ETIKA

DIE GANZE WAHRHEIT

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29.10.1999 – 8.5.2006 – 1.9.2012

49NS31

Nationalsozialismus: Ursprünge, Esoterik, Finanzierung

Quellen: Ludendorffer, Juan Carlos Sánchez-Ventura, Deutsche Gemeinschaft u. a.

31A

Der okkulte Hintergrund: Thule-Orden

Aufschlußreich die Ausführungen der Konkurrenten der Nationalsozialisten, der sogenannten "Ludendorffer", einer deutsch-völkischen Sekte, die gegen Christentum, Freimaurer und Nationalsozialisten eingestellt ist:

"Tatsache ist, daß Hitler, Heß, Rosenberg und Himmler der Thulegesellschaft bzw. deren esoterischem Thuleorden angehörten. Das und der Verlauf der Geschichte sowie viele dunkle Andeutungen genügen vollauf, um eine Beeinflussung und Lenkung der braunen und schwarzen Herrscher anzunehmen. Alle Lesewut Himmlers erklärt nicht seine Ideologie. Weder das "Handbuch der Judenfrage" von Fritsch, noch Heises Okkultes Logentum, noch Wichtls Freimaurerbuch usw. bildeten ihn und seine Welt. Hierzu war schon mehr erforderlich: die Abrichtung zur hörigen Figur auf der mittleren Ebene durch ein magisch-esoterisches Weltbild aus dem "fernen Osten".

Trotz dieser Einschränkungen, von der üblichen kritiklosen Verwertung von Quellen zu den KZ- und Judenmorden und der Unbedarftheit an Wissen in Kirchengeschichte und Anthropologie abgesehen, legt A. (Anm.: J. Ackermann: Himmler als Ideologe, Nach Tagebüchern, stenogr. Notizen, Briefen und Reden, Musterschmidt, Göttingen, 1970) doch wichtiges Quellenmaterial vor. Himmler als Artamanengauführer, Astrologiegläubiger, Adept der Hörbigerschen Welteislehre, Ordensgründer, Herrenmensch, Imperialist, romantischer Pseudogermanenverehrer, kurz als okkult Verblödeter. … Christentumersatz in Form von Ordensburgen, SS-Weiheräumen, SS-Namensweihen, "völkischen Erlösern", Erziehung zu "Glauben - Gehorchen - Kämpfen" (dem Losungswort der SS), Yogakonzentrationen vor Generalstabsbesprechungen, Nachahmungen des Grals und der Artus´schen Tafelrunde, Reinkarnationswahn (Himmler sah sich als Wiederverkörperung Heinrich I.), Rassenmord, Gesinnungsknebelung, all das und noch mehr entspricht nicht im geringsten dem Deutschsein und dem schönen, der Wirklichkeit entsprechenden Gedanken der Völker als Gottlied.

Hier wurde folgerichtig bis zum letzten i-Punkt esoterischer Wahn des Wassermannzeitalters Wirklichkeit, heimtückisch gekleidet in völkisches Gehabe. Das Fernziel Himmlers und seiner Oberen, das germanische Reich deutscher Nation, ein Reich mit Holländern, Skandinaviern, Balten, Dänen, Burgund und den einst den Goten gehörenden Ostgebieten usw., dieses Reich hätte, so wie heute der antirassistische, internationale Imperialismus, ebenfalls zur Auflösung des deutschen Volkes und der anderen Völker und zu einem seelentötenden Weltreich geführt.

Merkwürdig ist weiter, daß dem Verfasser nicht das Schwarz der SS-Uniform aufgefallen ist. Trugen nicht auch die Mörder des letzten Zaren Nikolaus II. und die Faschisten Mussolinis Schwarz, die Farbe des Satanismus, und ging der Mord von Sarajewo nicht auf das Konto Schwarzer Logen?"

