ETIKA

DIE GANZE WAHRHEIT

www.etika.com

49NS30

Das Geheimnis des Nationalsozialismus

17.8.2000 – 31.8.2012

Es ist an der Zeit, alle Lügen der Vor-, Kriegs- und Nachkriegszeit zu entlarven.

Die Waffe der Bösen ist die Lüge, die Waffe der Guten die Wahrheit.

Warum Hitler sich die Mächtigen der Welt zum Feind machte

Weil er 1934 die Börse verbot und erklärte, die Arbeitsstunde des deutschen Arbeiters solle künftig die Grundlage der Wirtschaft werden und nicht die Spekulation. (Argument eines Zeitzeugen, 17.8.2000) Im Interesse einer objektiven Darstellung erinnern wir daran, daß auch die christliche Soziallehre der Päpste, wie an anderer Stelle ausgeführt, Spekulation und Zins verboten hat. Zur Verwirrung der Menschen hat natürlich auch der Kommunismus beigetragen, der diesbezüglich die gleiche idealistische Position vertrat. Schon im Mittelalter galt: "Du sollst dein Geld nicht auf Wucher ausleihen, noch mehr zurückempfangen, als du gegeben hast." (Hamburger Stadtrecht von 1497) Dem Liberalismus beziehungsweise Kapitalismus muß man bescheinigen, daß er alle seine Feinde überlebt hat; erst im letzten Gefecht wird er scheitern.

Eine dämonische Verschwörung

Wir halten die These für wahrscheinlich, daß Hitler sich - wissentlich oder unwissentlich - zum Werkzeug einer gigantischen, dämonisch beeinflußten Verschwörung machte, die in den 20er Jahren begann und bis heute andauert.

Ein teuflischer Plan wurde ausgeheckt, um die Weltordnung des Schöpfers durcheinanderzubringen. Denn was sind die Ergebnisse des ersten und zweiten Weltkrieges? Ein politisches Durcheinander als Wegbereiter der Ein-Welt-Regierung und ein moralisches Durcheinander als Wegbereiter der Seelenverderbnis. Diabolos heißt Durcheinanderwerfer.

Ein Durcheinander mit System. Wenn man einerseits an die Finanzierung der kommunistischen Revolution 1917 mit Geld aus New York und andererseits das Mysterium um Hitlers Finanzquellen, die esoterischen Wurzeln der SS sowie die Erdöllieferungen der USA an das Dritte Reich noch im September 1944 denkt, dann stößt man auf das Zitat Trumans und erinnert sich an von Petersdorffs Buch über die im Dienst der Dämonen stehenden Verschwörergruppen. Die so gesteuerte Entwicklung im 20. Jahrhundert hat dem Teufel mehr Seelen gebracht als alle Jahrhunderte vorher.

Hitlers Erfolgsgeheimnis: Mißbrauch des Guten

Ein großer Prozentsatz jener Generation, die das Dritte Reich miterlebte, lobt die damalige "Zucht und Ordnung", soziale Errungenschaften usw. Nicht wenige wünschen sich Hitler zurück. Wie? Stimmt das offizielle Bild nicht, das heute über das nationalsozialistische Deutschland verbreitet wird? Daß es damals nur eine unmenschliche Diktatur gab, Judenvergasungen, Kriegsverbrechen... ? Offenbar hatte das Dritte Reich zwei Gesichter. Die Mehrzahl wußte nichts oder ahnte wenig vom zweiten Gesicht des Nationalsozialismus, der als Befreier des Volkes aus Armut und Unterdrückung aufgetreten war. Und die junge Generation weiß nichts oder wenig von dem, was die Alten damals erfahren haben. Wie kann die Faszination, der Mythos in den Herzen vieler Menschen, die damals dabei waren, noch heute anhalten?

Hitler mischte Gutes mit Bösem. Er spielte sich zum Hüter vieler positiver Werte auf, um seinen eigenen Wahnideen zum Durchbruch zu verhelfen. Als der Satan sah, daß dieser Mensch neben den schlechten auch viele gute Ideen propagierte, von der Selbstüberwindung ("hart wie Kruppstahl") über Treue und Kameradschaft bis zur Vaterlandsliebe, erkannte er: Würde es ihm gelingen, den Träger dieser guten Ideen erst groß zu machen und ihn, seine Ideen und sein gutgläubiges Volk dann in einer in der Geschichte noch nie dagewesenen Art und Weise zu vernichten und die Unterlegenen als Abschaum der Menschheit zu ächten, so hätte er damit mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen:

1.   Ein bis dahin idealistisch gesinntes Volk würde den Glauben an seine in den vergangenen Jahrhunderten gereiften Ideale verlieren und dem Materialismus und der Dekadenz anheimfallen = Erfolg Nummer 1.

