ETIKA

NATIONALSOZIALISMUS
DIE GANZE WAHRHEIT
Jüdische Historiker

www.etika.com
29.11.2003
1.9.2012

49NS89E1

Judentragödie: Wer ist frei von Schuld ? -
SS-Juden, Falschgeld, Jewish Agency, Fluchthilfe

Mit eigenem Material ergänzte Rezension des Buches von Shraga Elam:
Hitlers Fälscher

Shraga Elam: Hitlers Fälscher
Wie jüdische, amerikanische und Schweizer Agenten
der SS beim Falschgeldwaschen halfen
Ueberreuter Verlag Wien 2000, 208 Seiten, ca. 40 DM
www.ueberreuter.de
vergriffen, nur im Internet antiquarisch erhältlich: www.buecher.de


Schloß Labers, Meran, Foto: etika.com
(darf mit Bildvermerk etika.com abgedruckt werden)

Darauf haben wir Christen lange gewartet. Ein Jude der Nachkriegsgeneration bringt Klarheit in die dunklen Seiten der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Nicht alles verhält sich so, wie es in den Geschichts- und Schulbüchern steht. Erst jetzt bekannt gewordene Zeugnisse werfen ein neues Licht auf das Thema Nationalsozialismus und Judenverfolgung. Man erfährt, daß Dokumente von höchster Wichtigkeit zurückgehalten wurden und werden, weil ...

Was geht das alles die Schüler der Apostel der letzten Zeiten an, wird mancher fragen? Sehr viel. Die Kirchen, besonders die Evangelische Kirche, haben durch falsches Verhalten (von einem Extrem ins andere gefallen) und ungerechte Schuldzuweisungen viele Menschen in Deutschland dem Glauben entfremdet (vergleiche Pfarrer Wolfgang Borowsky). Jahrzehntelang wurde allsonntäglich eine ganze Generation als Verbrecher abgestempelt. Dasselbe geschah im Geschichtsunterricht der Schulen. Viele Seelen laufen Gefahr, für immer verloren zu gehen, und dies in erster Linie wegen ungerechter Vorwürfe von den Kanzeln, die so manchen guten und anständigen Menschen aus den Kirchen in die Verlassenheit getrieben haben. Vielen braven Frontsoldaten war die "schwarze Pest" (SS, Gauleiter Koch usw.), die die Osteuropäer als Untermenschen behandelte, selbst verhaßt, und sie glaubten, nur ihre vaterländische Pflicht zu erfüllen - wie die Soldaten aller Völker, wenn sie in den Krieg ziehen. Der Krieg ist das Teuflische, und ihn gilt es zu verhindern. Nur mit dem Krieg ist auch die Durchführung der Judenvernichtung zu erklären, zu der es in Friedenszeiten wohl kaum gekommen wäre. Wer wirklich dahinter steckt, das waren und sind dämonische Einflüsse.

Hier ist ungeheuer viel aufzuarbeiten. In größer Sorge um das Heil vieler Seelen haben wir es deshalb unternommen, das in höchstem Maße unerfreuliche und undankbare Thema anzurühren; man macht sich in allen Lagern nur Feinde, und ein einziger falscher Satz kann einem das Genick brechen oder einen zumindest für Jahre hinter Gitter bringen; die Ankläger suchen schon mit der Lupe. Es wurde so viel geschrieben, und einer hat vom anderen abgeschrieben, oft ohne nach wissenschaftlicher Manier den Inhalt gründlich zu überprüfen, und so mancher hat das Übernommene noch selbst manipuliert, so daß die Geschichtsschreibung des Zweiten Weltkrieges und des Nationalsozialismus voller Widersprüche ist. Als Beispiel möge die berüchtigte Wehrmachtsausstellung genügen, zu der massenweise Schulklassen gelotst wurden: Nur ein Zehntel der gezeigten Fotos ist nach Ermittlungen des ungarischen Historikers Krisztlán Ungvary echt; die anderen stammen aus sowjetischen Arbeitslagern usw.

