ETIKA

Apostasie

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90A77neu

Der Glaubensabfall unter Papst Benedikt XVI. (Joseph Ratzinger)

A – Z
23.2.2013

Arianer
Prof. Dr. Wiegand Siebel in SAKA-Informationen
, Nr. 7/8 1990: Die neuen Arianer (über Kasper, Döring, Rahner). Fortsetzung in Septemberausgabe, Nr. 9: Zur theologischen Position von Kardinal Ratzinger. Nr. 12, Dezember 1990: Ist Ratzinger ein Arianer? Unter anderem anhand seiner Bücher „Einführung in das Christentum“ und „Der Gott Jesu Christi“ („dieser Titel ist in sich häresieverdächtig“)  bejaht Siebel diese Frage und schreibt zum Beispiel:

„Immer wieder betont Ratzinger, Jesus sei „der exemplarische Mensch“, der als Mensch seine Vollendung erfahren habe, nämlich durch die Vergöttlichung.“ ... Ratzinger scheut sich also nicht, das „Gottsein“ Jesu aus dessen Knechtsein abzuleiten, die „totale Einheit“ mit Gott resultiert angeblich „aus der völligen Hingegebenheit“ des Menschen Jesus. ... Sinnverfälschung der Glaubensaussagen der Kirche durch Ratzinger ... Ratzinger lehrt, wie er sagt, „nicht die Auferstehung der Körper, sondern der Personen, und dies gerade nicht in der Wiederkehr der „Fleischesleiber“. (S. 266)

Fortsetzung Januar 1991: Siebel behauptet, daß der Präfekt der Glaubenskongregation

„das christliche Glaubensbekenntnis an seiner entscheidenden Stelle nicht annimmt. Für ihn gilt nicht die Lehraussage des Konzils von Chalcedon, nach der Christus von Ewigkeit aus Gott Vater gezeugt wurde und so gleicher Wesenheit wie der Vater ist. Für ihn ist Jesus ein Mensch, der in Vorbildlichkeit den Willen des Vaters erfüllte und so das Gottsein offenbarte. Darin wurde er selbst vergöttlicht. ... Bei all diesen Vorstellungen hält Ratzinger äußerlich am katholischen Dogma fest. ...

Alles in allem muß man ihn zu den neuen Arianern rechnen. Zugleich ist er ein Modalist, der Jesus Christus als die Erscheinungsweise Gottes ansieht. ... Entscheidend aber ist, daß er als Arianer die wahre Gottheit Jesu Christi von Ewigkeit her nicht zugibt. “Damit hat er sich von der grundlegenden christlichen Lehre, ja, vom Christentum selbst gelöst. Er ist als ein Apostat anzusehen, der mit seiner Lehre eine Studentengeneration in vielen Universitäten verführt hat.“

Ähnlich die Sedisvakantisten von „Einsicht“ (Link auf Titelseite von etika.com) und  Johannes Rothkranz, der ein Buch ankündigt mit dem Titel: „Von Wojtyla zu Ratzinger oder: Vom Regen in die Traufe“ (Verlag Anton A. Schmid, Postfach 22, D-87467 Durach).

Der Sedisvakantist Rev. Donald J. Sanborn schreibt zu Ratzingers „Dominus Jesus“, dass es „ausdrückliche Häresie“ enthält. („Eine kritische Analyse von Ratzingers Dominus Jesus“)

Laut P. Bernhard Zaby (FSSPX) spukt in diesem Werk Ratzingers (Dominus Jesus) im Hintergrund der „kosmische Christus“ eines Teilhard de Chardin. (http://aktuell.fsspx.de/dominus-jesus.htm )

Wir weisen auch hin auf: „Die neue Theologie“, VII. Kapitel: Ratzinger, ein Theologe ohne Glauben Präfekt der Glaubenskongregation für den Glauben. (Les Amis de St. François de Sales, Postfach 789, CH-1591 Sion)

Aus der Schweiz (vergelt´s Gott in Ewigkeit!) wird uns noch ein Zitat gesandt, das belegen soll, das Ratzinger ein Arianer ist:

„Das Grundwort des Dogmas ,wesensgleicher Sohn´, in dem sich das ganze Zeugnis der alten Konzilien zusammenfassen lässt, überträgt einfach das Faktum des Betens Jesu in die philosophisch-theologische Fachsprache, nichts sonst.“ (Joseph Ratzinger: Schauen auf den Durchbohrten, Einsiedeln 1984, S. 29)