2.   Alle, die es wagen würden, die alten Ideale aufzugreifen und wiederzubeleben, könnten als Sympathisanten jenes Menschheitsverbrechers geächtet werden; die Guten wären auf diese Weise für Jahrzehnte gehemmt; auch der Rest der Menschheit würde viele der guten Ideen, die jener verhaßte Tyrann propagiert hatte, seinetwegen als schlecht empfinden = Erfolg Nummer 2.

3.   Die politisch-wirtschaftlichen Rivalen Deutschlands und die Vertreter jener Ideologien und Gesellschaftssysteme , die dem deutschen Idealismus entgegengesetzt sind (Kapitalismus, Kommunismus etc.) würden triumphieren = Erfolg Nummer 3.

Würde Hitler also Erfolg haben und dann als verruchter Massenmörder scheitern, könnte er, der Satan, damit auch gute Ideen treffen, die Gottes Ordnung genützt hätten (Arbeit für alle, Abkehr vom kapitalistischen und kommunistischen Materialismus, Gemeinschaftsdenken statt schrankenloser Egoismus etc.). Die vielen anderen Gefolgsleute Satans hätten dann leichtes Spiel, die Verwirrung im Reich der Werte auszunützen und das Chaos zu vergößern.

Und so geschah es. Satan brachte mit List und Tücke ein ganzes Volk dazu, Hitler nachzulaufen. Ganz Deutschland lief in das offene Messer Satans. Die Nationalsozialisten fanden den Beifall des eigenen Volkes, als sie versprachen, das Unrecht von Versailles wiedergutzumachen, und rissen noch einen Großteil der Bevölkerung mit, als der Satan den Deutschen anschließend den überheblichen Gedanken einträufelte, sie seien zur Ordnungsmacht der Welt berufen. Zahllose Verbrechen, von denen sich im Krieg viele zwangsläufig ergaben, bereiteten dann den Untergang vor. Satans Kalkül ging auf.


Die Ziele aller ehrlichen Deutschen

",Der Führer hat immer recht!´ Das war der Glaubenssatz der Nationalsozialisten im Dritten Reich! Denn Hitler hatte die Mehrheit des deutschen Volkes und insbesondere der deutschen Jugend nicht mit Konzentrationslagern und Gaskammern gewonnen, sondern mit den Idealen der Größe und Ehre des deutschen Volkes, mit dem Versprechen auf ,Freiheit, Arbeit und Brot´ und der ,Befreiung´ von Besatzungsmächten, von Ausbeutung und Reparationen, von Diskriminierung und Unterdrückung, mit Überwindung des wirtschaftlichen, politischen und moralischen Chaos und der Apathie und Hoffnungslosigkeit, die uns zu vernichten drohte. Er versprach die Antwort auf die Bedrohung mit der kommunistischen Weltrevolution und ihren millionenfachen Massenliquidationen. Er überwand den Klassenkampf in Deutschland, der unsere Wirtschaft lähmte und den Haß im eigenen Volk predigte. Weil dies die Ziele aller ehrlichen Deutschen waren, darum waren nur wenige bereit, die entscheidende Gefahr zu erkennen, daß Hitler und die Nationalsozialisten einen neuen Maßstab von Gut und Böse setzten und damit genau dasselbe machten, was sie ihren marxistischen Gegner vorwarfen. Man machte sich seinen eigenen Götzen und setzte Gott und seine Gebote ab. ... mit dem 30. Juni 1934, dem sog. ,Röhmputsch´, als sich Hitler selbst zum "obersten Richter der Nation" ernannte und für sich das Recht in Anspruch nahm, ohne Gerichtsurteil über Leben und Tod entscheiden zu dürfen, wurde klar, daß er selbst sich damit zum ,Gott´machte. Durch die nachträgliche Rechtfertigungserklärung der Erschießung seiner tatsächlichen oder vermeintlichen Gegner ließ er sich zum Maßstab für Recht und Unrecht machen!" (Siegfried Ernst: Adolf-Anti-Hitler Leitbild für alle Ewigkeit?, Medizin und Ideologie, Februar 1986)


