ETIKA

ANTICHRIST

www.etika.com
30.11.2003

92A18

Der Antichrist in der Kirche (IV): Spalter

www.einsicht.de
www.jungefreiheit.de

1 Zerstörer der Tradition
2 Gründer der Weltreligion
3 Durcheinanderwerfer (Pseudopapst, Papolatrie)
4 Spalter

3. Reformation: Eine Kirche

Spalter
Zerstrittene Kirche - Sektierertum statt Aufbau der einen Kirche
Einigung der Guten notwendig, um das Christentum zu retten
Die Kritik der Sedisvakantisten in der Zeitschrift "Einsicht" www.einsicht.de
heller_einsicht@hotmail.com
Verwirrende marianische Botschaften: La Salette und Fatima
Einigung der Christen oder Strafgericht

 

Irgendwann einmal wird jemand auf den Gedanken kommen, dass ETIKA alles in seiner Macht Stehende aufgeboten hat, was für die Wiedervereinigung der Kirchen notwendig ist. An erster Stelle die Erkenntnis der Wahrheit. Und da gibt es gerade in Deutschland sehr gescheite Leute, die sich nicht ein X für ein U vormachen lassen.

 

Mit großem Scharfsinn und Weitblick analysiert Eberhard Heller am 22.9.2003 die Situation jener Katholiken, die nicht mit dem derzeitigen Kurs des Vatikans einverstanden sind:

 

"Man kann die derzeitige Krise (illegitimerweise) auf einen Ritenstreit reduzieren, was die Econer Chefs tun, oder man kann in ihr eine geistige Katastrophe für die Kirche sehen in bisher nicht für vorstellbar gehaltenen Ausmaßen. Man kann diese Formel mit der einfachen Formel "Sedisvakanz" bezeichnen, die zugleich die Formel für die Aufgabe sein sollte, die Kirche wieder aufzubauen. Wenn sich darum jemand als Sedisvakantist bezeichnet - und das tun in unseren Kreisen eine ganze Reihe von Gläubigen -, ohne sich um die Restitution der Kirche zu kümmern, der gibt damit zu erkennen, daß er Etikettenschwindel betreibt. Leider ist dies der Lieblingssport der sog. Sedisvakantisten geworden. Man mache sich nichts vor. Die ,Sorge´ um den Wiederaufbau beschränkt sich in concreto (seitens der Laien) auf die Teilnahme an der sog. ,alten´ Messe, (seitens der Kleriker) auf deren Feier. Weil kein Aufbau von intakten Kirchengemeinden intendiert ist, sondern nur an die Befriedigung individueller Heilsbedürfnisse gedacht wird, kann man sich ausrechnen, wan die hierfür eingerichteten Meßzentren zu Auslaufmodellen verkümmert sind. Dieses religiöse Siechtum dürfte doch wahrlich nicht das Ziel unseres Kirchenkampfes sein."

(Einsicht, römisch-katholische Zeitschrift, München, September 2003, 33. Jahrgang, Nummer 7, Seite 258)

 

In der Ausgabe davor hatte Heller eine noch deprimierendere Beschreibung der Lage der besonders kirchentreuen Katholiken geben müssen:

 

"Die bisherigen Bemühungen ... sind bereits in den ,Kinderschuhen´ steckengeblieben, weil es nicht gelungen ist, wie Prof. Wendland es formulierte, "echte ,römisch-katholische´ Christusgemeinden - am besten durch einen Bischof oder in seinem Auftrag und getragen von theologisch gebildeten Priestern und Laien" zu gründen. Wir müssen uns um Bundesgenossen kümmern, wollen wir uns nicht in baldiger Zukunft als Nischen-Christen, als katholisierende Sektierer verflüchtigt haben. Und das geht am besten mit einer klaren Frontrichtung gegen das zerstörenden und zersetzende Prinzip der Reformer.

