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ETIKA |
DIE BÖSEN |
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92A8 |
Vom Antichrist |
LA VERDAD DE LA FÉ, evidenciada por los caracteres de su credibilidad: obra escrita en italiano por S. Alfonso M. de Ligorio, y traducida al castellano por el Pbro. D. Julian Gonzalez de Soto. Van añadidos dos opúsculos y DISERTACIONES TEOLOGIC-MORALES ACERCA DE LA VIDA ETERNA, por el mismo santo autor. Con licencia. Pons y C.a Libreros-Editores, Madrid, Barcelona 1847. DISERTACIÓN TERCERA, p. 260 -268. Übersetzt von einem unkundigen Laien, keinem Theologen. |
1. Die
Eltern des Antichrist ...
2. Seine
Heimat wird Babylonien in Chaldäa sein. Von Kindheit an wird er voller Laster
und vom Teufel besessen sein.
3. Schon von
klein an wird er die anderen Kinder zum Bösen verführen.
4. Er wird
von überragender Genialität sein, beschlagen in den Wissensgebieten, erfahren
in den magischen Künsten. Zu jener Zeit werden die Fesseln des Satans gesprengt
und er wird hierher auf die Erde kommen.
5. Und der
Antichrist wird sich als heilig ausgeben und sich als Gott anbeten lassen.
6. Er wird
sich dem Raub widmen und verschiedene Herrscher um ihr Königreich bringen.
7. Seine
Schamlosigkeit wird keine Grenzen kennen.
8. Er wird
jede Religion gering achten und sich in den Tempel setzen, um sich anbeten zu
lassen.
9. Aufgrund
seines großen Ansehens wird er die Menge blenden. Er wird sich tot stellen und
danach ins Leben zurückkehren. Ein falscher Prophet wird ihn als Gefährte
begleiten. Er wird eine wachsende Zahl falscher Wunder vollbringen.
10.
Besondere Ziele seiner Verachtung werden Jesus Christus,
seine Gebote und seine Sakramente sein.
11.
Er wird die Leute verpflichten, sein Erkennungszeichen oder
seinen Namen zu tragen.
12.
Er wird die Herrschaft über viele Königreiche erringen und
eine Weltmonarchie errichten; und er wird seinen Thron in Rom oder wahrscheinlicher in Jerusalem
aufstellen.
13.
Die Verfolgung durch ihn wird die grausamste sein, die die
Kirche je mitgemacht hat; sie wird drei Jahre und sechs Monate dauern. Die
öffentlichen Kirchen werden dann geschlossen werden, und man wird kein
Altaropfer mehr bringen.
14.
Tod des Antichrist und seiner Gefolgsleute in einer
Schlacht auf dem Ölberg in Jerusalem, wo - dem hl. Thomas und anderen zufolge -
der Frevler infolge des Eingreifens des hl. Michael umkommen wird.
15.
Friede von fünfundvierzig Tagen vom Fall des Antichrist bis
zum Jüngsten Gericht.
1.
Unter den Leuten kreist ein Werk, das dem hl. Augustin zugeschrieben wird und
den Titel trägt: de Antechristo; darin ist zu lesen, daß dieser Mensch
von einer Jungfrau geboren wird, durch Einwirkung des Teufels und nicht
irgendeines Menschen. Es ist müßig, zu beweisen, daß diese Ansicht einem hl.
Augustin zu Unrecht angedichtet wird; dieser hat in seinen Schriften dargelegt,
daß die Geburt eines Menschen ohne vorheriges Mitwirken ines anderen Menschen
ein solch außerordentliches Wunder ist, daß es sich nur ein einziges Mal auf
der Erde ereignet hat, und zwar in der Person von Jesus Christus.
Dieser
Auffassung widersprechen der hl. Hippolyth, der hl. Ephrem der Syrer und der
hl. Johannes von Damaskus, die sagen, daß der Antichrist von einer Frau mit
verdorbenen Sitten geboren wird; Kardinal Gotti schließt sich dieser Meinung
anscheinend an.
