ETIKA

Mosaik Nationalsozialismus I

www.etika.com

49NS22
HITLER1

Hitler glaubte nicht an Christus – Marionette Hitler

11.11.2009

Dämonische Verschwörung gegen Deutschland und das Christentum
64 Jahre nach Kriegsende enthüllen wir die von allen verschwiegene Wahrheit

Marionette Hitler
Im Dienst der Mächte der Finsternis – Er glaubte nicht an Christus

Allen heutigen Opfern der Lüge, der Ausbeutung und der Unterdrückung gewidmet

ETIKA-Mosaik der Wahrheit. Aus besonderem Anlass (E-Mail aus B.) unterbrechen wir die selbst auferlegte Sperre bis 2011 zum Thema Nationalsozialismus und
berichten über das Verhältnis von Adolf Hitler und den Männern seiner Umgebung zu Gott, zum Christentum und zur Kirche.

„Wer sich aber wundern wollte, dass nach so vielen Geschichtsschreibern auch mir die Abfassung einer solchen Schrift in den Sinn kommen konnte, der lese zuvor alle Schriften jener anderen durch, mache sich darauf an die meinige, und dann erst wundere er sich.“ (Flavius Arrianus, 95-180 n. Chr., zitiert von Juan Maler: Die Grosse Rebellion, Studienreise durch eine Welt am Abgrund, Buenos Aires, 1969, S. 7)

Teil 2 Hitlers Abstammung

Teil 3 Hitler und die Moral im 3. Reich – Hitler und die Kinder

Teil 4 Hitlers Umgebung, Gesellschaft, Kultur

Teil 4OKK Okkulte Orden als NS-Vorläufer

Teil 4UMG Hitlers Umgebung glaubte nicht an Christus

Teil 4HESS Rudolf Heß glaubte nicht an Christus

Teil 5 Hitler und die Völker

Von Amerikanern gefördert und betrogen – Deutsche geopfert – Das englische Rätsel – Hitler erklärt Juden den Krieg – Juden erklären Hitler den Krieg – Nationalsozialisten fördern gemeinsam mit Zionisten Auswanderung der Juden nach Palästina – Ausland nimmt Juden nicht auf – Vernichtung der Juden – Zionistische Führung und USA retten Juden nicht – Nicht alle Juden werden ausgerottet – Hitler verrät Rumäniens Eiserne Garde – Russland

Teil 6/7 Hitler, die Tiere, die Natur

Teil 8 Das Hakenkreuz

Teil 9 Hitler und das Böse

Okkultisten – Dämonen - Illuminaten – Antichrist – Kriegsgespenst – II. Weltkrieg – Hitlers Ende - Abrechnung des deutschen Volkes mit Hitlers Nationalsozialismus

Teil 10 Hitler: ETIKA-Analyse. Das größte Geheimnis der Gegenwart
Teil 10Z Zusammenfassung

Das Buch „Hitlers Religion“ von Michael Hesemann

Die fatale Heilslehre des Nationalsozialismus. Pattloch Verlag, München, 2004, 480 Seiten, www.pattloch.de

wirft ein neues Licht auf den Nationalsozialismus. Es entlarvt ihn als antichristliche Bewegung und neue Religion und sollte Pflichtlektüre für alle sein, die sich mit der Geschichte befassen: Lehrer, Wissenschaftler, Journalisten, Geistliche. Eine korrigierte Neuauflage ist unbedingt notwendig, sie muß ein Bestseller werden!

Dieses Werk fügt sich nahtlos in unsere Weltanschauung ein, wonach hinter den Kulissen ein Kampf zwischen den Mächten der Hölle und denen des Himmels tobt, ein Kampf zwischen Gut und Böse, Wahrheit und Lüge.

Doch die meisten Leute sind so verblendet und wollen die Wahrheit nicht wissen, sondern beharren auf ihren Vorurteilen.  So wundert es uns nicht, daß ein beträchtlicher Teil der Menschheit immer mehr im Wahnsinn versinkt. Denn das, was die Nationalsozialisten gegen das Christentum planten, konnte eben infolge jener tragischen Ereignisse auf andere, diabolisch-geniale Weise in die Tat umgesetzt worden.

Die Materialisten haben eine Schlacht nach der anderen gewonnen, erst die Kommunisten mit ihrem offen propagierten Atheismus, dann die Nationalsozialisten mit ihrer Vergöttlichung des Blutes, und heute herrschen eben gottlose Liberale, die zwar an die Macht des Geldes, aber nicht an einen Schöpfer glauben, sondern an eine Evolution vom Affen zum Menschen. Dabei können sie den Sprung vom Nichtsein zum Sein und von der Materie zum Leben genausowenig erklären wie die Fragen, woher Stoff und Energie für den Urknall stammten oder wo ihr Verstand die Grenze des Universums sieht. Die Materialisten werden ihre Dummheit früher oder später bereuen, denn mächtiger als die Materie ist der Geist – er wirkt überall, sogar in ihren Hirnen und Herzen -, und Gott ist Geist, und unsere Seelen sind unsterblich, und der Wurm des Gewissens ebenfalls.

Krisenkonferenz in der neunten Hölle

Wenn hinter dem englischen Rätsel (siehe Teil 5) ein Körnchen Wahrheit steckt, könnte die folgende Unterredung zwischen 1909 und 1911 stattgefunden haben.

Luzifer hockte mit etlichen seiner Spießgesellen in einem dreieckigen Verlies, das sie Konferenzraum nannten. Hier hatten sie am meisten Ruhe vor dem Prasseln des höllischen Feuers und den gellenden Schreien der Verdammten. Die Flammen von draußen warfen fliegende, zuckende rote Schatten an die Wände. Wie üblich zankten sich die Höllenoberen. Alles ging ihnen auf die Nerven. Es herrschte Krisenstimmung – wie immer.

„Verflucht! Wenn wir so weitermachen wie bisher, sitzen wir noch am Nimmerleinstag in dieser schwefligen Finsternis, und die oben frohlocken in alle Ewigkeit. Wie wollen wir die da oben stürzen, wenn wir nicht einmal neue Tricks finden, um die Guten zu fangen?“, beschwert sich Beelzebub.

„Tut, was ihr wollt! Ich bleibe bei meiner Methode: Geld“, erklärte Mammona.

„Haben wir nicht am meisten Seelen mit meiner Methode, Sex, gefangen?“, ereiferte sich Asmodai.

