ETIKA

APOKALYPSE

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Breiviks Amoklauf, Döner-Morde des NSU und andere Werke Satans – Verbrecherische Welt

9.7.2012 mit aktuellen Ergänzungen
1. Breivik
2. NSU-Döner-Morde
3. Verbrecherische Welt

Demokratie auf dem Prüfstand im unteren Drittel, rot

I   Breiviks Amoklauf in Norwegen

Die Attentate am 22.7.2011 im Regierungsviertel von Oslo mit acht Toten und im sozialdemokratischen Jugendlager auf der Insel Utøya mit 69 Toten sind ein Werk des Satans. Cui bono? Antichristo. Sie geben den Startschuss zur weltweiten Verfolgung erst fundamentalistischer, dann aller Christen in dieser Endzeit. Sie ermöglichen den antichristlichen Mächten, die Stimmung der Weltöffentlichkeit gegen das Christentum aufzubringen. Denn diese wissen, dass es die geistige Macht des Christentums ist, die bisher das Kommen der Weltdiktatur des Antichrist verhindert hat.

Wer Unschuldige tötet, ist kein Christ. Gott gebietet: Du sollst nicht töten. Anders Behring Breivik (32), der Attentäter von Oslo, ist kein Christ, sondern vom Teufel besessen; höchstens ein Exorzismus könnte noch seine Seele retten. Der Norweger hat genau das getan, was Benson in seinem Roman „Lord of the World“ (Der Herr der Welt, im Internet lesbar) prophezeit hat. Er hat sich nicht nur zum Rächer aufgespielt und sich angemaßt, an die Stelle des allmächtigen Gottes zu treten, der jeden Menschen für seine Taten belohnt oder bestraft. Der ungläubige Intellektuelle hat auch den Anstoß zur heimtückischsten Christenverfolgung der Geschichte gegeben. (Vergleiche die Anschläge vom 11. September und die Folgen.) Weil diese Tat böse war, können die Verschwörer gegen Gott und die Menschheit nun leichter die Lügen verbreiten, fundamentalistische Christen seien unbarmherzige Fanatiker und das Christentum sei schlecht, die multikulturelle Gesellschaft und das Verschmelzen der Religionen in einer Welteinheitsreligion aber gut. Die bösen Geister jauchzen.

Die Hetzjagd kann beginnen, nicht nur auf gläubige Christen, sondern auch auf alle, die nicht die herrschenden liberalen und linken Ansichten vertreten. Nebenbei bemerkt: Islamisten und Christen werden nur gegeneinander ausgespielt, die lachenden Dritten sind Andere, dem einfachen Menschen Unbekannte.

Der Terrorist von Oslo hat keinen Glauben, denn glaubte er an Gott, würde er beten: Ich glaube an Jesus Christus, der kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten.

Er hat selber Gott gespielt und sich damit den Gegenspielern des Schöpfers ausgeliefert. Siehe das Gedicht „Der Zorn des Gerechten“:

„Da schlag doch mit dem Schwert gleich drein!“,
spricht meine Wut. Doch Gott sagt: „Nein.
Keiner, der da Blut vergießt,
danach noch Nächtʾ der Ruh genießt.

Aus theologischer Hinsicht kommt hinzu: Der Mörder hat seinen Opfern keine Gelegenheit mehr zur Reue und Buße gelassen.

Unsere Anteilnahme gilt den Angehörigen der Opfer. Möge es nicht zu einer Spirale des Hasses kommen. Wer Unschuldige verfolgt oder tötet, tut das Werk des Teufels und wird in der Hölle enden.

Andrerseits ist der Multikulturalismus eine Erfindung des Teufels. Er wird systematisch betrieben und stürzt viele Menschen und Völker ins Elend. Der Diabolos, der Durcheinanderwerfer, will die Ordnung Gottes nach Völkern und Familien durch ein Durcheinander ersetzen, in dem anonyme Massenmenschen ohne Halt, Geborgenheit und Heimat leichter zu seiner Beute werden. Er steht kurz vor dem Sieg.

Mögen wenigstens einige aufwachen und erkennen, dass mit der heutigen Gesellschaft etwas nicht stimmt. Die gottgegebene Ordnung ist gestört. Es ist zu spät, sie weltweit wiederherzustellen. So bleibt der Aufruf an jeden Einzelnen:

Kehr um, tu Buße, glaube an das Evangelium, folge Jesus Christus nach! Auch bei Diskriminierung, auch in der Verfolgung, auch im Tod!

Apostel der letzten Christen AIHS, 24.7.2011, www.etika.com

Skandinavien: Avantgarde der Décadence

Norwegen ist eines jener Länder, in denen die Moral ihren Tiefpunkt erreicht hat. Dies wurde uns schon vor Jahrzehnt von einem Reisenden berichtet. Wir verweisen auch auf das Buch von M. Parolis: Die skandinavische Tragödie, das vor einem knappen halben Jahrhundert erschienen ist.

Das lutheranische Skandinavien ist samt seinen Amtskirchen zur Avantgarde der Dekadenz (= Hedonismus + Gottlosigkeit) in Europa geworden. Wo der Teufel einmal Fuß gefasst hat, braucht man sich über Teuflisches nicht zu wundern.

Außerdem sind viele Skandinavier auch schlechte Vorbilder für die Einwanderer; sie sollten sie ja erheben, nicht hinabziehen. Überhaupt könnten Europas Frauen von den moslemischen viel lernen.

Mitschuldig an dem Massaker sind jene Politiker und Medien, die Menschen mit rechter, also nicht linker und liberaler Gesinnung aus der Gesellschaft systematisch ausgegrenzt und in den Untergrund getrieben haben. Ein Politologe hat schon um 1970, als der Verfasser in München Politische Wissenschaft studierte, vor der Ächtung von Menschen mit abweichender politischer Meinung gewarnt, da dies zu einer Zunahme des Extremismus führen würde. Dadurch würden die Gefahren erst virulent. Herrscher, die glauben, die Demokratie (Volksherrschaft) für sich gepachtet zu haben, entlarven sich nämlich selbst, wenn sie ihre Prinzipien Dialog und Toleranz nur gegenüber Gleichgesinnten anwenden, nicht aber gegenüber Andersdenkenden.

R. L., 25.7.2011, etika.com

Gebet

Herr, wir bitten Dich für die Milliarden Verblendeten. Öffne ihnen die Augen! Lass sie erkennen, dass Deine Botschaft lautet: Liebe – Barmherzigkeit – Gerechtigkeit! Jesus, Maria, rettet die Seelen! Gesù, Maria, salvate le anime!

Nachdruck bei Quellenangabe etika.com gestattet.

Ergänzungen

Bild am Sonntag, 24.7.2011. Der blonde Teufel. Bild, 26.7.2011 Die Killer-Bestie.

