Apokalypse Informationsdienst etika.com Apostel der letzten Zeiten AIHS

ETIKA D90A30ET

Apokalypse 1999 (I)

http://www.etika.com
21.4.1999

90A35

Hexenkessel Balkan

Analyse von etika.com, Apokalypse-Informationsdienst: weltweit Nr. 1

Nato bombardiert Serbien - Exodus aus dem Kosovo - Massenvertreibung und Greueltaten - Deutschland schlittert zum letzten Mal in einen Krieg - Weltkriegsgefahr steigt von Monat zu Monat - Wer stoppt die High-Tech-Generäle?

Elifas von Theman sprach: Wohin ich schaue: Wer Unrecht pflügt, wer Unrecht sät, der erntet es auch. (Hiob 4,8)

Bildad von Schuach sprach: Beugt etwa Gott das Recht, oder beugt der Allmächtige die Gerechtigkeit?
Haben deine Kinder gefehlt gegen ihn, gab er sie der Gewalt ihres Frevels preis.
(Hiob 8,3.4)

Zusammenfassung: Die Nato bombardiert Serbien. Sie schreckt nicht davor zurück, Städte und Wohngegenden ins Visier zu nehmen und Zivilisten umzubringen. Der Krieg macht Menschen zu reißenden Hyänen. Er entfesselt die schlimmsten Triebe. Die jahrhundertelange Unterjochung der Serben durch die Moslems entlädt sich in furchtbaren Ausbrüchen des Hasses und der Rache. Erst die Luftangriffe haben zu der Vielzahl von Greueltaten und zum Massenexodus der Kosovo-Albaner geführt. Sie haben alles noch unendlich schlimmer gemacht. Bis zur Bombardierung wurden ein paar Tausend Albaner vertrieben, seitdem aber Hunderttausende! Schreckliche Geißel Krieg! Denn über 90 Prozent der Opfer sind Unschuldige.

Am 9.4.1999 Atomschock aus Moskau

Beobachter grübeln, warum der kommunistische Parlamentspräsident Gennadi Selesnjow bekanntgibt, daß russische Atomraketen auf Anordnung Jelzins auf Nato-Staaten gerichtet würden. Militärführung und Kreml dementieren umgehend. Stunden später droht Jelzin wirklich mit dem 3. Weltkrieg, falls die Nato zum Bodenkrieg in Serbien übergehen sollte. Wollte Jelzin den Plan seiner Gegenspieler zu einem wirklichen Überraschungsatomcoup gegen den Westen vereiteln? Aber welche Rolle spielt dann Selesnjow?

So lauteten unsere Voraussagen:

Gefährliche Folgen der Nato-Angriffe

Die ständigen Luftangriffe der Amerikaner und der verbündeten Westeuropäer

  1. machen aus dem Balkan einen Hexenkessel
  2. verstärken den Haß der christlichen Serben auf die moslemischen Albaner. Von der Niederlage am Amselfeld 1389 an wurden die Serben mehr als vier Jahrhunderte, bis 1804/6, von den moslemischen Türken unterjocht. In Nisch ließen die Osmanen aus den Köpfen besiegter Christen einen "Schädelturm" errichten. Mit jedem Angriffstag mehr wird die Rückkehr der geflüchteten und vertriebenen Albaner schwieriger;
  3. steigern die aus der Geschichte bekannte Brutalität vieler Serben zur Bestialität (bekannt aus dem Zweiten Weltkrieg und aus den Kämpfen zwischen Partisanen und Tschetniks sowie zuletzt von den Massakern der Tschetniks an Kroaten und Moslems in Bosnien). Serben haben wieder Greueltaten an Albanern begangen, was Gott mit der ewigen Verdammnis bestrafen wird;
  4. führen zu einer in Europa in den letzten 50 Jahren beispiellosen Massenvertreibung und zu Flüchtlingsströmen in die Nachbarländer sowie nach Italien, Deutschland, Österreich usw.; bis zum Beginn der Bombardierung sind vielleicht ein paar Tausend Albaner vertrieben worden, seitdem aber Hunderttausende!
  5. führen zum Eingreifen Rußlands, vielleicht erst mit Bodentruppen, denn die Russen sind Blutsbrüder und treue Kampfgenossen der Serben; Angst ("Gestern Irak, heute Serbien, morgen wir!") verlangt nach Selbstverteidigungsmaßnahmen;
  6. lösen im weiteren Verlauf möglicherweise den nächsten Weltkrieg aus, der mit Atomwaffen ausgetragen wird. Wer siegt, ist ungewiß. Wahrscheinlich wird es nur Verlierer geben.

