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ETIKA

Priester auf Abwegen

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92PA1

Sodom und Gomorrha im Vatikan

5.9.2011
multilingual

Kinderschänder verbannen - Pädophile Priester exkommunizieren

Wir übersetzen fremdsprachige Texte meistens nicht. Grund: Wir wenden uns vorrangig an die denkenden Eliten gewisser Völker, weniger an die Masse, um nicht Perlen vor die Säue zu werfen.

Maleachi 2, 1 Und nun, ihr Priester, dies Gebot gilt euch:

2 Wenn ihr´s nicht hören noch zu Herzen nehmen werdet, daß ihr meinem Namen die Ehre gebt, spricht der HErr Zebaoth, so werde ich den Fluch unter euch schicken, und euren Segen verfluchen, ja verfluchen werde ich ihn, weil ihr´s nicht wollet zu Herzen nehmen.

3 Siehe, ich will schelten euch samt der Saat, (Luther-Bibel 1987: ich will euch den Arm zerbrechen) und den Kot (Unrat) eurer Festopfer euch ins Angesicht werfen, und soll an euch kleben bleiben.

7 … des Priesters Lippen sollen die Lehre bewahren, daß man aus seinem Munde das Gesetz suche; denn er ist ein Engel der HErrn Zebaoth.

8 Ihr aber seid von dem Wege abgetreten, und ärgert viele im Gesetze, und habt den Bund Levis gebrochen, spricht der HErr Zebaoth. (Bis hierher Luther-Bibel, Stuttgart, 1897)

9 (Bibel, Stuttgart, 1987: ) Darum habe auch ich euch verächtlich und unwert gemacht vor dem ganzen Volk, weil ihr meine Wege nicht haltet und die Person anseht, wenn ihr Weisung gebt.

 

Pedofilia, la Santa Sede respinge le accuse del governo irlandese. Il ”Cloyne Report” in 341 pagine affronta 19 casi di abusi ... accusa il vescovo John Magee (già segretario particolare di tre Papi (Paolo VI, Giovanni Paolo I e Giovanni Paolo II) e i suoi collaboratori di non aver denunciato alle autorità civili nove di quei sacerdoti ... (www.vaticaninsider.it , www.lastampa.it 3.9.2011)

Mehmet Ali Agca machte den Vatikan für das Attentat auf Johannes Paul II. 1981 verantwortlich. (TRT, Dolomiten 11.11.2010 APA) Selbst inszeniert?

Wojtyla wird nicht selig – im Gegenteil
Johannes Paul II. deckte Kinderschänder. Ratzinger schlug nicht Alarm.

Wachen die Vatikanisten, die Berichterstatter der Zeitungen im Vatikan, endlich auf? Ein gewaltiges Signal kommt von Hanspeter Oschwald. Er war früher viele Jahre dpa-Korrespondent in Paris, wenn wir uns nicht täuschen, und schrieb mindestens zwei Bücher über religiöse Themen, darunter einen Wallfahrtsführer. Während viele Vatikanisten von Rang und Namen den letzten Päpsten weiterhin huldigen, als seien sie Gott persönlich, rechnet Oschwald in der NWZ/Südwestpresse vom 20.10.2010 (historisches Datum) auf Seite 3 mit Johannes Paul II. ab. Nachstehend eine kurze Zusammenfassung:

Das Verfahren zur Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. ist „sospeso“, suspendiert, anscheinend auf Eis gelegt. Untertitel: „Enges Verhältnis (im Text: enge Beziehung) zu einem Kinderschänder wird ihm zum Verhängnis“. Ein Kardinal hat schon im Jahre 2000 Präfekt Ratzinger gemeldet, dass der Gründer der Legionäre Christi, Pater Marcial Maciel Degollado („der Geköpfte“) jahrzehntelang, schon seit den 40er Jahren, Jugendliche und Abhängige sexuell missbraucht hat. Trotz einer Warnung von Kardinalstaatssekretär Sodano (eine zwielichtige Gestalt in unseren Augen) informierte Ratzinger Wojtyla. Der Papst aus Polen blockierte Ermittlungen, „lehnte jede Maßnahme gegen den klerikalen Sextäter ab“ (Oschwald).

Das Gewissen steht höher als das Gesetz und die Vorschriften und der Papst, sagen wir.* Ratzinger hätte schon 2000 Alarm schlagen müssen, um weitere Menschen vor dem teuflischen Pater zu schützen. So schwieg er und leitete erst Jahre später eine Untersuchung ein. Erst nach seiner Wahl zum Nachfolger Wojtylas anno 2005 befahl Benedikt XVI. dem Mexikaner, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Ein Jahr später verzichtete die Glaubenskongregation darauf, gegen Maciel vorzugehen – mit Rücksicht auf dessen Gesundheitszustand.