Nun zu dem, was wir selbst ausfindig gemacht haben. In Ratzingers Buch „Gott ist uns nah. Eucharistie: Mitte des Lebens“ (Sankt Ulrich Verlag, Augsburg, 2005) stoßen wir im ersten Kapitel auf seine Erläuterung des Nizänischen Glaubensbekenntnisses: „Er hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist aus der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden.“ Ratzinger sieht in der Verleiblichung“ von Gottes Sein mit den Menschen die Mitte des christlichen Glaubens: „Gott ist im Fleisch.“

ETIKA-Kommentar : Ja, in Jesus. Aber nicht in unserem mit Sünden aller Art beschmutzten Fleisch. Der Apostel Paulus warnt uns im Brief an die Römer:

18 Denn ich weiß, daß in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt.

24 Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?

Auch Päpste müssen Galater 6,8 zur Kenntnis nehmen:

Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.

 

Doppelzüngig

Viele, viele Beispiele haben wir gesammelt. Aus Zeit- und Platzgründen nur eines: In einem Interview stellte Aldo Parmeggiani Kardinal Ratzinger Fragen zu seinem Wahlspruch „Wir sind Mitarbeiter an der Wahrheit“. Unter anderem antwortete er:  „Wir sind Mitarbeiter dadurch, dass wir helfen, die Wahrheit sichtbar zu machen, dass wir sie sehen können, dass man nach ihr leben kann.“ Weiter meinte der Kardinal, die Kirche müsse zur modernen Welt „verständlich und glaubwürdig von Gott“ sprechen. Tut er das? Sagt er die Wahrheit, dass er die Pädophilen seit Jahrzehnten unter den Schutzmantel der Amtskirche genommen hat, statt sie auszustoßen, wie es der Apostel Paulus vorschreibt? Nein, er verheimlicht, vertuscht, verharmlost, und so verspielt er nicht nur seine eigene Glaubwürdigkeit, sondern auch jene der Kirche. (26.3.2010) Vergleiche: Sodom und Gomorrha im Vatikan und Pädophile Priester  und Missbrauchsakte Regensburg/München und Reinigen wir die Kirche. 

 

Enzyklika „Deus est caritas
Eine erste kurze Bewertung überlassen wir zwei Experten der Gegenseite, die am Ostermontag, 17.4.2006, im ORF I in der Sendung „Erfüllte Zeit“ um ca. 7.25 Uhr folgendes mitteilten. 1. Der bekannte Funktionär Schüller (Caritas, Hochschulseelsorge) stellte klar: „Gott ist die Liebe und sonst nichts“, so jedenfalls die Enzyklika. Das heißt, Ratzinger ignoriert die Gerechtigkeit. Deshalb gibt es ja etika.com.  2. wurde in der Sendung die Einheit der Liebe betont, das heißt daß laut Enzyklika Caritas und erotische Liebe zusammengehören, und daß es Gott im Alten Testament gefallen habe, sein Verhältnis zu seinem Volk Israel als Ehe zu schildern, unter anderem bei Hosea. 3. machte der Wiener Psychotherapeut Pyha (oder so ähnlich) darauf aufmerksam, daß Verdammung und Sünde praktisch in der Enzyklika überhaupt nicht vorkommen. Er bezeichnete sie als „belanglos“, denn es würden (sinngemäß) nur gute, positive, bequeme Dinge mitgeteilt, womit Ratzinger niemandem weh tue.

 

Fatima-Geheimnis
Ratzingers Signale. Selbst kluge, sonst kritische Journalisten sind auf die Erklärung des 3. Fatima-Geheimnisses durch Kardinal Ratzinger hereingefallen. Nur einfache Gläubige, die viel von den Botschaften und von Schwester Lucia gelesen haben, sind skeptisch geblieben und warten weiter auf die Veröffentlichung des ganzen 3. Geheimnisses.

Nichts Schlechtes, das nicht auch eine gute Seite hat. Denn dieses Kapitel verrät die Methode Ratzingers, der Wojtyla hierin noch übertrifft. Mit seinen verschleierten Botschaften in der Sprache der Intellektuellen, die der einfache Christ nicht versteht, hat sich Benedikt XVI. bereits jetzt die Zustimmung und Anhängerschaft namhafter Gegner des wahren Christentums gesichert. Nur wenige der maßgeblichen Führer haben bisher Kritik an ihm geübt.