Schuld und Tragödie der Albaner

Hunderttausende Albaner verlassen voll Panik den Kosovo, von Serben brutal vertrieben oder aus Angst vor weiteren Massakern, vor Bombenangriffen und einem Bodenkrieg, der eine "verbrannte Erde" hinterläßt. Serben vergewaltigen albanische Frauen und richten Gemetzel an. Beten wir für die armen Flüchtlinge, die Opfer der Großmachtpolitik werden und vielleicht nie mehr zurückdürfen, wenn nicht bald die Vernunft einkehrt.
Die Albaner sind nicht schuldlos.
Sie haben einen großen Teil des Kosovo - ein christliches Land, in dem viele Klöster stehen - unterwandert und für den Islam zurückerobert. Fanatiker begingen Terrorakte gegenüber Unschuldigen, und diese haben die Serben so erbost. Man muß wie überall unterscheiden. Die Untergrundorganisation UCK bedroht den gemäßigten politischen Führer der Kosovo-Albaner, Ibrahim Rugova, weil er mit Milosevic gesprochen hat und ein Ende der Nato-Bombardierung fordert. (Nachtrag am 13.5.1999: Nach seiner Reise nach Rom plädierte er dann für eine Fortsetzung der Nato-Angriffe und machte sich unglaubwürdig.)

Serbien als Bombenexerzierfeld

Nach russischen Angaben wurden schon in der ersten Woche der Nato-Angriffe 1100 Serben getötet, davon 1000 Zivilisten. An den Strafaktionen sind 438 Kampfflugzeuge aus elf Ländern beteiligt; dazu kommen Flugzeuge und Kampfhubschrauber, die auf Flugzeugträgern stationiert sind. Nato und Amerikaner hätten schon jetzt soviele Bomben abgeworfen, daß ihre Sprengkraft dopppelt so hoch sei wie jene der ersten Atombombe in Hiroshima. Dies sagte der russische Außenminister Igor Iwanow. Damals, am 6. August 1945, hatten die Amerikaner ungefähr 260.000 japanische Zivilisten umgebracht, was die Welt nicht vergessen sollte. Eine der Vorläuferaktionen war der Bombenabwurf auf das wehrlose Dresden, das voller Flüchtlinge war und ausradiert wurde. In Vietnam führten die Amerikaner einen "Krieg der verbrannten Erde". Ist es nicht Zeit, auch die Amerikaner und Briten für unschuldige Opfer ihrer (Kolonial-)Kriege zur Rechenschaft zu ziehen? Fallen die UNO-Kriegsverbrechertribunale nicht recht einseitig aus?

Wie immer bei solchen Bombardierungen (siehe Irak) verschweigen die Regierungen der betroffenen Länder die Größe der Schäden, um in der Bevölkerung keine Panik auszulösen. Deshalb gibt es keine verläßlichen Zahlen.

Krieg bringt Unheil für Millionen

Die Spirale der Gewalt läßt sich nicht mehr stoppen. Gandhi ist längst vergessen. Der Krieg wird wieder salonfähig gemacht. Dabei sind die Opfer fast immer unschuldige Zivilisten. Und im Krieg geschehen Dinge, die den Abscheu jedes anständigen Menschen erregen. Menschen werden zu Folterknechten, Raubtieren, Ungeheuern. Auch die Massenvernichtung der Juden begann erst nach Kriegsausbruch, als die Hemmschwelle für das Töten herabgesetzt war, weil man selber angegriffen wurde. Deshalb wehe jenen, die Kriege beginnen (außer es geschieht in Notwehr). Der Krieg war auch in diesem Fall nicht notwendig. Der Westen hat eine für Milosevic kaum erfüllbare Bedingung gestellt, indem er westliche Truppen im Kosovo stationieren wollte. Zu russischen, ukrainischen, slowakischen, mazedonischen und griechischen Friedenstruppen hätte Belgrad vermutlich nicht nein gesagt. Aber das wollten die Amerikaner nicht.

