Rasse zum Gott erheben wollten – auf Kosten anderer Völker und Rassen. Statt die gottgegebene Ordnung in Völker zu respektieren und jedes Volk zu achten. Denn alle sind wir Kinder Gottes und haben nicht zu richten (ausgenommen Verbrecher, die die Gemeinschaft und den Schwachen bedrohen) und zu rächen, sondern miteinander auszukommen. Und wenn wir Gottes Gebote halten, dann klappt das auch. Aber wie ist der Zustand der Welt heute, sind die anderen viel besser? Wir müssen uns wohl alle an die Brust klopfen und bekennen: Miserere mei, Deus... Quoniam iniquitatem meam ego cognosco: et peccatum meum contra me est semper. Tibi soli peccavi, et malum coram te feci… (Erbarme Dich meiner, Herr... Denn ich erkenne meine Missetat, bin meiner Schuld mir allzeit bewußt. An Dir allein hab´ ich gesündigt, bös vor Dir gehandelt... Psalm 50)

Warten wir zehn Jahre, dann tauchen vielleicht noch mehr solche Dokumente auf wie dieses:

Die britische Regierung hat während des letzten Kriegsjahres amerikanische Pläne blockiert, 30 000 Juden in deutschen Konzentrationslagern ... das Leben zu retten. Die Pläne sahen vor, etwa 30 000 Juden in Konzentrationslagern gegen eine ähnlich große Zahl von deutschen Staatsbürgern auszutauschen, die während des Zweiten Weltkrieges im britischen Empire und in lateinamerikanischen Staaten interniert worden waren.“ (Stuttgarter Zeitung, 13.7.1999, Korrespondent Reinhart Häcker, London)

Und warum hat Deutschland unseres Wissens bis heute keinen Friedensvertrag erhalten, mehr als ein halbes Jahrhundert nach Kriegsende? Ersatzerklärungen von einigen der Beteiligten sind kein Friedensvertrag. Also Fragen über Fragen, und doch glänzen gewisse Historiker mit ihrer Allwissenheit.

Was uns sehr ärgert: Wir können nicht einmal nachschauen, ob Hitler in „Mein Kampf“ schon von der Ausrottung der Juden gesprochen hat (wie wir es in Erinnerung haben), weil das Buch verboten und nirgends einzusehen ist. Wahrheitssuchende und wirkliche Wissenschaftler geben sich nicht mit Sekundärliteratur zufrieden, sondern brauchen Originalquellen. Auch wenn Tausende die Behauptungen, Meinungen, Zitate und manchmal auch Lügen von anderen Tausenden abschreiben, sind das noch lange keine Beweise. Wenn ungezählte gefälschte und missverständlich oder missbräuchlich verwendete Dokumente und Fotos in Umlauf sind (siehe Reemtsmas famose Wehrmachtsausstellung), so weigern wir uns, 100 Prozent von dem zu glauben, was in den derzeitigen offiziellen Werken alles propagiert wird.

Deshalb fordern wir die Öffnung der Archive – rechtzeitig, bevor viele wesentliche Dokumente durch solche ersetzt sind, die von Geheimdiensten und geldgierigen Kujaus gefälscht wurden. Wir können gar nicht anders als argwöhnen, dass die Dokumente alle Seiten belasten, auch die Alliierten, auch Organisationen der Juden. Wir glauben gerne, dass die professionellen Fälscher viele Jahrzehnte brauchen, um die ganze Geschichte umzudokumentieren, damit die künftigen Historiker die jetzt herrschende Version nicht umzuschreiben brauchen.

Halten wir den früheren Kommunisten Karl I. Albrecht nicht für aufrichtig, wenn er nach zehn Jahren bitterster Erfahrungen als hoher Staatsbeamter in der Sowjetunion folgendes erklärt?