Deshalb wollen wir endlich die ganze Wahrheit hören. Wir verlangen, daß die Archive auch der Sieger geöffnet werden und daß unabhängige Wissenschaftler, um nur Shraga Elam und Jehuda Bauer zu nennen, ohne Druck von außen ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit bekanntgeben dürfen.

Gehen wir unvoreingenommen zu den Quellen sowie zu jenen, die aufrichtig die Wahrheit suchen und nicht von vornherein sagen, immer nur die anderen sind schuld, ihre eigene Gruppe, ihr eigenes Volk aber nicht, beziehungsweise umgekehrt. Denn jeder Beteiligte (wir reden natürlich nur von den Überlebenden), das ist unser Eindruck, hat ein gerüttelt Maß Schuld, und keiner ist ohne Schuld. Auch die Mächtigen von heute werden doch wohl nicht annehmen, daß beim Jüngsten Gericht irgend jemandes Schuld unter den Teppich gekehrt wird? Nein, denn Gott wird in Gerechtigkeit urteilen, und sein Gericht ist gerecht.
Und die Ankläger werden Menschen sein. Einer davon ist Shraga Elam, ein Sprachrohr ungezählter Märtyrer.


Heiliger Erzengel Raphael, getreuer Begleiter des Tobias, Engel der Christen und der Juden, führe jene, die nach Wahrheit und Gerechtigkeit streben, damit sie sich im Herrn versöhnen!

Heiliger Erzengel Raphael,
mit deinem Licht erleuchte uns.
Heiliger Erzengel Raphael,
mit deinen Flügeln beschütze uns!
Heiliger Erzengel Raphael,
mit deiner Arznei heile uns!


Top secret

Es begann 1984 mit der Freigabe eines streng geheimen Textes, den der amerikanische Agent Vincent La Vista 1947 verfaßt hatte und der wie folgt lautet:

"Auf der Brennerpassroute, von Österreich herkommend, ist die erste Station an der Untergrundlinie (Anmerkung von Shraga Elam: des jüdischen Fluchweges) in Italien ein Schloß in Meran, dessen Direktoren deutsch sprechen. Es heißt offenbar "SCHLOSS RAMETZ" und gehört CRASTAN, Albert, einem Juden, der sich als Schweizer Konsul und Mitglied des Internationalen Roten Kreuzes ausgibt. Während des Krieges war er Agent einer SS-Sondereinheit, "SCHLOSS LABERS" oder auch "WENDIG-GRUPPE" genannt, welche Oberst Friedrich SCHWENDT unterstand, der nur gegenüber KALTENBRUNNER und HIMMLER Verantwortung zu tragen hatte.

Vier andere jüdische Agenten dieser Gruppe sind auf freiem Fuß. Ein gewisser VAN HARTEN, JAAC, im Moment in der Hayarkon-Straße 184 in Tel Aviv/Palästina wohnhaft, verlangt von der Amerikanischen Regierung fünf Millionen Dollar, welche eine Beute der SS-Gruppe war, die in SCHLOSS RAMETZ und SCHLOSS LABERS - dem Hauptquartier SCHWENDTS - und anderen Gebäuden in Meran lagerte. Bestandteil dieser Beute ist eine große Anzahl gefälschter britischer Pfundnoten. (...)

Ein anderer Agent Schwendts ist LOVIOZ, Carlo, ebenfalls Jude, ehemals Chef der "Banca Commerciale" in London und derzeit Direktor der "Banca Commerciale" in Como. Dieser hat einen Bruder, der die "Basler Bank" in der Schweiz leitet. Bei den anderen beiden handelt es sich um die Gebrüder MANSER, von denen der eine während der Nazibesetzung regelmäßig die deutsche Botschaft in Rom mit einem Auto mit IKRK-Nummernschild besuchte. (...)

Es ist interessant zu bemerken, daß CRASTAN, VAN HARTEN und die MANSERs, alle, das IKRK als Deckmantel benützen. Es wird vermutet, daß sich VAN HARTEN fälschlicherweise als Holländer ausgibt. Die genaueren Beziehungen zwischen dem Rest von "SCHLOSS LABERS" und dem jüdischen Untergrund sind im Moment nicht bekannt, aber eine Verbindung scheint zu bestehen."