Zwar sind es D ä m o n e n , die zu Krieg und Greueltaten aufstacheln. Doch das ist keine Entschuldigung. Jeder Mensch hat ein Gewissen. Auch im Krieg gelten die Gebote Gottes und damit auch die Gebote der Barmherzigkeit und des Anstandes.

Verflucht ist, wer mordet, vergewaltigt, brandschatzt. Dies gilt für Soldaten und Partisanen aller Seiten.

Psychologische Kriegführung

Nie wird soviel gelogen wie im Krieg. Die Nato vertraut nicht nur auf ihre Bomben und Marschflugkörper, sondern mehr noch auf die psychologische Kriegführung. Die serbische Führung spielt die Verfolgung der Albaner herunter. Exilalbaner verbreiten Falschinformationen über Massaker; die angeblich erschossene geistige Elite der Kosovo-Albaner: Fehmi Agani, Alush Gashi etc., ist wohlauf. Clinton, Schröder, Scharping und Chirac diabolisieren Milosevic, der die Rückendeckung eines Großteils seines Volkes hat. Unvergessen, wie das US-Militär im Golfkrieg die Fernsehzuschauer der ganzen Welt hinters Licht geführt hat mit falschen Meldungen über glorreiche Erfolge der Patriot-Abwehrraketen.
Die Internationale Journalisten-Föderation spricht hinsichtlich des Konflikts Nato-Serbien von einer "bislang beispiellosen Medienkrise". Die Journalisten - zumeist unabhängig und wahrheitsliebend - sind nämlich weitgehend ausgeschaltet, dürfen nicht mehr vom Ort des Geschehens berichten.
"Wenn Gerüchte und Erzählungen die Hauptinformationsquelle werden, werden Furcht, Ungewißheit und Unwissenheit noch zunehmen".
Deshalb: Glaubt nicht alles, was euch im Fernsehen oder im Radio über den Krieg im Kosovo berichtet wird. Vieles wird in den Kammern der Geheimdienste ausgebrütet, von Meldungen über Greuel bis zu Foto- und Filmmontagen. Das war in jedem Weltkrieg so und wird jetzt mit der Möglichkeit, Bilder digital beliebig zu verändern, perfektioniert. Laßt euch nicht wieder in einen Weltkrieg hineinhetzen!

Der Test der Amerikaner

Die Amerikaner wollen nicht nur ihre vollen und überalterten Waffenmagazine leeren. Sie provozieren Rußland aufs äußerste, wollen testen, ob es noch ein Hindernis sein kann für die Weltdiktatur des Antichrist (666) die hinter den Kulissen vorbereitet wird. Dank ihrer überragenden, satellitengestützten Technik können die amerikanischen High-Tech-Generäle seit einem Jahr jeden Ort der Erde mit ihren Waffen erreichen. Die Botschaft ihrer inzwischen sehr präzisen Luftangriffe lautet, daß sich kein Volk mehr dem Willen Washingtons widersetzen darf. Wer stoppt die unheimlich perfekte Militärmaschine, die seelenlose Tötungsautomatik? Und wer entzündet einen Funken Menschlichkeit in den Herzen der Bomberpiloten, so daß sie zivile Ziele verschonen? Exkurs:

Prophetische Vision
Wer stoppt den Eroberungsdrang der modernen Dschingis Khans der Neuen Welt? Eine andere, noch bessere Technik? Die Russen mit einem Atomschlag? Wohl kaum.
Siegen werden die geistigen Kräfte, die vom alten Europa ausgehen, die Renaissance des Christentums in Deutschland und Österreich, in Spanien, in Italien, in Rußland, in der Schweiz, in Frankreich und anderen Ländern wie Kroatien und Ungarn - auch wenn es sich nur um wenige Getreue handelt.
Sie werden die
liberalistische Ideologie des Materialismus-Hedonismus, die sich von den Vereinigten Staaten von Amerika in die ganze Welt ausgebreitet hat, ebenso überwinden wie den Kommunismus - auch mit Hilfe jener amerikanischen Christen, die Jesus trotz aller Anfechtungen ihrer Hollywood-Gesellschaft treu geblieben sind und wie Lateinamerika, Asien und Afrika nur auf das Wiedererwachen des Christentums in Europa und im Heiligen Land warten.
Denn der Geist ist der Materie überlegen. Die Zeit der Herrschaft des Götzen Mammon und der Hure Babylon läuft ab. Gott regiert die Welt. Und die stärkste Macht des Universums ist das Gebet. Das Gebet eines einzigen Gerechten kann mehr Wirkung haben wie der Unverstand einer Million verblendeter Zeitgenossen.
Auch wenn eine Wende nicht auf breiter Grundlage zu erwarten ist: Die Stunde der Wahrheit schlägt beim ökumenischen Konzil in Jerusalem, siehe Benson (The Lord of the World, Der Herr der Welt), siehe Solowjew (Kurze Erzählung vom Antichrist), siehe Kardinal Newman (Antichrist). Eine kleine Schar mutiger Christen verschiedener Länder und Konfessionen wird den vom Antichrist verführten Menschenmassen und seinen gewaltigen Heerscharen gegenüberstehen - und mit der Hilfe des Himmels den Sieg davontragen!

Die Versuchung der Russen

Ganz Rußland bebt vor Empörung wegen der Angriffe auf die slawischen Brüder. Die Drohungen der Politiker könnten kaum schärfer sein. Zum Beispiel Schirinowski: "Die Zeit wird kommen, daß die russische und die serbische Armee den letzten US-Soldaten begraben und daß dieser Banditenstaat aufhört zu existieren." Präsident Boris Jelzin und sein Ministerpräsident Jewgeni Primakow müssen etwas unternehmen, wenn sie sich halten wollen. Gouverneur Alexander Lebed, die wichtigste Stimme Rußlands, ist ebenso wie der Föderationsrat und die Duma dafür, Belgrad Waffen zu liefern, um die Nato zu stoppen.

Armee, Kommunisten und Nationalisten denken an das, was Rußland in seinem jetzigen Elend allein geblieben ist: die Atomwaffen. Die neuen Topol-M in Saratow haben 10 000 Kilometer Reichweite, 6650 strategische Atomraketen fliegen über 1500 km weit, bis zu 20 000 taktische Nuklearsprengköpfe haben eine Reichweite von weniger als 1500 km. Die Armee ist von vier Millionen auf 1,2 Millionen Soldaten geschrumpft.

Der Westen setzt alles auf eine Karte - vielleicht tut es der Osten auch. Aber für einen Überraschungsangriff der Russen mit Atomwaffen ist es wohl zu spät.

Ist Moskau überhaupt noch handlungsfähig? Gelingt es dem russischen Volk noch, sich von den Fesseln der organisierten Kriminalität und des internationalen Kapitalismus freizumachen? Der IWF hat Milliarden Dollar versprochen, aber die Auszahlung erfolgt wohl am Nimmerleinstag. Überhaupt: Für ein paar Dollars, die in den Säcken einiger weniger landen, die russische Seele verkaufen? Die einzige Alternative zum schmählichen Niedergang oder zu einer Weltatomkatastrophe besteht darin, daß Rußland mit den Verbrechern im Innern aufräumt und sich auf seine eigenen Kräfte und seine Bestimmung als christliche Nation besinnt.

Die steigende Weltkriegsgefahr

Das russische Aufklärungsschiff "Liman" ist in der Adria eingetroffen. Kriegsschiffe werden folgen. Schon jetzt informiert die russische Aufklärung die Serben über Starts, Flugstrecken und Typen der von Italien aufsteigenden Nato-Maschinen.