„Alle kriegen wir damit nicht. Gerade die Besten, die Uneigennützigen, die Anständigen gehen uns durch die Lappen“, stellte Luzifer fest und lud zu einem „Brain-storming“ ein. Das Ergebnis sollte in die Geschichte eingehen. Nachstehend geben wir die wichtigsten Wortmeldungen wieder:

„Warum gründen wir nicht eine Bewegung der Anständigen?“

„Eine, die der Kirche Konkurrenz macht.“

„Aber ihre Tugenden imitiert.“

„Bis zu einem gewissen Grad.“

„Nein, im Gegenteil, die gewisse Tugenden maßlos übertreibt, mit bizarren Auswüchsen alles Gute in Misskredit bringt oder ins Lächerliche zieht, so daß alle Werte und Tugenden am Ende von allen verteufelt werden.“

„Ja, alles Gute verzerren, unmerklich auf die Seelen einwirken. Die psychologische Kriegsführung, das ist die wirksamste.“

„Aber eine neue, weltweite Bewegung – eine solche aufzubauen wird schwierig sein und lange dauern.“

„Wir suchen uns eine schon bestehende Gruppe aus, die am meisten geeignet ist.“

„Am besten ein Volk, das sich kulturell auf einem Höchststand befindet und das dann um so tiefer stürzen kann.“

„Leichter wäre es, wenn dieses Volk unter materieller Not leidet.“

„Wollen wir wetten? Ich behaupte, ein einziger Mann genügt, um ein hochstehendes Volk in den Abgrund zu reißen, wenn wir ihn richtig ausbilden, ihm die passenden Helfer geben und ihm eine Vision vorzaubern, an die er glaubt. Haltet Ausschau nach einem Erlösertyp und dem geeignetsten Volk!“

„Dagegen möchte ich nicht wetten. Ich glaube, Deutschland, das Volk der Dichter und Denker, würde am besten passen.“

Eine Kommission wurde eingesetzt, aus allen Abteilungen des unterirdischen Reiches wurden die intelligentesten Hirne angefordert, und sie tüftelten an einem umfassenden, sich über ein Jahrhundert erstreckenden Plan.

Das Ergebnis des diabolischen Nachdenkens tat Luzifer in dürren Worten kund: „Drei totale Zusammenbrüche in einem Jahrhundert müßten reichen für den Untergang dieses Volkes. Schwerpunkt wird eine neue Bewegung sein, die wir so dirigieren, daß ihr die Massen zulaufen im Glauben, das Gute verteidigen zu müssen. Dann lassen wir die Führer das Gute ad absurdum führen, indem sie ihre schönen Worte über Treue, Ehre und Vaterlandsliebe mit verbrecherischen Taten kombinieren, ungefähr wie damals unsere Widersacher bei der Inquisition, und alles wird in einer Katastrophe enden. All die Tugenden, die jene propagiert haben, werden für falsch gehalten werden, und damit schaffen wir die Voraussetzung für die Ausrottung aller Tugenden weltweit.“

Asmodais Bedenken waren zur Seite gewischt worden. „Was habe ich davon, wenn diese neue Bewegung für Ehe und Treue eintritt und die Unmoral bekämpft?“, hatte er sich beschwert.

„Du wirst schon sehen“, hatte man ihn getröstet, „diese Bewegung mit ihren Tugenden, die sie ja zum Teil von unserer Hauptfeindin übernimmt, wird rasch über ihr Ziel hinausschießen, immer mehr Gutes mit Bösem vermischen und nach etlichen Jahren an ihrem Wahn zugrundegehen. Außerdem wird sie von den anderen großen Mächten dieser Erde zerrieben werden. Wir werden dafür alle Kräfte einsetzen. Und wenn dann alles zusammenbricht, in der Stunde der Katastrophe, werden Menschen zu Hyänen, Vorbilder wird es keine mehr geben, und die Moral hat aufgehört zu existieren.“

1.   In dem Plan der Hölle war als Stufe 1 ein Weltkrieg vorgesehen, den Deutschland verlieren sollte.

2.   Stufe 2 betraf einen Vertrag, der Deutschland zerstückeln, das Volk in die äußerste materielle Not bringen und gleichzeitig der Dekadenz Tür und Tor öffnen sollte.

3.   Stufe 3 brachte einen Erlöser.

4.   Stufe 4: Der Erlöser machte seinem Volk weis, es sei von Feinden umgeben und müsse um sein Überleben in einem zweiten Weltkrieg kämpfen. Der abermalige Zusammenbruch bei Kriegsende sollte die beste Saat sein für die Hauptarbeit danach:

5.   Stufe 5: Niemand sollte es mehr wagen dürfen, überkommene Werte in den Mund zu nehmen und sich für Tugenden einzusetzen, die jenes weltweit als verbrecherisch verdammte Regime propagiert hatte. Zitat aus dem Plan: „Wir werden für eine lange Friedenszeit sorgen, mit Wohlstand und Vergnügungen aller Art, denn dies lenkt die Menschen am meisten von einem frommen Leben ab. Wir werden neue Werte propagieren, die unserer Hauptfeindin, der Kirche, das Wasser abgraben, die Kultur werden wir zur Unkultur umwandeln, und die Menschen werden sich in völliger Freiheit, da ohne Orientierung, selbst zugrunderichten, und niemand wird mehr die Lüge von der Wahrheit unterscheiden können.“

6.   Stufe 6: „Nach einem halben Jahrhundert des Wohllebens werden die Menschen innerlich so geschwächt sein, daß sie einen dritten Zusammenbruch ihres Volkes – vielleicht genügt neben dem moralischen und kulturellen Niedergang schon ein Wirtschaftschaos - nicht mehr überstehen.“

Und so geschah es. Der Plan wurde umgesetzt, Schritt für Schritt. Ein Messias wurde geboren, er wurde zum Führer und Volksverführer. (Als Kurat Otto Schwienbacher auf der Kanzel in St. Pauls das Wort Volksverführer aussprach, holte ihn die Gestapo. Aber er überlebte.)

Hitler und Gott

Hitler glaubte an Gott. Im Dritten Reich war Gottlosigkeit verpönt - im Gegensatz zum Kommunismus und dem heute weltweit tonangebenden Liberalismus. Man vergleiche die Diskussion um einen Gottesbezug in der EU-Verfassung – die Mehrheit der Politiker lehnte einen solchen ab – mit den Eidesformeln im Dritten Reich:

Wehrmachtseid: „Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, daß ich dem Führer des Deutschen Reiches, Adolf Hitler, dem Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will, jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.“ (Schwatlo Gesterding: Offizierthemen. Ein Handbuch für den Offiziersunterricht. Neu bearbeitet von Dietrich Stentzler, Hptm., 9. Auflage, 1943, Verlag von E. S. Mittler & Sohn, Berlin, S. 13)

SS-Eid: „Ich schwöre Dir, Adolf Hitler, als Führer des Reiches, Treue und Tapferkeit. Ich gelobe Dir und den von Dir bestimmten Vorgesetzten Gehorsam bis in den Tod, so wahr mir Gott helfe.“ (abgedruckt im Buch von Margareth Lun: NS-Herrschaft in Südtirol – Die Operationszone Alpenvorland 1943-1945. Studienverlag Innsbruck, 2004, 356f)

Doch wurde offen gelassen, was unter Gott zu verstehen ist. So konnte sich jedermann damit identifizieren. Von der NS-Führung wurde der Begriff Gott nicht auf Christus bezogen, im Gegenteil, das Bekenntnis zur katholischen oder evangelischen Kirche sollte allmählich durch das nebulöse „gottgläubig“ ersetzt werden. Unter dem Stichwort „positives Christentum“ wollte die NS-Führung einen von jüdischen Einflüssen befreiten, auf das deutsche Volk bezogenen Glauben aufbauen, eine künstliche, artgemäße, vom Rassismus geprägte Religion. Ihre Grundlage war das Blut, also nicht der von Gott gesandte Geist. Somit handelte es sich um eine Sonderform der materialistischen Weltanschauung, denn Blut ist Materie.