25.7.2011, kurz vor 7 h, SWR4. Ein katholischer Rundfunkpfarrer wettert gegen Fundamentalisten, auch christliche. Die Grenze zwischen Fundamentalisten und Fanatikern sei (sinngemäß) nahtlos.

Erinnert sei an einen Anschlag in Scharm el Scheich mit über 80 Toten (Dolomiten, 25.7.2011) und den dazugehörigen Kommentar von Rainer Lechner: Dem Terror den Boden entziehen. - Wer sucht, der findet.

Erinnert sei an ein „Ethisches Gesetz“ aus der Broschüre „Freiheit und Liebe“, unserem hektographierten Erstlingswerk, das lautet: 4.3.2.5 Die Ausrottung oder Unterwanderung von Völkern und ethnischen Minderheiten oder ihre organisierte Vermischung ist ein Verbrechen gegen die göttliche Ordnung.

Erinnert sei daran, dass die pro-multikulturellen Spitzen der Bundesrepublik Deutschland zwar um die Toten von Norwegen trauern, dass sie aber selbst rund 1000 Jugendliche vor allem aus Togo, Kamerun, Niger und Philippinen nicht zum Weltjugendtag 2005 einreisen ließen. (Dolomiten, 13.8.2005, „Eine Schande für Deutschland“)

Armes Norwegen. La confessione del killer. Man muss italienische und britische Zeitungen lesen, um die interessantesten Details zu erfahren. Der Mailänder Corriere della Sera berichtet ausführlich über die erstaunlich genauen Angaben des Attentäters über mögliche italienische Ziele. Aber auch Pikantes wird nicht verschwiegen. So greift Anders Breivik in seinem Manifest Lady Gaga und Madonna wegen ihrer „promiscuità sessuale“ an und teilt in diesem Zusammenhang mit: „Mia sorella ha avuto 50 partner, il mio patrigno 500, mia madre ha contratto un herpes genitale, metà delle mie amiche di Oslo possono essere definite promiscue perchè hanno avuto più di 20 relazioni intime…“ Wenn jemand aus einer solchen Familie kommt, braucht man sich über die Früchte nicht zu wundern, meinen wir. Ebenso interessant: „Il documento si apre con una croce purpurea e la scritta „2083 una dichiarazione europea di indipendenza“ … In lode della nuova milizia dei Poveri commilitoni di Cristo e del Tempio di Salomone“, cioè l´ordine dei cavalieri templari di Breivik. ..In Großbritannien, erfährt man weiter aus dem Corriere della Sera, soll es eine „halb-geheime Loge“ geben, die sich Breiviks Tempelrittern angenähert hat. Offenbar hat der Massenmörder auch Nietzsche zitiert, und zwar eine Stelle aus dem Antichrist: “I deboli e i malriusciti devono perire: questo è il principio del nostro amore per gli uomini.“ Nietzsche, unseliger Geist, du willst, dass die Schwachen zugrunde gehen, und bist doch selbst wegen deines Mangels an Mitleid und Barmherzigkeit verdammt. Ebenso verflucht ist Breivik, ein Jäger und Sportschütze, der grausam-tödliche Dum-Dum-Geschosse gebastelt hat. (Corriere della Sera, 25.7.2011, S. 1-9) Auch die Schützenvereine werden ihn verdammen, weil er mit seiner Wahnsinnstat ihren Sport in Misskredit gebracht hat; zum Beispiel verlangte der neue baden-württembergische SPD-Innenminister Reinhold Gall bereits ein Verbot des Besitzes großkalibriger Faustfeuerwaffen, laut NWZ 28.7.2011. Nicht so weit geht Beppe Severgnini im Corriere della Sera: „Le armi automatiche e semi-automatiche vanno tolte dalla circolazione.“ (25.7.2011, pag. 9) Wenn großkalibrige Waffen im einen Land verboten werden, werden Schwerkriminelle sie sicher in einem anderen Staat in oder außerhalb Europas erwerben können und sie dank des Schengen-Abkommens sicher an jeden beliebigen Ort bringen können. Der Innenminister soll erst einmal nachdenken …

L´infinita idiozia del male. Claudio Magris warnt im Corriere della Sera: “Sarebbe infame usarlo (l´omicida norvegese) per infangare l´uno o l´altro movimento politico. Il suo gesto atroce mostra la continua latenza del male ... Quella macelleria di esseri umani mostra pure l´infinita banalità e idiozia del male e della violenza.” Magris schreibt dann weiter von einem “uomo che probabilmente avrà avuto le sue ossessioni, le sue sofferenze, le sue paure”, aber: “Il suo delitto è la cosa non solo più orrenda, ma anche più stupida, più meccanica, più ottusa della sua vita. L´omicida di noltre 90 persone pare si sia definito “un fondamentalista cristiano”, termine privo du qualsiasi senso.” (Corriere della Sera, 25.7.2011, pagina 9) Danke, Claudio Magris!

Anwalt hält Attentäter für geisteskrank. Der 32-Jährige nahm (laut Geir Lippestad) Drogen, um während seiner Tat „stark, effizient und wach“ zu sein. (NWZ 27.7.2011 dapd)

Breivik „betete“ „zum ersten Mal seit langer Zeit“ wenige Wochen vor der Untat, als nach einem Gewitter sein Computer nicht mehr funktionierte. „Es ist im Manifest .. das einzige Mal, dass wir ihn betend beobachten … Was erklärt Andres Breivik Gott? Er sagt ihm, was zu tun hat. … Freundin … Unwillkommene Störung! Breivik entfährt der üble Fluch …“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31.7.2011, S. 9, Lorenz Jäger) Breivik hat wohl nie in den vergangenen Jahren oder Jahrzehnten ernsthaft gebetet, daher sein Hochmut und sein Wahnsinn und seine Kaltblütigkeit bei der Ermordung von 77 Menschen.

„Du bist dein ärgster Feind“, schrieb er im dritten Teil seiner „europäischen Unabhängigkeitserklärung“. … Er wappnete sich gegen die eigene Menschlichkeit. … Und ans Abknallen gewöhnte er sich mit Hilfe von Ego-Shooter-Spielen, deren Realismus er lobte. … Der israelische Psychiater Dan Bar-On hat über Nazitäter … geforscht. …Einige Massenmörder in Uniform haben ihm von dem einen Kind berichtet, dessen Blick sie nicht losgelassen hat. … „Terror ist Theater“, schreibt er … (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31.7.2011, S. 17, Nils Minkmair)

„Das abgrundtief Böse. Psychopathen kennen weder Moral noch Mitleid mit ihren Opfern. Doch geisteskrank sind sie nicht. Eiskalt berechnend führen sie ihre Mitmenschen hinters Licht.“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31.7.2011, S. 47, Jörg Albrecht)

Ein ungläubiger Intellektueller. Armando Torno (Corriere della Sera, 25.7.2011, S. 2) und Cord Riechelmann (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 31.7.2011, S. 17) analysieren das Manifest von Anders Behring Breivik im Internet. Der erste verweist auf die Stellen, wo der Attentäter zu seiner Rechtfertigung Franz Kafka, Friedrich Nietzsche, Niccolò Machiavelli, William James und George Orwell zitiert, der zweite widmet sich in einem ebenso schwer verständlichen Beitrag den Anleihen Breiviks  bei dem französischen Philosophen Jacques Derrida und dem Dekonstruktivismus. Viele Worte, wenig Wichtiges und Klares. Dabei ist alles so einfach. Man lese Savonarolas Buch über die Einfachheit.