Ein Funken genügt: ein dummes Wort, eine unüberlegte Handlung oder eine banale Computerpanne - und die blaue Adria wird blutrot und die Welt steht in Flammen.

Nicht nur viele Russen und Serben befürchten den Ausbruch des Dritten Weltkrieges. Sicher ist, daß die Spannungen zunehmen und sich auf eine von mehreren Weisen entladen werden: in einem Balkankrieg, der sich allmählich auf andere Länder ausdehnen könnte bis zu einem allgemeinen Kampf "aller gegen alle" (schon jetzt verlaufen die Fronten in kurioser Weise), oder in einem Atomkrieg. Der Sieger, wenn es einen solchen gäbe, würde dann zum unumschränkten Weltherrscher. Mit der Stabilität auf Erden ist es jedenfalls vorbei. Die Warnungen der Apostel der letzten Zeiten (seit November 1998) sind ungehört verhallt. Komme, was kommen muß.

Die Menschheit erlebt ihre größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Heute, morgen, in den nächsten Wochen und Monaten.

Deutschland hat nichts dazu gelernt

Deutschland unter der rotgrünen Regierung Schröder mischt kräftig mit. (Vergleiche unseren Beitrag "Deutsche Nachkriegslügen" unter Index 5). Von seinem Boden aus starten Stealth-Tarnkappenbomber zu Einsätzen in Serbien. Ausgerechnet von Deutschland. Ausgerechnet nach Serbien.
Glücklicherweise erinnert sich Österreich noch an seine Neutralität und läßt Nato-Flugzeuge nicht über sein Territorium fliegen. Seine Befreiung von fremden Truppen verdankt es übrigens, wie viele nicht wissen, der vom Rosenkranz-Sühnekreuzzug unseres verehrten Lehrmeisters P. Petrus Pavlicek ins Leben gerufenen Gebetsbewegung, wie die damaligen Politiker bestätigten.

Marsch der Lemminge zum Weltenbrand

Auch der Dümmste müßte es eigentlich merken. Rußlands Drohung gegenüber dem Westen hat die politische Lage von einem Tag auf den anderen verändert. Der Friede war ein Scheinfriede. Die unter den Tisch gekehrten Gegensätze brechen auf.

Wie die Kinder von Hameln marschieren die Völker den Rattenfängern nach, auf den Weltenbrand zu (siehe Muspilli, etika.com, Index 9).

ETIKA-Modell könnte Krise lösen: Dreiteilung des Kosovo

Das Etika-Überlebensprogramm 2001 wurde und wird von allen verworfen. Es hätte eine vernünftige Lösung gebracht:

  1. ein autonomes, neutrales, entmilitarisiertes Kosovo (natürlich ohne fremde Truppen) mit den Schutzmächten Serbien und Albanien
  2. keine unschuldigen Opfer in der Zivilbevölkerung, denn nach dem Überlebensprogramm 2001 ist der Krieg zu ächten und zu verhindern
  3. keine Weltkriegsgefahr.

Auch jetzt noch wäre das Etika-Modell die vernünftigste Lösung. Da Serben und Albaner - nicht nur wegen der bei den Albanern üblichen Blutrache - in den nächsten Jahrzehnten kaum mehr friedlich zusammenleben werden, und da die Serben durch ihr ungerechtes und brutales Vorgehen ihr Recht auf dieses Land zum Großteil verloren haben, erscheint eine Dreiteilung des Kosovo naheliegend:

    1. der größere südwestliche Teil den Albanern
    2. die Hauptstadt Pristina und Umgebung als neutrale Zone, auch für gemischtsprachige Familien, die nicht anderswohin wollen, sowie als Ort der Begegnung und Versöhnung
    3. der Rest für die zehn Prozent Kosovo-Serben

In der albanischen und serbischen Zone Volksabstimmung, ob Anschluß an Albanien beziehungsweise Serbien, ob Übernahme der Währung etc. Albanien und Serbien als Schutzmächte.