Sehnsucht nach Ordnung

Die Stuttgarter Zeitung veröffentlichte am 30.7.1999 auf Seite 5 einen ganzseitigen Beitrag von Thomas Löffelholz: Auch ein Widerstand der Banken hätte Auschwitz nicht verhindert - Die Rolle der Geldinstitute und der Wirtschaft in der Zeit des Nationalsozialismus - Keine einfache Antwort auf die Frage nach Schuld und Verantwortung. Wir zitieren:

Hitler stützte sich schon damals auf den Terror der SA. Seine haßerfüllten Ausfälle gegen Minderheiten, vor allem gegen die Juden, hatte jeder gehört. Daß so viele sie nicht ernst nahmen, hatte Gründe: Die ungeliebte Republik war am Ende. Sechs Millionen waren arbeitslos, das System sozialer Sicherheit überfordert. Gewalt regierte auf den Straßen. Jahrelang wurde über den Reichstag hinweg mit Notverordnungen regiert. Auch Papen und Schleicher waren nicht durch das Parlament Kanzler geworden. Sie hatten ihre Präsidialkabinette herbeiintrigiert.

Es gibt zu denken, daß in jenen verworrenen Zeiten unbezweifelbare Demokraten, wie Theodor Heuss oder Reinhold Maier, dem Ermächtigungsgesetz zustimmten, das Hitler zum Diktator machte. Die Hoffnung der einen, Hitler werde sich binnen kurzem selbst entlarven, mischte sich mit der paradoxen Erwartung anderer, er werde im Chaos Ordnung schaffen. Er schaffte es sogar, wobei "Ordnung" den meisten so wichtig war, daß sie über die Menschenverachtung und Brutalität hinwegsahen, mit der sie erreicht wurde.


Der Verrat an den Werten

(in Bearbeitung): Hitler mißbrauchte viele Ideale, was viele Tausende seiner Gefolgsleute heute noch immer nicht begriffen haben. Sie lassen sich noch heute von ihm täuschen und laufen Gefahr, ihre Seelen zu verlieren.

- Arbeit für alle: die Millionen Arbeitslosen und Hungernden waren dankbar, aber viele der in Angriff genommenen Arbeiten dienten nicht dem Frieden, sondern der Aufrüstung (Waffenfabriken, Autobahnen zu strategischen Zwecken). Den Millionen Arbeitlosen, die Arbeit bekamen, stehen die Millionen Opfer des Krieges entgegen. Die Psychoanalytikerin Gudrun Brockhaus spricht von der Faszination der neuen Autobahnen als Zeugnis einer technisch-industriellen Umgestaltung Deutschlands in Harmonie mit der Landschaft ("Schauder und Idylle", Verlag Antje Kunstmann, München).

- Bund Deutscher Mädchen BDM: Die Münchner Psychoanalytikerin Gudrun Brockhaus ("Schauder und Idylle") weist darauf hin, daß im Gelöbnis des BDM autoritäre Unterwerfung nicht vorgekommen sei, sondern im Gegenteil Wertvorstellungen individueller Autonomie betont worden seien: klar, stark, stolz, gerade, aufrichtig, gläubig, ehrlich, trotzig.

- Charakterwerte ersetzen das Politische und machen den NS dadurch attraktiv, meint die Psychologin Gudrun Brockhaus (in ihrem Buch "Schauder und Idylle" schildert sie das "Erlebnisangebot" der Nationalsozialisten). Enthusiasmus wird freigesetzt: "Ich fühle mich ,Deutschland' und damit ist in mein kleines Leben Größe, Ewigkeit, Heiligkeit eingezogen."

- Ehe und Familie: Unterstützung z. B. durch Bau der sogenannten Adolf-Hitler-Häuser (Einfamilienhäuser mit 10 Ar Garten und der Verpflichtung zur Selbstversorgung mittels Gemüse- und Obstanbau und Kleintierhaltung zum erschwinglichen Preis von 3000 Reichsmark): auf der anderen Seite das moral- und kirchenfeindliche Ziel der Zeugung rassereiner germanischer Übermenschen