Ich habe mir sagen lassen, daß eine ganze Reihe Kleriker und Gläubigen, die der Econer Priesterbruderschaft angehören bzw. dort zur Messe gehen, privatim Sedisvakantisten sind, daß andere wiederum gerne zur griech. Orthodoxen Kirche übertreten würden, um kirchlich geordnete Verhältnisse zu haben, daß etliche junge Christen, die im traditionalistischen Lager groß wurden, diesen Schritt bereits getan haben, weil für sie die Streitereien ... unerträglich wurden, daß viele Christen sich abgeschottet haben, in der "Vereinzelung", d. h. in der Diaspora leben, weil sie sich von dem traditionalistischen Klerikalismus angewidert fühlen, daß viele kath. Christen unserer sedisvakantistischen Position nahe stehen, daß sie sich uns auch anschließen würden, wenn ein kirchlicher Wiederaufbau in Sicht wäre. Und wieviele konservative Christen gibt es noch, die mit wachsendem Unbehagen in der ,Konzils-Kirche´ nur deshalb verbleiben, weil ihnen klare Begriffe über Autorität und Gehorsam fehlen. Suchen wir Bundesgenossen..."

(Eberhard Heller am 25.6.2003, in: Einsicht, Juli 2003, 33. Jahrgang, Nummer 6, S. 220)

 

Bundesgenossen gäbe es genug. Überall, in allen Fraktionen und Konfessionen. Eberhard Heller, der Vorsitzende von Una Voce e. V., macht darauf aufmerksam, daß viele Kräfte gegen Reformen des II. Vatikanischen Konzils ankämpften:

 

"Der Promulgation des sog. Novus Ordo Missae Pauls VI. folgte prompt die "Kurze kritische Untersuchung des N.O.M.,", die von den Kardinälen Ottaviani und Bacci unterzeichnet ist und in der erhebliche theologische Mängel dieses Ordos aufgezeigt wurden." (Eberhard Heller, Vorsitzender des Freundeskreises der Una Voce e. V., Postfach 100540, D-80079 München, in der römisch-katholischen Zeitschrift "Einsicht", München, 33. Jahrgang, Nummer 6, Juli 2003, S. 189)

 

"Auch die griechisch-orthodoxe Kirche und bekannte protestantische Theologen erhoben mahnend ihre Stimmen gegen die Einführung des Novus Ordo. Es entstanden weltweit Widerstandsgruppen... Msgr. Lefebvre gründete sein internationales Priesterseminar in der Schweiz... " (189)

 

Leider zerstritten sich die traditionsverbundenen Christen gleich von Anfang an, wie Heller darlegt. Die einen kritisierten nur liturgische Mängel, andere entdeckten gravierende dogmatische Verfälschungen,

"die nicht nur die Gültigkeit der nach ihm zelebrierten Messen preisgab, sondern zugleich auch die Amts-Legitimität des Promulgators Pauls VI. in Frage stellte" (189)

 

"Es erfolgte die Spaltung in die bloßen Traditionalisten, die gleichsam eine orthodoxe Sekte innerhalb der Konzils-Kirche bilden und die mit ihr einen bis heute ungelösten Ritenstreit führen, und die Sedisvakantisten. Das sind diejenigen Gläubigen, die den Römischen Stuhl für vakant halten. ... Durch seine öffentliche Erklärung des Sedisvakanz vom 22.3.1982 in München lieferte Mgr. Ngô-dinh-Thuc (Bruder des ehemaligen katholischen Präsidenten von Vietnam, Ngô-dinh-Diem, den die Amerikaner mit Zustimmung des Vatikan ermorden ließen, so Heller; Anm. ETIKA: er wäre nicht der erste, wenn es wahr wäre; dabei erinnern wir wehmütig und zornig zugleich an unser noch immer nicht rehabilitiertes Vorbild Savonarola) die entscheidende und theologisch verbindliche Grundlage für diese Gruppierung."  (189)

 

Die Grenzen sind aber fließend, wie Eberhard Heller am 10.3.2003 einem Herrn Dr. F. O. schrieb:

 

"Eine ganze Reihe von Klerikern und Gläubigen der Priesterbruderschaft Pius X. sind sogar heimlich Sediskavantisten, weil sie die offizielle Devise, wonach Johannes Paul II. rechtmäßiger Papst ist, ablehnen." ("Einsicht, Juli 2003, 33. Jahrgang, Nummer 6, S. 209f.)