Breivik hatte Angst vor dem Tod! Breivik hat von der Insel zehnmal bei der Polizei angerufen, um sich zu ergeben und sich bestätigen zu lassen, dass die Polizei seine Kapitulation annehmen werde. Diese dpa-Meldung in der NWZ vom 13.8.2011 enthält den Satz: Der Attentäter wollte nicht von der Polizei erschossen werden.

LLD könnte man die linksliberale Diktatur abkürzen.

„Massenmörder geisteskrank. Breivik ist laut einem psychiatrischen Gutachten unzurechnungsfähig. Oslo-Mörder in die Anstalt? Breivik könnte theoretisch nach drei Jahren frei kommen.“ (NWZ 30.11.2011)

Gutachterterror. Zwei Gerichtspsychiater gaben Breivik in einem Test nur 2 von 100 Punkten. Wie Hannes Gamillscheg dankenswerter aus Oslo mitteilte, gilt man bei 90 als normal, bei unter 30 als ernsthaft krank und, jetzt kommt´s: „Patienten mit unter 10 schafften es nicht, zu essen, sich zu waschen oder die Schuhe anzuziehen, sagte Monrad Aas, Leiter einer psychiatrischen Klinik“. Es werden Rufe nach neuen Gutachten laut. (NWZ 7.12.2011 Breiviks Psyche bleibt heiß umstritten) Ein Mann mit zwei Punkten soll einen solchen militärisch geplanten Massenmord durchgeführt haben! Sind die Gutachter noch normal? Ob da nicht die Psychiater selbst zu psychiatrieren wären?

Breivik als „unzurechnungsfähig“ bestätigt von einer Prüfungskommission. Der schwedische Psychiatrieprofessor Johan Cullberg nannte das Gutachten „abstoßend unprofessionell“. Breivik leide an einer Persönlichkeitsstörung, sei aber nicht schizophren. (NWZ 23.12.2011) Breivik sei „außerstande“, so die Gutachter, „für sich selbst zu sorgen“. Psychopath oder Simulant? Viele Experten verwerfen die These des offiziellen Gutachtens, dass Breivik an paranoider Schizophrenie leide und zum Tatzeitpunkt psychotisch gewesen sei. Breivik selbst halte 80 Prozent des Rapports für erlogen, sagte sein Anwalt. (NWZ 7.1.2012 Hannes Gamillscheg)

„Knight Templar“. Breivik will von den Tempelrittern seinen Auftrag erhalten haben, sagte er am zweiten Prozesstag. „Ich stehe hier als Repräsentant für die norwegische und europäische antikommunistische und antiislamische Widerstandsbewegung und für das Netzwerk der Tempelritter.“ (NWZ 18.4.2012)

Breiviks erste Höllenstrafe

Ohrfeige für die Betreiber der Hexenjagd auf NLL
Demokratie-Lektion Stoltenbergs für internationale Hetzmedien

Es gibt noch Demokraten, selbst unter den Regierenden. Der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg brachte den Mut auf, in einem Interview mit Bild am Sonntag (31.7.2011, S. 3) folgendes zu erklären:

„Die Rede- und Meinungsfreiheit sind das Fundament einer jeden Demokratie, und so müssen wir alle Arten von Ansichten tolerieren, auch wenn sie extrem sind. Aber Gewalt können wir auf keinen Fall billigen oder akzeptieren.“

Bravo! Eine Lektion für alle bundesdeutschen und internationalen Meinungsmacher, die eine Hexenjagd auf alle betreiben, die nicht links oder liberal sind (NLL), von Eva Herman und christlichen Fundamentalisten über Thilo Sarrazin und nationale Parteien bis zu Islamisten, selbst wenn diese Gewalt ablehnen. Die herrschenden Liberalen lassen den vielen unabhängigen, neuen Kräften keine Chance, das Machtmonopol zu durchbrechen, das ihre Vorgänger mit der blutigen Französischen Revolution und mit dem liberalkapitalistischen Wirtschaftssystem aufgebaut haben. Wenn die Leute, die sich in Politik und Medien als Wächter der Demokratie aufspielen, die Stoltenberg-Lektion nicht lernen, wird die Demokratie in Bälde zugrundegehen und durch eine Diktatur ersetzt werden, wie es sie in der Geschichte noch nie gegeben hat. Aber das ist wohl ihr Ziel. Breivik, der 77 Menschen auf dem Gewissen hat, ist in den Augen Gottes ein kleiner Fisch gegenüber jenen Politikern und Medienmogulen, die Millionen Seelen vergiften und in die Hölle bringen. Und sind es nicht dieselben Herrscher dieser Welt, die ungezählte Millionen Arme verhungern lassen, obwohl es Lebensmittel für zwölf Milliarden gibt? (siehe unten)

Aber solange die Massen schlafen, kann ihnen niemand etwas anhaben. Nicht einmal die Erkenntnis des früheren baden-württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel: „Die Staatschefs brechen das Recht“, erstaunlicherweise Schlagzeile der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung am 31.7.2011. „Wie soll man von den Bürgern Rechtstreue verlangen, wenn sich ihre Staats- und Regierungschefs nicht an das Recht und an abgeschlossene Verträge halten?“, sagte Teufel in Berlin vor der Seniorenunion. Wir zitieren weiter aus einem Gespräch mit der FAZ:

„Wenn Staats- und Regierungschefs in einer Nacht wesentliche Stabilitätskriterien wegputzen, die in Verträgen festgehalten, also geltendes Recht sind, geht Vertrauen verloren. Vom Bürger erwartet man, dass er sich an Normen, an Recht und Gesetz, an Verträge hält – und Staats- und Regierungschefs tun es nicht. … Ich würde keinem Politiker trauen, der sich nicht an Recht und Gesetz, nicht an die Verfassung hält. Denn keiner von uns steht über dem Recht. Das ist das Wesen des Rechtsstaats.“ Teufel kritisierte in seiner Rede in Berlin außerdem:

„Die Ursache für den Europa-Frust sind heute die überzogene Bürokratie in Brüssel … Gegen die Bürokratie und Unübersichtlichkeit in Brüssel hilft das Subsidiaritätsprinzip. … Die Regierungen in der Welt müssen auch dafür sorgen, dass durch internationale Vereinbarungen Raffgier nicht durch Boni belohnt wird. Es muss verhindert werden, dass durch Spekulieren weit mehr Geld verdient wird als durch Arbeit und durch Investitionen.“