Schloß Rametz, Meran, Foto: etika.com
(darf mit Bildvermerk etika.com abgedruckt werden, weitere Fotos in besserer Qualität auf Anfrage: aihs@etika.com)

Ohne Tabus

Mit der Spürnase eines Detektivs geht der Jude Shraga Elam diesen Geheimnissen auf den Grund. Er wurde 1947 in Haifa geboren, studierte Philosophie in Haifa und Ethnologie in Zürich, hat die arabisch-jüdische Organisation "Koexistenz" mit gegründet, bezeichnet sich als Friedensaktivist und lebt seit 1979 in der Schweiz. Elam, der wohl zuerst im familiären Umfeld mit merkwürdigen Zeugnissen entkommener Glaubensbrüder konfrontiert wurde und diesen als Wissenschaftler nachgegangen ist, fördert Unglaubliches zutage. Tabus kennt er nicht.

Wer sein Buch in die Hand bekommt, traut seinen Augen nicht: Zu sensationell ist das, was er da lesen muß. Das ganze Weltbild kippt. Und Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte über Hitlers jüdische, amerikanische und Schweizer Agenten, die der SS beim Falschgeldwaschen geholfen haben, ist Südtirol.

Es handelt sich aber um mehr als eine Falschgeldgeschichte. Nicht das Geld, die Menschen stehen im Mittelpunkt. Über ein halbes Jahrhundert nach der Judentragödie bricht sich der bisher unterdrückte Zorn einiger Juden Bahn - der Zorn gegen jene, die ihre Glaubensbrüder verrieten. Das Buch gerät zur (versteckten) Abrechnung mit vielen ungenannten Mitschuldigen, darunter Leute, Gruppen und Staaten, von denen man solches nie erwartet hätte. Durchforsten wir das Buch, dessen Kauf nur empfohlen werden kann, stichwortartig.

Adolf Eichmann: Blut gegen Waren (die Brand-Mission)

Adolf Eichmann schlug (zwischen 21. März und 17. Mai 1944) Joel Brand, Mitglied eines zionistischen Rettungskomitees in Ungarn, vor: "Blut gegen Waren, Waren gegen Blut". Die SS sei bereit, eine Million Juden auswandern zu lassen, wenn das "Weltjudentum" 10 000 Lastwagen und andere Waren lieferte. Brand fuhr am 17. Mai zu Verhandlungen mit der zionistischen Führung nach Istanbul. Das Direktorium der Jewish Agency lehnte ab. Brand wurde an die Engländer ausgeliefert. Die Londoner Presse brachte am 20. Juli 1944 Stellungnahmen, daß die Alliierten auf das Angebot nicht eingehen würden. (S. 56)

Ein verzweifelter Hilferuf des Rabbiners Michael Dov Weissmandel am 22. Mai 1944 an die Alliierten, Auschwitz und die Bahnlinien dorthin zu bombardieren, blieb unerhört. "Und Ihr, unsere Brüder in den Ländern der Freiheit, und Ihr Minister aller Staaten, warum schweigen Sie angesichts dieses Mordes, in dem bis jetzt sechs Millionen ermordet wurden und tagtäglich werden weiter Zehntausende vernichtet... Sie sind bösartig. Sie sind Mörder ... wegen Ihrem Nichtstun." (S. 57)