 

Heller bestätigt, "daß einige Übereifrige schon ,Päpste´ gewählt haben, und meint wohl zu Recht: "Sie haben sich damit leider ins kirchliche ,Aus´ manövriert." (aaO 210)

 

Mit Schmunzeln nehmen wir als jahrzehntelange Einzelkämpfer und Fürsprecher für Randgruppen auch folgendes "super" formulierte Eingeständnis von Eberhard Heller zur Kenntnis (189):

 

"Wenn Sie mich nach der Stärke beider Gruppierungen fragen, so muß ich antworten, daß die bloßen Traditionalisten um Lefebvre eine beachtliche Mitgliederzahl aufweisen, daß sie aber argumentativ schwach sind, während die Sedisvakantisten zwar sehr durchschlagende Argumente vorweisen können, aber weltweit eine Minderheit darstellen. Am stärksten ist diese Gruppierung noch in Mexiko vertreten." (Anmerkung ETIKA: Mexiko ist übrigens eines der Länder, von denen wir die meisten Zugriffe auf etika.com registrieren; vielleicht besteht ein Zusammenhang.)

 

Nicht einig gehen wir mit Heller bezüglich der Ökumene. Darunter verstand man ursprünglich die Versammlung der einzelnen Teilkirchen. Heute meint man mit Ökumenismus die Bestrebungen, die verschiedenen christlichen Bekenntnisse zu vereinigen.

Hingegen teilen wir folgende Sorge der Zeitschrift "Junge Freiheit", für die Werner Olles das Interview mit Heller geführt hat:

 

"Die Stigmatisierung der glaubenstreuen Katholiken durch die Modernisten nimmt inzwischen Züge von Verfolgungen an." (190)

 

Als wackerer Kämpe und Meister der Feder erweist sich in jeder Ausgabe von "Einsicht" Redakteur Eberhard Heller. So mahnt er (in Heft Nr. 7, September 2003, S. 221):

 

"Die Neuaufstellung der ,Bataillone´ ist nötig, weil die ,erste Front´... im Kampf um die Wiederherstellung bzw. den Wiederaufbau der Kirche versagt hat ... In Wirklichkeit hat sie sich nur als Bewahrerin traditionalistischer Erbhöfe erwiesen, unwillig zu einem geistigen Kampf, der die eigentliche geistliche Erneuerung zur Voraussetzung hat, und unfähig geistiges Leben zu zeugen, weil sie in einem immer grassierenderem Anwachsen katholisierendem Sektierertum - zu dieser Formation gehört auch der verstorbene H.H. P. ... (Anm.: ETIIKA lässt diesen Namen weg, zumal erst in der vorigen Ausgabe zum Gedenken an ihn aufgerufen worden war und wir seine Einstellung nicht kennen) - ihre Befriedigung suchte.

 

Fehlende Legitimität der traditionalistischen Kleriker

In den eigenen Reihen dürfte sich Heller äußerst unbeliebt machen, wenn er folgendes kritisiert: Jene traditionalistischen bzw. sedisvakantistischen Kleriker, die den angeblich "wahren Glauben" predigen bzw. gültige Sakramente spenden, würden sich keine Gedanken darüber machen, ob ihr Engagement eigentlich legitim sei. "... alle diese Aktivitäten leiden unter dem sektiererischen Vorzeichen, nicht angeben zu können oder zu wollen, woher man das Mandat bekommen hat, priesterliche Vollkommen auszuüben." Besonders jüngere Kleriker seien diesbezüglich erstaunlich naiv. (Eberhard Heller: Der Hauptirrtum des II. Vatikanums, "Einsicht", Nr. 7, 2003, S. 230)

 

