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49NS54

Der Verrat an Südtirol

29.11.2003 – 1.9.2012

Interview mit Shraga Elam in Meran:
Man hätte noch viel mehr Juden retten können“

49NS54B1 „Operation Bernhard“. Schloß Labers: Noch Stoff für 20 Krimis
Viele Geheimnisse umranken das Meraner Schloß. Film „Agenten, Schieber, Profiteure“

49NS54B2 Jaac van Harten – jüdischer Agent für Hitler
Dunkle Machenschaften – In Israel höchste Protektion für aalglatten Menschenhändler

49NS54B3 „Operation Sunrise“. Seltsame Koalition für Brennergrenze
SS-Agenten mit italienischen Partisanen und Amerikanern gegen Gauleiter Hofer

Nazi-Nudeln und Mussolini-Toast. Südtirol und NS

Die Heimatbühne Kastelbell (Südtirol) führte das Theaterstück "Die brennende Liab" des verstorbenen Geistlichen Hans Pircher auf, der auch "Die Kornblume" geschrieben hat. Gastbetriebe, die die Heimatbühne unterstützen, boten auf Speisekarten "Nazi-Nudeln", "Mussolini-Toast" und "Optanten-Pizza" an. Die Heimatbühne entschuldigte sich. In dem Schauspiel beschreibt der Pfarrer, wie und mit welchen Methoden es den Nazis und Faschisten gelang, ein ganzes Volk zu spalten und mit der geforderten Entscheidung "dableiben und die deutsche Identität aufgeben oder gehen" einen Keil quer durch Familien und Dorfgemeinschaften zu treiben. Die roten Geranien, genannt "brennende Liab", stehen für Heimatverbundenheit und Tradition. (D 24.6.2000 kb)

Alles hat zwei Seiten, auch der Krieg

"Alles kann man von zwei Seiten betrachten. Wir wünschen uns alle, daß es keinen Zweiten Weltkrieg egegeben hätte, wenn wir nur an unsere Heimatsöhne denken, die an allen Fronten die schönsten Jahre oder gar ihr Leben für ein verbrecherisches System verloren haben. Wenn es aber den Krieg nicht gegeben oder Hitler ihn gewonnen hätte, dann wären aufgrund der Option die Auswanderer ins Deutsche Reich umgesiedelt und die Dableiber nach Süden verfrachtet worden. So gesehen war es für unsere Heimat gut, daß es den Krieg gegeben hat und daß er verloren worden ist.
Auch im Fall von Franz Thaler, der statt an der Front in Dachau die Kriegsjahre verbrachte, kann man etwas Positives entdecken. Er war dadurch nicht gezwungen zu töten, um zu überleben. Es gäbe heute viele Menschen nicht, weil er deren Väter bzw. Großväter getötet hätte. Und wenn er selbst gefallen wäre, dann gäbe es seine tüchtigen und geschätzten Töchter nicht. Überall findet man trotz allem auch Grund zum Danken.
(Pfarrer Alois Oberhöller, Tschengls, in einem Leserbrief an die "Dolomiten", 18.1.2000)

Einige Südtiroler kämpften im Spanischen Bürgerkrieg in deutschen Truppen auf seiten Francos gegen die von den Kommunisten und Anarchisten geführten kirchenfeindlichen Republikaner. (RAI Sender Bozen, 16.1.1999, 18.30 h) Von der italienischen Kolonialmacht waren Südtiroler zuvor als Soldaten nach Abessinien geschickt worden. In den Reihen der Deutschen Wehrmacht kämpften, litten, bluteten und starben sie an allen Fronten. Wofür? Um von Hitler und Mussolini bei der Option ausgesiedelt zu werden?

Hitlers Scham. Im Mai 1938 fuhr Hitler mit dem Zug durch Südtirol zu einem Treffen in Italien mit dem faschistischen Diktator Benito Mussolini. Die Bevölkerung hatte sich an den Bahnhöfen versammelt, um ihm zuzujubeln. Aber Hitler ließ die Vorhänge des Abteils zu. Alle waren enttäuscht. (Josef Rössler aus Bozen am 24.11.1997, 9.52 Uhr im RAI-Sender Bozen) Vermutlich schämte er sich, weil er die deutschen Südtiroler an seinen Bundesgenossen Mussolini verraten wollte. Der ehemalige SS-Mann Otto Messner schreibt in seinem Buch: "Aber ich lebe noch": "Auf dieses Reich setzten wir alle Hoffnungen und vertrauten ihm blindlings; auch als Hitler Südtirol offiziell preisgab, glaubte man das einfach nicht." (Dolomiten, 10.4.1998)