- Entschuldung der Bauern

- Imitation christlicher Tugenden: Der Ideologe Anton Holzner, der auch die Werke "Das Gesetz Gottes" und "Priestermacht" (gegen die römische Papstkirche) verfaßte, fordert in seinem Buch "Zwinge das Leben" (Berlin 1942) vom nordischen Menschen unter anderem: deutschen Glauben, Vertrauen, Liebe, Ausdauer, Warten-Können, Bescheidenheit, charakterliche Härte, persönliche Herzensgüte, Tapferkeit, Gerechtigkeit, Sauberkeit, Zucht, Höflichkeit, Opfer und Verzicht. Mit diesen Werten, die Holzner in der Art eines Kirchenmannes schildert, soll der Deutsche aber nicht Gott dienen, sondern der Volksgemeinschaft unter ihrem Führer. "Der größte Deutsche aller Zeiten ist Adolf Hitler. Die kommenden Jahrtausende der deutschen Geschichte werden ein unvergängliches Denkmal seiner Taten, seines vorbildlichen Lebens, seiner Lehre und seiner Menschenführung sein. Sein Werk weist jetzt schon längst über alle uns geläufigen Zeitbegriffe hinaus." (S. 33) Entlarvend auch der Satz: "Aller Glaube des Menschen muß seine letzte Verankerung in einer klaren, gesicherten Weltanschauung finden." (S. 31) Also erst Hitler, dann Gott.

- Kameradschaft - in Hitler-Jugend, Wehrmacht usw., aber nicht für jene, die sich weigerten, den Eid auf den vergötzten Führer Adolf Hitler zu leisten, wie z. B. J. Mayr-Nusser

- Konkordat mit dem Vatikan: trotzdem Verfolgung glaubenstreuer Christen wie P. Rupert Mayer oder Dietrich Bonhoeffer und nichtarischer Christen wie Edith Stein, Beschlagnahme christlicher Zeitungen, Verbot christlicher Jugendorganisationen

- Kultur: Pflege der gewachsenen Volkskultur, gleichzeitig Verachtung statt Achtung der Kulturen anderer Völker

- soziale Einrichtungen, Hilfe für Arme, Kranken- und Altersversicherung, Winterhilfswerk, Eintopfessen für alle, Kraft durch Freude KdF: Viele, die in den Genuß derartiger sozialer Einrichtungen kamen, waren dankbar, aber viele andere ("Untermenschen") wurden ausgeschlossen.

- Vaterlandsliebe, Volksgemeinschaft: der von Hitler vertretene Nationalismus war in Wirklichkeit ein Chauvinismus, der in Richtung Imperialismus ging. Der wirkliche Nationalismus nach den Theorien der 60er Jahre in der blockfreien Welt (z. B. der indonesische, afrikanische, zum Teil auch der arabische, vergleiche auch August Haußleiters Broschüre: Der neue Nationalismus) ging davon aus, daß alle Nationen gleichberechtigt sind. Adolf Hitler am Heldengedenktag, 10.3.1940: "Kein Volk aber hat mehr Recht, seine Helden zu feiern, als das deutsche! ... In seiner (des Volkes) Gemeinschaft leben zu dürfen, ist unser höchstes irdisches Glück. ... Wenn die andere Welt der plutokratischen Demokratien gerade gegen das nationalsozialistische Deutschland den wildesten Kampf ansagt und seine Vernichtung als oberstes Kriegsziel ausspricht, dann wird uns damit nur das bestätigt, was wir ohnehin wissen: daß nämlich der Gedanke der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft das deutsche Volk auch in den Augen unserer Gegner besonders gefährlich, weil unüberwindlich macht. Über Klassen und Stände, Berufe, Konfessionen und alle übrige Wirrnis des Lebens hinweg erhebt sich die soziale Einheit der deutschen Menschen ohne Ansehung des Standes und der Herkunft, im Blute fundiert, durch ein tausendjähriges Leben zusammengefügt, durch das Schicksal auf Gedeih und Verderb verbunden. Die Welt wünscht unsere Auflösung. Unsere Antwort kann nur der erneute Schwur zur größten Gemeinschaft aller Zeiten sein. Ihr Ziel ist die deutsche Zersplitterung. Unser Glaubensbekenntnis: die deutsche Einheit. Ihre Hoffnung ist der Erfolg der kapitalistischen Interessen. Unser Wille ist der Sieg der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft!“ (Ewiges Deutschland - ein deutsches Hausbuch, Verlag Georg Westermann Braunschweig 1941, S.81ff.)

- Volksempfänger: eine technische Revolution wie der Volkswagen, aber er diente auch zum Empfang der Goebbelschen Propagandasendungen

- Vivisektion: lobenswerterweise Verbot grausamer Tierversuche, gleichzeitig Ermordung unzähliger unschuldiger Menschen in Konzentrationslagern, Euthanasie.

Die Folgen der Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg.