Moslemische Flüchtlinge aufnehmen, christliche abweisen?

Die ETIKA-Lösung würde eine Rückkehr der Flüchtlinge zumindest in den Kosovo ermöglichen, wenn auch nicht in jedem Fall in das eigene Dorf oder auf den eigenen Hof. Es geht nicht an, Hunderttausende albanische Flüchtlinge auf die übrigen Länder Europas aufzuteilen. Das würde nur Unruhe bringen, und niemand wäre glücklich. Außerdem würde die brutale Vertreibungsaktion der Serben nur belohnt, und andere Mehrheiten würden die Minderheiten ebenso vergraulen. Zuerst hieß es, die Albaner sollten in der Region verbleiben; danach wurde beschlossen, 100.000 würden auf die anderen Länder aufgeteilt werden. Dabei wird es nicht bleiben.
Die Kosovo-Albaner müssen das Recht auf Rückkehr in ein eigenes Land haben, wo sie in Frieden leben können. Eine Teilung des Kosovo hat auch der albanische Dichter Fatos Lubonja angeregt. Im Blick auf die Zukunft forderte der besonnene Führer der Kosovo-Albaner Ibrahim Rugova deshalb ein Ende der mörderischen Luftangriffe der Nato.

Schuld und Vergeltung: Das Strafgericht naht

Da unsere Lösungsvorschläge in der Regel aber nicht akzeptiert werden, prophezeien wir folgendes:

Die apokalyptischen Ereignisse, die schon in den vergangenen Jahren etwa ein Drittel der Menschheit erfaßt haben, werden auch Westeuropäer und Amerikaner erschüttern, die sich in ihrem Wohlstand und Konsumentendasein so sicher gefühlt haben; ein paar Narren wird es freilich immer geben, die überhaupt nichts mitbekommen.

Das Recht des Stärkeren verdrängt das Völkerrecht

Ein Element, das den Weltfrieden im vergangenen halben Jahrhundert einigermaßen gesichert hat, ist gefallen: das Völkerrecht. Die Amerikaner und die westeuropäischen Verbündeten (Ironie der Geschichte: Sozialdemokraten, Sozialisten und Grüne als Kriegstreiber gegen ein sozialistisches Land) haben mit dem Angriff auf das souveräne Serbien das Völkerrecht nun auch offen gebrochen. Es ist ohnehin durch den Dollar-Imperialismus, die Versklavung der armen Länder der Dritten Welt und die kulturelle Verführung der Völker mittels Fernsehen zum "american way of life" (Sex - Sex - Sex in allen Medien: TV, Kino, Radio, Internet etc.) längst ad absurdum geführt.

Wenn schon, dann Notwehrrecht für alle

Das (angeblich) ethische Prinzip wird im Fall Kosovo über das juristische (Völkerrecht) gestellt. Muß dies dann nicht auch bei allen anderen unterdrückten Völkern (Tibeter, Indianer etc.) sowie im kleinen gelten? Insbesondere bei der Verhütung der Schwerkriminalität (vor allem Sittlichkeitsverbrechen, Kindesmißbrauch), die heute die gesamte Gesellschaft in ihrer Existenz bedroht?

Das Notwehrrecht, das bisher nur dem Angegriffenen zustand, muß ab sofort auch jener ausüben dürfen, der einem Angegriffenen helfen will. Was nach der Clinton-Doktrin für die Völkergemeinschaft gilt, muß nach unserer Auffassung auch für den einzelnen gelten. Wenn jemand einem anderen hilft, der (sonst) Opfer eines Verbrechens wird, ist dies erlaubte Notwehr, die nach dem von der Nato für sich in Anspruch genommenen "ethischen" Grundsatz höher steht als das Strafgesetzbuch. Damit sind auch die ethischen Prinzipien des Überlebensprogramms 2001 allen juristischen übergeordnet, zumal sie als Überlebenshilfe dienen.