Die vorstehenden Gedanken stammen von Dr. Walther Werner und wurden in der Ludendorffer-Zeitschrift "Mensch und Maß" am 9.10.1971 veröffentlicht. Der Verfasser erinnert dann an eine Parallele in einem Artikel des französischen Journalisten Nobécourt in der Wochenzeitung "Carrefour" anläßlich der Verhaftung Heyde-Sawades, des Organisators des Euthanasieprogramms: "Die Euthanasie der Geistesschwachen und Unheilbaren, die systematische Ausrottung aller Gruppen, die man in Verdacht hatte, sie könnten die Reinheit des germanischen Blutes vergiften, wurde mit pathologischer Verbissenheit und einem fast religiösen Fanatismus durchgeführt, der an Wahnsinn grenzte. … Es muß eine wahrhaft dämonische Verbindung gewesen sein und sie gehorchte geheimen Dogmen, die viel schärfer und genauer ausgearbeitet waren als die allgemeinen Thesen in "Mein Kampf" oder im "Mythos des 20.Jahrhunderts". Die Spuren ihrer Riten sind kaum bemerkbar, für die Analytiker der Nazi-Pathologie jedoch ... kann an ihrer Existenz kein Zweifel bestehen."

In dem Artikel in "Mensch und Maß" werden schließlich eine geheimnisvolle Andeutung des "Wissenden" Ernst Jünger über Bogo (gemeint ist Friedrich Hielscher, der ,geistige Vater´ Wolfram Sievers vom Forschungsamt des SS-Ahnenerbes, mit dem er vor dessen Hinrichtung ein kultisches Gebet ,zelebrierte´), Spengler und Kniébolo (Hitler) zitiert sowie Spekulationen aus dem okkulten Werk "Aufbruch ins dritte Jahrtausend" von L. Pawels und J. Bergier wiedergegeben; letztere betreffen die Verknüpfung von Leben und Tod und die Vorbereitung der Ankunft des "unbekannten Übermenschen", für die die Jugend geopfert und den Göttern Ströme von Menschenblut dargebracht worden seien, um die überirdischen Mächte günstig zu stimmen. - Aber dies sind unserer Meinung nach esoterische Phantasien. Natürlich erhebt sich zum Beispiel die Frage, warum Hitler einen Zweifrontenkrieg führte, obwohl ihm die diesbezügliche Warnung Bismarcks noch in den Ohren lag.

Hitler - la lanza de Longinos - el altar de Júpiter en Pérgamo

Juan Carlos Sánchez-Ventura: Los peligros del Satanismo, citado en MARÍA MENSAJERA, núm. 220, mayo 1999, Coso 92, 2o dcha, E-50001 Zaragoza.

En cuanto a HITLER diremos que se inspiraba para todo y a la vez se sentía protegido por la magia negra. Sus principales colaboradores los eligió entre los visionarios, astrólogos y maestros de la teosofía. Se dieron en él circunstancias que vinieron a demostrar que estaba poseido por el demonio desde pequeño. ... Uno de sus amigos Augusto Kubizca aseguraba que en ocasiones algún ser extraño hablaba por él, y con frecuencia el mismo Hitler se sorprendía de sus propias palabras. Escuchaba voces en torno suyo, que le anunciaban acontecimientos y cosas que ignoraba.

En el museo de Hofburg reaccionó violentamente ante la reliquia que se atribuía a la lanza de Longinos, la que atravesó el corazón de Cristo muerto en la cruz; ante ella, tras reverenciarla por lo que había hecho tal instrumento, cayó en un éxstasis demoníaco, manifestándose en trance... Ante la lanza de Longinos Hitler declaró después, lleno de terror, que ante aquella presencia se había sentido obligado a "ofercerle mi alma al demonio -dijo- para que fuese yo así instrumento de su voluntad".

Uno de los objetivos que se había propuesto, de clara inspiración satánica, fue el exterminio del pueblo judío en masa, sin respetar a mujeres y niños.

Está comprobado también que Hitler obligó a rezar oraciones que le colocaban a la misma altura que a Cristo. Una de ellas era un plagio aberrante del Padrenuestro que decía así: "Adolfo Hitler, tú eres el gran líder. Tu nombre hace templar al adversario. Venga a nosotros tu Reich. Tu voluntad es tu única ley sobre la tierra. Haznos oír tu voz cada día y manda en nosotros, como nuestro líder, porque nosotros te obedeceremos hasta al fin, aun a costa de nuestras vidas. ¡Te alabamos! ¡Heil Hitler!

... cuando la guerra estaba totalmente perdida, Hitler tuvo el atrevimiento malévolo de movilizar a los niños para que salieran con armas a defender Berlín y morir, bajo la metralla de los atacantes.

