ETIKA

Apokalypse

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Agatha Christies Vision

22.3.2007

Poirot in Südtirol – Auf den Spuren Karl Mays
Weltherrschaftspläne der genialsten Verbrecherhirne vereitelt

Pläne der intelligentesten Verbrecherhirne, die Weltherrschaft zu erringen, werden im letzten Moment vereitelt. Wo? In Südtirol! Von dem berühmten Privatdetektiv Hercule Poirot. Das Finale beginnt am Bozner Waltherplatz, wo das Denkmal für den Minnesänger Walther von der Vogelweide steht.

Die beste Kriminalschriftstellerin der Literaturgeschichte skizziert einen Chinesen, einen Amerikaner, eine Französin und einen Briten als Vorläufer des Antichrist.

Unsere Leser erkennen die Zusammenhänge mit Solowjews „Antichrist“ und „Bensons „Herr der Welt“.

Das Weltgeschehen ist ein gewaltiges Drama, von dem die meisten Leute nichts ahnen. Sie halten alles für Zufall, doch alles ist eingebunden in ein Spiel, nein mehr, in einen Kampf zwischen unsichtbaren Mächten.

Mehr oder weniger läuft alles so ab wie in der Offenbarung, bei Solowjew und Benson vorhergesagt. Dementsprechend wird es auch Lücken, weiße Flecken in dem künftigen diktatorisch regierten Weltstaat geben. Der Antichrist wird von Pannen aufgehalten werden und auch Niederlagen hinnehmen müssen.

Wie seltsam, dass die Entscheidung in Agatha Christies Krimi ausgerechnet an einer Stelle fällt, die nur wenige Kilometer von dem Ort entfernt ist, an dem Christen 70 Jahre später eine Gegenstrategie gegen die sich anbahnende Weltdiktatur entwickelt haben. Man beachte auch die Zeitabstände von Dantes „Inferno“ (700 Jahre), Solowjews „Antichrist“ (107 Jahre) und Bensons „Herr der Welt“ (100 Jahre) zur Fortsetzung „Jedem nach seinen Taten“ (2007).

Unsere Interpretation (hoffentlich mit mehr Wahrheitsgehalt als jene des 3. Geheimnisses von Fatima durch Ratzinger): In Südtirol wird mindestens einer der höchsten Verschwörer entlarvt, womit dem Feind eine empfindliche Niederlage zugefügt wird.

So werden wir einmal mehr in unserem Glauben gestärkt, dass alles Vorsehung ist und dass wir mit Gottvertrauen allem begegnen können, was uns die Zukunft bringt. Es ist kein Zufall, dass Agatha Christie diese Vision von der drohenden Weltdiktatur der Verbrecher, den neuen Waffen und dem Kampf in der Alpenfestung unter dem Felsenlabyrinth des R. hatte. Auch ihre Feder – sie war eine gläubige Christin – wurde bei ihrem Kampf für die Gerechtigkeit göttlich inspiriert.

Um welchen Kriminalroman es sich handelt, verraten wir jetzt noch nicht. Aufmerksame Leser und sonstige findige Köpfe kommen von allein darauf.

Trotzdem ein Tip: Poirots Freund Captain Hastings, ein Engländer mit einer typischen Nationalschwäche, die auch die Amerikaner haben (siehe Irak, Afghanistan), hört die letzten Worte eines sterbenden Chinesen, der italienische Worte murmelt. Hastings versteht „Händels … Largo … Cara Zia“. Das erinnert an die köstliche Szene in einem der beiden Krimis, die bei einem Zahnarzt spielen. Der junge Gehilfe kann sich keine Namen merken und ruft im Wartezimmer Oberst … auf.

