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ETIKA

Geistliche auf Abwegen

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Aktuell

6.2.2014

Gütiger Vater von Verbrechern? Der Sekretär der Italienischen Bischofskonferenz, Monsignore Nunzio Galantino, sagte in einem Interview mit der römischen Tageszeitung „la Repubblica“ vom 6.2.1914, S.13: “Il vescovo locale è padre, sia della vittima (di abuso) sia di chi ha presumibilmente commesso il reato.“ „Der örtliche Bischof ist der Vater sowohl des Opfers (von Kindesmissbrauch) als auch desjenigen, der mutmaßlich die Straftat begangen hat.“ Hat dieser hohe Vertreter der Amtskirche nie etwas gehört von dem Befehl des Apostels Paulus: „Stoßt ihr den Bösen aus eurer Mitte!“? Solche Kirchenleute richten die Kirche zugrunde und damit das Christentum. Guami, Wache der Barmherzigkeit, 6.2.2014

Mäder (Ex-Schweizergarde): Homosexuelle Seilschaften im Vatikan (Radio Vatikan, 21.1.2014)

Skandale im Vatikan

Weil er zwei Kinder zeugte, musste Gabino Zavala (60), Weihbischof von Los Angeles, den Rücktritt einreichen. Der Papst nahm das Gesuch an. Zavala setzte sich mit großem Medienerfolg für die Homosexuellen ein und bekämpfte die Todesstrafe. (Dolomiten 7.1.2012)

Ein Oberkirchenrat wurde in Bayern aus dem Dienst entfernt. Er hatte als Pfarrer in Hof in den sechziger Jahren eine Konfirmandin missbraucht. Des weiteren werden ihm Übergriffe gegen zwei Frauen vorgeworfen. (Südwestpresse 12.2.2011)

Suicida per il sacerdozio negato. … il vescovo aveva escluso di essere mai stato a conoscenza che Luca fosse omosessuale. … (Corriere della Sera 2.12.2010) Anmerkung ETIKA: Wenn er sich umbringt, hat er auch keinen Glauben und ist zum Priester ungeeignet. Hätte er nur dienen wollen, hätte er auf die Würde verzichten können. Im übrigen scheint er Dantes Beschreibung vom Wald der Selbstmörder nicht ernst genommen zu haben.

US-Pfarrer Cedric Miller, Facebook-Kritiker, hatte eine Dreiecksbeziehung mit seiner Frau und einem Kirchendiener gehabt, meldete eine Zeitung in New Jersey. (Südwestpresse 23.11.2010)

Bischöfin Jepsen stolpert über Missbrauchsaffäre. Eine Zeugin hatte Maria Jepsen von der Nordelbischen Kirche 1999 in Lübeck gewarnt, dass ein Pastor (jetzt im vorzeitigen Ruhestand) Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht. Davon wusste auch dessen Ahrensburger Kollege. Gegen diesen läuft ein Disziplinarverfahren wegen sexueller Übergriffe auf eine 17- und 18-Jährige. Die 1992 als erste evangelisch-lutherische Bischöfin der Welt gewählte Maria Jepsen ist eine Prophetin interreligiöser Beziehungen. (Südwestpresse 17.7.2010) So wie Bischöfin Jepsen und die beteiligten Pastoren kein Mitleid mit den gepeinigten Kindern hatten, wird Gott auch mit ihnen kein Mitleid haben.

Für einen männlichen Eskortservice, für Hotels, Restaurants und Kleidung verwendete ein „beliebter Geistlicher“, der katholische Pfarrer Reverend Kevin Gray (63), im US-Bundesstaat Connecticut 1,3 Millionen Dollar, die er der Kirche gestohlen hatte. Außerdem ärgerte er sich über die Haltung der Kirche gegenüber Schwulen. (Südwestpresse 8.7.2010. Quellen: dpa und „Hartford Courant“)

Tragikomödie um Bischof Mixa. Ratzinger für Versöhnung und Sichannehmen

Neue Vorwürfe gegen den Augsburger Bischof Walter Mixa. Der SZ liegen sechs eidesstaatliche Erklärungen vor, in denen berichtet wird, dass Walter Mixa in seiner Zeit als Stadtpfarrer Heimkinder in Schrobenhausen geschlagen habe. Das Bistum Augsburg weist die Vorwürfe weiterhin zurück, bezeichnet sie als „Versuch der Diffamierung“ und behält sich rechtliche Schritte vor. (Süddeutsche Zeitung, 1.4.2010, Stefan Mayr) Wer sagt die Wahrheit? (NWZ 3.4.2010, S. 4) Mixa ist aufgrund des Drucks noch im April zurückgetreten.