Al penetrar las tropas norteamericanas en la destrozada Alemania ... encontraron la famosa lanza de Longinos. El hecho tuvo lugar a las 2.10 de la tarde del día 30 de abril de 1945, exactamente a las 2 horas de haberse suicidado Hitler, tras envenenar a su amante. Nadie recordó la historia ni le clavó la lanza de Longinos al cuerpo muerto de Hitler, cómo él hubiera podido soñar.

También se apoderaron los vencedores ... de otra reliquia nazi, el llamado altar de Júpiter de Pérgamo. (Véase Ap. 2.13) Pérgamo era "donde Satanás tenía su trono", y según Richard Wurmbrand el altar satánico fue retirado del museo nazi y trasladado a Moscú.

de: D. Juan Carlos Sánchez-Ventura Ferrer: Los Peligros del Satanismo, 1.300 pesetas
Fundación María Mensajera, Coso, 92, 2o dcha., E-50001 Zaragoza


31B

Wer finanzierte Hitler?

Unbestritten ist, daß die deutsche Großindustrie den Aufstieg Hitlers mitfinanzierte, auch in "Mitverantwortung einer am Boden liegenden Nationalwirtschaft", wie es Ernst Nolte sah; dieser hielt den Beitrag von Bosch, Krupp, Poensgen und Thyssen für sehr gering. (StZ 20.3.1971)

Was andere Quellen angeht: ein undurchsichtiges Kapitel. Wichtige Spuren dürften verwischt sein. Emil Aretz verweist in der Luderndorffer-Postille "Mensch und Maß" (9.12.1971) auf einen Artikel in August Haußleiters Wochenzeitung "Deutsche Gemeinschaft" vom 12. 9.1970, wo am Anfang steht:

"Im Jahre 1950 veröffentlichte die baden-württembergische Deutsche Gemeinschaft beweiskräftige Dokumente darüber, daß das amerikanische Bankhaus Warburg es gewesen war, das die entscheidenden Wahlen Adolf Hitlers von 1930 bis 1933 finanziert hatte. Darauf wurde ein Prozeß gegen sie geführt, den sie gewann, da sie stichhaltige Unterlagen vorzuweisen vermochte. Aber keine einzige Zeitung berichtete damals über diesen Prozeß, obwohl er doch eine historische Sensation zum Gegenstand hatte, nämlich den Nachweis, daß das internationale Großkapital in entscheidender Weise auf Adolf Hitler gesetzt hatte."

Aretz nennt auch andere Namen: Brüning, Deterding (von der Royal Dutch Shell Cie), Gelpke u.a. Schließlich zitiert er eine Propagandasendung von Thomas Mann über BBC vom 30.10.1943, in der der berühmte Schriftsteller gesagt hatte: "Dem Faschismus ist von außen geholfen worden - nicht aus Friedensliebe allein, sondern aus schlimmen Gründen... Schwer genug leidet sie (die Welt) auch für ihre Mitschuld..."

In dem uns ebenfalls vorliegenden Artikel der "Deutschen Gemeinschaft" (Nr. 37/1970) schreibt Karl Konstantin (vermutlich Pseudonym für den Ex-Frontkämpfer August Haußleiter, der hernach für Deutschlands Neutralität eintrat und zuletzt für die "Grünen" in den Bundestag zog), daß sich aus den Akten des Schweizer Abegg-Archivs (siehe auch die Schweizer Zeitschrift "Neutralität", Mai 1970) ungefähr folgendes Bild der ausländischen Finanzquellen Hitlers ergibt:

"Neben den Zuwendungen der deutschen Rüstungsindustrie und aus dem Geheimfond der Reichswehr wurde Hitler von gewissen Kreisen der amerikanischen Hochfinanz mit 128 Millionen Mark, von seiten der holländisch-englischen Ölfinanz mit 50 Millionen Mark finanziert."