Dementsprechend wurden Volk und Blut und Rasse mit dem Begriff Gott gleichgesetzt und damit der Gott der Barmherzigkeit abgesetzt. Hitler: „Die Sünde wider Blut und Rasse ist die Erbsünde dieser Welt und das Ende einer sich ergebenden Menschheit.“ „Der Stärkere hat zu herrschen und sich nicht mit dem Schwächeren zu verschmelzen, um so die eigene Größe zu opfern. Nur der geborene Schwächling kann dies als grausam empfinden, dafür ist er aber auch nur ein schwacher und beschränkter Mensch.“ („Mein Kampf“, S. 272 und 312, zit. Kurt Diemans in „Der 13.“, 13.5.1996)

„Das Perfide an Hitlers Religion war die Verkehrung des Bekannten. Durch das Blut Christi wurden wir von den Sünden gereinigt und erlöst, lehrt das Christentum. Die Nazis machten daraus: Durch die Reinigung des Blutes von den Folgen der Ursünde der Rassenmischung wird der Arier erlöst. … Der Arier ist der Gottmensch …“ (Hesemann 239)

Hitler selbst fühlte sich besonders zu den Gottesleugnern Schopenhauer und Nietzsche hingezogen (laut seinem Arzt Professor von Hasselbach), war aber keineswegs Atheist. Am 24.10.1941 sagte er: „Tatsache ist, daß wir willenlose Geschöpfe sind, daß es eine schöpferische Kraft aber gibt.“ Er setzte nämlich die Worte „Schöpferkraft“ und „Vorsehung“ für „Gott“. Er suchte Gott in den Naturgesetzen und erklärte: „Wenn ich an ein göttliches Gebot glauben will, so kann es nur das sein: Die Art erhalten“ (1.12.1941). (Soweit Prof. Dr. Percy Ernst Schramm in seiner Spiegel-Serie: Adolf Hitler, Anatomie eines Diktators, 3. Fortsetzung, Der Spiegel, 8/1964, S. 66f)

Hitler benutzte auch oft die Ausdrücke „Allmächtiger“ und „Herrgott“, meinte aber damit nicht den Gott der Christen. Er hatte sich wohl seinen eigenen Gott gebastelt und täuschte sich und alle, so noch mit seiner letzten Rede 1945. Hier aber ein Beispiel vom 6.10.1939 nach Beginn des 2. Weltkrieges:

„Als Führer des deutschen Volkes und als Kanzler des Reiches kann ich in diesem Augenblick dem Herrgott nur danken, daß er uns in dem ersten schweren Kampf um unser Recht so wunderbar gesegnet hat, und ihn bitten, daß er uns und alle anderen den richtigen Weg finden läßt, auf daß nicht nur dem deutschen Volk, sondern ganz Europa ein neues Glück des Friedens zuteil wird.“ (Allgäuer Beobachter, Memmingen, 7.10.1939) Wenn das kein Meisterwerk der Propaganda ist! Hitler sagt, was die Leute hören wollen, tut aber, was er selbst will.

Ein zweites Beispiel vom 24.6.1940:

„Deutsches Volk! Deine Soldaten haben in knappen sechs Wochen nach einem heldenmütigen Kampf den Krieg im Westen gegen einen tapferen Gegner beendet. Ihre Taten werden in die Geschichte eingehen als der glorreichste Sieg aller Zeiten. In Demut danken wir dem Herrgott für seinen Segen. Ich befehle die Beflaggung des Reiches für zehn, das Läuten der Glocken für sieben Tage.“ (Ewiges Deutschland. Ein deutsches Hausbuch. Verlag Georg Westermann, Braunschweig, 1941, 154)

Dr. Buttmann, Ministerialdirektor im Reichsinnenministerium, hat ihn durchschaut. Er erklärte 1943 gegenüber Hans Frank, dem Generalgouverneur von Polen: „Wenn er (Hitler) uns von sich stößt, geht das ruhig hin. Das macht nichts. Aber Gott hat er genau so überlegen gleichgültig von sich gestoßen. Und der kann das nicht hinnehmen.“ (Hans Frank: „Im Schatten des Galgens“, zit. im Volksbote, Bozen, 28.11.1953 und 24.5.1969)

Hans Frank äußerte sich ebenso klar in seiner letzten Rede vor dem Nürnberger Kriegsverbrecherprozeß:

„Hitlers Weg war der vermessene Weg ohne Gott, der Weg der Abwendung von Christus, der Weg politischer Torheit und des Verderbens.“ (Volksbote, Bozen, 28.11.1953 und 24.5.1969)

Dennoch waren Hitler und die Männer seines engsten Kreises „überzeugt, im Auftrag Gottes oder der Vorsehung zu handeln. … Die NS-Politik war das Produkt dieser Religion.“ (Hesemann 17f) Wie gesagt, sie glaubten nicht an den dreieinigen Christengott, wie in dieser Serie deutlich werden dürfte.

Dementsprechend verpflichtete Hitler in seinem Testament die „Führung der Nation und die Gefolgschaft zur peinlichen Einhaltung der Rassegesetze“. Er beschwor seine letzten Getreuen, vor allem Martin Bormann und Dr. Goebbels, „die Ehre der Nation über alles (zu) stellen, was es auf Erden gibt“. Nebulös formulierte er, daß es ein Leben nach dem Tode gebe: „Sie werden mir durch ihre Arbeit und ihre Treue als Gefährten nach dem Tode ebenso nahestehen, wie ich hoffe, daß mein Geist unter ihnen weilen und sie stets begleiten wird. Mögen sie hart sein, aber niemals ungerecht …“ Hitler und sein Gefolge hatten sich ihre eigene Religion gebastelt. - Ordnung, Ehre, Anstand und Sauberkeit spielten dabei eine überragende Rolle. (Siehe Teil 3)

Die NS-Ideologen feilten an der Ersetzung des christlichen durch einen neuen Glauben.