Mixa drängt zurück ins Amt. Früherer Augsburger Bischof  erwägt Klage gegen Rücktritt in Rom. Der Augsburger Vorsitzende des Diözesanrats, Lelmut Mangold, verwies darauf, dass Mixas Widerruf (drei Tage später) Papst Benedikt XVI. vorgelegen habe. … In dieser Frage gebe es kein Zurück mehr, weil ansonsten die Autorität päpstlicher Entscheidungen beschädigt würde. (Südwestpresse 17.6.2010) Mixa Opfer einer Verschwörung. Angebliches Opfer wusste gar nichts. (Dolomiten 14.6.2010) Geistiger Amokläufer. Mixa manövriert sich mit seinem Amoklauf nicht nur weiter ins Aus, er untergräbt auch das schon angeschlagene Ansehen der katholischen Kirche. Solch ein öffentliches Hauen und Stechen unter „Dienern Gottes“ hat man bisher nicht gesehen. Mixa … spaltet die Kirche und das Bistum, wo er einigen sollte …“ (Elisabeth Zoll in der Südwestpresse vom 17.6.2010) „Der Augsburger Professor für Moraltheologie Klaus Arntz sagte, sein Vertrauen in den Bischof sei wegen mehrerer Wortbrüche Mixas aufgebraucht gewesen. Weil in der katholischen Kirche kaum einer den Mut habe, aufzustehen und seine Meinung zu sagen, sei es möglich gewesen, dass Männer an die Spitze gelangen, die mit ihrem Amt überfordert seien, sagte Arntz. Der Augsburger Dekan Helmut Haug bestätigte, dass man sich auf Walter Mixa nicht verlassen konnte. ,Wir müssen manchmal auch zivilen Ungehorsam zeigen.´ Er forderte außerdem ein Ende der ,Gutsherrenart´ von Priestern.“ (NWZ 19.6.2010) Unter dem Titel „Aufhören! Aufhören!“ kommentiert Rainer Wehaus in der lesenswerten Rubrik „Die Dinge der Woche“ in „Sonntag aktuell“, 20.6.2010: „Unser Ex-Präsident hatte keine Lust auf weitere Erklärungen, Diskussionen und Streitereien. Wo die richtige Politik anfängt, da hört Horst Köhler auf. Da ist der Walter Mixa ein ganz anderes Kaliber. Gut, der Mann hat sich zunächst einmal zum Rücktritt drängen lassen. Aber jetzt ist er wieder da, lebt wie eh und je in seiner Wohnung im Augsburger Bischofspalais und tut einfach so, als wäre er noch Bischof. … Allerdings hat der Papst längst Mixas Rücktrittsgesuch angenommen, und der ist bekanntlich unfehlbar. … Schluss. Aus. Ende. Amen.“

Wieder ein Bischof als homosexueller Angreifer entlarvt
Die Süddeutsche Zeitung enthüllte am 21.6.2010, S. 1 und 5: Bischof Walter Mixa sagte im Urlaub zu einem jungen Priester: „Bleib hier, ich brauche deine Liebe.“ Der Priester: „Ich bin doch nicht schwul.“ Mixa: „Ich doch auch nicht!“ Der Priester: „Und was war gestern Abend?“ Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, fühlte sich der Priester von Mixa sexuell bedrängt. Nicht nur er, auch andere junge Männer, die von Mixa abhängig waren. Dies alles soll in einem drei Dutzend Seiten dicken Dossier stehen, das über den päpstlichen Nuntius in Berlin an den Vatikan gegangen ist. Kirchenleute hatten laut SZ den Verdacht, dass Mixa immer wieder, vor allem in Eichstätt, den Kontakt zu jungen Männern gesucht haben soll. Interessant in dem SZ-Artikel von Matthias Drobinski und Stefan Mayr sind noch zwei Details: „In den konservativ-katholischen Internetforen … hält sich hartnäckig die Geschichte von Walter Mixa, dem Opfer und Märtyrer … weil er unbequem konservativ ist.“ Anmerkung ETIKA: Wenn ein homosexueller Bischof geschützt wird, weil er konservativ ist, dann hört bei uns das Verständnis auf. Auf solche konservativ-katholische Kreise pfeifen wir. Mit der wahren katholischen Kirche haben sie nichts gemeinsam, und solche falschen Internet-Propheten, die nur Verwirrung stiften und den Kinderschändern wertvolle Dienste leisten, werden auch den Himmel nicht sehen. Das zweite Detail: Erzbischof Zollitsch sei bereit, Bischof Mixa die Hand zu reichen und sich mit ihm zu versöhnen. ETIKA: Das wundert uns überhaupt nicht. – Den „Dolomiten“ vom 22.6.2010 ist noch zu entnehmen, dass Mixa auch Stiftungsgelder für Waisenkinder an eine in Rom lebende Person aus fragwürdigem Milieu gesandt haben soll. (dpa)