Zuvor schon beruft sich die "Deutsche Gemeinschaft" (Nr. 37/1970) auf Dr. Gelpke, den Mitarbeiter des Staatssekretärs Dr. Abegg:

"Die Sowjetunion war damals noch sehr schwach. Niemand dachte an Krieg, wohl aber sahen einige tüchtige Geschäftsleute voraus, daß eine Krise zu erwarten war (z.B. der Züricher Bankier Somary). Was konnte man dagegen tun? Die Schwerindustriellen dachten natürlich zuerst an ihr bestes Geschäft: die Aufrüstung. Um aber die Aufrüstung durchzusetzen, mußten die nicht am Rüstungsgeschäft interessierten Reichskanzkler Müller, Brüning und Schleicher, sowie die sozialistische Regierung Preußens gestürzt werden. Dazu brauchte man einen Strohmann und einen Redner, der das Volk anzog. Dieser Mann war Adolf Hitler... Die ersten Millionen aus dem Ausland rollten kurz vor dem unerwarteten Wahlsieg Hitlers von 1930 an und rollten weiter bis zu Hitlers Machtantritt von Ende Januar 1933. Abegg schätzte sie auf rund 150 Millionen Mark. ... Als Rechtsanwalt und Revisor hatte ich für Finanzkreise Beteiligungen im In- und Ausland, insbesondere den Zahlungsverkehr Schweiz - Deutschland zu kontrollieren. Auch bei einer Waffenfabrik. Ich wußte, daß die SA und SS einen großen Teil der Waffen nicht von der Reichswehr, sondern vom Ausland erhielten.

Nach dem unerwarteten Wahlsieg Hitlers vom 14.9.1930 sah sich nun Dr. Abegg veranlaßt, den ausländischen Finanzquellen Hitlers nachzuforschen. Er ließ unter anderem auch das Hotel Adlon, Berlin, daraufhin beobachten, ob hier zwischen Hitler und amerikanischen Finanzleuten Besprechungen stattfinden. Speziell nach dieser Richtung wurden auch die Gästeanmeldungen sowie das Gästebuch des Hotels Adlon kontrolliert. Diese Recherchen verliefen positiv. Es fanden in den Jahren 1929/1933 im Hotel Adlon, Berlin, Verhandlungen über die Finanzierung Hitlers statt. Auf amerikanischer Seite waren eingeweiht: Bankier Warburg, als Treuhänder des New Yorker Bankhauses Kuhn Loeb & Cie., sowie eine Gruppe der amerikanischen Ölfinanz. Auf deutscher Seite haben an den Verhandlungen teilgenommen: Hitler, Göring, Gregor Strasser, von Heydt, ein Berliner Rechtsanwalt L..."

Die hier ständig zitierte "Deutsche Gemeinschaft" macht noch auf ein Buch eines gewissen Sidney Warburg (vielleicht gibt es mehrere Finanziers dieses Namens) aufmerksam, das 1933 in Holland erschien und kurz nach dem Erscheinen vom Verlag wieder zurückgekauft wurde. Darin wurden die Gründe für die Finanzierung Hitlers dargestellt; sie waren ausschließlich kapitalistischer Art. Warburg habe, fährt die "Deutsche Gemeinschaft" fort, zuerst Erkundigungen über Hitler eingezogen. Bei einem jüdischen Bankier in Hamburg habe er günstige Auskunft erhalten. Der Judenhaß gelte nicht den deutschen Juden, sondern den Juden aus dem Osten. Soweit sich der Haß gegen deutsche Juden richte, so seien nur jene Juden gemeint, welche bei den Roten eine Führerrolle spielten. Das Programm der NSDAP stelle lediglich einen Lockvogel für die große Masse dar; komme Hitler an die Macht, so werde das Programm gar nicht durchgeführt. - Ein großer Trugschluß, wie wir heute wissen.

Mißtrauen gegenüber allen vagen und heute nicht mehr belegbaren Angaben ist berechtigt. Wer der Wahrheit nahekommen will, wird jedoch einen Brief nicht ignorieren, den der frühere Reichskanzler Brüning an den Herausgeber der "Deutschen Rundschau", Dr. Rudolf Pechel, schrieb (Heft Juli 1947):

"Zum mindesten einer von ihnen (Bankiers) hatte, wie man wußte, seit Oktober 1928 großzügig die Fonds der Nazis und die Parteien der Nationalisten mit Geld unterstützt. Er starb, kurz nachdem die Nazis an die Macht gekommen waren. Das Finanzieren der Nazipartei, teilweise von Menschen, von denen man es am wenigsten erwartet hätte, daß sie sie unterstützen würden, ist ein Kapitel für sich. Ich habe niemals öffentlich darüber gesprochen, aber im Interesse Deutschlands könnte es notwendig werden, es zu tun und aufzudecken, wie dieselben Bankiers im Herbst 1931 den (amerikanischen) Botschafter Sackett gegen meine Regierung zugunsten der Nazipartei zu beeinflussen versuchten."