„Wir kennen nur einen Glauben: Den Glauben ans deutsche Blut. Für diesen wollen wir fallen, dann war unser Leben gut.“ (Josefine Mayr, in: Ewiges Deutschland. Ein deutsches Hausbuch. Herausgegeben vom Winterhilfswerk des Deutschen Volkes. Verlag Georg Westermann, Braunschweig, 1941, mit einem Vorwort von Dr. Goebbels, S. 265)

Der durchschnittliche Nationalsozialist hatte den Glauben des Militärtheoretikers Clausewitz:

„Ich sage mich los: von der leichtsinnigen Hoffnung einer Errettung durch die Hand des Zufalls; … von dem unvernünftigen Mißtrauen in die uns von Gott gegebenen Kräfte … Ich glaube und bekenne: daß ein Volk nichts höher zu achten hat als die Würde und Freiheit seines Daseins; … daß es keine heiligere Pflicht zu erfüllen, keinem höheren Gesetz(e) zu gehorchen hat …“ (Karl Linnebach: Karl und Marie von Clausewitz, Ein Lebensbild in Briefen und Tagebuchblättern, Berlin 1917, S. 16f; zit. Germanus: Bilanz der Unterwerfung, Druffel Verlag, Leoni, 1967, S. 317f; ebenso zit. Ewiges Deutschland, Braunschweig 1941, S. 6f) Keinem höheren Gesetz, also nicht den biblischen Geboten.

Hitler und das Christentum (Fälschungen nachträglich in rote Schrift gesetzt)

Hitler wollte die Kirchen nicht verprellen, weil er die Christen brauchte, doch war dies nur Taktik. Was er wirklich bezweckte, verraten einzelne Äußerungen, die wir anschließend, nach der Meinung von Helmut Sündermann aus dem Reichspresseamt, veröffentlichen. Sündermann schreibt in seinem Buch „Das Dritte Reich – Eine Richtigstellung in Umrissen (Druffel Verlag, Leoni am Starnberger See, 1964, 68f):

„Deutschland ist seit je das Land der Philosophie gewesen und es nimmt nicht wunder, daß auch im Schoße der NSDAP Verbesserungsideen hinsichtlich der kirchlichen Ansichten über die Einordnung des Menschen ins göttliche Weltall entwickelt wurden. … Es blieb bei gewissen begrenzten Bewegungen, die den Kirchenaustritt unter der Parteiführerschaft befürworteten, aber schon um diese begrenzte Zielsetzung gab es viele Auseinandersetzungen in der Partei selbst. Insbesondere hat Hitler persönlich – obwohl er gewiß das war, was man einen „Freigeist“ zu nennen pflegt – seine katholische Kirchenzugehörigkeit nie aufgegeben und den Spitzen der Parteiführung den Kirchenaustritt sogar ausdrücklich verboten. Er war sich offenkundig klar, daß ein Streit um religiöse Fragen in den Auseinandersetzungen, die das Reich zu bestehen hatte, nicht nur nicht angezeigt war, sondern vermieden werden mußte.  … Jegliche Diskussion religiöser und kirchlicher Fragen blieb insbesondere im Krieg für die gesamte deutsche Publizistik streng untersagt und die ganze trotzdem von einigen Kräften oft mit unerfreulichen Methoden betriebene Auseinandersetzung mit ihrerseits auch sehr streitbaren katholischen und protestantischen Geistlichen ist aus der Sphäre örtlicher Zwischenfälle nie herausgetreten.“

Hitler über sich selbst: „Mit dreizehn, vierzehn, fünfzehn habe ich nichts mehr geglaubt …“ (20./21. Februar 1942, Heim 1980, S. 288; zit. Hesemann 52) Mit 14 Jahren aber hat der Mensch die größten Ideale, erkannte Albert Schweitzer, und die Einstellung jener Zeit prägt den Menschen oft sein Leben lang. Wer mit 14 nicht an Gott glaubt, wird es später schwer haben.  1937 sagte Hitler dann, er habe sich „nach schweren inneren Kämpfen von noch vorhandenen religiösen Kindheitsvorstellungen frei gemacht“. (Der Spiegel 5/1964)

Laut Percy Ernst Schramm sprach er davon, daß die Kirche den religiösen Wahn fördere und die Christen geistig verkrüpple. Am 11. November1941 sagte er: „Heute kann niemand mehr die Lehre der Kirche ernst nehmen, der mit der Naturforschung vertraut ist.“ (ebenda) Ähnliches sagen heute die Anhänger der Evolutionslehre, obwohl sie nicht einmal den Sprung vom Nichtsein zum Sein, von der Materie zum Geist sowie vom unvernünftigen zum vernünftigen Wesen erklären können, nicht wissen, woher Stoff und Energie für den Urknall gekommen sein sollen (siehe „lebe“ Nr. 89, www.bewegung-fuer-das-leben.com) und sich mit ihrem menschlichen Verstand keine Vorstellung von den Grenzen des Universums machen können. Aber sie fühlen sich heute gleich gescheit wie Hitler damals.

Hesemann hält sein Buch „Mein Kampf“ für eine einzige Kampfansage an das christliche Menschenbild und jede Ethik. So habe Hitler der Kirche vorgeworfen, sich „am Ebenbilde des Herrn zu versündigen“, weil sie sich für die Schwachen einsetzt. Eine noch größere „Sünde“ der Kirche sei die Arbeit der Missionare.  Auch Entwicklungshilfe lehnte Hitler vehement ab, berichtet Hesemann weiter (215). Hitlers Buch ist verboten, so können wir nicht selbst daraus zitieren und haben Mühe, genügend Material zu unserem Thema zusammenzubringen, da die meisten Bücher aus der NS-Zeit auf Befehl der Alliierten vernichtet worden sind.

Die Kirchen glaubten nach der Machtergreifung anfangs den Zusicherungen Hitlers, doch ergibt sich aus heutiger Sicht kein klares Bild. Es kam zu einem Kirchenstreit. 1935 wurde Hanns Kerrl Reichskirchenminister. Von den völkisch ausgerichteten Deutschen Christen distanzierte sich die NSDAP später, um die katholische und die protestantischen Kirchen nicht noch mehr zu verprellen; Heydrich verbot den Deutschen Christen am 23.3.1938 das Führen des Hakenkreuzes zusammen mit dem Kreuz (Kurt Meier: Kreuz und Hakenkreuz, dtv 2001, 145). Schon 1937 waren aufmüpfige evangelische Geistliche verhaftet worden; als erster starb Pfarrer Paul Schneider 1940 im KZ Buchenwald. (aaO 137)

Hitler bei den Tischgesprächen: „Wir haben nur das Unglück, eine Religion zu besitzen, welche die Freude am Schönen ertötet. Ein gewisses evangelisches Muckertum ist da noch schlimmer als die katholische Kirche. … mit Klugheit … man läßt den Menschen im Fasching sündigen …, um ihm vom Aschermittwoch an mit der Schilderung der Höllenqual den Beutel zu öffnen zum Wohle der Kirche …“ (1.12.1941, nachts, zit. Der Spiegel 5/1964, S. 60)