Dieser hatte weniger Rücksicht auf seine Opfer genommen und dabei unverzeihliche Verbrechen gegenüber Gott und der Kirche begangen. Missbrauchsopfern nahm er „auch gleich die Beichte ab, was einem maximalen Missbrauch des Bußsakramentes gleichkommt“. 1997 sagten neun Ex-Seminaristen aus, sie seien im Alter von zehn bis 16 Jahren von dem Schurken missbraucht worden. Sie waren, immer laut Oschwald und Südwestpresse, durch Schweigegelübde zur Geheimhaltung verpflichtet worden. Der Geistliche war nicht nur homosexuell, er hatte auch mit zwei Frauen mindestens zwei Kinder gezeugt.

Der Journalist macht weiter darauf aufmerksam, dass Wojtyla fünfmal zum Kinderschänder Maciel nach Mexiko gereist ist, das erste Mal gleich 1979 als erste Auslandsreise. Dies bringt Wojtyla selbst in schweren Verdacht. Mit seiner Seligsprechung wird es wohl nichts werden, eher wird der gegenüber dem Kinderschänder so tolerante Papst dort gelandet sein, wo der richtige Platz für Pädophile und ihre Dulder und Förderer ist (siehe den Roman „Jedem nach seinen Taten“ von Vicente F. Delmonte). Mögen sie alle im Feuer der Dschehenna schmoren!  Erfreulicherweise kann Oschwald feststellen, dass die Seilschaft der Legionäre Christi – eine der mächtigsten neben Opus Dei – in der Kurie zerbröckelt. Schande über die Legionäre Christi, weil sie geschwiegen haben! Sie sollen sich auflösen!

Oswald bilanziert: „Der Schaden für die Gesamtkirche wäre unabsehbar, wenn Papst Benedikt seinen Vorgänger zur Ehre der Altäre erheben würde.“ Wer erinnert sich nicht an die Schreie der fanatischen Masse bei der Trauerfeier für Wojtyla: „Santo subito?“ Eine Massenhysterie. Die Wunder, die auf seine Fürsprache geschehen sein sollen, sind zum Lachen.

Der Schaden für die katholische Kirche ist bereits ungeheuerlich, bilanzieren wir. Niemand kann Ratzinger davon freisprechen, nicht das Nötige unternommen zu haben, um dem Kinderschänder, Jugendverderber und Gottesfeind Maciel das Handwerk zu legen. Wie viele Menschen hat dieser „Ordensgründer“ zugrunde gerichtet, seit Ratzinger über seine Untaten unterrichtet worden ist? Sie alle gehen auf Wojtylas Kappe und auf seine. Warum hat Ratzinger zum Missbrauch so vieler Menschen geschwiegen, warum hat er seine Fürsorgepflicht missachtet, warum hat er die Gebote des Anstands und des Mitleids verletzt? Gott der Herr wird richten in Gerechtigkeit. (Guami 20.-24.10.2010)

* Peter Buyer teilt in einem Artikel über den aufmüpfigen Theologen Hans Küng in der Südwestpresse vom 21.10.2010 mit: „Bischöfe und Kardinäle sind dem Papst zu unbedingtem Gehorsam verpflichtet, auch wenn sie sein Vorgehen für falsch halten.“ Diese Regel war von Anfang an falsch und gehört schleunigst abgeschafft. Dem Gewissen gebührt in jedem Fall Vorrang. Wenn dies für die Theologen im Dritten Reich gegolten hat, dann muss dieses ethische Gebot auch für das Verhältnis zwischen Christen und ihrem Kirchenoberhaupt gelten.

Vatikanbank IOR erneut in Skandal verwickelt. (Aus Zeitgründen können wir nicht alles übersetzen. Lernt Sprachen! Wir können hier auch nur einen gerafften Überblick geben und Zusammenhänge aufzeigen.)