Die
Heiligen Irenäus, Ambrosius, Augustinus und Gregor lassen ihn einer jüdischen
Familie aus dem Stamme Dan entstammen und begründen dies mit einer gewissen
Stelle in der Genesis (XLIX. 17) sowie einer weiteren bei Jeremias (VIII. 16.).
Und
es geht nicht an, es sich auf andere Weise vorzustellen, sagt Kardinal Gotti,
denn die Juden würden schwerlich jemanden als ihren Messias annehmen, der nicht
Hebräer ist. Dieselbe Vermutung stellen der hl. Hieronymus und der hl. Cyrill
an.
2.
Die Heimat des Antichrist, sagt der hl. Hieroymus, und dies ist die allgemein
von den heiligen Vätern vertretene Ansicht, ist Babel (Babylonien), die Stadt
in Chaldäa.
Und
Teodoret, der hl. Anselm und andere fügen hinzu, daß ebenso wie Jesus Christus
in seiner zartesten Kindheit einen Schatz von Gnaden und Tugenden erhielt, der
Antichrist von Geburt an jede Art von Lästern anhäufen wird; weshalb der hl.
Paulus ihn homo peccati, filius perditionis (II. Thess.II. 3.) nennt.
Der hl. Hieronymus sagt, daß er vom Kindesalter an auf besondere Weise vom
Dämon besessen sein wird; in quo Satanas habitaturus est corporaliter;
und er wohnt nicht wie bei den Besessenen , denen es an Verstand und freiem
Willen mangelt, in ihrem Körper, sondern erhält den einen wie den anderen (Anm.:
Verstand und Willen) unversehrt und überhäuft ihn mit Bosheit; auf eine
Weise, daß er von seinen frühesten Jahren an unter allen Kindern seines Alters
herausragt.
3.
Er wird seine Ausbildung in eben der Stadt Babel oder einem Ort der Umgebung
erhalten; und wie ein Sohn von Eltern niederer Herkunft, so sagt der hl.
Johannes von Damaskus (lib. 4 de fide c. 26), wird er heimlich
aufgezogen, derart daß die Bevölkerung den Ort seiner Geburt und den Namen
seiner Eltern nicht kennt.
Der
hl. Anselm, Ivo Carnutense und Rabanus denken, daß er als Heranwachsender das
Haus seiner Eltern verlassen wird. Bei seinen Schritten vom Dämon geleitet, wird er die ersten Samen des Irrtums in Chorazin und
Bethsaida auszustreuen beginnen und damit genau jene Orte infizieren, die die
Erstlinge waren bei der Heiligung durch Jesus Christus.
4.
Erstaunlich, sagt der hl. Anselm, wird der Scharfsinn des Antichrist sein; nach
kurzer Zeit, die er dem Studium widmet, wird er zu vollendeter Gelehrsamkeit
und Beredsamkeit gelangen; das Studium der heiligen Bücher wird seine ganze
Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen; ihre Texte wird er auswendig vortragen
können.
Von
seiner Begabung angespornt und gleichzeit vom Dämon unterstützt wird er die
ganze Welt hinters Licht führen - und mehr als andere die Juden, die er glauben
machen wird, er sei der verheißene Messias.
Besonderen
Unterricht, aber heimlich, wird er in der Kunst der Magie
nehmen; und kraft seiner Begabung und der teuflischen Hilfen wird aus ihm ein
so fähiger Schwindler werden, daß seine bewundernswerten Zauberkunststücke die
Völker verführen (hl. Cyrill, catech. c. 15).
