ETIKA

ANTICHRIST

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20.11.2003

92A17

Der Antichrist in der Kirche (III): Durcheinanderwerfer
(Pseudopapst, Papolatrie)

www.einsicht.de
www.jungefreiheit.de

1 Zerstörer der Tradition
2 Gründer der Weltreligion
3 Durcheinanderwerfer (über Papolatrie)
4 Spalter

3. Reformation: Eine Kirche

Durcheinanderwerfer
Johannes Paul II. alles andere als konservativ - Warum er bei der Jugend so beliebt ist
Mit Paul VI. begann es – Die vernichtende Kritik des Abbé Georges de Nantes
Simon Petrus auch Stein des Anstoßes – Gespaltener Papst
Papstabsetzungen des Mittelalters – Kirche vor Pseudo-Papst bewahren
UNO – Apostasie – Kosmopolitanische Mystik
Die Kritik der Sedisvakantisten in der Zeitschrift "Einsicht" www.einsicht.de
heller_einsicht@hotmail.com
Für Katholiken darf der Himmel kein Ort mehr sein

 

Unbehagen und Anklagen im Vatikan

Die Selbstaufgabe der Kirche lässt sich symbolisch im Kuß des Korans durch Johannes Paul II. zusammenfassen, meint Eberhard Heller. Mehr darüber unter Weltreligion (2, Link oben). Nur noch der ideologische Schematismus treibe angemaßte Vatikan-Experten dazu, den derzeitigen Papst als Bannerträger der ,konservativen Rechten´ darzustellen, schrieb Vittorio Messori im "Corriere della Sera":

 

"In Wirklichkeit weiß, wer die aktuelle kirchliche Situation kennt, schon seit langem, dass genau das Gegenteil zutrifft. Es sind nicht mehr nur die Lefrebvrianischen Scharen, die ihn des Modernismus, der Häresie, der blasphemischen üblen Nachrede auf die Geschichte der Kirche beschuldigen. Innerhalb der Kongregationen, Sekretariate, Institute des katholischen Apparates nehmen Unbehagen und Verdacht zu. Das schon dicke Beschwerdebuch füllt sich jeden Tag mit neuen Anklageführern... " 

(zitiert von Eberhard Heller: Der Hauptirrtum des II. Vatikanums: extra Ecclesiam salus est, "Einsicht", 33. Jg., Nr. 7, September 2003, S. 231)

 

Warum der Papst bei der Jugend so beliebt ist

"Wojtylas ,Erfolg´ bei der Jugend dürfte darin zu suchen sein - wenn ich das richtig sehe -, daß er durch seine Appelle an ein religiöses Gefühl eine diffuse Gottesidee vermittelt, von der keine wirkliche Verbindlichkeiten im Handeln ausgehen. Hier zeigt sich, was Pius X. meinte, als er in der Enzyklika "Pascendi dominici gregis" schrieb: "Hätte jemand sich die Aufgabe gestellt, die Quintessenz aller Glaubensirrtümer, die es je gegeben hat, zusammenzutragen, so hätte er es nicht besser machen können, als es die Modernisten getan haben. Ja, sie sind weiter gegangen als alle und haben ... nicht bloß die katholische, sondern alle Religion vollständig vernichtet."

(Eberhard Heller: Der Hauptirrtum des II. Vatikanums: extra Ecclesiam salus est, "Einsicht", 33. Jg., Nr. 7, September 2003, S. 229)

 

Häretischen Papst absetzen

Papstkritiker Abbé Georges de Nantes, einer der führenden Köpfe im Lager der Konzilsgegner, verlangte von Papst Paul VI. in einer Anklageschrift, daß dieser sich wegen Häresie, Apostasie und Schisma selbst verurteilen sollte, was dieser aber nicht tat.

 

Der Freundeskreis der Una Voce hatte weniger Skrupel als der Abt, der sich einbildete, ein Papst dürfe als oberste Hirte und Lehrer von niemandem gerichtet werden. Er argumentierte folgendermaßen:

 

"Papa haereticus depositus est" (hl. Bellarmin; Anm. ETIKA: Ein ketzerischer Papst ist abzusetzen), aber er ist "deponendus" (hl. Cajetan), weil die Kirche eine sichtbare Gemeinschaft ist, der der Abfall ihres Oberhauptes mitgeteilt werden muss."

 

Abbé Georges de Nantes:
Gegen Götzenkult um den Papst

Es folgen ein paar der wesentlichsten Teile eines Aufsatzes von Abbé George de Nantes: Über den Papst, übersetzt von Günther Mevec, aus CRC, Nr. 38, November 1970, "Einsicht", 1. Jahrgang Nr. 2,  Mai 1971, und 33. Jahrgang, Nr. 7, September 2003, Seiten 234 - 242.

