ETIKA

Mosaik Nationalsozialismus

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49NS31C

Okkulte Orden als
NS-Vorläufer

3.9.2009 – 1.9.2012

Templer-Orden

Der Templer-Orden verehrte Baphomet und war dabei, „ein uebernationales, kapitalistisches, atheistisches Regime aufzurichten“ (Juan Maler: Die sieben Säulen der Hölle, Buenos Aires 1974, S. 46, dort Näheres), bevor er zerschlagen wurde.

Germanenorden

Ab 1912, später Spaltung. Siehe unter Hitlers Umgebung: Freiherr von Sebottendorff.

„Die schwarze Magie des Germanenordens und der Thule uebernahm der andere schwarze Orden – der Orden mit dem Totenkopf.“ (Juan Maler meint natürlich die SS, Einst sangen die Wälder 153)

Die Große Germanen-Loge zum strahlenden Stern

In einer 1916 abgedruckten Anzeige werden als Ziel, Aufgabe und Zweck des Ordens unter Hakenkreuz-Emblemen genannt: „Punkt 4: Zusammenschluß aller Germanen auf rassischer Grundlage. Punkt 8: Kampf gegen die Feinde des Deutsch-Germanen- und Ariertums. Punkt 11: Kampf gegen alles Unwesen, Unzucht und Entartung auf allen Gebieten.“ (Faksimile in Juan Malers Buch „Mit Freude, Stolz und Wehmut“, Buenos Aires, 1986, S. 102)

Neutemplerorden

Siehe unter ETIKA 49NSHITUMG1 Text über den verblendeten Jörg Lanz von Liebenfels, der glaubte, den verlorenen Kern des Evangeliums wiederentdeckt zu haben: die Reinhaltung der Rasse als oberstes Gebot. (Hitler und der neue Templerorden, Geschichtshörbuch von Polar-Film, 2007)

Orden der Armanen

Siehe unter ETIKA 49NSHITUMG1 Text über den verblendeten Guido von List

Thule-Gesellschaft

Rudolph Glauer alias Freiherr von Sebottendorff gründete die Thule-Gesellschaft. Sie zählte 1918 220 Mitglieder, 1926 nur noch fünf. 1919 verschwand Sebottendorff aus München. (Juan Maler: Einst sangen die Wälder, 152).  Juan Maler bezieht sich auf den Abwehrmann Rittlinger, den er als Angehöriger der KO (Kriegs-Organisation) Bulgarien kennenlernte, und dessen Buch „Geheimdienst mit beschränkter Haftung“ (1973). „Der Thule-Orden wurde auf Anordnung Hitlers 1935 verboten.“ (Maler: Einst sangen die Wälder 153)

„Es wird angenommen, daß die Folgenden engste Eingeweihte des geheimnisumwitterten Thule-Ordens in Deutschland waren: Ordens-Hochmeister Rudolf Freiherr von Sebottendorff, Ordensmeister Guido von List, Ordensmeister Jörg Lanz von Liebenfels und zumindest zeitweise: Adolf Hitler, Rudolf Hess, Hermann Göring, Dipl.-Landwirt Heinrich Himmler, Dipl. Ing. Alfred Rosenberg, Dr. Dr. h. c. Hans Frank, Julius Streicher, Professor Dr. Karl Haushofer, Staatssekretär a. D. Professor Dr. Gottfried Feder, Schriftsteller Dietrich Eckart, Professor Dr. Bernhard Stempfle (Hitlers Beichtvater), Reichstagsabgeordneter Otto Engelbrecht und Professor Dr. Theo Morell (Hitlers Leibarzt). Sieben dieser Eingeweihten des arisch-okkulten Thule-Ordens waren jüdischer Herkunft oder hatten jüdische Verwandtschaft. Schon hinter den verschlossenen Türen dieses Okkultordens wurde praktiziert, was Göring später auch draußen sagte: „Wer Jude ist, bestimme ich!““ (Horst Knaut: Das Testament des Bösen, Kulte, Morde, Schwarze Messen – Heimliches und Unheimliches aus dem Untergrund. Seewald Verlag, Stuttgart, 1979, S. 226)

Dazu eine Beobachtung aus unseren Tagen: Der als ausländer- und moslemfeindlich bezeichnete Führer der niederländischen Partei für die Freiheit, Geert Wilders, der wegen seiner Parolen „Nein zu Eurabien“ und „Holland den Holländern“ von sich reden machte und wegen Aufstachelung zur Diskriminierung und zu religiösem Hass vor Gericht musste, ist selbst nicht ganz so holländisch wie er wohl möchte. Denn sein Großvater, Direktor der Finanzverwaltung auf Java, entstammte einer alten jüdischen Familie und heiratete eine euro-asiatische Mischlingsfrau mit moslemischen Verwandten. (Corriere della Sera, Mailand, 7.9.2009, S. 16; außerdem hat Wilders natürlich die richtige Weltanschauung, die man heute haben muß, um den Durchbruch zu schaffen, siehe das Foto in den „Dolomiten“ vom 18.9.2009, S. 2) Ist es nicht natürlich, dass gerade solche Leute, die irgendeinen „Makel“ mitbringen, sich besonders hervortun und radikal gebärden, um „dazuzugehören“? Sie wollen ihren Geburtsfehler überdecken durch Radikalität. Natürlich denken wir da an Jörg Lanz von Liebenfels und die andern Rassisten. Denn ein „normaler Mensch“, insbesondere ein Christ, achtet Menschen anderer Herkunft, selbst wenn er auf die Wahrung und den Schutz der eigenen Identität und Heimat gesteigerten Wert legt, aber er sieht in ihm nie einen „Untermenschen“. Wenn der hl. Franziskus sogar in den Tieren und Pflanzen und Elementen Brüder sah und die Schwestern Sonne und Wasser pries und alle aufforderte, Gott zu loben …

Außer Dietrich Eckart lebten 1933 die meisten Thule-Brüder noch. Maler zitiert Rittlinger: „Rosenberg, Ernst Roehm, Gottfried Feder, Prof. Haushofer, Hess, Max Amann, Putzi Hanfstaengl, Hans Frank, Grassinger, Leibarzt Morell, die später dazu gestossenen Goering, Himmler und Streicher.“ (Einst sangen die Wälder 152)

Juan Maler hält es für denkbar, daß der Thule-Orden Hitler „half, die Tueren zur Weltfreimaurerei zu oeffnen“. (Einst sangen die Wälder 167)

Gruß der Thule-Gesellschaft: Heil und Sieg! (Knaut 224) Weder das eine noch das andere traf ein. Gott war nicht mit ihnen.