·        Hitler am 13.12.1941, mittags: „Ich kümmere mich nicht um Glaubenssätze, aber ich dulde auch nicht, daß ein Pfaffe sich um irdische Sachen kümmert. Die organisierte Lüge muß derart gebrochen werden, daß der Staat absoluter Herr ist. In der Jugend stand ich auf dem Standpunkt: Dynamit. Erst später sah ich ein, daß man das nicht übers Knie brechen kann. Es muß abfaulen wie ein brandiges Glied. So weit müßte man es bringen, daß auf der Kanzel nur lauter Deppen stehen und vor ihnen nur alte Weiblein sitzen. Die gesunde Jugend ist bei uns. … Christus war ein Arier. Aber Paulus hat seine Lehre benutzt, die Unterwelt zu mobilisieren und einen Vor-Bolschewismus zu organisieren. … Was ist das für ein Gott, der nur Wohlgefallen hat, wenn die Menschen sich vor ihm kasteien? … Das Christentum lehrt „die Verwandlung“, das ist das Tollste, das je ein Menschengehirn in seinem Wahn hervorgebracht hat, eine Verhöhnung von allem Göttlichen. Ein Neger mit seinem Fetisch ist ja einem, der an das Wunder der Verwandlung glaubt, turmhoch überlegen. Manchmal verliert man die ganze Achtung vor der Menschheit. Nicht vor der Masse: die hat nie etwas anderes gelernt. Aber daß Parteiminister und Generale überzeugt sind, daß wir ohne den Segen der Kirche nicht siegen können! … Es ist gut, daß ich die Pfaffen nicht hineingelassen habe in unsere Partei. Am 21. März 1933 … Ich hatte den Staat gegen den Fluch der beiden Konfessionen erobert. … Duce … Ich würde im Vatikan einmarschieren und die ganze Gesellschaft herausholen. … “ (13.12.1941, mittags, Heim S. 65, zit. Der Spiegel 5/1964, S. 60, sowie z. T. zit. Hesemann 358) Hier hat ein Antichrist gesprochen, und wer Hitler jetzt noch als katholisch und christlich ansieht, ist selber schuld. Wir könnten noch mehr solche Stellen anführen, beschränken uns aber auf folgende:

Hitler prangerte „Tausende von Verbrennungen“ (9.4.1942, Picker 2003, S. 297f, zit. Hesemann 359) an und sagte, es sei „nicht auszudenken, was an Grausamkeit, Gemeinheit und Lüge mit dem Christentum in unser Dasein gekommen ist“ (3./4.2.1942, Heim 1980, S. 262, zit. Hesemann 359).

Hitlers Sympathien galten dem Islam und dem Shintoismus. Der Shinto-Glaube … habe Japan vor dem „Gift des Christentums bewahrt“. (4.4.1942, Picker 2003, S. 258, zit. Hesemann 359)

Hitler: „Mohammedanismus … diese Lehre der Belohnung des Heldentums … Die Germanen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Christentum sind wir davon abgehalten worden.“ (28.8.1942, Heim 1980, S. 187, zit. Hesemann 359)

Hitler: „Der größte Volksschaden sind unsere Pfarrer beider Konfessionen. … Es wird der Augenblick kommen, da ich mit ihnen abrechne ohne langes Federlesen. …  Wie der Hexenwahn beseitigt werden mußte, so muß auch dieser Rest beseitigt werden.“ (8.2.1942, Picker 144, zit. Hesemann 360 und Der Spiegel 5/1964, S. 58)

Hitler zu Albert Speer: „Wenn ich einmal meine anderen Fragen erledigt habe, werde ich mit der Kirche abrechnen.“ (Albert Speer: Erinnerungen, Frankfurt/Berlin 1969, S. 137, zit. Hesemann 360)

Rosenberg zitiert Hitler in seinen „Politischen Tagebüchern“ am 19.1.1940: „Die christlich-jüdische Pest gehe jetzt wohl ihrem Ende entgegen. Es sei geradezu furchtbar, daß eine Religion einmal möglich gewesen sei, die im Abendmahl buchstäblich ihren Gott auffresse.“ (FAZ 12.7.2005, ebenso Hesemann 361) Zuvor habe Hitler gesagt, nie habe er auf einer Parteiversammlung oder Beerdigung von Parteigenossen einen Geistlichen zugelassen. (FAZ)

Demgemäß erklärte der Reichsschulungsleiter und frühere württembergische Gauleiter Friedrich Schmidt, nach dem Endsieg sei das Christentum als „Fremdreligion“ auszuschalten. (Das Reich als Aufgabe, Berlin, 1940, Auflage 900 000, zit. Kurt Meier: Kreuz und Hakenkreuz, dtv 2001, 151)

Goebbels über Hitler kurz nach Weihnachten 1939: „Der Führer ist tief religiös, aber ganz antichristlich.“ (Hesemann 362)

Trotzdem verhielt sich ein großer Teil der Christen einschließlich der Würdenträger solidarisch in der Zeit der Not, denn man glaubte, das Vaterland gegen die äußeren Feinde verteidigen zu müssen. Der ansonsten in Opposition zum Dritten Reich stehende württembergische Landesbischof Theophil Wurm erklärte im Mai 1940:

„In der Stunde, da unser ganzes Volk zu den größten Opfern an Gut und Blut aufgerufen ist, bringt auch unsere, mit dem Volk verbundene Kirche dieses Opfer, das von ihren Gemeinden gefordert wird, willig und entschlossen.“ (zit. NWZ 2.10.2009)

„Je mehr sich das NS-Regime mit der Zeit stabilisierte, um so stärker galt die Kirche als der letzte noch nicht überwundene Feind im Innern. „Erst Knoblauch, dann Weihrauch“, hieß die Parole … Die Kirche war nach Hitlers Vorstellung historisch überholt. … Modell einer planmäßigen künftigen Neuordnung war … der Reichsgau Wartheland, in dem die NS-Kirchenpolitik sich während des Krieges am schärfsten auswirkte … in gleicher Weise gegen die evangelische Kirche .., obwohl sie … die traditionelle Stütze des deutschen Volkstums gewesen war … Es ging Hitler, wie er bei der Tafelrunde im Führerhauptquartier bekundete, nicht um die physische Vernichtung der Kirche und ihrer Bekenner, sondern um ihre vollständige Unterwerfung im Führerstaat.“ (Dolomiten, 10.5.1985, Carl Schuster über eine Tagung der Katholischen Akademie in München)

„Anfang 1939 hielt das Naziregime den Zeitpunkt für gekommen, sämtliche konfessionelle Schulen und jeden Religionsunterricht an Schulen zu verbieten. Ab der zweiten Hälfte des Jahres 1940 gab es eine Reihe von Verfolgungsmaßnahmen gegen die Kirche: Kirchengebäude durften wegen der Gefahr von Luftangriffen erst ab 10 Uhr morgens geöffnet werden, zahlreiche Priester wurden verhaftet und deportiert, mehrere Klöster besetzt und die Bewohner vertrieben. … Die Predigt (Kardinal) von Galens gegen die Euthanasie fand … große Verbreitung. Sie brachte dem Bischof eine Zurechtweisung Görings ein … Hitler erwog sogar die Hinrichtung des widerspenstigen Bischofs. Doch Goebbels riet ihm, damit bis zum Endsieg zu warten, um in Westfalen keine Unruhen heraufzubeschwören.“ (690. Vinzenzbrief, Bozen, 1/2007) Viele Einzelheiten bringt Annette Huth in ihrem Artikel: Der „Klostersturm“, Beschlagnahme und Enteignung katholischer Einrichtungen 1940-1942. (Katholische Akademie in Bayern, zur debatte 3/2005)