Das jüdische Rettungskomitee (Rudolf Kastner) schlug, als die Brand-Mission gescheitert war, den Nationalsozialisten den Kauf von Traktoren in der Schweiz für fünf Millionen Franken vor, worauf die Deportation von 17 290 Juden ausgesetzt wurde. (S. 57) SS-Oberstleutnant Kurt Becher und Konsorten drohten mit der Vergasung von 150 000 bis 250 000 nach Auschwitz deportierter ungarischer Juden, falls die Verhandlungen Anfang September erfolglos blieben. Der Schweizer Saly Mayer von der jüdisch-amerikanischen Hilfsorganisation "Joint" und Kastner erreichten trotz des Verhandlungsverbots der US-Regierung die Entlassung von 1742 Juden in die Schweiz; 17 000 Juden wurden von Ungarn nach Wien statt nach Auschwitz geschickt, und 200 000 Juden wurden in Budapest am 25. August 1944 vor der Deportation gerettet. (S. 59) Wieviel Becher erhielt, ist bis heute nicht bekannt, vermutlich einen Millionenbetrag. Becher gab bei Kriegsende das Lösegeld in drei vollen Koffern der Jewish Agency. Ungarische Juden behaupten, daß sich Mitglieder des Rettungskomitees damit bereichert haben. Elam liefert dann Material für die These, daß Himmler die Absicht gehabt haben könnte, Juden in größerer Anzahl freizulassen, doch hätten sich die Alliierten offenbar überhaupt nicht um das Schicksal der Juden gekümmert. Der Verfasser: "Eine weitere Forschung könnte hier neue, wenig erfreuliche Aspekte der Judenvernichtung aufzeigen." (S. 63) Ja, sind denn nicht schon Tausende Bücher geschrieben worden - und über diese entscheidende Frage weiß man gar nichts?

Alliierte und andere Staaten lehnen Aufnahme von Juden ab

Warum lehnten die Alliierten den Freikauf von Juden ab? Elam: Die Briten waren gegen die Ausreise von so viel Juden nach Palästina, weil die Araber sich gegen die jüdische Masseneinwanderung wehrten und deswegen Kontakte zu den Nazis aufnahmen. Die Briten zogen auch das Argument aus dem Ärmel, die Russen wären gegen die Ausreise der Juden; sie zögen nämlich militärisch Vorteil aus dem Umstand, daß das deutsche Bahnsystem durch die Judendeportationen blockiert wäre. (63)

Die USA fürchteten, die Juden würden, wenn sie nicht nach Palästina dürften, in die USA einreisen wollen. Elam: "... es wäre sehr wohl möglich gewesen, Juden zu retten und sie in anderen Ländern als in den USA in Sicherheit zu bringen". (64). Explosiv die Aussage Elams: "Bei diesen Überlegungen des State Department spielte das Schicksal einiger Millionen jüdischer Menschen keine wichtige Rolle. Verhandlungen mit den Deutschen zur Rettung einer großen Anzahl Juden waren vielmehr unerwünscht, weil sie mit der ,Gefahr´ eines frühzeitigen Friedens verknüpft waren." Alle Wetter!

Auch die anderen Staaten lehnten es ab, die Juden aufzunehmen, wie aus folgender Passage ersichtlich ist: "Ich habe mit Herrn Burckhardt (vom IKRK) darüber gesprochen, welcher sich dahingehend äußerte, daß die ausländischen Staten keine Juden mehr aufnehmen wollen" (79).

Falschgeldzentrale Meran

Der SS-Major Alfred Naujocks - er leitete laut Elam den Überfall auf den deutschen Sender Gleiwitz - soll das Falschgeldprojekt ausgedacht haben. Im KZ Sachsenhausen wurden nach Berechnungen eines tschechischen Häftlings rund 135 Millionen Pfund Sterling hergestellt; diese Summe erreichte fast die Höhe der britischen Goldbestände von 1933. SS-Oberstleutnant Wilhelm Höttl teilte später mit, daß die SS sogar für zwölf KZ-Insassen, darunter drei Juden, Kriegsverdienstmedaillen beantragte. Verteilt wurde das Geld von Schloß Labers in Meran aus. Höttl hatte Mussolinis Schwiegersohn Graf Ciano befreit, und dieser wollte die falschen Pfundnoten in Südamerika verbreiten, wurde aber in Deutschland hingerichtet. Höttl gab, wie Shraga Elam weiter mittelt, vor dem Nürnberger Prozeß eine eidesstattliche Erklärung ab, daß Adolf Eichmann ihm Ende 1944 gesagt habe, es seien sechs Millionen Juden vernichtet worden. Elam: "Diese Information verhalf ihm zu seiner Entnazifizierung; später zog er sich damit den Haß etlicher Auschwitz-Leugner zu. Denn über lange Zeit hinweg galt er als die Hauptquelle für diese Zahlen zur Judenvernichtung." (85 und 131)