Jugend

Die Jugend wurde für hohe Ideale begeistert, die aber nicht ernst genommen oder in den Dienst falscher Ziele gestellt wurden. Der den Nationalsozialisten nahestehende schwedische Forscher Sven Hedin sprach bei den Olympischen Sommerspielen in Berlin am 4. August 1936 in einer Pause zwischen den Wettkämpfen vor einem hunderttausendköpfigen Publikum:

"Ich rufe die Jugend der Welt! Es genügt nicht, in den flüchtigen Wettkämpfen des Tages zu siegen - euer Ziel sei ein höheres! ... Laßt die Gesetze der Olympischen Spiele, die Ausdauer, unermüdliche Arbeit und Ritterlichkeit gebieten, auch das Vorbild und den Grundgedanken in einem neuen Völkerbund sein, einem weltumspannenden Verband, dessen Mitglieder im Glauben an Gott und die eigene Stärke für gegenseitiges Vertrauen, Wahrheit und Frieden zwischen allen Völkern der Erde kämpfen. Bald kehrt ihr heim... Verbreitet euch über den Erdball als Herolde im Dienst des Guten! Der Weg, den ihr beschreitet, führt durch die Stürme der Zeit in eine Welt unvergänglicher Schönheit, zu einem Menschengeschlecht, das in Glück, Brüderlichkeit und Harmonie lebt ... Lebet wohl ihr alle - Jugend der Welt!" (S. 193)

Viele glaubten an diese Worte und fühlten sich in ihrer Weltanschauung bestätigt. Hedin lobte die Jugendpolitik im Dritten Reich:

"Wo gibt es auf der Welt ein Volk, das mehr für Mütter und Kinder und die heranwachsende Jugend täte, als das deutsche? Daß die Menschen gerade in den Entwicklungsjahren in der frischen Luft und in Gottes freier Natur leben dürfen, trägt dazu bei, ihren Körper stark und gesund zu machen. Die Seele auch eines reich begabten jungen Mannes hat keinen Schaden davon, in einem gesunden Leib zu leben... Eher wird das Leben in Wäldern und auf Bergen, an Seen und Flüssen, bei Wanderungen und abenteuern manches an Impulsen, Anlagen und Ideen heraufbeschwören, die im Zimmer schwinden oder verkümmern würden... Und was ist im übrigen die Sozialdemokratie, der Kommunismus oder das Soldatenleben anderes als Nivellierung?" (S. 198) (Dr. Rütger Essén: Sven Hedin - Ein großes Leben, Druffel Verlag Leoni 1959)

Landjahr. Am 29. März 1934 trat das von den Nationalsozialisten erlassene "Preußische Gesetz über das Landjahr" in Kraft. Es besagte, daß in Preußen alle Kinder, die der gesetzlichen Schulpflicht genügt hatten, danach ein "Landjahr" absolvieren mußten. Sie wurden in Landjahrlagern untergebracht. Auf diese Weise sollte, so hieß es, die schulentlassene Stadtjugend die Verbundenheit mit Heimat und Volkstum erfahren und ihr Verständnis "für den völkischen Wert gesunden Bauerntums" vertiefen. Forschungsarbeit über das Landjahr leistet der ehemalige hessische Schuldirektor Hans Griesel aus Langenselbold bei Hanau. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.1.1983)


Wirtschaft

Sven Hedin schrieb über die wirtschaftlichen Grundanschauungen des Nationalsozialismus:

"Der schaffende Mensch ist also Wurzel, Mitte und Ziel des Nationalhaushaltes. Dessen wertvollster Besitz ist der Mensch - nicht das Bankkonto, die Dividenden oder das Kapital. ... (Dr. Rütger Essén: Sven Hedin - Ein großes Leben, Druffel Verlag Leoni 1959, S. 197)


Antikommunismus

Sven Hedin im September 1941 in Berlin:

"Der Bolschewismus muß ausgerottet werden ... Es ist eine unabweisbare Pflicht aller Völker der Erde, sich von dieser Bedrohung zu befreien. Für Propheten vom Schlage eines Lenin, Trotzkij, Kamanew, Zinowjew, Stalin und anderer hat die abendländische Kultur keinen Bedarf..."