Unter Bezug auf M. Feuillet (in: "l´Ami du Clergé" und "l´Homme Nouveau") macht Abbé Georges de Nantes darauf aufmerksam, dass Simon Petrus nicht nur Fels der Kirche ist, sondern auch Stein des Anstoßes, d. h. des Hindernisses auf dem Weg zu Gott. (Mt 16,13-23) Er zitiert dann Feuillet wörtlich:

 

"Dieser Absatz unterstreicht also das persönliche Privileg Petri, zugleich aber wendet er mit aller Energie jede unbedachte Erhöhung von der Person Petri und von seinen Nachfolgern ab, und damit auch das, was man Papolatrie (in Anlehnung an Idolatrie = Götzenbildverehrung, Götzenkult), d. i. götzenhafte Papstverehrung genannt hat. ... Petrus, in so vielem durch den Vater erleuchtet und den Glauben Christi, des Gottessohnes bekennend, ist der Fels, auf den Christus seine Kirche bauen wollte. Aber der gleiche Petrus ist, wenn vom göttlichen Beistand abstrahiert wird, ein Mensch, so arm und schwach wie die anderen. Weit davon entfernt, ein Fels zu sein, kann er sogar ein Stein des Anstoßes sein und satanische Gedanken haben: "Hinweg Satan; du bist mir ein Hindernis; denn deine Gedanken sind nicht die Gottes, sondern die des Menschen." (Matth.16,23)

 

Papst mit zwei Gesichtern - Doppelspiel oder Dualität

Marianischen Botschaften zufolge soll der nächste Papst der Antichrist sein. Für treue Katholiken stellen sich da manche Fragen. Doch kann nicht nur dieses Dilemma auftreten, wie Abbé Dulac in der Zeitschrift "Le Courrier de Rome" aufzeigte:

 

"... Welchem Papst soll man ergeben sein?...Die Hypothesen eines Papstes, der der geistigen Umnachtung verfallen ist, der gefangen genommen wurde,  haben sich in der Geschichte der Kirche nicht realisiert, sind aber zweifelsohne möglich. Eine weitere von der gleichen Art läßt sich hinzufügen; eine, die durch die teuflischen Erfindungen der modernen Chemie vollkommen denkbar gemacht wurde: der Fall eines drogensüchtigen Papstes. Es gibt .. Drogen, die es vermögen, den Willen entweder ganz auszulöschen oder ihn schwankend ... zu machen. (Anmerkung ETIKA: Ähnliches behaupten Weltkriegteilnehmer von Hitler unter Verweis auf einen seiner Leibärzte). ... Man bezichtigt ihn des Doppelspiels, in Wirklichkeit handelt es sich gar nicht um Duplizität, sondern um Dualität. ... Wenn das Oberhaupt zum Verräter geworden ist, so ist er unbewußt dazu geworden...

Man kann diese Hypothese bei einem Papst .. nicht ausschließen. ... Christus hat ... ihm (Petrus) .. nicht versprochen, daß seine Vernunft und Vorsicht diese Schwächen nicht erleiden würden. Das gleiche gilt für seine Tugend ... dreimal verleugnet. Ein anderes Mal ist Petrus ... der Schwäche erlegen, dem Geiste des Evangeliums zu widersprechen, weswegen ihm Paulus "ins Angesicht widerstand" (Gal. 2, 11-14)

 

Aus Zeitgründen nur noch Brocken:

...der wahre Coelestin ... innerlich gespaltener Papst... (der intakt gebliebene Teil ...) als der wahre Papst übrig geblieben, der weder eine Marionette noch ein Doppel des wahren ist. -
Soweit der zitierte Abbé Dulac. Nun schreibt Abbé Georges de Nantes wieder selbst:

 

Kardinal Villot Nachfolger? Paul VI. missbraucht Medikamente ... fortschreitende Predigt einer häretischen Ideologie und die Verwirklichung subversiver Pläne ... Prophezeiung von La Salette; der zweite ist entweder sein Vorgänger oder sein Nachfolger . Aber nichts zwingt die Kirche, eine derartige Tyrannei eines  Apostaten - gleichgültig ob er drogensüchtig ist oder nicht - zu erdulden, ohne etwas dagegen zu sagen oder zu versuchen. ... Demission

 