Es
wird dann geschehen, was der hl. Johannes voraussagte, nämlich: daß der Teufel,
wenn die tausend Jahre, in denen der angekettet war, von seinen Fesseln
losgemacht werden und die Menschen bis zu den vier Enden der Erde verführen
wird: Et cum consummati fuerint mille anni, solvetur Satanas de carcere suo,
et exibit, et seducet gentes, quae sunt suprer quatuor angulos terræ (Apoc.
XX, 7.).
5.
In kurzen Worten beschrieb der Apostel die Sitten des Antichrist, indem er ihn
als homo peccati, filius perditionis bezeichnete.
Der
hl. Ephrem der Syrer und er hl. Cyrill von Jerusalem fügen hinzu, daß dieser Ruchlose am Anfang mit Büßermiene auftreten wird,
um sich die Verehrung und Liebe der Völker zu sichern, insbesondere der Juden.
Et
veniet clám, sagte Daniel, et obtinebit regnum in fraudulentiâ (II. 21.). Jede Art von Lastern
wird er ansammeln, um sie unter seinen Untertanen zu verbreiten, sobald
seine Hand sich widerrechtlich das Zepter angeeignet haben wird.
Sein
Hochmut wird keine Grenzen kennen; in sich selbst wird er die Herrlichkeit
aller Dinge konzentrieren; und er wird so weit gehen, daß er sich höher als Gott einschätzen wird: Qui extollitur, sagt der
hl. Paulus, supra omne quod dicitur
Deus (II. Thes. II.
4.).
Aus
diesem Grund wird er alle Tempel der Götzen niederreißen: Nec quemquam
deorum curabit, quia adversum universa consurget (Dan. II.
37.).
Und
obwohl man bei Daniel liest, daß er dem Gott Magozin Anbetung zukommen lassen
wird, behauptet indes Malvenda (de Antech. l. 7. C. 12.) und
beweist es ausführlich mit dem Text des oben zitierten Apostels, Elevabitur
supra omne quod dicitur Deus, daß der Antichrist mit dem Namen des Gottes
Magozin (den die Hebräer Maluzin heißen, das ist einziger, allmächtiger Gott)
seine eigene Person benennen wird, da sie der Anbetung der Menschen würdig sei.
Und
um seine Wünsche durchzusetzen, wird er seine Statue im Tempel des Herrn
aufstellen lassen.
6.
Außerdem wird sich der Antichrist jeder Art von
Betrügereien und Räubereien befleißigen; er wird Steuern eintreiben und seine
Schatzkammern mit diesen Erträgen füllen und damit die Aufstellung von Heeren
finanzieren können; er wird die übrigen Fürsten der Erde ihrer Staaten berauben
und sie demütigen; sie werden nur noch seine Vasallen sein: Rapinas,
et prædas, et divitias eorum dissipabit (Dan. II. 24.). Wahr
ist, daß alle diese Worte genau auf Antiochus zutreffen, aber Kardinal Gotti,
gestützt auf das einmütige Zeugnis der Weisen, zögert nicht zu bekräftigen, daß
sie sich auf den Antichrist beziehen.
7.
Er wird auch den unreinen Genüssen der Sinne zugetan. Et erit in
concupiscentiis feminarum (Dan. II.37.). Und so
wie er, bevor er widerrechtlich die Macht an sich reißen wird, laut Malvenda sich als den keuschesten aller Menschen ausgeben wird, so
wird er sich danach den abscheulichsten Ausschweifungen hingeben.
8.
Und in puncto Religion wird er Unterwerfung unter das Gesetz zeigen und
besonders unter die Riten und das Gesetz der Juden, um diese für sich
einzunehmen.
Sobald
aber die Macht in seine Hände gefallen sein wird, dann wird er großtuerisch
demselben Gesetz und der Ausübung der Religion Mißachtung entgegenbringen.
Er
wird im Tempel auftreten, als ob er Gott selber wäre, so wie es der hl. Paulus
beschrieben hat: Qui adversatur et extollitur, supra omne quod dicitur Deus
aut quod colitur: ita ut in templo Dei sedens, ostendens se tamquam sit Deus (II.
