ETIKA

Internet-Stimme der Apostel der letzten Zeiten AIHS

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14.1.1999

D90A30ET / 90A31

Apokalypse: Wo stehen wir 1999? Franziskus als Engel des sechsten Siegels - Strafgerichte

Zur Offenbarung des Johannes

Sie sagten zu den Bergen und Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Blick dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes; denn der große Tag ihres Zorns ist gekommen. Wer kann da bestehen?

(Offenbarung 6, 16 und 17)

Auch wenn der Weltuntergang jetzt noch nicht zu erwarten ist, so spitzt sich doch die Lage der Menschheit in einem nie dagewesenen Ausmaß zu. Dies betrifft einerseits die Versuchungen und Verfehlungen, andererseits die Strafgerichte individueller und globaler Art. Man blicke nur rundum.

Wer vermag zu sagen, was buchstabengetreu in Erfüllung geht und was nur symbolisch gemeint ist? Oft versteht nur der die Worte, der selbst betroffen ist. Die geschilderte zeitliche Reihenfolge gibt viele Rätsel auf.

Jedenfalls stehen wir jetzt, Anfang 1999, mitten in einem Meer "individueller Apokalypsen", Familientragödien, Umweltkatastrophen und so weiter. Sie nehmen in einem atemberaubenden Tempo zu.

Nur wer bewußt die Augen verschließt, sieht nicht, was ringsum geschieht. Er glaubt, alles gehe immer so weiter wie bisher, und will von Gott und seinen Geboten nichts wissen. Aber er betrügt sich selbst. Denn früher oder später wird die Stunde der Wahrheit kommen.

Der hl. Bonaventura ist überzeugt, daß das sechste Siegel schon eröffnet worden ist. Für ihn ist Franziskus der Engel des sechsten Siegels. Über diesen steht in der Bibel:

Offenbarung 7,2: Dann sah ich vom Aufgang der Sonne her einen anderen Engel emporsteigen; er hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief den vier Engeln, denen die Macht gegeben war, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, mit lauter Stimme zu: Fügt dem Land, dem Meer und den Bäumen keinen Schaden zu, bis wir den Knechten unseres Gottes das Siegel auf die Stirn gedrückt haben.

Warum Franziskus? Im Vorwort zu seinem Buch "Das Große Franziskusleben" schreibt der Kirchenlehrer:

1. In diesen jüngsten Tagen ist die Güte Gottes, unseres Erlösers, in seinem Diener Franziskus allen wahrhaft Demütigen und allen Freunden der heiligen Armut erschienen, die in ihm Gottes überreiches Erbarmen verehren und durch sein Beispiel lernen, Bosheit und weltliches Begehren gänzlich abzulegen, Christus gleichförmig zu leben und unermüdlich nach der seligen Hoffnung zu dürsten.

Denn auf ihn als wahrhaft Armen und Zerknirschten hat der erhabene Gott in so gütiger Herablassung herabgeschaut, daß er nicht bloß den Elenden aus dem Staube weltlichen Lebenswandels erhoben, nein, auch zum Lehrer, Führer und Herold der evangelischen Vollkommenheit bestellt, den Gläubigen zum Leitstern gegeben hat.

Er sollte von dem Lichte Zeugnis geben und für den Herrn den Weg des Lichtes und des Friedens zu den Herzen der Gläubigen bereiten.

Er hat nämlich gleich dem Morgenstern inmitten der Wolken strahlend im Glanz seines Lebens und seiner Lehre denen, die in Finsternis und Todesschatten wohnen, als helleuchtender Stern den Weg zum Lichte gewiesen und gleich dem Regenbogen in den Wolken der Herrlichkeit als Zeichen des Gottesbundes und Engel des wahren Friedens den Menschen Frieden und Heil verkündet.

Denn Gott hat ihn nach dem Vorbild und in Nachahmung des Vorläufers Johannes dazu bestimmt, durch Beispiel und Wort Buße zu predigen und so der allerhöchsten Armut in der Wüste den Weg zu bereiten.

Zuerst mit himmlischen Gnadengaben bedacht, dann mit den Verdiensten unübertrefflicher Tugend gekrönt, ja mit Prophetengeist erfüllt, zu Engeldienst erwählt, ganz von seraphischer Glut erfüllt und als hierarchischer Mann auf feurigem Wagen emporgetragen, wurde er, wie der Lauf seines Lebens deutlich bezeugt, mit Recht als ein Mann erfunden, der da erscheinen ist im Geist und in der Kraft des Elias.

Daher heißt es nicht zu Unrecht, ein anderer Freund des Bräutigams, der Apostel und Evangelist Johannes, habe ihn treffend in einer Weissagung unter dem Bild des Engels bezeichnet, der vom Aufgang der Sonne aufsteigt und das Zeichen des lebendigen Gottes trägt.

"Bei der Öffnung des sechsten Siegels" - sagt Johannes in der Geheimen Offenbarung - "sah ich einen anderen Engel vom Aufgang der Sonne aufsteigen, der das Zeichen des lebendigen Gottes trug."

2. Daß dieser Gottesbote, der für Christus liebenswert ist, uns als Beispiel und der Welt zur Bewunderung diente, der Knecht Gottes Franziskus gewesen sei, erfassen wir in unerschütterlichem Glauben, wenn wir an ihm die einmalig große Heiligkeit betrachten; denn durch sie ahmte er schon inmitten der Menschen die Reinheit der Engel nach und ward dadurch denen, die Christus vollkommen nachfolgen, zum Vorbild gegeben.

Zu dieser frommen Erkenntnis im Glauben aber führt uns ein Doppeltes: einmal das Amt, zum Weinen und Wehklagen, zum Scheren des Hauptes und zum Bußgewand aufzurufen und den wehklagenden und trauernden Männern das Tau-Zeichen auf die Stirn zu prägen, das ihm aufgetragen wurde, der selbst durch das Zeichen des Kreuzes der Buße und seines Gewandes dem Kreuze ähnlich war; sodann als unverbrüchlich wahres Zeugnis das Siegel der Ebenbildlichkeit mit dem lebendigen Gott, mit dem gekreuzigten Christus, das ihm nicht die Kraft der Natur oder ein schlauer Betrug, sondern die wunderbare Macht des lebendigen Gottes dem Leibe nach eingeprägt hat."

(Franziskus - Engel des sechsten Siegels, Sein Leben nach den Schriften des heiligen Bonaventura, Einführung, Übersetzung, Anmerkungen von P. DDr. Sophronius Clasen OFM, Franziskanische Quellenschriften, herausgegeben von den deutschen Franziskanern, Dietrich-Coelde-Verlag Werl/Westfalen 1962, Seite 251ff.)

Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Jesus Christus kommt bald, um zu richten und die Guten von den Bösen zu scheiden.

Das Gebet schützt uns vor allem Übel. Die Engel helfen uns.

Bete ohne Unterlaß! Das Vaterunser. Oder den Rosenkranz. Oder:
Guter Vater, Jesus Christus, hilf, Herr, rett uns!

1. Von Franziskus gemaltes Tau, beim Segen für Bruder Leo
2. Franziskusbild von Cimabue, Assisi, Basilika, Unterkirche

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