ETIKA

NATIONALSOZIALISMUS
DIE GANZE WAHRHEIT

www.etika.com

49NS73

Die Mitschuld der anderen an der Tragödie der Juden

18.11.2003 - 1.9.2012

-

Siehe Shraga Elam 1, “Hitlers Fälscher”, Shraga Elam 2, das Buch zum Film

Westen wußte seit 1941 vom Holocaust

Die westlichen Regierungen haben nach einem Bericht des "International Herald Tribune" bereits im sommer 1941 von Massenmorden der Deutschen an Juden gewußt. Dokumente des US-Nationalarchivs belegen, daß der Holocaust schon unmittelbar nach dem Angriff Deutschlands gegen die UdSSR im Juni 1941 begann. Bei den Dokumenten ... handelt es sich um vom bitischen Geheimdienst abgefangene Funkmeldungen, die die deutschen Besatzungstruppen 1941 aus der UdSSR nach Berlin schickten. Das Blatt zitiert aus einem Telegramm vom 18. Juli 1941, in dem ein deutscher Kommandant an seine Vorgesetzten in Berlin von einer "Säuberungsaktion" in Slonim berichtet, bei der 1153 "jüdische Plünderer" erschossen worden seien. (Pressemeldungen 12.11.1996 APA/AFP)

Für eine Million Juden keine 10 000 Lastwagen hergegeben

"Die spektakulärste Verhandlungsfrage war im Frühjahr 1944 die Freilassung von einer Million Juden gegen die Lieferung von 10 000 Lastwagen. Schon vorher war es um die Einstellung der Deportation von Juden aus der Slowakei gegen Zahlungen in US-Dollar und Schweizer Franken gegangen. Die Frage der Rettung der Juden stand bei den Alliierten ganz entscheiden hinter militärischen Belangen zurück. Dem ,Reichsführer der SS´, Heinrich Himmler, kommt dabei eine besondere Rolle zu. Hitler hatte ihm die Vollmacht gegeben, Juden gegen ein Lösegeld freizulassen, wenn damit hohe Devisenbeträge zu erhalten seien. Mit den Verhandlungen dürfte das Ziel verbunden gewesen sein, einen Keil zwischen die Alliierten zu treiben. Auch Zukunftssorgen könnten bei Himmler ein Verhandlungsmotiv gewesen sein. Bauer schreibt dazu, der ,Reichsführer´ hätte ,offenbar eine ganze Menge jüdischer Leben, vielleicht tausend, vielleicht zehntausend oder gar hunderttausende dafür gegeben, dem Überleben des Nationalsozialismus zu dienen".

(Dies schreibt Rudolf Grimm, dpa, in einer Auswertung der Bücher von Yehuda Bauer: Freikauf von Juden?, Jüdischer Verlag Frankfurt/Main, 1994, und Richard Breitman: Himmler und die Vernichtung der europäischen Juden, Verlag Schöningh Paderborn, in der Presse erschienen am 15.10.1996) Anmerkung: Offensichtlich lehnten die Alliierten das eingangs erwähnte Angebot ab: Für eine Million Juden wollten sie keine 10 000 Lastwagen hergeben!

Britische Mitschuld an Judenvergasung

Dokumente bestätigen laut Dr. Bernard Wasserstein, Dozent an der Universität Sheffield, daß die Nazis zuerst die Auswanderung von Juden vorantreiben wollten und sich bis zum Jahr 1941 noch keineswegs auf die "Endlösung" - physische Vernichtung der Juden - festgelegt hatten. Doch die britische Regierung setzte, wie der Verfasser (in seinem Buch "Britain and the Jews of Europa 19939 to 1945) darlegt, alles daran, noch offenstehende Tore abzuriegeln. Den Untergang der "Struma", eines Flüchtlingsschiffs mit fast 800 Juden, darunter 70 Kindern, im Jahre 1942 in der Nähe von Istanbul bezeichnete ein hoher Beamter des Außenministeriums als "ein Unglück, das gelegen kam", heißt es in der Analyse. Das Buch bezeichnet das britische Dilemma in der Palästinafrage als die Wurzel dieser negativen Einstellung. Um die Araber zu beschwichtigen, die schon seit Ende des ersten Weltkrieges die Errichtung einer jüdischen Heimstätte in Palästina bekämpften, sei die jüdische Einwanderung abgedrosselt worden.

Obwohl die britische Regierung, wie aus dem Buch hervorgeht, frühzeitig von der Vernichtungskampagne der Nazis unterrichtet war, sei sie blind und taub für die Hilferufe der europäischen Juden geblieben. Der Verfasser zitiert einen hohen Beamten des britischen Außenministeriums, der gesagt habe: "Unverhältnismäßig viel Zeit wird in diesem Amt damit vergeudet, sich mit diesen Klagejuden abzugeben." Wasserstein weist in seinem Buch darauf hin, daß Zehntausende nichtjüdischer Flüchtlinge auch in den düstersten Kriegsjahren mit britischer Hilfe gerettet worden seien. Viele von ihnen habe man in Palästina untergebracht, während der Zustrom von Juden energisch bekämpft wurde. Nur am Rande deutet dieses Buch die grundlegende Hemmung an, die britische Hilfeleistung für die Juden fast unmöglich machte. Dies sei der verwurzelte Antisemitismus maßgeblicher Beamten im britischen Establishment und darüberhinaus die Befürchtung gewesen, daß Hilfe für die Juden latente antisemitische Tendenzen in Großbritannien und anderen europäischen Ländern anfachen müßte und damit die Kriegsführung erschweren könnte. (Dolomiten 30.7.1979)