ETIKA

Kirche

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1.12.2003

92A19

Modernistische Priester:
7 Kennzeichen

Nur die neueste Fassung gültig

Vorweg:

Der Priester ist ein Mensch, der die Stelle Gottes vertritt, ein Mensch, der mit göttlicher Macht bekleidet ist.

Der Priester wird sich erst im Himmel recht begreifen. Wenn er sich auf Erden begriffe, würde er sterben; nicht vor Schrecken, sondern vor Liebe.

Nach Gott ist der Priester alles! Laßt eine Pfarrei zwanzig Jahre ohne Priester sein: man wird die Tiere darin anbeten.

Was uns Priester hindert, Heilige zu werden, das ist der Mangel an Betrachtung. Man kehrt nicht in sich ein, man weiß nicht, was man tut. Gebet, Vereinigung mit Gott ist es, was uns fehlt.

(Unter der Kanzel von Ars, Aussprüche des hl. Johannes M. Vianney. Nach Monnin: Geist des Pfarrers von Ars. Ausgewählt und herausgegeben von Walter Christoph Koch. Kanisiuswerk, Freiburg/Schweiz, 1945, S. 97 –100)

 

Wer das Leid bekämpfen will, aber nicht seine Hauptursache, die Sünde,
wird wenig Erfolg haben. (ETIKA)

Woran ihr modernistische Priester erkennt:

Modernistische Priester

1.    verleugnen, verdrehen, verwässern und verschweigen die ewigen Wahrheiten des Glaubens, wie sie in der Heiligen Schrift verkündet werden; versteckt attackieren sie, oft mit imitierten Engelszungen, den dreieinigen Gott, die Gottheit Jesu, stellen Himmel und Hölle in Frage; sie verkürzen das Evangelium; sie stellen Aussagen der Bibel, die ihnen nicht passen, als Bilder hin; zum Beispiel erklären sie Weltuntergangsszenen der Apokalypse als Hinweise, wie der Einzelne mit Krankheiten umgehen solle

2.    verharmlosen die Sünde und ihre Folgen; tolerieren die Sexualisierung des öffentlichen Lebens, machen sich dadurch mit schuldig an den Höllenqualen der Sünder (Bonaventur Meyer: „Die meisten Menschen kommen in die Hölle, warnen zahlreiche Botschaften des Himmels angesichts des Abfalls des Großteils unserer Generation von den Geboten Gottes durch den Verlust des Sündenbewusstseins und das Verharren in der Sünde. Dadurch geben sie den Dämonen Einlass.“ PRO VERITATE, 1/2002); lehren, den Körper mit seinen Lastern und Sünden „anzunehmen“ (ein Teufelswort), während Franziskus im Brief an die Gläubigen lehrt: „Wir sollen Haß empfinden gegen unseren Körper mit seinen Lastern und Sünden“. Denn: „Ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt.“ (Römer 7,18)

3.    stellen den Menschen in den Mittelpunkt statt Gott; sie konzentrieren ihre Predigten auf die Beziehungen zu den Mitmenschen; symbolisch dafür ist  die an sich harmlose Aufforderung: „Gebt euch ein Zeichen des Friedens“, als ob die Messe ein Menschendienst und nicht ein Gottesdienst wäre

4.    stellen die Jungfräulichkeit Marias in Frage, und dies mit 666 diabolischen Formulierungen; betonen zum Beispiel, dass Maria „empfängnisbereit für das Wort Gottes“ war

5.    säen Zweifel an der Allmacht Gottes, an der Wiederkunft Christi und an Wundern (Beispiel: Ein einflussreicher Ordensgeistlicher begann seine Festpredigt über ein Marienbild, das vor 270 Jahren Tränen vergoß, mit den Worten: „Wir stehen heute solchen Erscheinungen kritischer gegenüber...“)