Thes. II. 4.).
Worte,
die durch andere Aussagen der heiligen Väter bestätigt werden: Et latro
quasi Deus vult adorari (S. Iren. Lib. 5, c. 25.). Se ipsum constituet ac vocabit Deum; et se coli jubebit
ut Dei filium (Lactant. l. 7, c. 17.). Se omnium Deum profitebur (S. J.
Crisost. hom. 4 in Jo.).
Der
hl.Märtyrer Hippolyth sagt, daß der Antichrist die Völker versammeln wird (Anm.
ETIKA: nach Benson und Solowjew beim Ökumenischen Konzil im Jahr 2000 in
Jerusalem) und so zu ihnen sprechen wird: Quis Deus magnus præter
me? Potentiæ meæ quis resistet?
Und
der heilige Ephrem (de Antech.) fügt
hinzu, daß die Dämonen ihn umgeben, so wie die Engel den Ewigen umgeben; und
daß sie ihn durch die Lüfte tragen werden vor aller Augen, als ob sie ihn in
den Himmel bringen würden, und dann wird er zur Erde stürzen.
9.
Dem tief in die Kunst der Magie eingeweihten Antichrist wird es leicht gelingen,
dank der teuflischen Kraft, die sein Blendwerk unterstützt, die Völker mithilfe
von falschen Wundern zu verführen; cujus est adventus secundum operationem
Satanæ, in omne virtute et signis et prodigiis mendacibus, et in omni
seductione iniquitatis, iis qui pereunt (II. Thes. II. 9 et 10.).
Er
wird seine Wunder besiegeln, indem er sich scheinbar tot zeigt und bald darauf
aufersteht. Et plaga mortis ejus curata
est, et admirata est universa terra post bestiam (Apoc. XIII. 3.).
Mit
eindrucksvollen Zauberkunststücken (Anm.: sogenannte
Illusionskünstler führen bereits im Fernsehen Millionen an der Nase herum) wird
sein Gefährte die Menge verführen, die ihm Anbetung zuteil werden lassen wird
wie einem Gott. Et fecit terram, et habitantes
in ea adorare bestiam primam, cujus curata est plaga mortis (Apoc. XIII.
12.). Unter den Worten bestiam primam (das erste Tier) ist
der Antichrist zu verstehen, weil der hl. Johannes unmittelbar darauf (v.
13.) von einem zweiten Tier spricht, wie man wissen muß: von einem elenden
Betrüger, dem Gefährten jenes anderen, einem falschen Propheten, der sein
Vorläufer sein wird und seine Anstrengungen krönen wird, indem er ihn für Gott
ausgibt.
Ein
anderes der falschen Wunder, die er verrichten wird mit der ihm gegebenen
Macht, wird darin bestehen, daß er Feuer vom Himmel fallen lassen wird. Et fecit signa magna, ut etiam ignem faceret de cælo
descendere in terram in conspectu hominum (Apoc. XIII.
13.).
Und
als Wunder wird man es auch bezeichnen, wenn durch Einwirkung des Teufels eine
Statue, die seine Person vorstellt, sprechen wird; et datum est illi, ut
daret spiritum imagini bestiæ, et ut loquatur imago bestiæ (Ibid. 15.)
Wie
der hl. Matthäus sagt, werden diese falschen Wunder, begleitet von den anderen
Kunststücken, den Gewalttaten und den Martern, die er den Gläubigen zufügen
läßt, so zahlreich und außerordentlich sein, daß die Auserwählten selbst in die
Versuchung fielen, wenn ihnen nicht Gott durch einen besonderen Gnadenerweis
Hilfe und Stütze brächte. Ita ut in errorem inducantur etiam electi (Mat.
XXIV. 24.).
10.