Exkurs:

Karl May, der „walsche Seppl“ und die hungernden Pensionisten
Die 18 von Siloah, Harry Potter und …

Schön ist es immer anzuschauen, wenn den rohen Menschen das Ewige anfällt –
ehren wir jede Erleuchtung, jeden verwandelnden Schrecken!
(Hans Carossa, 1878-1956, Tod eines Kätzchens)

Im Internet kann man ja alles machen. Deshalb fügen wir gerechtigkeitshalber – ja, auch das gehört zur Gerechtigkeit, das werden alle beim Jüngsten Gericht sehen – hinzu, dass in einem Café neben dem Bozner Waltherplatz der Lattemacchiato (eine Art Milchkaffee) unverschämte 2,50 Euro kostet, derselbe, noch dazu mit einem Glas Wasser, in der Bar del Corso am Siegesplatz in der Freiheitsstraße nur 1,50 Euro.

Ein ähnlicher Preisunterschied ist in Brixen zu beobachten. Beispielsweise sind das Café am Gries (hinter dem Dom am Eingang zum Priesterseminar und zur Cusanus-Akademie) und das Dom-Café deutlich günstiger als gewisse andere.

Schon Karl May hatte das Raubrittertum vieler Gastwirte in den Alpen angeprangert. Auch er hielt sich am Bozner Waltherplatz auf, besuchte das Batzenhäusl, ließ sich in Bozen von der Frau scheiden, die sein Werk verraten hatte, machte die gleiche Reise wie später Poirot und nächtigte sogar im gleichen Hotel.

Wer mehr über Südtirol wissen will: Bozen mit seiner hässlichen Industriezone, die Mussolini hier angesiedelt hat, ist die wirtschaftliche Hauptstadt Südtirols.

Brixen mit dem Dom, den verschiedenen Klöstern, zu denen sich Neustift und Säben (ober Klausen) gesellen, mit dem Priesterseminar und der Pfarrkirche ist die geistliche Hauptstadt – jammerschade, dass der Bischof seinen Sitz aus dem altehrwürdigen Städtchen nach Bozen verlegt hat, wo er jetzt in einem modernen Betonpalast hausen muss. Er sollte wirklich über einen Rückzug nach Brixen nachdenken, zumal er ohnedies die Verbindung zur Politik gar nicht so braucht, denn er scheut Stellungnahmen zu gesellschaftlichen und politischen Themen wie … – zu seinem Glück, denn dadurch vermeidet er, Gräben aufzureißen wie es sein Vorgänger, der „walsche Seppl“, getan hat, der übrigens mit seinem an Heimatverrat grenzenden Verhalten den mutigen Kanonikus Michael Gamper – wenn dieser nicht in den Himmel kommt, wer dann? – ein Jahr seines Lebens gekostet hat. Freilich gäbe es von seiten des Bischofs (Hirte der Südtiroler Herde) viel zu sagen zur Aufweichung der Familie aufgrund staatlicher Gesetze, zur Schulsexualerziehung und zu „young & direct“, zu den Angriffen tirolfeindlicher Kreise auf die Schützen sowie zur Armut Einheimischer, vor allem dahinvegetierender Pensionisten, die finanziell gegenüber … - man darf ja heute nicht mehr die Wahrheit sagen - benachteiligt werden.

Das reiche Land Südtirol und die Caritas helfen anderen, was zu loben ist, doch für die eigenen Bedürftigen unter der Armutsgrenze und die Bergbauern ist nicht genug Geld da. Warum hat Jesus wohl gesagt: „Liebe deinen Nächsten!“?

Aber Glaubenstreue kann man heute nicht mehr erwarten, wenn Geistliche alles, was in der Bibel steht, in ihr Gegenteil verkehren. So wie jener Nachwuchspriester, der am 11.3.2007 die Drohungen Jesu im Sonntagsevangelium Lukas 13,1-9 in ihr Gegenteil verkehrte. Er bezeichnete die achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms von Schiloach erschlagen wurden, als „unschuldige Menschen“, und behauptete – sinngemäß -, Gott sei nur Liebe und kein strafender Gott, wie man früher geglaubt habe. Jesus aber sagte das Gegenteil von dem, womit dieser modernistische Priester die Gläubigen irrezuführen versuchte, nämlich: „Meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich geladen hatten, alle anderen Einwohner von Jerusalem aber nicht? Nein, im Gegenteil: Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt.“ Also sind alle schuldig und verdienen eine solche Strafe, wenn sie sich nicht bekehren. Auch jene Priester, die sich nicht zur vollen Wahrheit des Evangeliums bekehren … (gekürzt). Wer weiß, wie viele Priester weltweit an diesem Sonntag Jesus das Wort im Munde herumgedreht haben.