Der österreichische Historiker Harald Zimmermann hat die Papstabsetzungen des Mittelalters studiert (Wien 1968). ... "PRIMA SEDES A NEMINE JUDICATUR" = der erste Bischofsstuhl kann von niemandem gerichtet werden. Trotzdem wurden Päpste abgesetzt:

·        Johannes II. (532-535)

·        Leo VIII. (963-965)

·        Benedikt V. (-964)

 

Anklage der Häresie. Isidor von Sevilla. Papst Symmachus. 963 Johannes XII. und 998 Johannes Philagathos der Apostasie angeklagt. Simonie als Grund für drei Papstabsetzungen 1064. Ehebruch (geistig), Ehebruch (adulterium), 799 Leo III. Vorwurf der Invasion = Einschleusung falscher Lehren. Constantin II., Formosus. Eidbruch Leo VIII betreffs Johannes XII. Abschwören wie im Falle Benedikts X. Libellus accusatorius nicht immer beachtet. Absetzung und Exkommunikation.

 

Zimmermann: "Die Männer ... gaben auch gar nicht vor, über einen Papst zu Gericht zu sitzen, sondern wollten mit ihrer Handlung das Evangelium vor einem Pseudopapst bewahren."

 

·        Es ist damit ... erwiesen, daß die Absetzung eines Papstes, der offenbar häretisch, apsotatisch, simonistisch (oder drogensüchtig) ist, legitimerweise gefordert werden kann.

 

Herbst 1970. Paul VI. akzeptiert keinerlei Regel, keinerlei Autorität der Tradition noch des Rechtes, mißachtet die Riten, läßt zu, daß die Moral und seine Lehre mißachtet wird, unterstützt Häretiker, verfolgt ein seit langer Zeit von der Kirche verurteiltes politisch-religiöses Hirngespinst...

 

Zwei Versuchungen: 1. Alles hinzunehmen. 2. Alles abzulehnen und die Kirche zu verlassen, die sie zur Revolte aufreizt und ihr Fernbleiben offen wünscht. Beides sind zu einfache Lösungen, die sündhaft sind. Denn man verläßt die Kirche Jesu Christi nicht. Lösung besteht darin, daß man die Reform ablehnt, aber dennoch in der Kirche bleibt. ... Person des Papstes ... Werk Christi und Machwerk Belials

 

Es steht geschrieben: "Entfernet den Übeltäter aus eurer Mitte" (1 Kor. 5,13) und "Sein Amt übernehme ein anderer" (Apoc. 1,20) Nur um diesen Preis wird der friede der Kirche zurückkehren.

 

·        Wenn der Papst häretisch ist, so muss nicht der Gläubige die Kirche verlassen, sondern der Papst muss aus ihr entfernt werden.

 

Das offenkundige Delikt Pauls VI. ... dieser Papst sanktioniert die Häresie nicht direkt, aber er weigert sich hartnäckig, die Häresie, das Schisma und das offen begangene Sakrileg zu bekämpfen, das von zahlreichen und bedeutenden Mitgliedern der Hierarchie offen begangen, verübt und verkündet wird.

 

Lüge... Latein der Messe ...

 

Daß Seelen verloren gehen, scheint ihn, der nur theoretisch, niemals praktisch an die Hölle geglaubt, wenig zu kümmern. (Anmerkung ETIKA: Welche Parallele zu Johannes Paul II., der an Hölle und Himmel und Fegefeuer rüttelt!)

 

SIMONIE, weil sie der Preis ist, den er zahlen muß, um seine Beliebtheit in allen progressistischen Lagern bis zu den größten Feinden der Kirche hin zu erhalten. So z. B., wenn er es wagt, vor der UNO in New York die Religionsfreiheit als ein universell anerkanntes Dogma zu verkünden...

 

EINSCHLEUSUNG VON IRRLEHRERN .. bis zu dem Punkt, wo man das Gebet des Herrn und die Worte der Eucharistischen Wandlung verändert, um den Häretikern und Schismatikern zu gefallen.

 

EIDBRUCH gegenüber der ganzen Kirche

 

EHEBRUCH = Verrat am göttlichen Glauben. Die Buddhisten von Nord-Vietnam werden besser empfangen - bei geheimen Zusammenkünften - als die Christen des Südens. ... Die terroristischen Mörder werden empfangen und gesegnet, aber nicht die bittenden Verteidiger der Messe des hl. Pius V. und des wahren Katechismus.