Ratzinger sendet in seinen Predigten und Schriften Signale aus, die verstanden werden. Es geht nicht nur um Dialog und Toleranz, sondern um die weitere Verkürzung des Evangeliums auf die universale Gültigkeit der Prinzipien Freiheit und Liebe – bei Ausschaltung des Faktors göttliche Gerechtigkeit. Aber eben diese wird sich, ob sie die Päpste der jüngsten Zeit anerkennen oder nicht, bemerkbar machen. Die wahre Religion ist jene, die Gott über den Menschen setzt, seine Gebote über die Menschenrechte, Jesus Christus über alles, was existiert.

 

Himmel:
Ratzinger:  „Der Himmel ist nicht ein Ort über den Sternen.“
90A77C und 90A77C2

Im Kath. Sonntagsblatt, Bozen, 24.5.2009, behauptet der Priester „pr“, ein „68er“ (Josef Rampold): „Mit dem Himmel ist nicht ein ewiger, überweltlicher Ort gemeint: ,Himmel ist die Zukunft des Menschen und der Menschheit, die diese sich nicht selbst geben kann´, betont Joseph Ratzinger.“ Dazu passend zitiert er die Aufklärer, die gesagt haben: „Den Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen.“ Ratzinger und „pr“ werden im Jenseits ihr blaues Wunder erleben (siehe das „Himmels-Abc“ von Rainer Lechner) Siehe Himmelfahrt – Selbst-Exkommunikation

 

Hölle

Total antichristlich und antikatholisch ist Ratzingers Ansicht über die Hölle: „Die Tiefe, die wir Hölle nennen, kann nur der Mensch sich selber geben. Ja, wir müssen es stärker ausdrücken: Sie besteht förmlich darin, dass er nichts empfangen und gänzlich autark sein will. Sie ist der Ausdruck der Verschließung ins bloß Eigene … Hölle ist das Nur-selbst-sein-Wollen, das, was wird, wenn der Mensch sich ins Eigene versperrt.“ (Joseph Ratzinger: Einführung in das Christentum. Vorlesungen über das Apostolische Glaubensbekenntnis. Kösel Verlag München, Copyright 1968, 5. Auflage 2005, S. 295)

 

Homosexuellenfrage

Vendola: “Io, cattolico e gay, gli chiederò un´apertura sulle coppie di fatto”. Il presidente della Regione Puglia Nichi Vendola (comunista): “Spero che Ratzinger ascolti le ragioni degli altri”. (la Repubblica, 29.5.2005, p. 13)

Der empfehlenswerte katholische Internetdienst kreuz.net veröffentlichte den Artikel „Das Spiel ist aus“ in der Hoffnung, dass Ratzinger der sogenannten „fortschrittlichen Moral“ Widerstand leisten werde:

Der US-Online Nachrichtendienst „WorldNetDaily“ veröffentlichte am Montag einen Kommentar des US-amerikanischen Naturforschers und Politologen Dr. Jack Wheeler zur Frage der Homosexualität im katholischen Episkopat. Wheeler ist der Auffassung, daß die Verbreitung der Sünde Sodoms in höchsten Kirchenkreisen eine der großen Wunden in der gegenwärtigen Kirche ist. ... gewisse Leugnung des Problems in der Vergangenheit, speziell während des Pontifikats von Papst Johannes Paul II. „Jedesmal wenn im Vatikan Nachforschungen über einen möglichen Bischofskandidaten oder angehenden Kardinal zeigten, daß der Betreffende ein Homosexueller (Anmerkung ETIKA: oder Pädophiler, eigene Vermutung im Fall ...) war, wollte Papst Johannes Paul II. das nicht glauben.“ ... kommunistischen Diktatoren ... Als Folge davon – so Wheeler weiter – ist die Kirche gegenwärtig von Homosexuellen durchsetzt.“ (kreuz.net, 5. Mai 2005, 16:51)

 