Der Antichrist wird alles in Gang setzen, damit die Menschen dazu kommen, Jesus Christus geringzuschätzen; er wird ihnen
weismachen, daß Er weder der wahre Messias noch der Sohn Gottes noch der
Erlöser der Menschen sei.
Er
wird überall die Idee verbreiten, daß die Religion ebenso wie die Gebote Jesu
Christi und die von ihm eingesetzten Sakramente auf Schwindel zurückzuführen
sind.
Dies
führt, wenn auch kurz, der hl. Johannes an:
Qui negat quoniam Jesus est Christus, hic est Antichristus, qui negat
Patrem, et Filium (I. Jo. Epist. II. 22.).
11.
Er wird allen Menschen die Verpflichtung auferlegen,
auf der Hand oder Stirn ein Zeichen oder Schriftzeichen von ihm als
Erkennungsmal zu tragen; und jenen wird die
Möglichkeit zu kaufen oder zu verkaufen genommen, welche dieses Zeichen nicht
vorweisen können oder wenigstens seinen Namen nicht übernehmen oder eine Zahl (Anm: 666), mit der sie besonders gekennzeichnet
werden, wie der hl. Johannes
schreibt: Et faciet omnes ... habere characterem in dextra manu
sua, aut in frontibus suis. Et ne quis possit emere, nec vendere, nisi qui
habet characterem, aut nomen bestiæ, aut numerum nominis (Apoc. XIII. 16 et 17.). Numerus enim hominis est, et numerus ejus sexcenti sexaginta sex (v. 18.).
Dieser
Angabe zufolge werden sich - sagt der hl. Ephrem - alle Menschen beeilen, auf
ihrer Stirn das Mal des Frevlers anzubringen; das Zeichen des Kreuzes werden
sie aufgeben, das Schutzzeichen, an dem die ganze Macht der Teufels zerbrechen
wird.
Aber
welcher Art wird dieses frevelhafte Zeichen sein? Einige glauben, daß es sich
um den Namen des Antichrist selbst handelt; andere nehmen an, daß es in der Statue eines Drachens besteht, unter dessen Form er
sich anbeten lassen wird; außerdem werden verschidene andere Dinge angeführt,
an deren Richtigkeit jedoch in jeder Hinsicht Zweifel bestehen.
12.
Die Gelehrten behaupten, daß der Antichrist, dem die
Streitmächte Ägyptens, Libyens und Äthiopiens zur Herrschaft verhelfen (ein
Unternehmen, das aus dem Text von Daniel, Kap. 11, V. 44 hervorgeht), weitere
sieben Reiche unterwerfen wird, deren Beherrscher
mit ihm ein Bündnis eingehen werden. Auf diese Weise wird er sich zum
Weltherrscher erheben, so lautet die Auslegung, die jene der folgenden
Stelle beim hl. Johannes geben: Et decem
cornua quæ vidisti, decem reges sunt.... Hi unum concilium habent, et virtutem,
et potestatem suam bestiæ tradunt (Apoc. XVII. 12 et 13.).
Und
wenig später befassen sie sich mit dem Sitz der Regierung des Antichrist; er wird nach ihren Angaben in der Stadt Rom
errichtet werden, worauf die Worte des hl. Johannes (XVII, 9) deuten: Septem montes uni super
quos mulier sedet. Aber dieser Text ist reichlich dunkel.
Andere
behaupten, daß sein Sitz im Tempel des Herrn errichtet wird, und stützen sich
auf eine andere Stelle beim hl. Paulus, die wir schon zitiert haben: Extollitur....
ut in templo Dei sedeat. Dieser Tempel Gottes dürfte kein anderer sein als
der zu Jerusalem; da er bekanntlich aber vor langer Zeit zerstört wurde,
schließt Kardinal Gotti, daß der Antichrist am Anfang seinen in Babel nehmen
wird, von wo aus er nach Jerusalem übersiedeln wird; und dies ist fast
die allgemeine Ansicht der heiligen Väter und Theologen: So vermelden es die
Heiligen Irenäus, Hippolyth, Cyrill von Jerusalem, Andreas Cesariense; und der
hl. Hieronymus fügt hinzu, daß er seinen Thron auf dem Ölberg aufstellen
wird. Verticem montis Oliveti, qui inclytus vocatur, quia ex eo Dominus
atque Salvator ascendit ad Patrem; dies gründet sich auf den Text von Daniel
(cap. II. 41, 45), et figet tabernaculum suum super montem inclytum et sanctum.