Kommentar ETIKA: Der Rechtsstaat gewährt seinen Bürgern Meinungsfreiheit! Das muss auch für Parteien gelten, die links und rechts der Mitte angesiedelt sind und sich nicht für Gewalt aussprechen! Wenn der Staat die Meinungsfreiheit beschneidet und damit gegen die demokratische Verfassung verstößt, ist er kein Rechtsstaat mehr, und die Herrschenden können nicht länger behaupten, sie verteidigten die Demokratie! (etika.com, 31.7.2011)

Als Ergänzung ein paar Sätze aus einem mutigen Leitartikel von Gunther Hartwig in der Ulmer Südwestpresse vom 21.7.2011. Überschrift: Die Torheit der Regierenden:

„Wenn sich junge Leute in Madrid in Massenprotesten verbünden, weil fast die Hälfte von ihnen keinen Job haben … Die wachsende Ungerechtigkeit frisst sich immer weiter in die Mitte der Gesellschaft hinein, Millionen von Bürgern in der EU bangen um ihre Existenz und sehen sich um faire Aufstiegschancen betrogen. … Es steht das Vertrauen in die Demokratie selbst auf dem Spiel, genauer: in das in Europa übliche System der repräsentativen Demokratie … Immer öfter richtet sich der Zorn der Bürger gegen eine politische Klasse, die den Willen der Wähler in sehr eigener Weise interpretiert … Politiker kommunizieren überwiegend mir ihresgleichen oder mit Repräsentanten anderer Institutionen, die im Konzert der Mächtigen mitspielen – Experten, Wirtschaftsführern, Bankmanagern. Das Publikum steht wütend im Abseits. … Mahnung an die Regierenden …, im Interesse jener zu handeln, die nicht mit am Verhandlungstisch sitzen, aber ausbaden müssen, was in Brüssel oder Berlin beschlossen wird.“

Zuschriften

(Am 29.7.2011 Selbstzensur durch Kürzungen.) Von katholischer Seite bekamen wir folgende E-Mail zugeschickt. Wir übernehmen sie ungeprüft, da wir keine Zeit haben und kein eigenes Telefon besitzen.

„Der Knaller, der von den … verschwiegen wird: Anders Behring Breivik, der norwegische Attentäter, ist … Hier der Bericht auf kreuz.net: http://www.kreuz.net/article.13589.html . Hier der Bericht auf dailymail, in dem …  und "…  gar nicht vorkommen, dafür aber ein großes Photo des Attentäters mit … http://www.dailymail.co.uk/news/article-2017851/Norway-attacks-gunman-Anders-Behring-Breivik-right-wing-extremist-hated-Muslims.html Der Attentäter hat das Photo selbst auf facebook veröffentlicht und als eine seiner Interessen die …  angegeben... Auf dailymail ist er - entgegen dem Photo - ein "right-wing" (Rechtsextremist) und haßt angeblich Moslems. Die "gescheiten" … verraten uns aber nicht, wie das mit seiner "humanitären" Mitgliedschaft in der Johannes-… St. Olav der Drei Säulen in Oslo zusammenpaßt und wieso ein "Moslem-Hasser" norwegische Jugendliche ermorden soll (?). Hier noch eine norwegische Quelle über die …Mitgliedschaft des Attentäters: http://www.tv2.no/nyheter/prosjekt/frimurer/losjer/soilene/medlem/80189

Eine zweite E-Mail:

Zum Attentat 23. 7. 2011 in Norwegen; N24, Nachrichten nach 9 Uhr heute. Ein Polizist, live gesendet, sinngemäß auf die Frage, `warum der einzelne Täter Zugang zu so viel Sprengstoff, Waffen und Munition gehabt hätte`; `er sei ja bei den … und hätte Sondergenehmigungen`. daraufhin wurde sofort (!) der Wetterdienst eingeblendet, die Übertragung damit unterbrochen. Auch interessant; im Internet gibt es diese N24 Sendung nicht abrufbar! Spätere schon. Na, das wird wieder mal Verschwörungstheorien befördern...

Wir veröffentlichen diese E-Mails im Vertrauen auf das Recht der Meinungsfreiheit und hoffen, dass nichts Gesetzwidriges enthalten ist.

II   Döner-Morde des NSU

„Nationalsozialistischer Untergrund“ zerschlägt sich selbst. Verschwiegene Mitursache der „Döner-Morde“.

Mindestens zehn Morde (an acht Türken, Betreibern von Dönerbuden, einem Griechen, einer aus Thüringen stammenden Polizistin) und zwölf Banküberfälle gehen auf das Konto der Gruppe mit diesem Namen: Uwe Mundlos (38), Professorensohn aus Jena, Uwe Böhnhardt (34), arbeitslos, Waffennarr. Beide erschossen sich angeblich in einem Wohnwagen in Eisenach. (Ein Streit soll voraus gegangen sein, berichteten Augenzeugen. Bild am 18.11.: „Zweifel am Selbstmord der Killer“.) Ihre Freundin steckte ihr Haus in Zwickau in Brand. Das „nationale Netzwerk von Kameraden mit dem Grundsatz ,Taten statt Worte´“ gab als Rechtfertigung in einer DVD an: „Solange sich keine grundlegenden Änderungen in Politik, Presse und Meinungsfreiheit vollziehen, werden die Aktivitäten weitergeführt.“ (Bild wieder Vorreiter in ausführlicher Berichterstattung, brachte sogar die Fotos der 3, 13.11.2011) Ganz am Rande: Kinder pflegten früher über das gleichnamige Kraftfahrzeug aus Neckarsulm (z. B. NSU Prinz) zu sagen: „NSU – verreckt im Nu.“

Pikant der Satz: „In Sicherheitskreisen wird spekuliert, die drei mutmaßlichen Täter könnten vom Verfassungsschutz eine neue Identität erhalten haben und als Verbindungsleute in der rechten Szene geführt worden sein.“ (Sonntag aktuell, Stuttgart, 13.11.2011)

ETIKA-Kurzkommentar: Wir kennen die Extremistenszene. Die Vorfälle bestätigen die These eines Politikwissenschaftlers, die auch unsre ist: Wenn man politische Minderheiten nicht einbindet, sondern aus der Gesellschaft ausgrenzt und ihnen jede Möglichkeit nimmt, sich im Rahmen der parlamentarischen Demokratie zu betätigen (z. B. fordert CSU-Chef Horst Seehofer weiterhin ein NPD-Verbot, NWZ 11.11.2011) und ihnen die Meinungsfreiheit verwehrt, bildet sich Untergrundpotential als virulente Gefahr – Keimzellen des Terrors. Jene, die andere wegen abweichender politischer Ansichten einsperren und stigmatisieren, tragen Mitschuld an Taten, die der Ausgrenzung entspringen. Man ziehe einen Vergleich mit dem Fall Breivik.