6.    verbreiten destruktive Botschaften der Feinde, besonders die gegen das Christentum gerichtete aufklärerische, liberalistische Irrlehre des „Dialoges“ und der „Toleranz“ gegenüber der ganzen Welt, einschließlich des Bösen; tolerieren dementsprechend pädophile Priester, statt sie auszuschließen; werben für eine multikulturelle und multireligiöse Gesellschaft, in der das Christentum nur eine von mehreren gleichberechtigten Religionen ist; unterstützen die UNO, die weltweit mit dem Christentum nicht vereinbare Kampagnen für Abtreibung und unmoralische Sexualaufklärung in den Schulen durchführt, an der Identität der Völker nagt und ihre Freiheit immer mehr einschränkt; sie verraten damit nicht nur ihren Glauben und ihren göttlichen Auftrag, sondern auch ihre Heimat

7.    benutzen geschickt die Instrumente und Machtpositionen der alten Kirche, um den Gläubigen modernistische Ideen aufzuzwingen und Keile in die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche Jesu Christi, in die Gemeinden und Familien zu treiben. Beispiele für den Wandel: Verweltlichung der Liturgie im Gefolge des II. Vatikanischen Konzils; informierte Christen befürchten die Vorbereitung der Herrschaft des Antichrist durch erzkonservativ scheinende Verlautbarungen, zum Beispiel die Erklärung „DOMINUS IESUS“ der Kongregation für die Glaubenslehre vom 6. August 2000; finstere Kräfte, die die Kirche unterwandert haben, wollen die immer mehr ins Wanken geratende Unfehlbarkeit für den Nachfolger des jetzigen Papstes sichern, der nach manchen Prophezeiungen der Antichrist sein könnte; ein ganz sicheres Zeichen für Priester im Dienst des Feindes ist die Ausgrenzung und Verfolgung frommer Traditionalisten; für die Christen, die Jesus treu sind, kennen diese liberalen Modernisten weder Dialog noch Toleranz!

 

So gilt die Erkenntnis Leo Tolstois leider auch für die heutigen Amtskirchen:

 

„Die Lüge ist das Gesetz der ganzen Gesellschaft.“ (Grausame Vergnügungen)

 

An anderer Stelle haben wir geschrieben, wieviel Prozent der Pfarrer nach Ansicht Solowjews in die Hölle kommen. Wie es der „Zufall“ will, lasen wir gestern (bei Bonaventur Meyer, PRO VERITATE, 31.10.2003) etwas Ähnliches, ein Zitat des gewaltigen Predigers Johannes Chrysostomus (344 – 407), der von Kaiser Julian dem Abtrünnigen in die Verbannung geschickt worden war und der erklärte – wir wissen nicht, ob er nur die zum Arianismus Abgefallenen meinte:

 

„Die meisten Priester kommen die Hölle.“

 

Wie dem auch sei: Priester sind und bleiben für uns Gläubige Priester, jedenfalls während der Messe. Der heilige Franziskus von Assisi mahnt uns in seinem Brief an die Gläubigen:

 

„Häufig sollen wir auch die Kirchen aufsuchen; die Geistlichen sollen wir achten und schätzen, nicht nur ihretwegen, die sie vielleicht Sünder sind, sondern wegen ihres Amtes als Diener am heiligsten Leib und Blut Christi, die sie auf dem Altar opfern und empfangen und den anderen weiterreichen. Und seien wir uns alle stets bewusst, dass niemand gerettet werden kann außer durch die heiligen Worte und das Blut unseres Herrn Jesus Christus; Geistliche sprechen, verkünden und verwalten dies, und sie allein sollen es verwalten und nicht andere.“ (im Handbuch des einfachen Lebens, ETIKA 2000, S. 15)

 

Uns glaubenstreue Christen tröstet Jesus mit seiner Verheißung:

 

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben – niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Johannes 14,6)

 

Vergleiche Serie: Der Antichrist in der Kirche:
1 Zerstörer der Tradition
2 Gründer der Weltreligion
3 Durcheinanderwerfer
4 Spalter

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