„Schmerzlich traf Katholiken wie Protestanten die Verfügung der Partei, wonach ehrwürdige Dome wie die von Straßburg, Quedlinburg, Braunschweig u. a., christlichem Gottesdienst, dem sie nahezu ein Jahrtausend (!) dienten, entzogen, ihrer Altäre beraubt und zu nationalsozialistischen Feierstätten herabgewürdigt wurden. Dies war nur der Anfang, im Falle des totalen Sieges hätten die Herren ganz anderes noch mit uns vorgehabt.“ (Dolomiten, Bozen, 25.9.1945, Zerstörte Kirchen – lebendige Gemeinde)

(Der während des Studiums des Verfassers wieder in München lehrende Politologe) Eric Voegelin … hatte schon 1938 den Nationalsozialismus als „politische Religion“ und „antichristliche religiöse Bewegung“ charakterisiert. (Hesemann 21)

Ein neuer Glaube sollte den alten ablösen. Schrieb doch auch Friedrich Stieve in der „Geschichte des Deutschen Volkes“: „Von den Städten, von den Dörfern rings im Lande flossen dem Sturzbach des neuen Glaubens Jahr um Jahr Tausende, ja bald Millionen frischer Tropfen aus geöffneten Herzen zu, bis er zum gewaltigen Strome wurde.“ (München, 1943, 458)

Von vielen wurde der Sohn Gottes bestenfalls so definiert: „Christus und alle anderen großen Verkünder Gottes waren Exponenten der Liebe“, meinte Goebbels-Adjutant Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe. (Souveräne Menschen, Druffel Verlag Leoni, 1962, 112)

Hitler: „Mit den Konfessionen, ob nun diese oder jene: Das ist alles gleich. Das hat keine Zukunft mehr. … Das wird mich nicht abhalten, mit Stumpf und Stiel, mit allen seinen Wurzeln und Fasern das Christentum in Deutschland auszurotten. … Für unser Volk aber ist es entscheidend, ob sie den jüdischen Christenglauben und seine weichliche Mitleidsmoral haben oder einen starken, heldenhaften Glauben an Gott in der Natur, an Gott im eigenen Volke, an Gott im eigenen Schicksal, im eigenen Blute … Man ist entweder Christ oder Deutscher. Beides kann man nicht sein …“ (Hermann Rauschning: Gespräche mit Hitler, New York, 1940, S. 50; aus Erinnerungen rekonstruiert; der Danziger NSDAP-Senatspräsident Rauschning war protestantischer Wagnerianer und floh später aus Deutschland. Zitiert von Hesemann auf S. 14, aber gefälscht.)

Hitler: „Die Tafeln vom Berge Sinai haben ihre Gültigkeit verloren. Das Gewissen ist eine jüdische Erfindung. …“ (Rauschning, 1940, S. 210ff, zit. von Hesemann 14) Etwas anders bei Roman Landolt : „Die 10 Gebote haben ihre Gültigkeit verloren. Das Gewissen ist eine jüdische Erfindung. Ich befreie die Menschen von den schmutzigen und erniedrigenden Selbstpeinigungen des Gewissens. An die Stelle des Lehrsatzes von dem stellvertretenden Leiden und Sterben des göttlichen Erlösers tritt das stellvertretende Handeln des neuen Führers (bei Hesemann: Führergesetzgebers), das die Masse der Gläubigen von der Last der freien Entscheidung entbindet.“ (Das Spiel mit dem Feuer einer Neuen Weltordnung, Verax Verlag Müstair, 1999, 84) FÄLSCHUNG!

Hitler und die katholische Kirche

„Hitler blieb bis zu seinem ,Untergang´ Katholik und zahlte brav Kirchensteuer.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.7.2005, S. 42, Frank-Rutger Hausmann)

„1906 … seine Mutter … an Brustkrebs erkrankte und er sich rührend um sie kümmerte …“ (Hesemann 87) Die Teilnahme an der Totenmesse für seine Mutter war vielleicht das letzte Mal, dass Hitler an einem katholischen Gottesdienst teilnahm … Später erklärte er: „Ich möchte auch nicht, wenn ich beerdigt werde, im Umkreis von 10 Kilometern einen Pfaffen sehen … Ich verzichte auf deren Gebet.“ (27.2.1942, Henry Picker: Hitlers Tischgespräche, München, 2003, S. 158f; zit. Hesemann 88)

Hitler … trat nicht einmal aus der Kirche aus und untersagte auch Goebbels ausdrücklich einen solchen Schritt. Er müsse „aus politischen Zweckmäßigkeitsgründen seiner Kirche gegenüber etwas heucheln(Wolf Rüdiger Heß (Hrsg.): Rudolf Heß, Briefe 1908-1933, München 1987, S. 351), vertraute er Rudolf Heß an. (Hesemann 403)

Über das Verhältnis zwischen Vatikan und Berlin gibt es massenweise Literatur. Wir weisen hier nur auf das Reichskonkordat von 1933 hin (das die bis heute nicht abgeschaffte Kirchensteuer eingeführt hat, dieselbe stecken die Amtskirchen stillschweigend gerne ein) sowie die warnende päpstliche Enzyklika „Mit brennender Sorge“ hin, die am 21. März 1937 (Palmsonntag) von den Kanzeln verlesen wurde.

Hitler plante in Linz auf dem Pöstling-Berg, wo eine jahrhundertealte barocke Wallfahrtskirche steht, eine Sternwarte (Hesemann: Sternentempel) und erklärte: „Den Götzentempel dort beseitige ich und setze das dafür hinauf“, erklärte er in der Nacht vom 20. auf den 21. Februar 1942 im Führerhauptquartier. (Heim: Monologe im Führerhauptquartier, 1980, S. 285f., zit. Hesemann 277)

Rosenberg zitiert Hitler in den Tagebüchern: „Der Kampf gegen Rom wird nach einem d. (deutschen) Siege in D. (Deutschland) seinem Ende entgegengeführt.“ (10.5.1940, zit. Hesemann 361)

Deutsche Bischofskonferenz, Fulda, 19. August 1938, gemeinsames Hirtenwort: „Sie erstreben … die Zerstörung der katholischen Kirche innerhalb unseres Volkes, ja selbst die Ausrottung des Christentums überhaupt und die Einführung eines Glaubens, der mit dem wahren Gottesglauben … nicht das Geringste mehr zu tun hat.“ (zit. Hesemann 396)