Kirche sollte Wahrheit und Moral beherbergen

Die eigene Situation sieht Heller zu Recht als höchst komplex. Sie sei "hauptursächlich mitverschuldet .. durch die Pervertierung jener Institution - der Kirche -, die eigentlich qua Institution die Wahrheit und die Moral beherbergen sollte. (Weil sie das nicht tut, wird die allgemeine Konfusion noch gesteigert bzw. die Gesellschaft wird, weil sie diesen Wandel nicht sieht, durch die Kirche auch in gesellschaftlich relevanten Fragen in die Irre geführt.)“

(Eberhard Heller: Der Hauptirrtum des II. Vatikanums: extra Ecclesiam salus est, "Einsicht", 33. Jg., Nr. 7, September 2003, S. 229)

 

ETIKA ruft alle Christen auf zu Meditation, Gebet und Buße
Zurück zu Christus, zurück zu Gott!

 

Soweit also die Einstellung der Sedisvakantisten. Jeder prüfe und urteile selbst. Wir haben diesem Traditionalistenflügel viel Platz auf diesen vier Web-Seiten eingeräumt - es ist nicht viel im Vergleich zu den über 3000 anderen Seiten, auf denen ETIKA die eigenen Ansichten veröffentlicht - und gegenüber den Hunderten Millionen Seiten unserer Gegner. Aber wir sind in gewisser Weise Demokraten und lassen jeden, der nach Wahrheit strebt, zu Wort kommen.

 

Und wir wollen ja alle gewinnen für die Eine Kirche - alle Guten. Wenn jeder, der sich verantwortlich fühlt, ein bisschen nachdenken würde über folgende Worte, kämen sich alle vielleicht ein Stückchen näher – und weiter bei der Bewältigung der großen Aufgabe: eine weltweite Einheitskirche zu schaffen, die alle gläubigen, anti-modernistischen Christen umfasst, das heißt alle, die an den wahren und lebendigen, allmächtigen, liebenden, barmherzigen und gerechten Gott glauben und sich bemühen, Seine Gebote zu halten, kurz, alle, die nach dem Evangelium leben wollen und die Botschaft Gottes nicht verkürzen und verfälschen.

 

Matthäus 12, 25 Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet…
30 Wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. (Jesus Christus)

 

“Die Spaltung der Christenheit ist das große Ärgernis für die Welt, ist der entscheidende Grund, warum die Welt nicht mehr an die Botschaft Jesu Christi glaubt.”
(A. Leidl, Kath. Sonntagsblatt, Bozen, 6.11.1983, zitiert im Handbuch des einfachen Lebens, ETIKA 2000 – anzufordern bei etika@etika.com gegen Spende und Portoersatz - , Kapitel 23, Seite 28)

 

Was ist wahr an der Botschaft von La Salette?

„Im Jahr 1864 wird Luzifer samt einer großen Zahl von Dämonen aus der Hölle losgelassen. Sie werden den Glauben allmählich untergraben, selbst in Menschen, die Gott geweiht sind.

Schlechte Bücher werden auf der Erde überhandnehmen, und die Geister der Finsternis werden überall bewirken, daß der Dienst an Gott immer mehr nachläßt. Sie werden eine sehr große Macht über die Natur haben. Es wird Kirchen geben, in denen man diesen bösen Geistern dient.

Im Jahr 1865 wird man den Greuel an heiligen Stätten sehen. In den Klöstern werden die Blumen der Kirche verfaulen, und der Teufel wird sich als König der Herzen gebärden. Die Ordensoberen mögen auf der Hut sein, wenn sie jemanden aufnehmen; denn der Teufel wird all seine Schlauheit aufbieten, um Leute hereinzubringen, die der Sünde ergeben sind. Denn die Unordnung und die Neigung zu fleischlichen Genüssen werden sich über die ganze Welt verbreiten.

Die Oberhäupter, die Führer des Gottesvolkes, haben das Gebet und die Buße vernachlässigt, und der Dämon hat ihren Verstand verdunkelt. Sie sind herumirrende Sterne geworden, die der alte Teufel mit seinem Schweif hinter sich herzieht, um sie zu verderben. ...