Dieser heilige und berühmte Berg ist, wie der hl. Hieronymus, Theodoret und
verschiedene andere sagen, der Ölberg.
13.
Die Verfolgung, zu welcher der Antichrist
aufstacheln wird, wird alles Maß überschreitne im Vergleich zu dem, was sie
bisher erlitten hat; so sagt der hl. Matthäus: Et erit tunc
tribulatio magna, qualis non fuit ab initio mundi usque modo, neque fiet. Et
nisi breviati fuissent dies illi, non fieret salva omnis caro; sed propter
electos breviabuntur dies illi (Mat. XXIV. v. 21 et 22.).
Von
seinem Eifer getrieben, den christlichen Glauben zu zerstören, wird er
veranlassen, daß er selbst angebetet wird, und an den Orten, wo seine Person
nicht anzutreffen ist, wird er Statuen errichten lassen an seiner Statt.
Das
Hauptwerkzeug für die Ausführung seiner Pläne wird ein
falscher Prophet sein, der vom hl. Johannes das zweite
Tier genannt wird. Et vidi aliam bestiam ascendentem de terra (XIII.
11.).
Gewisse Kommentatoren zögern nicht zu sagen, daß dieser Prophet ein Geistlicher sein wird, ein Mönch, oder vielleicht
ein Bischof, dessen ehrwürdiges Amt ihm größeren Einfluß beim Volk verschaffen
wird zu dem Zweck, daß es sich vor dem Tier niederwirft: Et adoraverunt eam
omnes, qui inhabitant terram, quorum non sunt scripta nomina in libro vitæ
(Apoc. XIII, 8.).
Aus diesem Zusammenhang läßt sich ableiten, daß nicht alle Menschen
abfallen werden, sondern daß eine größere Anzahl von
Menschen unversehrt die Treue bewahren wird.
Im
Verlauf dieser Verfolgung, die sich über einen Zeitraum von 1290 Tagen
erstrecken wird, oder drei Jahre und sechs Monate, wird das Opfer des
Altars abgeschafft werden: Et á tempore quo oblatum fuerit juge sacrificium
et posita fuerit abominatio in desolationem, dies mille ducenti nonaginta.
(Dan. XII,11.)
In
dieser Zeitspanne wird man also aufhören, das Meßopfer zu feiern; obgleich es
wahr ist, daß die Gläubigen den Gefahren trotzen
werden, um sich heimlich zu versammeln, dem Herrn ihre Bitt- und Lobgesänge
darbringen werden und vielleicht um im geheimen einige Messen zu feiern (ETIKA-Anmerkung: und um Gottes Botschaft auch über das Internet zu
verkünden, offen auf möglichst vielen Homepages oder bei einem Verbot
verschlüsselt); denn nach der Auslegung, die die Kirchenlehrer der
Prophezeiung Daniels geben, wird die Verfolgung sich auf die öffentlichen
Kirchen beschränken.
Denn
solchermaßen lautet die Erklärung zur nachfolgenden Stelle beim hl. Johannes: Et
mulier fugit in solitudinem ubi habebat locum paratum á Deo, ut ibi pascat diebus mille ducentis sexaginta. (Ap. XII, 6)
Das Wort mulier, Frau, bedeutet hier die
Kirche, die an einen einsamen Ort fliehen wird (Anm.: siehe Benson: Der Herr der Welt).
14.