Andrerseits ist anzunehmen, dass die beiden Terroristen bereits in der Hölle schmoren wegen der Ermordung Unschuldiger und wegen Selbstmords, womöglich auch wegen Unzucht („Bild“ schrieb am 13.11.2011: „Beate Z. (36) aus Jena soll mit M. und B. abwechselnd zusammen gewesen sein“).

Beten wir für die unschuldigen Opfer in Deutschland und Schweden!

Allen Extremisten aller Lager und Völker rufen wir zu: Lasst ab von der Gewalt! Sie ist kontraproduktiv! Kämpft wie wir mit den Waffen des Geistes für Wahrheit und Gerechtigkeit, oder mit gewaltlosen Aktionen wie Mahatma Gandhi!

National Gesinnte, unterscheidet und erkennt die Lügen, denen ihr aufgesessen seid! Verfolgt unsere beiden Serien über den Nationalsozialismus und über Hitler!

Weitere Details:

Die Südwestpresse meldet, dass „die rechtsextreme Gruppe ,Thüringer Heimatschutz´, dem das Trio vor seinem Abtauchen im Januar 1998 angehört hatte, von einem V-Mann des Verfassungsschutzes geführt wurde“. (10.10.2011)

Opfer der sogenannten Döner-Morde waren offenbar acht türkische und ein griechischer Imbissbudenbetreiber. (12.11.2011)

Schlagzeile von Bild am 14.11.2011: Der kalte Hass der Nazi-Killer. Es gibt hierzulande so viele Psychologen. Fragt doch diese, woher ein solcher Hass kommt. Nicht von nichts. Sondern von der Ausgrenzung.

16.11.2011: Agenten zur Tatzeit vor Ort. Verfassungsschutz offenbar in Mordserie verstrickt – CDU will NPD-Verbot. Ein erstes Verbotsverfahren war 2003 am Einspruch des Bundesverfassungsgerichts gescheitert, weil V-Leute des Verfassungsschutzes in Führungspositionen der NPD vertreten waren. (Südwestpresse)

18.11.2011: Objektiv gesehen muss man sagen: Die „Nazi-Killer“ aus Zwickau haben der nationalen Idee in Deutschland den Todesstoß versetzt. Damit entpuppt sich die Fanatiker des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ als Spießgesellen Satans, der alle Völker zerstören und die Vaterlandsliebe ausrotten will, was ihm zum Großteil gelungen ist.

Warum melden sich die Politiker zur Zeit nicht mit ihren Parolen von Dialog und Toleranz (müsste doch für alle, auch für die NPD und Islamisten gelten), und wo verkriechen sich die Theologen mit ihrer Theorie der Allversöhnung (auch mit Killern Unschuldiger und Massenmördern, siehe in ETIKA 1). Schnapsideen? Nein, raffinierte Lügen einer Verführerkaste.

Persönlich würde den Betreiber dieser Webseiten interessieren, ob er dem Trio aus Zwickau schon einmal auf der Zwickauer Hütte begegnet ist, zum Beispiel beim 100-jährigen Jubiläum vor wenigen Jahren.

Die in Baden-Württemberg erschossene Polizistin Michèle Kiesewetter hatte die Schule in Saalfeld besucht, wo sich der NSU formiert haben soll. (NWZ 21.11.2011)

Laut „Spiegel“ hatte der Thüringer Verfassungsschutz Ende der 90er Jahre mindestens drei V-Leute in der Umgebung des Trios im Einsatz. Darunter sei neben dem Kopf des „Thüringer Heimatschutzes“ auch der Chef der Thüringer Abteilung von „Blood & Honour“ gewesen. (NWZ 21.11.2011 Stefan Voss, dpa) Berichte über engere Kontakte zwischen der Familie Kiesewetter und Neonazis (NWZ 22.11.2011) wurden später vom Bundeskriminalamt (BKA) dementiert. (NWZ 25.11.2011)

Wie witzig: Das NSU-Museum in Neckarsulm veranstaltet kurze Zeit nach den NSU-Morden eine „Mordsmuseumsnacht“. Dabei wird in einem „komödienhaften Gruselkrimi“ ein Scheich liquidiert. (NWZ 23.11.2011)

Chancen für ein NPD-Verbot steigen. Doch angeblich sitzen heute in der NPD noch mehr V-Leute als während des ersten Verbotsverfahrens. (NWZ 24.11.2011 Bettina Grachtrup, dpa)

NPD unter Beschuss. Der frühere stellvertretende Vorsitzende der Thüringer NPD, Ralf Wohlleben, wurde festgenommen; er soll dem Zwickauer Trio eine Schusswaffe zur Verfügung gestellt haben. (NWZ 30.11.2011) Die Diskussion um ein NPD-Verbot fördert viel bisher Verheimlichtes zutage. So gab SWR4 am 30.11.2011, 13 h, bekannt, dass es in der NPD 100 V-Leute gibt. Wir fügen hinzu: Dazu kommen die (nach unserer Schätzung) Tausende V-Leute der amerikanischen, britischen, französischen, russischen, israelischen Geheimdienste usw.; ob auch diese „Dienste“ dazu beigetragen haben, dass es nie zu einem NPD-Verbot gekommen ist? Denn wie Rechtsanwalt Ströbele im Fernsehen richtig bemerkte, würde nach einem Verbot eine neue Partei gegründet und viele national Gesinnte gingen in den Untergrund, wenn sie nicht mehr an der parlamentarischen Demokratie partizipieren dürften.

Zwei Verfassungsschützer aus Baden-Württemberg oder Bayern sollen bei dem Mord an Kiesewetter zugesehen haben. Dies meldet der „Stern“ unter Berufung auf ein Protokoll des US-Militärgeheimdienstes DIA. Außerdem soll ein Treffen von Islamisten und Neonazis auf der Heilbronner Theresienwiese von zwei US- und zwei deutschen Agenten beobachtet worden sein. (Südwestpresse 1.12.2011) Details am 3.12.2011 von Hans Georg Frank: Die Suche nach dem Motiv. Phantom, Araber und die Mafia. Schon viele Spekulationen.

„Ein erstes NPD-Verbotsverfahren war 2003 vor dem Bundesverfassungsgericht wegen der Vielzahl von V-Leuten des Verfassungsschutzes in der rechtsextremen Partei gescheitert.“ (Südwestpresse 3.12.2011 afp) Anmerkung: In Deutschland agieren außerdem mindestens noch der Bundesnachrichtendienst BND sowie der Militärische Abschirmdienst MAD.

Nur wenn NPD verwickelt ist. Stimme der Vernunft: Der Ex-Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, warnte vor einem überstürzten Verbotsverfahren. „Die NPD – und nicht nur einer ihrer Funktionäre – müsste in diese mörderischen Anschläge in irgendeiner Form verwickelt sein.“ (NWZ 5.12.2011 dpa) - Demgegenüber fordert die Südwestpresse: „Das Land braucht das Verbot (der NPD).“ (Kommentar von André Bochow auf S. 1 am 9.12.2011) Ein erstes Verbotsverfahren war 2003 gescheitert, weil „die Führungsebene der NPD mit V-Leuten des Verfassungsschutzes durchsetzt war“ (auf derselben Seite, von dapd).