Ein Vorläufer des Antichrist, der die vereinten Truppen vieler Nationen anführt, wird gegen den wahren Christus, den alleinigen Retter der Welt, kämpfen. Er wird viel Blut vergießen und versuchen, die Verehrung Gottes auszurotten, um sich an seine Stelle zu setzen. ...

Erzittert, Erde und ihr, die ihr ein Gelübde abgelegt habt, Gott zu dienen, innerlich aber euch selbst anbetet, erzittert, denn Gott wird euch seinen Feinden ausliefern, da schon die heiligen Stätten vom Verderben angesteckt sind. Viele Klöster sind keine Häuser Gottes mehr, sondern die Weiden Asmodis, des Teufels der Unreinheit, und seiner Genossen. ...

Um diese Zeit wird der Antichrist geboren werden von einer hebräischen Nonne, einer falschen Jungfrau (d´une religieuse hébraique, d´une fausse vierge), die mit der alten Schlange, dem Meister der Wollust und Unzucht, im Bund stehen wird. Sein Vater wird ein Bischof sein.

Rom wird den Glauben verlieren und Sitz des Antichrist werden. Die Dämonen der Luft werden mit dem Antichrist zu Lande und am Firmament große Wunder vollbringen, und die Menschen werden immer schlechter werden.“

Manches an der Botschaft – man lese den vollen Text und achte auf die Zeitangaben - kann stimmen, manches ist falsch.

 

Was ist wahr am 2. Geheimnis von Fatima?

„Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Papst Pius XII. ein anderer, schlimmerer beginnen. Wenn ihr eine Nacht von einem unbekannten Licht erhellt seht, dann wißt, daß dies das große Zeichen ist, daß Gott euch gibt, daß Er die Welt für ihre Missetaten durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters bestrafen wird. Um das zu verhüten, werde ich kommen, um die Weihe Rußlands an mein unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen des Monats zu verlangen. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Rußland sich bekehren und es wird Friede sein. Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Rußland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden.“

 

Geht daraus nicht eindeutig hervor – wenn man den Verstand anwendet - , dass zum Beispiel die Sühnekommunion an den ersten Samstagen den II. Weltkrieg verhindern sollte? Er ist aber trotzdem gekommen. Wozu dann heute noch die Sühnekommunion? Bezieht sich die Forderung doch eindeutig auf das Pontifikat von Pius XII.! Und der Heilige Vater hatte unter dem Kommunismus überhaupt nichts zu leiden – außer seelisch.

 

Aus der diplomatischen Version des 3. Geheimnisses von Fatima?

„Nirgends mehr herrscht Ordnung. Selbst in den höchsten Stellen regiert Satan und bestimmt den Gang der Dinge. Er wird es verstehen, sogar in die höchsten Spitzen der Kirche einzudringen. Es wird ihm gelingen, die Köpfe der Wissenschaftler zu verwirren, die Waffen zu erfinden, mit denen man die Hälfte der ganzen Menschheit in wenigen Minuten vernichten kann. Er wird die Mächtigen der Völker in seinen Bann schlagen und sie veranlassen, daß diese Waffen in Massen erzeugt werden. Wenn sich die Menschheit dagegen nicht wehrt, werde ich gezwungen sein, den Arm meines Sohnes fallen zu lassen. Wenn die hohen Spitzen der Welt und der Kirche diesem Geschehen nicht in den Arm fallen, werde ich es tun und Gott, meinen Vater, bitten, das große Strafgericht über die Menschen kommen zu lassen.

Und siehe, Gott wird dann die Menschen strafen, noch härter und schwerer, als er sie durch die Sintflut gestraft hat. Und die Großen und Mächtigen werden dabei ebenso zugrunde gehen wie die Kleinen und Schwachen. Aber auch für die Kirche kommt eine Zeit allerschwerster Prüfungen. Kardinäle werden gegen Kardinäle und Bischöfe gegen Bischöfe sein. Satan tritt mitten in ihre Reihen. Und auch in Rom wird es große Veränderungen geben. Was faul ist, fällt und was fällt, soll nicht gehalten werden. Die Kirche wird verdunkelt und die Welt gerät in Bestürzung.