Um vom Tod des Antichrist zu sprechen, so heißt es, daß dieser Ruchlose zwei gewaltige Heerscharen vereinen wird. Sie
werden ausziehen, um vollends den Untergang der Kirche und aller Diener Jesu
Christi herbeizuführen.
Es
wird eine offene Feldschlacht geben, bei der er, statt den Sieg
davonzutragen, besiegt fallen und zusammen mit allen seinen Soldaten
zugrundegehen wird.
Denn,
so sagt der hl. Johannes, wenn das Lager der
Christen und die geliebte Stadt Jerusalem von den Feinden Gottes belagert
werden wird, dann wird Feuer vom Himmel fallen und die Belagerer vernichten.

Und der Teufel, sein wichtigster Verführer, der Antichrist oder
das Tier, und sein Gefährte, der falsche Prophet, werden in die Tiefe der Hölle
gestürzt werden: Et ascenderunt supra latitudinem terræ, et
circuierunt castra sanctorum et civitatem dilectam; et descendit ignis á Deo de
cælo, et devorabit eos, et diabolus qui seducebat eos, missus est in stagnum
ignis et sulphuris, ubi et bestia et pseudopropheta cruciabuntur die ac nocte
in secula seculorum. (Apoc. XX.
8, 9 et 10.)
Die
Schriftkundigen sind bestrebt, besonders Kardinal Gotti und Malvenda, dieser in
seinem Buch de Antich., der erste in der Abhandlung de fine mundi, diese
Stelle in Übereinstimmung zu bringen mit der Erklärung des hl. Thomas zu einer
stelle des hl. Johannes, wonach der Antichrist, wenn
er die Niederlage seines Heeres gewahr wird, ie flucht ergreifen wird, und er
wird sich an einen einsamen Ort am Ölberg oder in Jerusalem begeben, um seine
Verzweiflung zu verbergen, wo ihn der heilige
Erzengel Michael aufspüren und töten wird.
Seht
jetzt, was der Apostel in seinem zweiten Brief an jene in Thessalien schreibt:
(v. 8.): Et tunc revelabitur ille impius, quem Dominus Jesus interficiet
spiritu oris sui. Diese Worte erklärt der hl. Thomas mit den folgenden Id
est mandato suo, quia Michaël interfecturus est eum in monte Oliveto.
Und
man darf auch mit Silveira sagen, daß der hl. Michael im Auftrag Jesu Christi
den Antichrist durch die Explosion eines Blitzes niederschmettern und in die
Hölle schleudern wird.
15.
Wenn der Tod des Antichrist eingetreten ist, wird
sich die Kirche eines tiefen Friedens erfreuen, sagen jedenfalls die
Kommentatoren. Und die Gläubigen werden feierliche Lobgesänge für Gott anstimmen.
Ganz
und gar unbekannt ist die Zeitspanne zwischen dem Tod des Antichrist, dem Ende
der Welt und dem Tag des Jüngsten Gerichts.
Der
hl. Hieronymus (in Kap. 12 Dan.), Theodoret und andere Theologen geben eine
Zwischenzeit von fünfundvierzig Tagen an und berufen sich auf
nachstehende Stelle bei Daniel: Beatus, qui expectat, et pervenit usque ad
dies mille trecentos triginta quinque. Tu autem vade ad præfinitum: et
requiesces, et stabis in sorte tua in finem dierum. (Dan. XII, 11 et 12.)
Aber
in dieser Materie kann weiter nichts Konkretes gesagt werden.
Anmerkung
der Herausgeber: Man füge den Inhalt der Bücher von Newman, Benson und Solowjew
sowie die spanischen und deutschen Apokalypse-Texte in der Internet-Stimme der
Apostel der letzten Zeiten http://www.etika.com hinzu, und man vermag sich
vorzustellen, was die nächsten Jahre bringen werden.
Index 92 Personen - Index 9 Apokalypse