Sven Hedin am 22.9.1941 im "Svenska Dagbladet":

"Unter Stalin ist der Gedanke der Weltrevolution zur Religion geworden... Man muß einen Unterschied machen einerseits zwischen der offenen Anerkennung der bedeutenden Leistungen der bolschewistischen Forscher und der Bewunderung der glänzenden Tapferkeit und Todesverachtung der russischen Soldaten und andererseits den Handlungen und Auffassungen einer Großmacht, deren Führung, gestützt auf ein Volk von 185 Millionen Menschen, seine menschenmordende und kulturtötende Lehre über die ganze Welt ausbreiten will... Ich selbst möchte gern ein neues Rußland erleben, dessen Bevölkerung in Frieden und Freiheit unter neuen Ideen aufblüht und sich der Knute, des Henkerbeils, des Galgens und der Gefängniszellen nur mit Schrecken erinnert. Ich kann das grandioseste Bauwerk bewundern, das Menschenhände jemals auf Erden aufgerichtet haben, das Britische Imperium, aber ich muß die Mithilfe der Engländer bei den Plänen Sowjetrußlands bedauern, ganz Europa in ein Ruinenfeld zu verwandeln und seine Völker zu Sklaven zu machen. ... Wir wollen hoffen, daß die Gebete, die der Erzbischof von Canterbury in der St. Pauls-Kathedrale zum Himmel sendet, von dem Gott, der die Schicksale der Völker lenkt, nur mit gewissen Einschränkungen entgegengenommen werden." (S. 237f.)

Angesichts der sich abzeichnenden Niederlage:

„Damit das bolschewistische System leben kann, muß die abendländische Kultur ausgerottet werden." (S. 247)

Im Frühjahr1948:

"Es war ein Kriegsverbrechen, Deutschland im Herzen von Europa zu vernichten." (alle Zitate: Dr. Rütger Essén: Sven Hedin - Ein großes Leben, Druffel Verlag Leoni 1959, zuletzt S. 272)


Nationalsozialismus = Materialismus

Hitlers Nationalsozialismus ist untrennbar vom Rassismus. Dieser beruht auf der Meinung, daß ein hochstehender Mensch, ein hochstehender Volk, eine hochstehende Kultur nur aus einer reinen, nordischen Rasse hervorgehen kann. Voraussetzung ist also eine körperliche Eigenschaft. Dem Körper des Menschen einer höherstehenden Rasse würde auch ein hochstehender Geist entsprechen, zumindest sei er die Voraussetzung für einen hochstehenden, edlen Geist, behaupten die Rassisten.

Nach christlicher Auffassung aber kann Gott jedem Menschen seinen heiligen Geist einhauchen, ganz gleich welcher blutsmäßigen Herkunft er ist. Gott erbarmt sich des Angehörigen eines sogenannten primitiven Volkes und läßt ihn gut und gerecht sein, und gleichzeitig verstößt er den herausragenden Geistesmenschen eines hochstehenden, reinrassigen Volkes.

Denn Gott hat andere Maßstäbe der Beurteilung. Er urteilt nach dem Maßstab, ob der Mensch ihn, seinen Schöpfer, anerkennt, liebt, sich ihm unterwirft, seine Gebote hält. Er urteilt nicht danach, ob jemand reinrassig ist, bestimmte körperliche Merkmale hat. Gott sieht aufs Herz, auf die Absicht, auf die Seele.

Nur die Rassisten in ihrer Verblendung urteilen anders. Sie sind somit nichts anderes als Materialisten, die den Körper über Geist und Seele stellen. Sie verstecken sich hinter dem Vorwand, ihr Ziel sei ja das Geistige. Damit betrügen sie sich selbst, denn sie wollen nicht wahrhaben, daß ihre ideologische Grundlage das Körperliche, also etwas Materielles ist.

Somit sind die Nationalsozialisten als Materialisten entlarvt.


Splitter

"Der Nationalsozialismus ist eine Antibewegung gegen die Aufklärung der französischen Revolution, die christliche Tradition, die russische Revolution." (Prof. Dr. Hans Maier, Vorlesung Wintersemester, Universität München 1968/69)

"Der Faschismus ist die Rache des Proletariats am Sozialismus, weil dieser nicht Wort gehalten hat." (Clara Zetkin, zit. von Hans Maier aaO)

Ursachen des Nationalsozialismus: 1. Nietzsche, 2. Rassenlehre . (Notizen aus einer Vorlesung von Prof. Dr. Hans Maier, Ludwig-Maximilians-Universität München 11.12.1968)

Friedrich Naumann gebrauchte erstmalig das Wort nationalsozial, später auch Theodor Herzl. (Prof. Dr. Hans Maier, Vorlesung Wintersemester, Universität München 1968/69)

Nationalsozialistische Jahreszählung ab 1933: (also 1933 wäre das Jahr 0) nicht verwirklicht. (Prof. Dr. Hans Maier, Vorlesung Wintersemester, Universität München 1968/69)