In einem Nachsatz schrieb Brüning:

"Einer der Hauptfaktoren bei Hitlers Aufstieg, den ich nur im Vorübergehen erwähnt habe, war die Tatsache, daß er große Geldsummen von fremden Ländern 1923 und später empfing und gut für die Sabotage des passiven Widerstandes im Ruhrgebiet bezahlt wurde. In späteren Jahren wurde er bezahlt, um Unruhen hervorzurufen und revolutionäre Tendenzen in Deutschland zu ermutigen, von Männern, die sich einbildeten, daß dies Deutschland schwächen könnte und das Bestehenbleiben irgendeiner verfassungsmäßigen zentralen Regierung unmöglich machen würde." (Dr. Rudolf Sand fügt seinem Artikel in "Mensch und Maß" vom 9.10.1971, in dem er den Brüning-Brief zitiert und auch von einer persönlichen Begegnung und einem Briefwechsel mit Brüning dieserhalb berichtet, die Bemerkung an: Unser deutsches Volk aber steht nun erschreckt vor der Tatsache, daß Brüning sein Wissen ins Grab mitgenommen hat. Wenn dem so ist, dann wächst die Schuld des früheren Reichskanzlers ins Unermeßliche.")

ETIKA-Kommentar: Wer aus heutiger Sicht die Frage stellt: Cui bono? Wem nützt das Ganze, der Aufstieg und der Fall des Nationalsozialismus und die daraus entstandene Situation? ‒ der dürfte den Schlüssel für das Geheimnis des Nationalsozialismus in der Hand haben.

Der Bankier Baron Schröder - Hitler - Papen

Die Stuttgarter Zeitung veröffentlichte am 30.7.1999 auf Seite 5 einen ganzseitigen Beitrag von Thomas Löffelholz: Auch ein Widerstand der Banken hätte Auschwitz nicht verhindert - Die Rolle der Geldinstitute und der Wirtschaft in der Zeit des Nationalsozialismus - Keine einfache Antwort auf die Frage nach Schuld und Verantwortung. Wir zitieren:

Daß die Deutsche Bank Hitlers Schergen einen Kredit für den Bau von Auschwitz gab, scheint unvorstellbar. ...

Die Jahre waren komplizierter, als heute jene meinen, die genau wissen, daß sie Helden gewesen wären ...

Kurt Freiherr von Schröder, Bankier in Köln ..., ... verzeichnet jedes Buch über das Ende der Weimarer Republik, daß Kurt von Schröder in seinem Haus am 4. Januar 1933 die beiden Herren zusammenführte, die wenig später die "Macht ergriffen": Adolf Hitler und Franz von Papen. Papen hatte nicht verwunden, daß ihn der General von Schleicher als Reichskanzler gestürzt hatte. Hitler sah in Papen den nützlichen Gehilfen, der dem Reichspräsidenten also dem Feldmarschall von Hindenburg den "Gefreiten" des ersten Weltkrieges als Kanzler schmackhaft machen könnte, "eingerahmt" von den Papens, Hugenbergs und ähnlichen. ...

Seine Bank - J.H.Stein - wurde Hausbank der SS, von Schröder warf sich gern in die schwarze Uniform. Doch in jenem '"System" bewahrte ihn dies nicht davor, als Rotarier - vorübergehend - auf eine Schwarze Liste zu geraten: wegen "Freimaurerei". ...

Der Zwang jener Jahre (Anm.: Terrorherrschaft) erklärt freilich nicht alles. Doch umgekehrt ist über Schuld und Versagen auch nicht so einfach zu urteilen, wie es heute oft geschieht. Manche, die später die Akten sahen, waren über das Maß an Denunziation entsetzt, zu dem Menschen fähig sind. Böse, oft aber auch nur borniert oder gar überzeugt, dem "Guten" zu dienen, dienten sie Hitlers Verbrechen.