Alles rächt sich - auch die Schuld ganzer Völker

Im übrigen ist bei aller Trauer um die bedauernswerten Opfer der Raketen- und Bombenangriffe in Serbien anzumerken, daß sich alles rächt, nicht nur im Leben (diesseitig und jenseitig) des einzelnen, sondern auch im Leben der Völker. So scheinen in diesen Tagen auf das serbische Volk (vergleiche Altes Testament) auch jene Greueltaten zurückzufallen, die seine Angehörigen im Ersten Weltkrieg an Österreichern, im Zweiten Weltkrieg an Deutschen und Kroaten und zuletzt an Albanern begangen haben.

Unschuldige töten ist niemals erlaubt

Aber auch die Argumentation der Alliierten hinkt: Ethisch ist der Militärschlag gegen Serbien deshalb nicht, weil Unschuldige getötet werden. Dies ist niemals erlaubt! Besonders die Deutschen sollten sich heraushalten. Ihre Führung zieht es aber vor, Verstöße gegen das Völkerrecht zu begehen (diesen Vorwurf erheben zu Recht die in der ÖTV organisierten Richter und Staatsanwälte bezüglich des Einsatzes von Bundeswehr-Tornados in Jugoslawien). Die Nato-Luftangriffe mißachten laut Völkerrechtlern und Ex-Kanzler Helmut Schmid internationales Recht.

Anmaßung und Versagen kirchlicher Vertreter

Traurig, daß sich sogar Geistliche finden, die den Krieg befürworten, obwohl jeder weiß, daß fast alle Opfer eines Krieges unschuldige Menschen sind wie du und ich.

Die Spitze der Evangelischen Kirche in Deutschland verfolgt gegen den Willen der Gläubigen nicht nur einen familienfeindlichen Kurs, sondern verrät jetzt auch noch die hehren Grundsätze des Friedens und der Gewaltlosigkeit, zu der sie sich nach den bitteren Erfahrungen der Weltkriege verpflichtet hat, und begrüßt die "Bomben auf Serbenland" (uns klingt noch das Lied "Bomben, Bomben auf Engelland" im Ohr). Zum EKD-Ratsvorsitzenden Manfred Kock gesellt sich der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz Deutschlands, Karl Lehmann. Er sieht "keine andere realistische Perspektive zu den Militäraktionen". Verblendete "Kirchenfürsten"! Sollen sie nicht den Frieden predigen? Gleichzeitig segnen Militärgeistliche die US-Piloten vor dem Abflug zu ihren "Missionen", mit denen sie Tod und Verderben bringen. Nicht alles, was sich Kirche nennt, ist Kirche.

Was bleibt uns?

Nur das Gebet, die Fürbitte für die armen Opfer des Krieges und die Hinwendung zu Gott und seinen Geboten, wenn wir überleben wollen. Aber viele wollen nicht - und glauben nicht.

Apostel der letzten Zeiten AIHS
etika.com, Apokalypse-Informationsdienst, 1503 Dateien in 107 Sprachen, 19 Megabyte

Gepriesen sei Gott, der in Ewigkeit lebt, sein Königtum sei gepriesen. Er züchtigt und hat auch wieder Erbarmen; er führt hinab in die Unterwelt und führt auch wieder zum Leben. Niemand kann seiner Macht entfliehen. (Tobit 13,2)

Jesus Christus: Ihr werdet von Kriegen hören und Nachrichten über Kriege werden euch beunruhigen.
Gebt acht, laßt euch nicht erschrecken! Das muß geschehen. Es ist aber noch nicht das Ende.
Denn ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere, und an vielen Orten wird es Hungersnöte und Erdbeben geben. Doch das alles ist erst der Anfang der Wehen.
(Matthäus 24, 6-8)

Vergleiche die Offenbarung des Johannes: Als das Lamm das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite Lebewesen rufen: Komm! Da erschien ein anderes Pferd; das war feuerrot. Und der, der auf ihm saß, wurde ermächtigt, der Erde den Frieden zu nehmen, damit die Menschen sich gegenseitig abschlachteten. Und es wurde ihm ein großes Schwert gegeben. (6,3.4)

Index Apokalypse - ETIKA Start