„Das Gedankengut lässt sich nicht verbieten. Man würde sich blind machen ohne V-Leute.“ (Beate Bube, Präsidentin des baden-württembergischen Landesamtes für Verfassungsschutz, NWZ 10.12.2011)

130 V-Leute bespitzeln die NPD, darunter mehr als zehn in den Führungsgremien, meldete der „Spiegel“. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gab bekannt, die NSU-Gewalttaten seien „nur verwertbar, wenn sie vollumfänglich der NPD zugerechnet werden können“. (NWZ 12.12.2011)

Als Konsequenz aus der Neonazi-Mordserie ist ein neues Abwehrzentrum von Bund und Ländern gegen den Rechtsextremismus eröffnet worden. 130 bis 140 Beschäftigte, davon je 50 von BKA und Bundesverfassungsschutz. BKA-Chef Jörg Ziercke will einen „permanenten Fahndungs- und Verfolgungsdruck“ auf die rechtsextreme Szene aufbauen. (NWZ 17.12.2011)

Staatsgeld für falsche Pässe. Thüringer Verfassungsschützer wollten Neonazi-Trio unterstützen. Dazu Kommentar von Ulf Schlüter: „Warum war dieser Dilettantismus möglich? Wären die Morde zu verhindern gewesen? Das sind Fragen, denen sich die Politik stellen muss – anstatt sich vor allem in NPD-Verbotsdiskussionen zu ergehen.“ (NWZ 19.12.2011)

Faktisch Berufsverbote in der Bundesrepublik. Wir fassen zusammen aus einem Bericht „Anwalt verliert Ämter“ von Volker Knopf in der Südwestpresse vom 9.1.2012: Rastatt. Anwalt Klaus Harsch, der drei Kollegen aus der rechtsradikalen Szene beschäftigt hatte, kündigte ihnen, nachdem der mediale Druck zu groß wurde. Zwei der Kollegen spielten in rechtsextremen Skinhead-Bands. Die dritte Advokatin verteidigt den mutmaßlichen Terrorhelfer R. W. und war einst dessen Stellvertreterin im Kreisvorsitz der NPD Jena. Zudem soll sie Mitglied der „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene“ gewesen sein, einer seit 2011 verbotenen Organisation. Harsch selbst musste zahlreiche Ämter aufgeben. Die CDU des Landkreises Rastatt prüft ein Parteiausschlussverfahren wegen „parteischädigenden Verhaltens“ gegen Harsch. Dieser trat – ob freiwillig oder auf sanften Druck - als Vorstandsmitglied der Josef-Saier-Stiftung zurück, die hinter den Volksschauspielen Ötigheim steht. Verbindungen wie die Teutonia oder Germania gehen zu ihrem „alten Herrn“ auf Distanz. Die Rastatter Pennäler-Verbindung Markomannia soll ihren Altherrenvorsitzenden suspendiert haben. Auf dem Rastatter Marktplatz, wo Harsch seine Kanzlei hat, demonstrierte ein „Aktionsbündnis Nazi-Anwälten Harsch entgegen treten“. Die Jusos forderten den Narrenverein „GroKaGe“ auf, Harsch nicht mehr den Fastnachtsumzug moderieren lassen, was er seit mehr als einem Jahrzehnt getan hat. (Soweit die Südwestpresse vom 9.1.2012) ETIKA-Kurzkommentar: Ist das Demokratie? Wir fühlen uns an die … erinnert.

Schwenninger Kino wird nicht an NPD verkauft. … Entsetzen … Aufregung … Seit Jahren ist der NPD-Landesverband auf der Suche nach einem Gebäude, in dem die Landesgeschäftsstelle untergebracht werden soll. (Südwestpresse 10.1.2012)

Neonazi-Datei beschlossen. Polizei und Geheimdienste sollen ihre Informationen austauschen. Der Verfassungsschutz geht davon aus, dass es in D. rund 9500 gewaltbereite Rechtsextremisten gibt. In der Südwestpresse vom 19.1.2012 kommentiert Christoph Faisst: „Wer ist gewaltnah, obwohl er nie auffällig wurde? Wer definiert das? … Was heute im Kampf gegen Nazis gefeiert wird, könnte morgen allen Beteuerungen zum Trotz zur Gesinnungskontrolle geraten.“ Schon am 12.1.2012 hatte die Südwestpresse berichtet: „In der Datei sollen Informationen zu „gewaltbezogenen“ Rechtsextremisten gesammelt werden. Darunter fallen auch bestimmte Personen, die noch keine Gewalttaten begangen haben. Für die Datei sollen Polizei, Verfassungsschutz und Militärischer Abschirmdienst zusammenarbeiten.“ (afp)

„Die Zulässigkeit von Kritik am System ist Teil des Grundrechtestaats.“ „Eine Bestrafung wegen „Verunglimpfung des Staates“ sei nur möglich, wenn eine Äußerung „zumindest mittelbar geeignet erscheint, den Bestand … oder die Friedlichkeit in der Bundesrepubilk Deutschland zu gefährden.“ So urteilte das Bundesverfassungsgericht. Das Amtsgericht Hechingen hatte die Vorsitzende des Rings Nationaler Frauen wegen eines Flugblatts zu einer Geldstrafe verurteilt. (NWZ 21.1.2012 lsw)

„Wir sind die neuen Juden“, Heinz-Christian Strache (HC), der Vorsitzende der Freiheitlichen Partei, nach einem Brandanschlag auf das Haus einer Studentenverbindung. (NWZ 8.2.2012)

Der Deutsche Städtetag fordert ein NPD-Verbot. (NWZ 10.2.2012)

NPD-Vorstände ohne V-Leute. Alle Innenminister beschlossen, von April an auf V-Leute des Verfassungsschutzes in der NPD-Führung zu verzichten. (Südwestpresse 23.3.2012 dpa) In einem Bericht im Innenteil wird ein Foto des „für seine Hetztiraden und Provokationen“ bekannten „und auch schon gerichtlich“ belangten NPD-Fraktionschefs in Schwerin, Udo Pastörs, gezeigt. Er hat 202 Ordnungsrufe und 27 Rauswürfe auf seinem Konto. Wer Augen hat …

Generalbundesanwalt Harald Range sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung: „Man muss sich mit dem Rechtsextremismus politisch auseinandersetzen.“ (Sonntag aktuell 25.3.2012) Bravo, ein ehrlicher Mann.