Kirche

„Die großen Kirchen scheinen im Sterben zu liegen.“ „Le grandi Chiese appaiono morenti.“ (Corriere della Sera, 28.7.2010, pa. 17) „Le chiese storiche stanno morendo“ (la Repubblica, 28.7.2010, pa. 14) Ratzinger wird als der schleimende Papst, als Totengräber der römisch-katholischen Amtskirche und als Schutzpatron der Pädophilen in die Geschichte eingehen, aber schwerlich ins Himmelreich. Seine Doppelzüngigkeit als Theologe ist kaum zu überbieten. Jeder Katholik muss sich entscheiden, ob er dem Papst treu bleibt oder Gott. (christlicher Internet-Dienst etika.com, 26.3.2010)

Ratzinger: „Sünderin Kirche“

 

Konklave nach Ratzingers Rücktritt

 

Methoden und Taktik

1.   Siehe Rainer Lechner u. a.: Himmels-Abc, www.bod.de, 2008

2.   Ratzinger geht einen Schritt zurück, um aufgrund der provozierten Entrüstung zwei Schritte vorwärts gehen zu können. Er opfert Sekundäres, um das, was ihm primär wichtig ist, durchsetzen zu können. Mit dieser Taktik ist es ihm bisher gelungen, beide Seiten bei der Stange zu halten, die meisten Konservativen und die maßgeblichen Progressiven. Beispiele: seine Islam-Rede mit einem negativen Zitat über Mohammed sowie der Fall des Lefebvrianers Williamson, der die Holocaust-Zahl auf 200 000 bis 300 000 reduzierte. Es gefällt Ratzinger, wenn „Der Spiegel“ ihn als „entrückt!“ und „weltfern“ darstellt (6/2009) und die „Zeit“ ihn als Fundamentalisten beschimpft (Mitte Februar 2009, Inhaltsverzeichnis). So halten die meisten Leute den deutschen Papst für konservativ, was der schlaue Fuchs, Verzeihung der hochintelligente Stratege eben bezweckt, um ganz andere Ziele zu erreichen. „W. s.“ Wir sind sicher, daß er die „weltweite“ Empörung einkalkuliert hat. Es gelingt dem Vatikan, den Eindruck zu erwecken, als ob Benedikt XVI. von der mißgünstigen Umwelt zu dieser oder jener Aussage oder Handlung gedrängt würde. Im Fall Williamson sieht es nun so aus, als ob der Papst von Bundeskanzlerin Merkel usw. zu den weiteren Schritten gezwungen würde. (4.2.2008) Man muß bei Ratzinger immer schauen, wie die Sache endet. Siehe auch auf italienisch und deutsch Ratzingers großer Coup – Lefebvriani sowie „Bildung der Weltregierung“.

3.   Schorsch Schauer warnte im „Funkloch“ vor überflüssiger Aufregung und warf einen Blick ins Archiv, drei Jahre zurück: „Ein Satz des Papstes in Regensburg. Das Kirchenschiff im Sturm der Empörung. Und heute? Die Regensburger Rede gilt als Eisbrecher im Dialog zwischen Christentum und Muslimen. Ob der Schritt hin zu den Traditionalisten vielleicht ähnlich epochemachend war?“ (Dolomiten 7.2.2009)

 

Modernismus
Darf man daran erinnern, dass Ratzingers Habilitationsschrift 1956 in München fast gescheitert ist, weil sie die römische Lehre zerrupfte? (Südwestpresse Ulm, 25.4.2005, Detlev Ahlers)

Ratzinger war ein Theologe der Erneuerung. Seine Schriften kreisten unter den Studenten. Man hat Vielversprechendes von Ratzinger gehört. Er wurde durch die Studenten 1968 an den Rand geschoben und fand sich plötzlich als Konservativer abgestempelt. Er spricht vom Auferstandenen, möchte eine Theologie der Freude verkünden. „Wir, die Erlösten, sind die Heiligen.“ ... Ich sprach ihn an auf seine Hatz auf die lateinamerikanischen Befreiungstheologen. ... Er war immer sehr freundlich, einfach, charmant, sehr ironisch. Ich glaube, dass Ratzinger gut ist für Überraschungen. (Interview von Otwin Nothdurfter – dem Bruder des bolivianischen „Comandante Miguel“ – mit dem in Ecuador lebenden Südtiroler Kulturkritiker, Soziologen und Theologen Dr. Mathias Abram, der Doktorand bei Ratzinger in Tübingen war, dann aber Medizin studierte, im RAI-Sender Bozen, 21.5.2005, ca. 13.20 Uhr, schriftliche Aufzeichnung)