Der große, große Krieg fällt in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Feuer und Rauch werden dann vom Himmel fallen und die Wasser der Ozeane werden verdampfen und die Gischt wird gen Himmel zischen und alles wird umstürzen, was aufrecht steht. Und Millionen und Abermillionen von Menschen werden von einer zur anderen Stunde ums Leben kommen, und die, welche dann noch leben, werden diejenigen beneiden, die tot sind.

Manches an dieser Botschaft – man lese den vollen Text - kann stimmen, manches ist falsch. Zum Beispiel sind in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts weder Feuer und Rauch vom Himmel gefallen noch sind die Wasser der Ozeane verdampft. Andrerseits könnten die verschiedenen prophetischen Aussagen über die Apostasie (Glaubensabfall), die von der Kirchenspitze ausgeht, wahr sein, wie wir heute sehen.

 

·        Falls der Vatikan tatsächlich, wie konservative Kreise argwöhnen, das 3. Geheimnis oder einen Teil davon verschweigt, deutet dies darauf hin, dass darin mehr gesagt wird als bisher bekannt geworden ist: möglicherweise, dass der Papst selbst der Antichrist ist!

 

Was an den Botschaften Marias und der Lehre der Kirche ist wahr, was ist unwahr? Wo besteht heute noch Sicherheit?

 

Wenn ein Teil der Botschaft von Fatima nachgewiesenermaßen falsch ist, welcher ist der echte Teil? Stimmt es denn mit Gottes Gerechtigkeitssinn überein, wenn wir am Ende jedes Rosenkranz-Gesätzchens beten:

 

„Oh mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.“

 

Wir konnten nie so recht an die Wahrheit des zweiten Teils glauben, haben deshalb an P. Luis Kondor in Fatima geschrieben. Aber auch der portugiesische Originaltext lautet wie die deutsche Fassung. Die Botschaft klingt doch so dubios wie bei der Moissejewa, spanisch: VISIÓN PROFÉTICA DE FANNY MOISSEIEVA oder englisch unter ENDDAYS – für unser Glaubensverständnis nicht so recht vereinbar mit den Aussagen der Bibel über Himmel und Hölle.

Freilich spielt eine Rolle, welche Bedeutung man der Stelle beimisst: „besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen“. Zuerst haben wir an jene gedacht, die die größten Feinde Gottes sind, Gott mit Gedanken, Worten und Werken ständig schmähen und beleidigen, ihre Mitmenschen ausbeuten, aussaugen, foltern, zu Tode hetzen, vernichten. Es fällt uns schwer, für grausame Serienmörder und Vergewaltiger und Kinderschänder besonders innig zu beten. Danach trösteten wir uns mit dem Gedanken, dass darunter vielleicht jene Leute zu verstehen sind, die arm und krank und bedürftig sind. Für diese beten wir natürlich gerne. Aber wer bedarf der Barmherzigkeit Gottes wirklich mehr von diesen beiden Gruppen: die Armen, die aufgrund ihrer Leiden, wenn sie dabei anständig bleiben, ohnehin gute Aussichten haben, in den Himmel zu kommen, oder die Bösen, Grausamen, Sadisten, Götzendiener, Zauberer und Antichristen? Wieder ein Trost: Die zuletzt genannte Gruppe bedarf der Barmherzigkeit Gottes nicht, weil sie sie nicht haben will, sondern trotzig wie Luzifer und die bösen Engel dem guten Gott widersteht und ihn stürzen will.