Das Vermögen der Neonazis wird eingezogen. (ZDF 19.6.2012, 19 h) Die jungen Leute hatten anscheinend NS-Propaganda im Internet gemacht. Die NWZ berichtete am 20.6.2012 über das Verbot der „Widerstandsbewegung in Südbrandenburg“; „die Unsterblichen“ hatten sich mit Fackelmärschen gegen den „Volkstod“ gestellt. Von der Vermögensbeschlagnahme war verwunderlicherweise nichts zu lesen. ETIKA fragt: Ist die Beschlagnahme des Vermögens von Mitgliedern irgendwelcher politischer Organisationen mit dem Grundgesetz und den Grundsätzen der Demokratie vereinbar? Ist nicht das Recht auf Eigentum eine Säule des Rechtsstaats? Darf jemand, der keine Gewalt anwendet, als Terrorist behandelt werden? Wird heute das Vermögen der Neonazis beschlagnahmt, morgen das der Islamisten, übermorgen das der Christen? Nur weil alle diese Gegner des weltweit tonangebenden liberalen Kapitalismus sind, der immer mehr Menschen ausbeutet?

Neonazi-Kick verboten. Die Behörden haben in Ettlingen ein Fußballturnier von Rechtsextremen verhindert. (Südwestpresse 2.7.2012) Man wird ihnen noch die Luft zum Atmen nehmen, ebenfalls als Akt der Vielfalt und Toleranz.

Demokratie auf dem Prüfstand
Hetzjagd auf Menschen wegen unangepasster politischer Ansichten
Die Seite 3 der Ulmer Südwestpresse vom 2.12.2011 erinnerte den Berichterstatter an ein Zitat des evangelischen Pfarrers Wolfgang Borowsky, der in einem Buch geschrieben hatte – vielleicht zugespitzt ausgedrückt, das Gedächtnis ist leider nicht mehr das beste –, die Neonazis seien die Juden von heute. Der Berichterstatter bezieht sich damit natürlich nur auf den Beginn der Judenverfolgung und weiß, daß es gefährlich ist, solche Vergleiche zu ziehen, aber er erinnerte sich in der Tat an jenes Zitat und beruft sich auf das Recht auf freie Meinungsäußerung. So geschieht in der Reportage „Mittendrin im Alltag – In Ostdeutschland haben sich ländliche Regionen zum Rückzugsraum der Neonazis entwickelt – Riesa gilt als heimliche Hauptstadt der NPD“ äußerst Bedenkliches (in den Augen eines Demokraten, der an der Universität München ab 1968 immerhin acht Semester Politische Wissenschaften studiert hat, wenn auch ohne Abschluss, obwohl er alle Hauptseminarscheine gemacht hat). Ein gewisser Peter Gärtner stellt Leute wegen ihrer politischen Ansichten vor einem Millionenpublikum an den Pranger – als ob sie die Wahnsinnstaten einiger weniger vom Teufel Besessener gutheißen würden. Beispiel:

„Eine Zeitlang ging … (Anmerkung ETIKA: Wir lassen den in der Zeitung ausgeschriebenen Namen weg) im Familienzentrum Hohen Neuendorf ein und aus. Die Mutter von zwei Kindern trat ganz normal auf, galt als sympathisch und engagiert. Als sie dann am Stand beim Familienfest aushalf, wurde die junge Frau von der Lokalzeitung abgelichtet – und ein paar Tage später als NPD-Funktionärin enttarnt. Niemand hätte dieser Frau zugetraut, dass sie rechtsextrem ist.“
Im Artikel ist ein Bild mit Teilnehmern eines Zeltlagers der inzwischen verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ abgedruckt mit der großen Aufschrift „Der Heimat und dem Volke treu“.

In welchem Staat leben wir denn? Noch in einer Demokratie! Ist es denn strafbar, wenn diese Mutter in ein Familienzentrum geht und an einem Stand beim Familienfest aushilft? Soll sie unnormal auftreten, als unsympathisch und faul gelten? Selbst brutale Verbrecher werden in den Medien selten mit vollem Namen genannt, aber diese Mutter schon. Die Wortwahl erinnert an totalitäre Systeme. Da wird eine Hausfrau und Mutter „als NPD-Funktionärin enttarnt“. Enttarnt werden gemeinhin Spione und Landesverräter. Wo bleibt die Achtung vor dem Existenzrecht anderer? Gibt es noch einen Datenschutz, gibt es noch ein Grundgesetz, das den Bürger schützt?

In einem danebenstehenden Artikel gibt dpa-Korrespondent Martin Moravec die Ansicht einer Sozialwissenschaftlerin Michaela Köttig wieder. Sie hat den „weiblichen Rechtsextremismus“ untersucht und das Fazit gezogen: „Diese Frauen sind keine Mitläuferinnen.“ Kann diese Expertin vor Gott schwören, dass keine einzige Frau eine Mitläuferin ist? Was sie behauptet, ist in unseren Augen eine Art Verhetzung aller Frauen, die in einer nationalen Organisation tätig sind. Mit den fiesesten Methoden werden national gesinnte Menschen in die Nähe verruchter Terroristen gebracht, deren Untaten mindestens 90 Prozent von ihnen wie wohl jeder anständige und gottesfürchtige Mensch verabscheuen. Als Beispiel eine Aussage dieser „Wissenschaftlerin“ M. Köttig (womit sie ihre politische Gesinnung selbst offenbart):

„Auch heute kann sich eigentlich kaum jemand vorstellen, dass eine Frau rechtsextrem-terroristisch auftritt. Bei Linksextremen geht das, weil diese eine positiv konnotierte Utopie, eine bessere Welt kämpfen (sic). Die Rechten kämpfen für eine destruktive Welt. Das ist bei Frauen schwer vorstellbar.“

Infamer kann es in einer Demokratie nicht zugehen. „Die Rechten kämpfen für eine destruktive Welt“, behaupten diese Meinungsmacher. Wir sind Christen und gegen den Nationalsozialismus, verteidigen aber die Wahrheit und schützen die Schwachen, hier „die Rechten“ vor einer für die Gesamtgesellschaft verhängnisvollen Ausgrenzung. Als Antwort verweisen wir auf unser Gedicht: „Vaterland in Scherben“. Nationale Gesinnung heißt für uns in erster Linie Vaterlandsliebe, Achtung vor anderen Völkern (wir verweisen auf die unserer Erinnerung nach wegweisende Broschüre der AUD-Ideologin Renate Haußleiter-Malluche: Der neue Nationalismus, die wir Anfang der siebziger Jahre an Dr. Norbert B. ausgeliehen und noch nicht zurückbekommen haben, nebst Ludwig Reiners´ Stilkunst, Rauters Folterlexikon etc.)  sowie Verwirklichung von Tugenden wie Treue und Ehre, und diese Werte sind Gott wohlgefällig.