Erste Predigt von Benedikt XVI.: Zweites Vatikanisches Konzil ist sicherer Kompass. Weiter auf Ökumene- und Dialogkurs. Wörtlich sagte der erste deutsche Papst seit 500 Jahren:

„Ich will mit Nachdruck meinen entschiedenen Willen betonen, die Verpflichtung zur Verwirklichung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) auf den Spuren meiner Vorgänger fortzusetzen.“

Die Dokumente dieses Konzils hätten nichts von ihrer Aktualität verloren. Sie blieben, wie bereits Johannes Paul II. gesagt habe, ein „sicherer Kompass“ für die Kirche auf ihrem Weg durch den Ozean des dritten Jahrtausends. (Dolomiten, 21.4.2005, S. 3, Aldo Parmeggiani)

Die Kirchenkritikerin Uta Ranke-Heinemann hat sich über die Wahl von Kardinal Ratzinger zum neuen Papst gefreut. Die streitbare Theologin erinnert sich an die gemeinsame Studienzeit mit dem jungen Ratzinger.

„Wir haben gemeinsam Thesen für die Dissertation vom Deutschen ins Lateinische übersetzt. Von dieser Zeit her rührt also eine gegenseitige Achtung und Sympathie.“
„Es ist für mich ein Rätsel, wie Herr Ratzinger bei seiner hohen Intelligenz ausgerechnet mit Johannes Paul II. klarkommen konnte.“ (Tageszeitung, Bozen, 22.4.2005, S. 4)

 

Moral

„Die Moral als solche lebt nicht“. „La moralità come tale non vive. Alla fine solo l´amore ci fa vivere e l´amore è sempre sofferenza ...” (Corriere della Sera, 28.7.2005, pag. 17) Ratzinger äußerte diese Gedanken bei einem Treffen mit Priestern und dem Bischof von Aosta in der Kirche von Introd. Die Rede wurde im Osservatore Romano abgedruckt. „la Repubblica“ zitiert den Papst wie folgt: Zur Zeit der Aufklärung (Illuminismo) sei behauptet worden, die moralischen Werte könnten leben, auch wenn es keinen Gott gebe. Heute dagegen, unterstreiche der Papst: „non c`è più evidenza per i valori morali, diventano evidenti solo se Dio esiste“. (28.7.2010, pag. 14) Demgegenüber empfand der hl. Franziskus die Tugenden als seine Schwestern und widmete ihnen ein Gedicht.

 

Namenswahl
Ratzinger hat den Papstnamen Benedikt nach eigenen Angaben gewählt, um das Werk seines Namensvorgängers fortzusetzen. Benedikt XV. (Giacomo della Chiesa, 1914-1922) war seit 1883 enger Mitarbeiter des berüchtigten vatikanischen Staatssekretärs Mariano Rampolla. ... Es gab noch mehrere zwielichtige Benedikt unter den Päpsten, etwa Benedikt IX., der für Geld auf sein Amt verzichtete, Benedikt XIII., der die Misswirtschaft seines Kardinals Coscia duldete,  und der wegen seiner Toleranz vom Freimaurerkönig Friedrich dem Großen gerühmte, „aufgeklärte“ Benedikt XIV. (D 20.4.2005, APA, S. 5.)

 

Pädophile
Als Kardinal im Vatikan ließ Ratzinger angeblich die Untersuchungen gegen einen pädophilen Priester einstellen, der mindestens neun Buben missbraucht haben soll.
(Angaben von Mary Grant, The Survivors Network of Those Abused by Priests, Washington, 19.4.2005)

Ähnliches ist dem von ihm ernannten amerikanischen Präfekten der Glaubenskongregation, William J. Levada (69, brasilianisch-irischer Abstammung), vorzuwerfen. Der konservative Erzbischof von San Francisco wird offiziell als „Bollwerk gegen den Zeitgeist“ gefeiert. (D 21.5.2005, S. 23) Mit scharfen Worten hatte er die Homosexualität verurteilt, aber gegenüber Pädophilen ließ er Milde walten.