Recht schillernd die Person des Chefs der Gruppe Wendig, Friedrich Schwend: Bei Kriegsende vergräbt der SS-Oberst Gold, Dollar und Franken im Kaunsertal (Kaunertal, am Eingang einer Mühle, rechts der Straße) wird US-Major im Dienst des Militärgeheimdienstes CIC, handelt mit geraubten Gemälden, emigriert nach Peru, wird dort Mitglied der jüdischen "Anti Defamation League", nimmt Kontakt zum ehemaligen Lyoner Gestapo-Chef Klaus Barbie in Bolivien auf, bietet sich für einen Putschversuch an und berät die peruanische Armee bei "antikommunistischen Tätigkeiten" (156 - 160) Ein richtiges Stehaufmännchen.

Fluchtwege für Juden und Nationalsozialisten kreuzen sich

16 500 Juden reisten durch Italien Richtung Palästina (153). Gleichzeitig wurden bei und nach Kriegsende mit Hilfe aus dem Vatikan und den USA, die sich gegen den Kommunismus rüsteten, NS-Funktionäre ins Ausland geschleust. Die jüdischen SS-Agenten von Meran mischten auf beiden Seiten mit. Elam zitiert Simon Wiesenthal, der schreibt: "Ich kenne ein kleines Gasthaus in der Nähe von Meran, wo illegale Nazitransporte und illegale Judentransporte zuweilen miteinander die Nacht unter dem gleichen Dach vebrachten, ohne voneinander zu wissen. Die Juden waren im ersten Stock versteckt und angewiesen, sich nicht zu rühren; und die Nazis im Erdgeschoß hatte man dringend gewarnt, sich außerhalb des Hauses sehen zu lassen." Van Harten finanzierte mit 40 000 bis 50 000 britischen Pfund aus dem Meraner SS-Fonds den Aufbau der jüdischen Geheimorganisation "Ha´bricha" (Flucht), aus der später der israelische Geheimdienst "Mossad" hervorging. (141) Knüller über Knüller!

Jüdische NS-Kollaborateure

Jüdische NS-Kollaborateure gab es in allen von den Nazis besetzten Teilen Europas. (S. 31) Einige waren für mehrere Seiten tätig. So spionierte die Hauptfigur Jaac van Harten - er ist, dies ganz am Rande, auf Seite 150 in einem seltsamen Zusammenhang erwähnt: "Elias verliebte sich in van Harten und wollte mit ihm Geschäfte machen, denn er war geldgierig." -sowohl für Deutschland als auch die USA (93). Die Frau van Hartens war übrigens mit der Familie des "Ha´aretz"-Besitzers Gerschon Schocken verwandt. Sogar die spätere Ministerpräsidentin Golda Meir setzte sich dafür ein, daß van Harten im Lande bleiben konnte. Er starb 1973. (155) Mysteriöse Zusammenhänge.

Menschenhändler-SS

Ein Beispiel aus Ungarn: SS-Oberstleutnant Kurt Becher steckte Angehörige der Budapester Industriellenfamilie Weiss in Arbeitslager, bis diese der Erpressung nachgab und der SS die Treuhänderschaft über ihren Konzern übertrug. Dafür durften 39 Familienmitglieder ausreisen. (Becher-Kastner-Affäre, S. 53)

Über SS-Werkstätten und SS-Schutzjuden, denen Schutzpässe erteilt wurden, versuchten Becher und Konsorten (darunter vermutlich van Harten), an jüdische Vermögen zu gelangen. (S. 54f.)

Außerordentlich mutig der Verweis Elams auf den Spielberg-Film "Schindlers Liste": "Wer auf diese Liste will ..., der braucht Diamanten", hieß es in Thomas Keneallys Vorlage zu dem Streifen. Zweifel an der Rolle Schindlers äußerte auch Nathan Dror (Schwalb), der ihn als "Banditen" bezeichnete (wir schließen uns dem an, seit wir von der sexuellen Ausbeutung jüdischer Frauen durch Schindler gehört haben). Schwalb wollte dies öffentlich erklären, aber man hatte ihm davon abgeraten. Es sei im Moment nicht opportun. (S. 55) Elam hat die Zeichen der Zeit erkannt: Schluß mit solchen Tabus!