Es ist soweit gekommen, dass Ordensgeistliche für die okkulten Harry-Potter-Romane Propaganda machen, obwohl Gabriele Kuby (ähnlich wie Christa Meves, Dr. Ernst und Tochter u. a.; offenbar müssen nach dem Evangelium lebende evangelische und orthodoxe Christen, so genannte Konvertiten, die katholische Kirche retten) nachgewiesen hat: „Diese Bücher lästern Gott“, „Die Hemmschwelle gegenüber Magie wird bei den Jugendlichen zerstört“, „Es werden Kräfte lebendig, die das Christentum und den Glauben an einen liebenden Gott zerstören“. Mit einer Unverfrorenheit, die erschaudern lässt, hat jemand über diesen Aussagen den Zwischentitel „Kritik oberflächlich“ angebracht.

Dementsprechend lautet die Schlagzeile im „Katholischen Sonntagsblatt“: „Die Potter-Romane sind nicht unchristlich“, und dies als Fazit einer Tagung in der katholischen Cusanus-Akademie in Brixen. Kardinal Cusanus, Franziskus von Assisi, Antonius und alle ihre Gefährten würden sich im Grab herumdrehen, wie man so sagt. Außerdem werden noch die besorgten Eltern und Großeltern angelogen mit der verharmlosenden Behauptung: „Die Harry-Potter-Romane, nach der Bibel die am meisten gelesen Bücher“. („Kath. Sonntagsblatt“, Bozen, 11.3.2007, S. 22) Wir stellen dazu fest, dass es in den englischen Ausgaben der Agatha-Christie–Bücher heißt: „Agatha ChristieHer books have sold over a billion copies in English with another billion in 100 foreign languages. She is the most widely published author of all time and in any language, outsold only by the Bible and Shakespeare.” (in: Hallowe’en Party, 1969, Harper Collins Publishers, London, 2002) Die Bücher von Agatha Christie haben eine Auflage von einer Milliarde Exemplaren in englisch und einer weiteren Milliarde in 100 Fremdsprachen. Aus dem Entwurf des Buches „Die kommende Gerechtigkeit“: „Geistliche, die Magie verharmlosen und auf diese Weise Jugendliche und Kinder zum Satanismus verleiten… (gekürzt)“ Über die Gestalter christlicher Jugendseiten, die ohne Einspruch von Bischöfen und sonstigen Verantwortlichen in Kirche und Verbänden ungehemmt Sexfotos veröffentlichen – während solche auf den übrigen Seiten seriöser Tageszeitungen selten zu finden sind –, ein andermal.

Aus … zurück nach Südtirol:

Meran mit Dorf Tirol, von dem das Land den Namen hat, ist die touristische Hauptstadt. Früher teilte es sich mit Gries bei Bozen in diese Rolle. Aber das ganze Land ist eine Schatzkammer, jedes Dorf, jede Stadt, die Täler und Berge, die Kirchen und vor allem die Menschen. Darüber mehr in dem Roman „Die kommende Gerechtigkeit“ (Fortsetzung von „Jedem nach seinen Taten“), wo Vicente Delmonte einen überraschenden Abstecher ins himmlische Südtirol – vor dem Ersten Weltkrieg – machen darf und dabei auch auf den Reimmichl und den Kuraten F. X. Mitterer trifft.

Südtirol aktuell - Index 90A30ET