Da San Francisco al Sant´Ufficio, ecco Levada, il vescovo anti-gay. (la Repubblica, 14.5.2005, p. 12)

Ein anti-pädophiler US-Verteidiger über Erzbischof Levada:

David Clohessy, difensore anti-pedofili: „Con tutto il rispetto per la crisi della chiesa dopo gli abusi dei preti, è stato troppo indulgente con i pedofili” (Corriere della Sera, Milano, 14.5.2005, p. 12, Gian Guidio Vecchi)

„Papst Benedikt deckt angeblich seit 1962 „pädophile Priester““. kreuz.net unzufrieden mit BBC und den Oberösterreichischen Nachrichten
http://www.kreuz.net/article.5223.html

Oberösterreichische Nachrichten: Wirbel um Vatikan-Schutz für pädophile Priester. Schwere Vorwürfe gegen Benedikt XVI.
http://www.nachrichten.at/nachrichten/550648

La Repubblica (manche verstehen jetzt, warum wir sie täglich zur Lektüre empfehlen):
Scambiato da migliaia di utenti nel mondo il documentario che svelerebbe come Ratzinger tutelò alcuni sacerdoti responsabili di abusi.
L'inchiesta Bbc sui preti pedofili diventa un caso su internet
http://www.repubblica.it/2007/05/sezioni/esteri/video-preti-pedofili/video-preti-pedofili/video-preti-pedofili.html

L'Avvenire contro il video della Bbc: "Un'infame calunnia via internet"
http://www.repubblica.it/2007/05/sezioni/esteri/video-preti-pedofili/avvenire-calunnia/avvenire-calunnia.html

http://www.corriere.it/Primo_Piano/Cronache/2007/05_Maggio/19/preti_pedofili_avvenire_video_bbc.shtml

Die Dokumentation von Bispensiero:
http://www.bispensiero.it/index.php?option=com_content&task=view&id=201&Itemid=34
“La Repubblica”, 1.6.2007, Bericht über die Ausstrahlung und Diskussion des BBC-Films
http://www.repubblica.it/2007/05/sezioni/politica/rai-cda/trasmissione-annozero/trasmissione-annozero.html

Papst protegierte pädophile Priester

Zur Ausstrahlung der BBC-Dokumentation “Sex Crimes and the Vatican” in RAI II, Programm Annozero, am 31.5.2007

Wo würde Jesus stehen?

Hier die Amtskirche und fanatische, papst- statt christustreue Katholiken, die sich vor verbrecherische Priester stellen und die Amtskirche mit Gott verwechseln.

Dort missbrauchte Kinder, unschuldig in eine himmelschreiende Schande geworfen.

Jesus würde sich auf die Seite der Kinder stellen und sagen: Fort mit euch, ihr unbarmherzigen Kinderschänder, und allen, die euer Treiben geduldet haben. Ihr habt die wahre Kirche, Meine Kirche verraten und die euch anvertrauten Seelen ins Verderben gestürzt. Deshalb werdet ihr in der tiefsten Hölle die gerechten Strafen für euer gottloses Tun erhalten – in alle Ewigkeit.

Merke: Wo die Amtskirche sich verselbständigt und von Gottes Wegen abweicht, ist sie nicht mehr die heilige katholische Kirche Christi.

P.S. Dies betrifft auch die multireligiösen Bestrebungen der Modernisten in der Amtskirche und der liberalen Katholiken. In Bozen wurde am 1.6.2007 ein multireligiöser Garten eröffnet. Das Herz Jesu im Dom, Symbol der Gottestreue der Tiroler seit Ende des 18. Jahrhunderts, blutet unsichtbar, und die Heiligenbilder und -statuen in den Kirchen der Umgebung vergießen unsichtbar Tränen.

(AIHS 31.5.-7.6.2007)

Die Apostel der letzten Zeiten wissen mehr. Aber sie schweigen. Ihre Stunde ist noch nicht gekommen. (5/2007)
P.S. „Der oberste Glaubenshüter der katholischen Kirche“, William Joseph Levada, Präfekt der Glaubenskongregation, weilte zusammen mit Kardinal Pio Laghi am Sonntag, 10.6.2007, in Bozen. Die beiden Kardinäle beteiligten sich an den Feierlichkeiten zum Fronleichnamsfest; im Dom feierten sie zusammen mit Bischof Wilhelm Egger das Hochamt. Was der Anlass für den Besuch war und ob sie auch das Brixner Priesterseminar, einen von Kardinal Ratzinger gern besuchten Ort, aufsuchten, ging aus der Pressemeldung nicht hervor. („D“, 9.-11.6.2007) Äußerst Negatives über Levada berichtete der inzwischen vermutlich verstorbene Priester der Erzdiözese Portland, Eugene Heidt, in seinem Buch „Priester, wo ist deine Messe? Messe, wo ist dein Priester?“. Levada hatte den Priester, der nicht von der alten Messe abgehen wollte, verfolgt.
(13.2.2009)