 

Die hl. Teresa von Jesu (von Avila) sagte selbst in ihrer Lebensbeschreibung, dass fast alle solche Erscheinungen mit wenigen Ausnahmen Eingebung des bösen Geistes sind. Die römisch-katholische Amtskirche aber hat La Salette und Lourdes und Fatima voll anerkannt, um sich zu arrangieren, denn der Ansturm der Heerscharen von Wallfahrern war gar zu stark – nachdem sie einige der Seherinnen zuerst auf brutale Weise zwingen wollte, die Echtheit ihrer Botschaften zu leugnen. Man lese die Lebensbeschreibungen Melanies und Bernadettes. Und blutig verfolgt hat dieselbe Amtskirche Savonarola (hingerichtet) und Mary Ward (von der Inquisition mit Einverständnis des Papstes ungerecht verurteilt -  Näheres irgendwo in ETIKA, vermutlich auf einer der Ökumene-Seiten, hoffentlich nicht von unseren Feinden gelöscht: Alfredo Lopez Amat: Mary Ward, El drama de una pionera, B.A.C., Madrid, 1990. - Alfredo Lopez Amat: Mary Ward, Il dramma di una pioniera, Trento 1994. - Mathilde Köhler: Maria Ward. Ein Frauenschicksal des 17. Jahrhunderts. Kösel-Verlag München, 2. Auflage 1985)

 

Vergleiche unsere Zusammenstellung: Unwahres in Botschaften

 

ETIKA zieht das niederschmetternde Fazit

 

Alle Konfessionen, Richtungen, Gruppierungen und Sekten bis hin zu den Zeugen Jehovas holen sich irgend etwas aus dem Evangelium oder aus der Tradition oder aus den Botschaften heraus, was ihnen genehm ist, versteifen sich darauf und kümmern sich nicht um das Ganze, um die Einheit mit ihren christlichen Brüdern und Schwestern, fragen nicht ständig nach Gottes Willen.

 

Nicht nur abtrünnige Päpste sind als Antichristen zu betrachten, sondern auch alle rechthaberischen Sektierer, die sich gegen den Willen Gottes zur Einheit stellen; Gott will nach der Heiligen Schrift, dass alle Christen eine Gemeinschaft bilden. Auch die Traditionalisten, die sich gegen die wahre Ökumene, die Einigung der Christenheit in Wahrheit, stellen, sind Sektierer, nicht viel besser als ein Papst, der die Annäherung an die Orthodoxen sabotiert. Fanatische, unbelehrbare Sektierer werden auf dem Weg, der zum Berg Gottes führt, beim nächsten Platzregen in die Regenablaufrinnen gespült.

 

„Es ist eine Einheit am Weg, die aus dem Strom der Gnade Gottes kommt und alle selbstgemachten Grenzen überschreitet.“ (Prälat Franz Wesenauer in der von ihm gegründeten Zeitschrift „Glaube und Kirche“, Nr. 24, 1983, jetzt „Der 13.“)

 

Die von Menschen gebildete katholische Kirche besteht nur noch in Bruchstücken sowie in den Herzen der wahrhaft Gläubigen.

 

Warum diese ganze Zersplitterung? Durch unsere eigene Schuld, durch die Schuld der Christen, durch die Schuld der Kirche. Deshalb rufen wir auf zu Gebet, Buße und Versöhnung! Beginnen wir neu, wie Christen immer von neuem beginnen müssen.

 

„Das ganze christliche Leben ist ein fortwährender Prozeß der Buße.“ (Konzil von Trient)

 

3. Reformation - Eine Kirche

Erneuert die Kirche! Gott hat uns Aposteln der letzten Zeiten gesagt, wie Er einst Franziskus von Assisi gesagt hat: Baue die Kirche, die in Trümmern liegt, wieder auf!

 

„Franziskus, siehst du nicht, dass mein Haus in Verfall gerät? Geh also hin und stell es mir wieder her!“
(Dreigefährtenlegende, 13, zit. in: P. Théophile Desbonnets, Assisi – ein Führer zum Geist des heiligen Franz, Tau-Verlag, CH-6430 Schwyz, o. J., 69; Assise sur les pas de saint François, Ed. Franciscaines, Paris 1971)

 

Gott ist mit uns, wenn wir Seinen Willen tun!

Christen, versöhnt euch!

Wenn wir Ihm nicht gehorchen,
kommt bald sein so oft verschobenes Strafgericht!

 

Apostel der letzten Zeiten AIHS, www.etika.com, November 2003

 

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