Menschenhändler und NS-Kollaborateur Rudolf Kastner, in Israel später Mapai-Funktionär, wurde am 3. März 1957 von dem Shin-Beth-V-Mann Zwi Eckstein ermordet. Der Publizist Uri Avnery meinte, Kastner hätte auspacken und die israelische Regierung in echte Verlegenheit bringen können. (73)

Öl für Hitler - aus den USA!

Während die Amerikaner angeblich aus moralischen Gründen den Freikauf von Juden ablehnten, lieferten sie Hitler Erdöl für seine Panzer und Flugzeuge! Standard Oil exportierte im Sommer 1944 monatlich 48 000 Tonnen Erdöl ins Dritte Reich. General Motors und Ford bauten dort Lastwagen und anderes Kriegsgerät. (65) Wessen Weltbild kommt da nicht ins Schwanken? Die guten Amis, die bösen Deutschen... Ihr Hauptziel war die Öffnung der Weltmärkte für die eigene Wirtschaft - und die Ausschaltung ihrer Konkurrenten. Hier dürfen wir an die Anklage Horst Mahlers erinnern und das Wort von US-Präsident Harry Truman: "Wenn Rußland gewinnen würde, sollten wir Deutschland helfen und umgekehrt Rußland, wenn Deutschland gewinnen sollte - und ihnen so Gelegenheit geben, möglichst viele umzubringen."

Palästina hat für Jewish Agency Vorrang

Adolf Eichmann begann am 15. Mai 1944 mit den Massendeportationen (aus Ungarn?) nach Auschwitz. In 56 Tagen fuhren 147 Züge, in denen 434 351 Menschen aus der ungarischen Provinz eingepfercht waren. Die meisten wurden laut Elam sofort vergast. Die jüdischen Organisationen im In- und Ausland waren überrascht, warnten die jüdische Bevölkerung nicht und leisteten auch sonst keinen nennenswerten Widerstand. (55f.)

Die Jewish Agency spielte eine merkwürdige Rolle. Elam: "Denn für diese Führung stand nicht die Rettung der europäischen Juden, sondern die Errichtung eines jüdischen Staates im Vordergrund." (64)

Über den wichtigsten zionistischen Politiker schrieb dessen Biograph Shabtei Teveth: "Bei Ben Gurion entwickelte sich die Auffassung, daß die Not der Juden eine Machtquelle sei und man die jüdische Katastrophe ausnützen müsse, um einen zionistischen Vorteil zu erzielen. Aus dieser Auffassung formulierte er die Parole: ,Katastrophe ist Macht´.

Elam ist ein Vorbild für die Geschichtsschreibung. Er hält solche Dinge nicht zurück, obwohl er sich damit viele Feinde macht. Aber die Wissenschaft hat Vorrang, und so muß es sein. Die Wahrheit über alles. Das gilt auch für nachstehende Aussage zionistischer Aktivisten, welche die meisten jüdischen Überlebenden als schlechtes "Menschenmaterial" betrachteten: "Es bedeutet eine Katastrophe, wenn alle Lager (-Insassen, d. h. Shoa-Überlebenden; Anm. SE) nach Palästina transferiert werden", sagten Ha´bricha-Aktivisten Ben-Gurion Anfang 1946 und fragten ihn: "Werdet Ihr diesen Abschaum, der er ist, wirklich nach Eretz-Israel bringen?" (155) Offenbar gibt es in allen Völkern solche und solche, Gute und Böse, Barmherzige und Rücksichtslose. Weshalb der Autor "zur Auflösung der immer noch vorherrschenden Schwarzweißmuster in der Geschichtsschreibung des Zweiten Weltkrieges beitragen" will (Schluß des Vorworts).