Viele nutzten die Verfolgung der Juden schamlos und eigneten sich zu "arisierende" Firmen an. Doch sogar über so "eindeutigen" Taten, ist das Urteil manchmal schwer. Unter der Pression der Verfolgung waren viele Opfer darauf angewiesen, zu verkaufen, um zu überleben, wie die Eigentümer des Bankhauses Mendelssohn. Sie verkauften unter dem Druck der angeordneten "Arisierungen" an die Deutsche Bank. Für diese verhandelte Hermann J. Abs als Vorstandsmitglied mit den jüdischen Eigentümern von Mendelssohn. Doch Rudolf Loeb, Mitinhaber und Verhandlungsführer von Mendelssohn, bestätigte dem späteren Chef der Deutschen Bank nach dem Krieg, er habe ihnen zu erträglicher Emigration verholfen. …

Trotzdem ist es wahr: Die Deutsche Bank rebellierte nicht gegen die Nazis, im Gegenteil, sie handelte mit Gold, das den KZ-Opfern abgenommen worden war (etwas später: bis hin zum Zahngold der Ermordeten). Und sie gewährte für den Bau von Auschwitz Kredit. In seinen "Anmerkungen zu Hitler" hat Sebastian Haffner die These aufgestellt, als Hitler nach der Niederlage vor Moskau 1941 erkannt habe, daß der Krieg verloren war, habe er sich ganz auf sein anderes Ziel konzentriert: die Ausrottung der Juden. Die "Endlösung" wurde wenig später beschlossen.

Stalin - Montagu Norman - Hjalmar Schacht
Stalin lieferte Hitlerdeutschland wichtige Rohstoffe und gleichzeitig hunderte von Millionen Franken. Zugleich bewilligte er Deutschland hinter dem Ural die Flugzeugproduktion für die deutsche Aufrüstung. 20 % der produzierten Flugzeuge mussten die Deutschen Stalin überlassen.
Nach der Machtübernahme wurde die Regierung Hitlers mit Krediten der Bank von England versorgt. Noch im Mai 1934 war Montagu Norman persönlich in Berlin, um mit geheimen Abkommen das Regime Hitlers zu finanzieren. Hitler beförderte dafür Hjalmar Schacht, den Freund von Montagu Norman, zum Wirtschaftsminister und Reichsbankpräsidenten. Dieses Amt übte Schacht bis 1939 aus. Am 1. Oktober 1946 wurde er vom Nürnberger Kriegsverbrechergericht freigesprochen. (Landolt 82)

Anmerkung zu Flugzeugproduktion: Nicht alles glauben, was gedruckt ist! Ein Zeitzeuge teilte uns mit, daß diese Aktion schon von der Reichswehr, längst vor Hitlers Machtergreifung, begonnen hatte.

Splitter

Der Tübinger Grabert-Verlag brachte ein Buch von Detlev Rose heraus mit dem Titel "Die Thule-Gesellschaft" (272 Seiten, 49 Abbildungen, 32 DM, ISBN 3-87847-139-4). Roses Studie, so heißt es 1998/99 in einem Buchprospekt, stelle die unwahren und gelegentlich phantastischen Behauptungen richtig.

Swastika – Sonnenrad - Hakenkreuz. Vor Graun im Südtiroler Unterland steht am Wegesrand ein zwei Meter langer, einen Meter breiter und weniger als einen Meter hoher Stein, in den ein Hakenkreuz mit den Haken nach links eingeritzt ist. Auf einer Tafel daneben ist zu lesen: „“Großer Stoan“. Schalenstein aus Glimmerschiefer mit 53 eingetieften Schalen. Sie deuten auf alte Opfer- und Kultzeremonien hin. Weiters sind zwei Schiffe und eine Swastika (Sonnenrad) abgebildet. Schalensteine reichen bis in die Bronzezeit zurück. Die übrigen Symbole können auch später eingraviert sein. Der genaue Fundort in Graun ist nicht bekannt.“ Hier haben wir also den Ursprung des Hakenkreuzes: bei den Urmenschen, die blutige Opfer brachten. Zur Meditation. (5/2006)

ETIKA 49NS31C Okkulte Orden als NS-Vorläufer