Aus der von Ulrich v. Hehl erstellten Dokumentation „Priester unter Hitlers Terror“, Mainz 1984: Zwangsmaßnahmen gegen 12 105 Priester = 1/3 des Klerus und 1/10 der Ordensleute. 417 oder 407 deutsche Priester kamen in KZ, 108 oder 107 starben dort, 74 oder 63 weitere wurden hingerichtet oder ermordet oder starben während der Haft. (Kurt Meier: Kreuz und Hakenkreuz. Die evangelische Kirche im Dritten Reich. dtv München 2001, S. 217. Ähnlich Hesemann 401)

Die Krankenschwester Restituta Kafka nannte Hitler einen „Narrischen“. Als im Krankenhaus Mödling eine neue Station eröffnet wurde, brachte sie dort Kruzifixe an. Sie weigerte sich, diese zu entfernen, obwohl sie von den Behörden mehrmals dazu aufgefordert wurde. Die Gestapo verhaftete sie, nachdem sie einer Schreibkraft patriotische und pazifistische Gedanken diktiert hatte. Am 30.3.1943 wurde sie als einzige deutsche Ordensschwester hingerichtet durch Enthauptung. Sie wurde 1998 selig gesprochen. (Dolomiten 22.6.1998 APA/dpa)

Wenn Hitler sich zum katholischen Glauben bekannte wie in einem Gespräch mit Dietrich Eckart („Ambos somos católicos“, „Der Bolschewismus von Moses bis Lenin; Zwiegespräch zwischen Adolf Hitler und mir“, 1924, zitiert von J. Aguilar und J. M. Asensi in „Hitler y la Iglesia, La mentira del ateismo de Hitler; Barcelona, 1976, S. 8), so erfolgte ein solches öffentliches Bekenntnis wohl mehr aus propagandistischen Gründen, um das Volk zu täuschen. Seine Umgebung versuchte jedenfalls in den 20er Jahren, ihm ein katholisches Image zu verpassen. Eckart war Gnostiker, bewunderte aber das Christentum auch wegen der von ihm gepredigten Selbstüberwindung. Bekannt ist, daß Abt Schachleitner Hitler häufig besuchte und daß Hitler im Wallfahrtsort Maria Laach eine lange vertrauliche Unterredung mit dem Prior hatte. (ebenda)

Papst Pius XII. erklärte in einem Gespräch mit dem aus einem NS-Konzentrationslager zurückgekehrten Journalisten des „Paris Matin“ unter anderem: „Wir erachten, daß die Schuldigen rasch und ohne Ausnahme bestraft werden sollen. Sie sind nicht nur für die verursachten materiellen Schäden verantwortlich, sondern auch für die geistliche Schuld, die sie dadurch auf sich geladen haben, daß sie ihren Opfern den geistlichen Beistand verweigerten.“ In dem Artikel heißt es dazu, daß im Lager Dachau den Geistlichen die seelsorgliche Betreuung der Laien verboten war und nur heimlich ausgeübt werden konnte. „Im Lager Flossenbürg war sie unter Todesstrafe verboten, ist aber im Geheimen doch ausgeübt worden.“ (Dolomiten, Bozen, 15.11.1945, S. 1)

Hitler und das Germanentum

Germanische Götter und katholische Kindheit. „Das Neue Groschenblatt“ (3/2002) bespricht eine Neuerscheinung von Alfred Läpple: Psychogramm einer katholischen Kindheit (Christiana-Verlag. CH-8260 Stein am Rhein 2001 http://www.christiana.ch , 226 Seiten, 54 SW-Fotos, 11,34 Euro):
Hitler in die Seele geschaut. Der Vater ein Aufsteiger, fortschrittlich gesinnt, dreimal verheiratet; die Mutter auf Ausgleich mit dem autoritär-schroffen Wesen des Gatten und der Rivalitäten der Stiefgeschwister mit dem „Muttersöhnchen“ bedacht. Klara Hitler suchte Halt im Glauben und lehrte Adolf beten. Als Klosterschüler und Sängerknabe im Stift Lambach berauschte er sich an den kirchlichen Festen und träumte sogar davon, Abt zu werden. Die Wiener „Lehr- und Leidensjahre“ brachten ihn auf andere Gedanken. Die katholische Kindheit wirkte zwar sein Leben lang nach, sie wurde aber gründlich auf eine andere Bahn gelenkt. Die Wörter blieben, wurden aber mit einem anderen Inhalt gefüllt. 1915 dichtete der musisch begabte Gefreite im Feld:

„Ich gehe manchesmal in rauhen Nächten
Zur Wotanseiche in den stillen Hain,
Mit dunklen Mächten einen Bund zu flechten -
Die Runen zaubert mir der Mondenschein.

Und alle, die am Tage sich erfrechten,
Sie werden vor der Zauberformel klein!
Sie ziehen blank – doch statt den Strauß zu flechten,
Erstarren sie zu Stalagmitgestein.

So scheiden sich die Falschen von den Echten -
Ich greife in das Fibelnest hinein
Und gebe dann den Guten und Gerechten
Mit meiner Formel Segen und Gedeihn.“

Im „Deutschen Bauernkalender“ von 1935 fehlen die christlichen Heiligennamen und Feste. Stattdessen gedachte man am Karfreitag der „Opfer der Christianisierung Germaniens, verbrannter Ketzer und Hexen“ und feierte an christlichen Feiertagen germanische Gottheiten. (Gerhard Besier: Die Kirchen und das Dritte Reich, Berlin/München 2001, S. 142f, zit. Hesemann 260)

200 Seiten umfasst das Buch „Deutsche Kriegsweihnacht“, doch auf keiner Seite taucht das Wort Christus auf, geschweige denn Maria (siehe Teil 4). „Weihnachten 1940. Wir haben an manchem Feuer um die Mittwinterzeit, zur Wintersonnenwende, gestanden. … Heute steht die geballte Macht des Reiches bereit, so weit auszugreifen, wie es aus inneren und äußeren Gründen für die Sicherheit des Reiches und seiner großräumigen Ordnung notwendig ist. … Geschichtliches und rassisches Erbe des Germanentums wurde neugeboren und fand in einer Art Form und Erfüllung, wie es niemand von uns für möglich gehalten hat.“ S. 25: „Weihnachten 1941. Für die rassische Klarheit stehen wir seit Jahren im Kampf.“ (Herausgegeben vom Hauptkulturamt der NSDAP in der Reichspropagandaleitung. Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachfolger, München, 4. Auflage, 1944, S. 24. Feldpostbriefe.)