 

APOSTASIE - Hauptpunkt der Anklage

Abgötterei, seine angewandte Religion MASDU (Mouvement d´animation spirituelle de la démocratie universelle). Utopie außer den Grenzen der alten Christenheit. Babelsturm. Der Glaube, die Moral, der katholische Ritus müssen sich dieser humanitären, kosmopolitanischen und futuristischen "Mystik" beugen, wie die Mittel ihrem Zweck; in eben der Weise muß die Kirche sich dem Dienst an der Welt weihen...

 

Botschaft an die UNO anläßlich ihres 25. Jahrestags. Fehler seiner Enzyklika "Ecclesiam Suam" und "Populorum Progressio", bis zur Blasphemie. Wann das Ausgesagte das wahre und aufrichtige Credo Pauls VI. ist, kann die Kirche nicht anders, als ihn bannen. Was mich betrifft, so will ich der Malediction Gottes verfallen, wenn diese MASDU-Botschaft kein Werk des Antichrist ist.

 

Erzittern Sie, lieber Leser, ob meines Wagemuts? ... Betrachten Sie den Wirbeltanz des hl. Laurentius... "Es gab keine Explosion, aber das Aufflammen war solcherart, daß die ganze Welt wie vom Blitz getroffen war." Sollte die Kirche dem Apostaten folgen, wird das die Züchtigung der Welt sein.

Abbé Georges de Nantes

(Abbé George de Nantes: Über den Papst, übersetzt von Günther Mevec, aus CRC, Nr. 38, November 1970, "Einsicht", 1. Jahrgang Nr. 2,  Mai 1971, und 33. Jahrgang, Nr. 7, September 2003, Seiten 234 - 242)

Ende des langen Artikels von Abbé Georges de Nantes.

 

Zusatz von ETIKA: Für Katholiken darf der Himmel kein Ort mehr sein

Wenn Papst Johannes Paul II. behauptet, der Himmel sei "kein physischer Ort zwischen den Wolken", müssen es nach römisch-katholischer Lehre alle Katholiken glauben. Das geht aus der Enzyklika "Humani generis" des Papstes Pius XII. vom 12. August 1950 hervor (aus: "Pius XII. sagt", Zürich 1956, S. 235ff., abgedruckt unter der Überschrift "Irrlehren unserer Zeit" in der Zeitschrift "Einsicht", Juli 2003, 33. Jahrgang, Nummer 6, Seiten 195 - 203). Nach der Zwischenüberschrift "Wann lehrt der Papst "ex cathedra"? erfahren wir von Pius XII. folgendes (S. 198):

 

"Wahr ist, daß die Päpste im allgemeinen den Theologen die Freiheit lassen in den Fragen, in denen hervorragende Geisteslehrer verschiedener Meinung sind...  Man darf ebenfalls nicht annehmen, man brauche den Rundschreiben nicht zuzustimmen, weil die Päpste darin nicht ihr höchstes Lehramt ausüben. Sie sind aber doch Äußerungen des ordentlichen Lehramtes, von dem auch das Wort Christi gilt: "Wer euch hört, der hört mich." (Lk. 10,16). Sehr häufig gehört das, was die Enzykliken lehren und einschärfen, schon zum katholischen Lehrgut. Wenn die Päpste in ihren Akten ein Urteil über eine bislang umstrittene Frage aussprechen, dann ist es für alle klar, daß diese nach der Absicht und dem Willen dieser Päpste nicht mehr der freien Erörterung der Theologen unterliegen kann."

 

Ein Grund mehr, die angebliche Unfehlbarkeit der Päpste endlich abzuschaffen!

 

Wenn nämlich der Himmel nicht nur ein Zustand, sondern tatsächlich auch ein Ort ist, wie wir fest glauben, dann würden alle jene, die Papst Wojtyla hierin gemäß Kirchengebot folgen, von der Himmelfahrt ausgeschlossen sein und zusammen mit Zeugen Jehovas und dergleichen ihr künftiges Dasein irgendwo im Nichts fristen - weil sie ja nicht daran geglaubt haben!

 

Zum Glück haben Päpste, Konzilien, Katechismen, Heilige und Theologen aller Konfessionen das Gegenteil festgestellt. Selig jene, die die Worte Jesu und der Evangelisten und Apostel so aufnehmen, wie sie gesagt worden sind, und nicht mit modernistischen Anschauungen den Sinn verdrehen und Unsicherheit und Zweifel an allem im Christenvolk säen.

 

Natürlich könnte man auch anders argumentieren und sagen, dass Johannes Paul II. mit seiner Himmelsdefinition einmal mehr verrät, dass er... (die Position der Sedisvakantisten). Beim Jüngsten Gericht werden wir es alle erfahren, wie es mit Karol Wojtyla wirklich steht.

 

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