„... wir wissen: wir kämpfen für eine gerechte Sache, für den Sozialismus gegen den Bolschewismus! Wir kämpfen für die Rettung von Millionen versklavter Menschen, für die Befreiung der vielen unterdrückten Völker der Sowjetunion vom bolschewistischen Joch und für die Rettung der europäischen Kultur und Zivilisation vor dem Absturz ins bolschewistische Nichts (Anmerkung etika.com: Mit Verlaub, die schleichende Verblödung und Entsittlichung heute ist schlimmer!). Wir kämpfen für die Erhaltung alles dessen, was uns das Leben überhaupt erst lebenswert macht – Sicherung des Arbeitsplatzes, Sicherung eines ausreichenden Lebensminimums, Erhaltung der Gesundheit unserer Familien. Wir kämpfen gegen die brutale Ausbeutung, die despotische Unterdrückung und Vergewaltigung unserer menschlichen ehre, wie dies der Bolschewismus mit sich bringt. ... Wir Europäer kämpfen alle unter der genialen Führung Adolf Hitlers..., der ... auch einer der größten Sozialisten aller Zeiten ist. ... diese neue bessere Welt, die wir Sozialisten stets ersehnten: eine Welt der sozialistischen Gerechtigkeit, eine Welt wahrhaft sozialistischer Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit, eine Welt wahrhaft sozialistischer Völkergemeinschaft in Europa und der ganzen Welt!“ (Der verratene Sozialismus, Berlin 1943, 12. Auflage; Widmung: den Opfern des Bolschewismus, den Toten des unglücklichen russischen Volkes zum Gedächtnis, den wahren Sozialisten in aller Welt zur Warnung).

Wieso eigentlich erlebte die Romantik in den dreißiger und vierziger Jahren eine neue Blüte in Deutschland, warum entstanden gerade in jener Zeit Filme und Lieder von bleibendem Wert, die keinen Vergleich mit der heutigen, zur universalen Dekadenz führenden angloamerikanischen Rock-Hollywood-Unkultur zu scheuen brauchen? Familie und Anstand – diese Begriffe regierten damals; heute sind Ehebruch und „eine unsittliche Mode, die im Dienst der Erniedrigung des Menschengeschlechts steht“ (Kardinal Kuharic) üblich. Abtreibung war verfemt, heute ist sie gang und gäbe. Oder was hat es mit der Überheblichkeit des germanischen Übermenschen zu tun, wenn damals der Jugend (und auch den Soldaten der Wehrmacht) die Tugenden der Kameradschaft, Treue und Ritterlichkeit als deutsche Ideale angepriesen wurden? Kann man nicht verstehen, dass eine ganze Generation vom Positiven, das lange Zeit das Negative überschattete, mitgerissen wurde? Dass viele sich angesprochen fühlten, wenn etwa der Flieger Ernst Udet „von den harten Tugenden des Soldaten, Kameradschaft, Pflichterfüllung und dem Geist des letzten Opfers schwärmte“ (Mein Fliegerleben, Ausklang)? Auch wenn alles eine Massenpsychose und zum Teil ein Missbrauch der christlichen Tugenden war, so ... uns versagen die Worte und wir holen Rat bei den Dichtern und Weisen:

„In sehr tiefen Höhlen und Brunnen sieht man am hellen Tag die Sterne.“ (von einem unbekannten Gottesmann) Oder:

„Alles Leid ist ein Rädchen in einem gewaltigen Werk... Das Leid ist ein notwendiger Teil des Planes, den Gott mit der Welt vorhat. Von oben her – also mit Gottes Augen! – ist der Tag zu betrachten! Eine gewisse Distanz muß der Mensch sich zu allem bewahren. Denn erst die große Zusammenschau aller Ereignisse ergibt die richtige seelische Haltung.“ (J. F., Volksbote, 22.12.1977)

Selbst der Krieg gibt Gelegenheit, die Tugenden zu entfalten. Viele werden in solchen Notzeiten erschüttert - und ihre Seele gerettet. Wie Gemma Galgani sagte:

„Kriegs- und Notzeiten sind Zeiten der Barmherzigkeit Gottes, denn die Werke des Bösen werden abgekürzt, auch die Verwerfung hat ihre Abstufung; die Lauen werden erschüttert, denn Not lehrt beten; die Guten vollbringen heroische Werke der Barmherzigkeit, totale Einsatzopfer.

Gott „bewegt die Menschen zu einem übernatürlichen Ziel hin“ (Girolamo Savonarola, zitiert im Handbuch des einfachen Lebens, 13. Kapitel Vorsehung)

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