Phantasten vom Schlage eines Ernst Bergmann, eines Leipziger Philosophieprofessors, erlebten in den ersten drei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts ihre Blütezeit. Hier drei Zitate von ihm:

„Die Odinsreligion, vom nordisch-germanischen Menschen geschaffen, war die schönste, sittlichste und wahrhaftigste Religion, die Menschen auf der Erde in alter Zeit geschaffen haben. Das Christentum erscheint neben ihr als eine Krankheits- und Entartungsreligion.“ (Nordisch-germanischer Glaube oder Christentum? Leipzig, 1934, S. 6, zitiert von Kurt Meier in seinem dtv-Taschenbuch: Kreuz und Hakenkreuz. Die evangelische Kirche im Dritten Reich, 2001, S. 107)

„Jeder weiß, wie groß namentlich der jüdische Anteil im Christentum ist. Die Messias- und Sühneopferidee, der Sünden- und Erlösungsbegriff, die Jenseits-, Schöpfer-, Lohn- und Strafgottlehre, der frauen- und mutterfeindliche Paulusgeist und vieles andere stammt aus dem Judentum.“ (Bergmann 9, zit. Meier 108)

„Diese Religion der rassisch Minderwertigen hat die germanische Seele zerstört.“ (Bergmann 10, zit. Meier 108)

Häufig zitierte Werke:

Gerhard Boldt: Die letzten Tage der Reichskanzlei. Rowohlt Verlag Hamburg – Stuttgart, 2. Auflage, 1947

Dolomiten, Bozen, Tagblatt der Südtiroler

Shraga Elam: Hitlers Fälscher. Wie jüdische, amerikanische und Schweizer Agenten der SS beim Falschgeldwaschen halfen. Verlag Karl Ueberreuter, Wien. 2000

ETIKA 49NS (derzeit noch gesperrt)

Heinrich Heim / Werner Jochmann (Hrsg.): Adolf Hitler – Monologe im Führerhauptquartier 1941-1944, Hamburg 1980, häufig zitiert von Hesemann

Michael Hesemann: Hitlers Religion. Die fatale Heilslehre des Nationalsozialismus. Pattloch Verlag, München, 2004 (äußerst empfehlenswert, Pflichtlektüre für jeden, der zum Thema Nationalsozialismus seinen Mund aufmacht, aber Vorsicht bei den Zitaten von Rauschning, siehe weiter unten. Schade, dass Hesemann darauf hereingefallen ist, aber die Quellenlage ist wohl allzu dürftig, und da greift der Forscher zu jedem angebotenen Strohhalm.)

Karl Höfges: Hitler und der neue Templerorden. Die okkulten Wurzeln des 3. Reiches. Geschichtshörbuch von Polar-Film, 2007

Horst Knaut: Das Testament des Bösen, Seewald Verlag Stuttgart, 1979

Juan Maler: Einst sangen die Wälder. Buenos Aires, 1985

Francis R. Nicosia: The Third Reich and the Palestine Question, University of Texas Presse, Austin, 1985. Hitler und der Zionismus. Das Dritte Reich und die Palästinafrage, Leoni 1989. Ausführlich rezensiert und zitiert von H. Stern (siehe dort)

Henry Picker: Tischlers Tischgespräche, München 2003, häufig zitiert von Hesemann

Rauschning: „Gespräche mit Hitler“. FÄLSCHUNG! Häufig von Hesemann zitiert. Über Rauschning finden wir einen Vermerk bei Juan Maler (Mit Freude, Stolz und Wehmut, Buenos Aires, 1986, 272):  „Es wurde inzwischen klargestellt (Wolfgang Haenel), dass Rauschnings 1939 in der Schweiz herausgegebene „Gespraeche mit Hitler“ eine Faelschung sind. „Es handelte sich um eine Waffe aus der psychologischen Kriegsführung, die dazu gedient hat, den Widerstandsgeist gegen Hitler zu staerken und die Amerikaner dazu zu bewegen, auf der Seite der Alliierten in den Krieg einzutreten (Prof. H. Schoeps). Rauschning hat die darin erfundenen „Gespraeche“ niemals mit Hitler gefuehrt. Auch diese Faelschung war jahrzehntelang ein Heiliges Dokument der Zeitgeschichtler.“ Soweit Maler. Wir belassen Hesemanns Rauschning-Zitate dennoch, kennzeichnen sie aber rot, um dem Leser vor Augen zu führen, daß man heutzutage fast nichts mehr glauben darf, was geschrieben steht. Juan Maler geht dann in „Die Unvollendete“ (Buenos Aires, 1991, 215) noch einmal auf Rauschning ein: „Die wichtigste Grundlage für die völlige Falschinterpretation Hitlers und des Nationalsozialismus stellt das Buch von Hermann Rauschning … dar. Es hat sich inzwischen als Fälschung von der ersten bis zur letzten Zeile herausgestellt. Nicht ein einziges darin ,zitiertes´ Gespräch hat jemals stattgefunden. Das wurde gerichtlich in Zürich geklärt und von dem Verfasser, der sich sicherheitshalber in den fernen Westen der USA absetzte, zugegeben. Nun sind es aber gerade diese ,Gespräche´, die überall wieder abgeschrieben wurden und werden … (Anm.: leider auch von Hesemann, dem wir zuerst blind vertraut hatten!) … sind heute noch tausende von Schulbüchern und ,Geschichtswerken´ voll von diesen Spinnereien.“ (215f)

Robin de Ruiter, Fritz Springmeier: Die 13 satanischen Blutlinien, Band 2, Das Ende der Freiheit der Völker nähert sich. Pro Fide Catholica, Verlag Anton A. Schmid, Postfach 22, D-87467 Durach, 2009

Percy E. Schramm (Hrsg.): Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht 1944-1945. Teilband II. München, 1982. Darin Hitlers politisches Testament auf den Seiten 1666-1669.

Alfons Schulz: Drei Jahre in der Nachrichtenzentrale des Führerhauptquartiers. Christiana Verlag, Stein am Rhein, 1996

Hartmut Stern: KZ-Lügen, Antwort auf Goldhagen. FZ-Verlag, München, 1997

Man lasse sich nicht irremachen von den Warnungen der Agenten derer, die momentan diese Erde beherrschen, daß der Verfasser dieses oder jenes zitierten Buches extremistische Ansichten hege.

Wir gehen zu den Quellen, denn dort finden wir mehr Wahrheit als bei den offiziellen Geschichtsschreibern, die allzuoft Hofberichterstattung für die Mächtigen betreiben und Ungeprüftes von anderen abschreiben, darunter die größten Geschichtslügen. Oft enthüllt sich die Wahrheit nur aus extremen Positionen heraus; man denke an diverse Streitigkeiten, bei denen die Fetzen fliegen und ein Schuldiger sich selbst verrät.

Entwurf. Fehler werden natürlich berichtigt, denn wir dienen allein der Wahrheit und keiner Ideologie und keinem irdischen Herrschaftssystem.

Nachträge:

„Hitler in die Seele geschaut. 1915 dichtete der musisch begabte Gefreite im Feld: Ich gehe manchmal in rauhen Nächten / zur Wotanseiche in den stillen Hain, / Mit dunklen Mächten einen Bund zu flechten - / Die Runen zaubert mir der Mondenschein …“.“
(das Neue Groschenblatt 3/2002, Besprechung des Buches von Alfred Läpple: Adolf Hitler, Psychogramm einer katholischen Kindheit, Christiana-Verlag Stein am Rhein, 2001)