Was manche Leute früher verdammten, nämlich jemanden auf den Index setzen, das tun sie jetzt selbst. In der Südwestpresse vom 2.12.2011 kommentiert Gunther Hartwig ungeniert:

„Sowohl in der deutschen Bevölkerung wie im Ausland schwindet das Verständnis dafür, die NPD nicht endlich auf den Index zu setzen.“

Zur Meditation angesichts der NS-Problematik zitieren wir nochmals den früheren evangelischen Pfarrer Wolfgang Borowsky. Er schrieb in  seinem Buch „Christus und die Welt des Antichristen“ (Die Bibel- und Schriftenmission Dr. Kurt E. Koch e. V., Aglasterhausen, 1984, Seiten 148 bis 152) unter anderem folgendes:

„Es sind im ,Dritten Reiche´ – nicht zuletzt aufgrund okkultistischer Wurzeln – ungeheure Unmenschlichkeiten geschehen, und sie sind nicht minder auf der anderen Seite geschehen, ebenfalls mit aufgrund okkultistischer Wurzeln wie auch aufgrund anderer dunkler One-World-Quellen. Und die Welt ist durch die Ausschaltung von uns Deutschen, in denen man alles Böse ,inkarniert´ glaubte, keinesfalls besser geworden. Es hat seitdem sogar Eskalationen des Bösen gegeben, und zwar aufgrund der One-World-Bewegung.

Es werden leider immer nur wenige sein, die für Dunkles in ihrem Volk oder in ihrer Partei Buße tun; da ist zu bedenken, daß die Verbrechen des ,Dritten Reiches´ weithin geheim geschahen, so daß die meisten Deutschen bloß auf Gerüchte angewiesen waren und der Diktatur wegen kaum etwas gegen die Verbrechen unternehmen konnten, während alliierte Verbrechen auch in der Öffentlichkeit und mit Billigung der Öffentlichkeit und zum Teile in Demokratien geschahen. …“

Verteidigen wir die wirkliche Demokratie, die Freiheit und Menschenwürde gegen jene, die politisch Andersdenkende diskriminieren. Die Demokratie steht und fällt mit der Meinungsfreiheit. Wir verteidigen diese Grundrechte für alle, Rechts- und Linksextremisten, Anarchisten (die im Sinne des idealistischen russischen Fürsten Kropotkin wirken), Islamisten usw., solange sie gewaltfrei vorgehen. Wenn Menschen, die sich nicht strafbar machen, von Medien verfolgt werden, weil sie nicht die Meinung der Mehrheit teilen, dann sind wir auf dem Weg zur Diktatur. Dann entpuppen sich deren liberale Schlagwörter Dialog und Toleranz als wertlos, ja als Lügen. Wehe denen, die politische Minderheiten verfolgen (dies gilt für alle Länder der Welt)! Gott wird sie richten.

Anscheinend braucht der Plebs immer jemanden, den man ihm zum Fressen vorsetzt: erst Gladiatoren, dann die Urchristen, dann Juden, dann Islamisten, dann Neonazis und abschließend die Christen der Endzeit.

Dante hat die Verräter des Vaterlandes in die unterste Hölle gesteckt. Diese Mitteilung zur Warnung für alle, die sich gegen Menschlichkeit, Anstand und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland vergehen und unbescholtene Mitmenschen, die ihr Vaterland lieben und oft gute Christen sind, vor aller Öffentlichkeit in den Dreck ziehen, verunglimpfen, diskriminieren, ausgrenzen, verfolgen und zugrunde richten. (ETIKA 2.12.2011)

III   Verbrecherische Welt

In was für einer verbrecherischen Welt wir leben, enthüllte auch der einschlägig bekannte Aufklärer Jean Ziegler, Vizepräsident des beratenden Ausschusses des UNO-Menschenrechtsrats. Laut UNO-Ernährungsbericht sterben täglich 37 000 Menschen an Hunger. In einem Interview mit Wolf Südbeck-Baur legte Ziegler dar, wie Agrardumping und Spekulation Millionen in den Tod treiben. Wir zitieren aus der Südwestpresse/NWZ vom 30.7.2011, S. 3, ausführlicher als sonst, denn es geht um eine Menschheitsfrage, und diese rechtfertigt ein längeres Zitat wenn nicht juristisch, so ethisch:

„Heute leben wir auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt. … (der Welternährungsbericht 2010) stellt fest, dass die Landwirtschaft heute problemlos 12 Milliarden Menschen, das Doppelte der Erdbevölkerung, ernähren könnte. Gleichzeitig verhungert alle fünf Sekunden ein Kind unter zehn Jahren. Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet. … Agrardumping der Industriestaaten … Auf jedem afrikanischen Markt kann kam heute Früchte, Gemüse und Geflügel aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien oder Portugal kaufen für die Hälfte des Preises, den die … Inlandprodukte kosten. Ein paar Kilometer weiter (rackert sich) der afrikanische Bauer mit seiner Familie ab und hat nicht die geringste Chance, auf ein Existenzminimum zu kommen. … EU: Die Scheinheiligkeit der  Kommissare in Brüssel ist abgrundtief. … IWF zerstört die Nahrungsmittelsouveränität in diesen Ländern … Wo Baumwolle für den Export angebaut wird, wächst kein Maniok. Und der Hunger der Bevölkerung steigt. … Seit Beginn der Finanzkrise wurden über 82 000 Milliarden Dollar an Vermögenswerten vernichtet. … die Hedgefonds der Großbanken … machen Riesenprofite auf Reis, Mais und Getreide … Die Grundnahrungsmittelpreise sind explodiert … seit 2008 (sind) die Preise für Mais um 73 Prozent gestiegen, für Getreide um 110 Prozent und für Reis um 64 Prozent … Die Spekulation ist absolut mörderisch, aber total legal. … Ich sage nicht, die Beteiligten sind im juristischen Sinn Verbrecher, moralisch aber schon. … Für eine 50-Liter-Tankfüllung eines Biosprit-Autos müssen 358 Kilo Mais verbrannt werden. Mit dieser Menge lebt ein Kind in Sambia oder Mexiko ein Jahr lang. … Die geballte Macht der zehn agrarmarktbeherrschenden transkontinentalen Privatgesellschaften kontrolliert nicht nur die Preisbildung, sondern auch die Produktion … Transportketten … Ladenketten. … Regeln des neoliberalen Marktes … Zugleich sind die Staaten gegenüber diesen Konzernen total machtlos. … Sie funktionieren nach dem Prinzip der Profitmaximierung. Ich nehme als Beispiel Nestlé, den größten Nahrungsmittelkonzern der Welt. … Nestlé-Chef … drückt den Bauern die Preise, die sie für Kaffee, Kakao und Milch erhalten, immer weiter runter. …“

Danke, Jean Ziegler, Wolf Südbeck-Baur, Südwestpresse! Kommentar? Eigentlich überflüssig. Damit nicht andere die Wahrheit aussprechen und damit womöglich auf ein Echo stoßen, darf es als erster einer vom Establishment tun. Nur folgendes: Gott wird die Lügner und Betrüger und Spekulanten und Ausbeuter und Massenverführer richten. (etika.com 31.7.2011)

 

 

 

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