Pedofilia, lascia l´ex segretario di tre papi. Le dimissioni di John Magee: ha assistito da Paolo VI a Wjtyla. Trovò Luciani morto. (corriere.it 8.3.2009 Mario Porqueddu)

Der irische Bischof John Magee, ab 1982 päpstlicher Zeremonienmeister,  musste wegen Vorwürfen, wie er Pädophiliefälle in seiner Diözese geregelt hat, zurücktreten. (Cloyne-Report, veröffentlicht am 19.12.2008) Er war der Sekretär dreier Päpste und hatte Luciani tot aufgefunden. Offenbar eine Schlüsselperson für die geheimnisvollen Vorgänge im Vatikan, über die zwei Insider-Autoren berichtet haben.

Vergleiche: Sodom und Gomorrha im Vatikan und Pädophile Priester  und Missbrauchsakte Regensburg/München und Reinigen wir die Kirche. 

Politik – Menschenrechte
Der Vatikan ergreift seit einigen Jahrzehnten zunehmend einseitig Partei für bestimmte politische Systeme, ungeachtet der Tatsache, daß in hundert Jahren vielleicht alles anders ist und vieles von dem, was heute als richtig gilt, als Augenauswischerei, Täuschung und Betrug entlarvt sein wird. 60 Jahre alt ist die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ der Kriegssiegerorganisation UNO. „Papst Benedikt XVI. hat diese Menschenrechtserklärung bei einem Festakt …im Vatikan gewürdigt und .. eindringlich zu ihrer besseren Umsetzung gemahnt. … Mit dem Festakt unterstreicht der Heilige Stuhl seine schrittweise Annäherung an die Idee der universalen Menschenrechte. Papst Pius IX. hatte die Menschenrechts-Idee noch verurteilt. Erst Johannes XXIII. erkannte 1963 die universale Erklärung der Menschenrechte von 1948 als großen Fortschritt an. Papst Paul VI. bezeichnete die UN-Menschenrechtserklärung als eines der kostbarsten Dokumente in der Geschichte des Rechts.“ (Dolomiten 12.12.2008 Aldo Parmeggiani) Was Gott von der UNO und ihrer Menschenrechtserklärung und der heutigen Weltordnung hält, ist bei den Traditionalisten aller Konfessionen nachzulesen, und wer dazu keine Möglichkeit hat, der warte aufs Jüngste Gericht.

 

Prophezeiungen
Der Vatikanist der römischen Zeitung „la Repubblica“, Marco Politi, wusste es spätestens Dienstagmittag, dass der deutsche Kurienkardinal Joseph Ratzinger an diesem Tag zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt würde. Sein Bericht erschien online unter repubblica.it, 19.4.2005.

Der christliche Internetdienst etika.com veröffentlichte  am Dienstagmittag folgenden Text auf seiner Titelseite:

Un grande elettore si è lasciato andare a una battuta: “Il primo giorno è degli uomini, il secondo del demonio, il terzo del Signore”. Tre giorni per decidere. Chissà. (Giulio Anselmi: la protesta degli emeriti in attesa del filo di fumo, la Repubblica, 18.4.2005, p. 8; etika.com 19.4.2005, 13.06 h)

Soll das Malachias-Motto „De gloria olivae (vom Ruhm des Ölbaums) eine Warnung und ein Hinweis sein auf Römer 11, wo es um den in den Ölbaum eingepfropften Ölzweig geht, der abgehauen wird, wenn er Gott nicht gehorcht?  Oder spielt es auf die Gegenspieler des Antichrist an gemäß Offenbarung 11: die zwei Zeugen als Ölbäume?

 

Rücktritt

Am 11.2.2013 angekündigt für 28.2.2013, 20 h
Wovor hat Ratzinger Angst? Düstere Schatten über seinem Pontifikat

 

Savonarolas Warnungen an die Kirchenspitze

 

Sexualmoral
Ratzinger-Kenner Peter Seewald: Ratzinger ist kein „Hardliner“. Er wird eine neue kirchliche Sexualmoral verkünden. (Passauer Neue Presse“, 15.4.2005) Ja, das stimmt, wenn wir nur an die Pädophilen denken, die er immer noch in der Kirche duldet, obwohl ihr Treiben die Existenz der ganzen Kirche gefährdet.