Südtirol bei Kriegsende

Der jüdische SS-Geldwäscher Jaac van Harten bezog 1944 im Meraner Hotel Stefanie Quartier. Er will sich "sofort für die jüdischen Insassen des KZ in der Nähe von Bozen (Bolzano) eingesetzt, ja die Deportierten sogar aus den Zügen geholt und damit vor dem Transport nach Auschwitz gerettet haben". Dafür habe er in seiner Eigenschaft als Delegierter des Internationalen Roten Kreuzes dem Gauleiter von Bozen versprochen, daß Meran und Cortina d´Ampezzo als Spitalstädte deklariert und nicht bombardiert würden. (77) Mit einer Bewilligung von SS-General Wolff habe er, so van Harten, am 15. Februar 1945 alle 15.000 KZ-Insassen in Bozen befreit und alle Juden nach Meran mitgenommen. Auch der jüdische SS-Kollaborateur und faschistische OVRA-Polizeispitzel Valerio Benuzzi, Vertrauensmann des Mailänder SS-Chefs Oberst Walter Rauff, soll sich für die Befreiung dieser Juden eingesetzt haben. (78)

Südtirol: Verstecke von Raubgütern

Von den Nationalsozialisten geraubte Güter - auch der ungarische Kronschatz wird erwähnt - wurden von den Gruppe Wendig an den verschiedensten Orten versteckt, so in Schnals und Martell, im Marmorbruch in Laas, in den Straßengalerien von St. Valentin bis zum Reschen sowie im Pustertal (Sand in Taufers). Bilder der florentinischen Uffizien und des Palazzo Pitti (von Raffael, Tizian, Rubens, van Dyck und anderen) fanden in einem völlig anderen Milieu, nämlich einem Bauernhaus in St. Leonhard in Passeier, eine vorübergehende Bleibe. In Meran selbst entdeckten US-Soldaten viele Raubgüter in Gebäuden, die ein Schild hatten "Unter dem Schutz des IKRK". Was mit den geraubten Gütern geschah, wer sich alles daran bereicherte, das entnehme man dem Buch selbst.

Toplitzsee

Gespannt darf man auf die Ergebnisse der Tauchaktionen im Toplitzsee im steirischen Salzkammergut sein, die im Juni 2000 begonnen haben. Der US-Fernsehsender CBS ist der Auftraggeber. Auf dem Seegrund lagern auch Banknoten von Schloß Labers sowie Geheimakten der SS. Ein Teil wurde bereits im Sommer 1959 von "Stern"-Reportern geborgen, doch mußte die Aktion damals abgebrochen werden. (161f.)

*

Das Buch von Shraga Elam ist eine reichhaltige Fundgrube und ein überaus notwendiger Beitrag, um der Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus näherzukommen. Mysteriös erscheint uns, daß von der Gruppe Wendig und ihren Mitgliedern bisher fast nichts zu lesen war. Auch die Flüchtlingsströme, die sich durch Südtirol bewegten, dürften nur am Rande Schloß Labers gestreift haben. Die Rolle der deutschen Fluchthilfeorganisation Odessa war im Vergleich zu den von den Amerikanern über den Vatikan geführten "ratline" (Rattenlinie, Weg für Agenten und Flüchtlinge) gering, deutet Elam an (168). Ein beträchtlicher Teil der Angehörigen von NS-Organisationen, deutscher Geheimdienste und dergleichen ist sicherlich auf eigene Faust geflohen, wobei es freilich einige Anlaufstellen gab, zum Beispiel in Rom Bischof Alois Hudal.

Abschließend: Es ist noch längst nicht alles gesagt. Gemach, gemach... Die Wahrheit siegt.

Möge auch der hl. Erzengel Michael allen Wahrheitssuchern helfen und sie vor den Feinden, die immer dieselben sind, schützen.

Internetdienst etika.com

Interview mit Shraga Elam in Meran:
Man hätte noch viel mehr Juden retten können“

49NS54B1 „Operation Bernhard“. Schloß Labers: Noch Stoff für 20 Krimis
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49NS54B3 „Operation Sunrise“. Seltsame Koalition für Brennergrenze
SS-Agenten mit italienischen Partisanen und Amerikanern gegen Gauleiter Hofer

Die Geschichte des 2. Weltkrieges muß neu geschrieben werden!