Versagen der Bischöfe. Elisabeth Zoll liest der hohen Geistlichkeit in der Südwestpresse vom 22.6.2010 die Leviten: „Was befähigte diesen Mann zu solch einem hohen Amt, wenn er schon als Ortspfarrer junge Geistliche belästigt haben soll? Und wie ist es um das Innere dieser moralischen Institution bestellt, wenn Pfarrer aus Angst in ihrer Kirche schwiegen oder – schlimmer noch – überhört wurden? … Grund, sich über das Kirchenvolk zu erheben, haben die Bischöfe nach diesem Versagen nicht mehr.“ Bravo, ein mutiges Wort einer Journalistin. Auf der Rückseite dieses Kommentars wird daran erinnert, dass anno 1074 der selbstherrliche Kölner Erzbischof Anno II. aus der Stadt gejagt wurde, genauer, die Bevölkerung wollte ihn lynchen, er türmte und kam vier Tage später mit einem Heer zurück, um blutige Vergeltung zu üben (ddp/ema)

Eine Art Verbannung. Der Augsburger Diözesanrat forderte Mixa auf, das Bistum zu verlassen und sich einen anderen Wohnsitz zu suchen. (Dolomiten 22.6.2010 dpa) Also kommen jetzt auch Kirchenkreise darauf, wie sinnvoll es ist, gewisse Personen zu verbannen. Im ETIKA-Konzept müsste Mixa sofort in eine Toleranzzone ausgewiesen werden, solange für die noch schwereren Vorwürfe keine Beweise vorliegen. Dann wäre eine Isolationszone angebracht.

Ratzinger für Versöhnung und Sichannehmen. Papst Benedeikt XVI. sagte in einer Privataudienz für Mixa, er hoffe auf Versöhnung und auf ein „neues Sichannehmen in der Gesinnung der Barmherzigkeit des Herrn“. (Dolomiten 2.7.2010 dpa) Dazu ein Foto von einem strahlenden Mixa. Wieso strahlend? Nun: Laut „Sonntag aktuell“ (4.7.2010, Quelle „Focus“) war er „sehr froh, dass ich 50 Minuten lang mit dem Heiligen Vater freimütig und fröhlich habe sprechen können“. 50 Minuten fröhlich mit dem Papst geplaudert! Die beiden müssen ja dicke Freunde sein, wenn sie in einer so delikaten Situation zusammenhalten wie Pech und Schwefel. Welche Unvorsichtigkeit der beiden! Wie der Südwestpresse zu entnehmen ist, beklagte Ratzinger eine „oft maßlose Polemik“ gegen Mixa und rügte dabei die deutschen Bischöfe. (2.7.2010) Wenn das nicht eine Rückendeckung für einen zweifelhaften Hirten ist!

Nachfolger Mixas in Augsburg wird der Sachse Konrad Zdarsa. Dieser kennt den Papst seit 30 Jahren. Zdarsa: „Ich habe ein Jahr lang gemeinsam mit Kardinal Ratzinger im Deutschen Kolleg in Rom gelebt.“ (Südwestpresse 9.7.2010)

Das Franziskanerinnenkloster Maria Stern in Fünfstetten soll Mixa aufnehmen. Die Nonnen befürchten, dass ihre Ruhe gestört wird. Mixa bekommt 70 Prozent seines bisherigen Bischofsgehalts als Rente, mehr als 5400 Euro brutto. (NWZ 23. Und 24.7.2010) Wir sehen überhaupt nicht ein, warum die Ruhe eines Nonnenklosters durch einen Mann gestört werden soll, noch dazu durch einen solchen wie Mixa.

Mixa gestern im Vatikan beim Papst. Noch unklar, ob er wieder höhere Aufgaben in der Kirche bekommt. (Südwestpresse 16.12.2010)

Der Fall der verschwundenen Elisa Claps (16) erschien nach dem Leichenfund unter dem Dach einer Kirche in Potenza zunächst weniger spektakulär als angenommen. Die meisten Journalisten vermuteten, dass sie von ihrem Freund ermordet und eingemauert worden ist. Der verdächtigte Freund ärgerte sich über die ständigen Polizeiverhöre und wanderte nach England aus. Er hatte die Manie, Mädchen Haarbüschel abzuschneiden. In England wurde dann eine Nachbarin brutal ermordet; sie hatte ein Haarbüschel in der Hand. Auffällig hatte sich am Mordtag auch der (inzwischen verstorbene) Priester der Kirche in Potenza benommen. Er war gegen Mittag für drei Tage weggefahren. (Bis hierher aus der Erinnerung geschildert nach italienischen Presseberichten.) Die Stuttgarter Zeitung berichtete am 27.3.2010 (S. 7, Paul Kreiner): „Eine unappetitliche Note erhält der Fall dadurch, dass die Leiche zwar schon im Januar entdeckt worden war, die beiden (erst seit kurzem anwesenden) Pfarrer aber erst jetzt die Polizei riefen. „Was hatten die zu verheimlichen?“, fragte Elisas Familie. – Wie aus der „Repubblica“ vom 15.4.2010 hervorgeht, zerriß der Mörder sowohl bei Elisa Claps als auch beim englischen Opfer Heather Barnett die Büstenhalter. Die britische Polizei ermittelt im Haus von Danilo Restivo. (S. 21)

Der Club der Gerechten archiviert in verschiedenen Ländern die Verbrechen von Geistlichen christlicher Konfessionen und wird sie bei Gelegenheit vorlegen.

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