Ratzinger behauptet: „Gott ist im Fleisch“. Zitiert aus dem Buch von Joseph Cardinal Ratzinger: Gott ist uns nah. Eucharistie: Mitte des Lebens. Sankt Ulrich Verlag, Augsburg, 2005. In den „Dolomiten“ rezensiert von „le“, 23.6.2005)

 

Weltreligion, multikulturelle Gesellschaft, Weltstaat

Johannes Dörmann: Declaratio Dominus Jesus und die Religionen:

„... Von diesem absoluten Standpunkt aus schaut die konziliare Kirche mit Hochachtung auf die anderen Religionen. Diese sind aus der Sicht der Declaratio für ihre Anhänger wirkliche Vermittler des Heils, legitime Heilswege, die aufgrund der in ihnen vorhandenen semina Verbi zu Christus hinweisen und führen. Eine solche Einschätzung der nichtchristlichen Religionen ist weder aus der Hl. Schrift noch aus der Tradition zu begründen.“

Anmerkung ETIKA:  Wir denken mit Abscheu an das grausame Schächten der Opfertiere bei den Juden und Moslems sowie an die blutigen Tieropfer der Voodoo- und anderer afrikanischer Religionen sowie an die Polygamie bei den Moslems und die Polyandrie bei den Tibetern.

Erste Predigt von Benedikt XVI.: Auch den nichtchristlichen Religionen sicherte der neue Papst die Fortsetzung des Dialogs zu. (Dolomiten, 21.4.2005, S. 3, Aldo Parmeggiani)

Papst für Dialog mit den Muslimen (D 26.4.2005 dpa)

Ratzinger cerca il dialogo con Cina e Islam. (Corriere della Sera, 13.5.2005, p. 20)

“La Chiesa deve infrangere le barriere tra popoli e classe”. La missione affidata da Ratzinger ai giovani sacerdoti. (Corriere della Sera, 16.5.2005, p. 15)

Ratzinger predigte bei seiner ersten Pfingstmesse, er wolle „die Grenzen zwischen den Völkern öffnen und die Barrieren zwischen Klassen und Rassen niederreißen“. (15.5.2005)

Papst Benedikt XVI.: Interreligiöser Dialog ist Priorität für Europa
Der interkulturelle und interreligiöse Dialog müsse eine Priorität für die EU sein. Dies betonte der Papst in einer Botschaft an den Präsidenten des päpstlichen Rates für den interreligiösen Dialog, Kardinal Jean-Louis Tauran. (Dolomiten, 10.12.2008, APA)

“Ratzinger ist alles andere als ein Antisemit. … Schon in seiner ,Einführung ins Christentum´ zitiert er zustimmend den Satz des ,großen jüdischen Theologen Leo Baeck´, wonach alle Frommen, nicht nur die Israeliten, ,an der ewigen Seligkeit´ teilhaben werden.” (Der Spiegel 6/2009, S. 48)

Der Schriftsteller Martin Mosebach würdigte imSpiegel” den “Papstlassen wir seine Reden in Auschwitz und in der Kölner Synagoge ganz beiseite -, der in seiner Theologie, man könnte sagen, als erster Papst nach Petrus, versucht hat, das ganze Evangelium als Werk des Judentums zu lesen und zu verstehen. … Man täusche sich nicht: Dieser Papst tut gar nichts unter Druck der Öffentlichkeit. (Anm. ETIKA: mit den Ausnahmen Politi und Merkel) ” (7/2009, S. 134)

Papst: Solidarität mit den Juden

Bildung der Weltreligion

Siehe auch Stichwort „Methode und Taktik“ auf dieser Seite.

 

Schlussmeditation
Bischof Rudolf Graber am 7. Oktober 1984 in Bornhofen/Rhein:

„Ich bitte euch, ... der „neuen“ Kirche eine glatte Absage zu erteilen. Heute ist die Stunde gekommen, wo wir das Wort des Galaterbriefs ernstnehmen müssen.

„Es gibt kein anderes Evangelium; nur daß gewisse Leute euch verwirren und das Evangelium Christi verkehren wollen. Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium verkünden als jenes, das wir euch verkündet haben: Er sei verflucht.“ (6ff.)

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