Riciclaggio, indagati i vertici dello IOR. E il banchiere del Papa (Ettore Gotti Tedeschi, cattolico, opusdeista (ma lui nega), papista e liberista antikeynesiano, presidente della Banca vaticana) gridò al complotto. (Anm. ETIKA: opusdeista e ..) Roma, sequestrati 23 milioni. Quel banchiere voluto dal Papa per scacciare le ombre dello IOR. Un anno fa la nomina. Il banchiere di Sua Santità: „Colpiscono me per colpire Ratzinger“. (la Repubblica, Roma, 22.9.2010, pagine 1, 14, 15) Noch mehr ins Detail geht Alberto Statera in seinem halbseitigen Beitrag auf S. 15 derselben Zeitung. Daraus erfährt man, dass Ettore Gotti Tedeschi persönlicher Freund des Papstes und Bertones ist, Ethik der Finanz an der Universität Cattolica von Mailand lehrt, ein Buch geschrieben hat „Denaro e Paradiso“, in dem er die „himmlische Harmonie“ beider anstrebt, und dann noch eines ausgerechnet zusammen mit dem soeben zurückgetretenen laizistischen Unicredit-Chef Alessandro Profumo unter dem Titel „Spiriti animali, la concorrenza giusta“. Der Journalist Statera scheut sich nicht, die Frage zu stellen: Wer attackiert Gotti, um den Papst zu treffen? Und er gibt mögliche Antworten (wir enthalten uns wieder eines Kommentars): La massoneria … Quella nazionale? Quella internazionale? Quella laico-cattolica di Gelli e di Bisignani, che oggi di fatto governa da palazzo Chigi? Und er enthüllt weiteres über den Bankier Seiner Heiligkeit, den Mann aus Piacenza, „exSantander dell´opusdeista Emilio Botin“ und „teorica incarnazione del compromesso del mondo cattolico incarnato dal nuovo Papa col capitalismo“ und „turboliberista papista“, welcher „propugna l´iperliberismo“. (immer laut la Repubblica, 22.9.2010, S. 15) Wer das nicht versteht, dem wird es beim Jüngsten Gericht ausführlich erklärt werden.

Hintergrund: Dem Corriere della Sera vom 22.9.2010 (Seiten 8 und 9, besonders dem Beitrag „L´era dei segreti sotto il regno di Marcinkus, ,banchiere di Dio´, von Goffredo Buccini) entnehmen wir, dass das Istituto per le Opere Religiose IOR Nachfolger der von Papst Leo XIII. 1887 gegründeten Kommission Ad Pias Causas, für fromme Zwecke, ist. Pius XI. vertraute die Kommission dem Laienfachmann Bernardino Nogara (nicht zu verwechseln mit dem reichen und weisen messer Bernardo d´Ascesi, dem ersten Gefolgsmann des hl. Franziskus) an, der die Bedingung stellte, dass er bei jeder Geldanlage „frei von religiösen und doktrinären Erwägungen“ sein müsse. Pius XII. wandelte (dies teilt Alberto Statera in den „Repubblica“ vom 23.9.2010 mit, und von hier ab mischen wir die Informationen Stateras mit denen Buccinis) die Kommission 1942 in eine Bank um. Den Nutzen sollten vatikanische Stellen, Bischofskonferenzen, Diözesen, Pfarreien, Orden, Priester und Ordensleute haben. Es kam aber anders. Nicht sie, sondern andere profitierten: die Freunde und die Freunde der Freunde der beauftragten Manager, jedenfalls in den siebziger und achtziger Jahren bis heute.

Das IOR wurde 1971 bis 1989 von dem Lebemann Paul Marcinkus aus Chicago verwaltet, einem Kardinal, der sich die Sympathien von Papst Montini und später auch Wojtylas erworben hatte. Unter ihm begann die Ära dunkler Geschäfte, um nur folgende Namen und Fakten zu nennen: der sizilianische Bankier Michele Sindona, der Zusammenbruch des Banco Ambrosiano unter dem „Bankier Gottes“ Roberto Calvi, welcher dem Vatikan zahlreiche treue Dienste leistete, marxistische Bewegungen in Mittel- und Südamerika bekämpfte und einem Ritualmord unter der Schwarze-Brüder-Brücke in London zum Opfer fiel, die Unterstützung für Noriega von Panama sowie die Gegner der Sandinisten in Nicaragua, Tangentopoli, die Corleonesi von Totò Riina, P2, die Magliana-Bande (an anderer Stelle und in dem Buch „Christen, seid alle eins!“ berichten wir über den Fall der verschwundenen Emmanuela Orlandi). Von Marcinkus ist das geflügelte Wort überliefert: „Die Kirche regiert man nicht mit dem Avemaria“. Als Marcinkus dann wegen der Skandale ins Exil nach Arizona geschickt wird, ersetzt man ihn durch den „galantuomo“ (an anderer Stelle mehr über diese Bruderschaft) Angelo Caloia. Auf ihn folgt ein Mann, der Papst Ratzinger bei der Enzyklika „Caritas in veritate“ beraten hat, nämlich der jetzige Boss Gotti Tedeschi.

Alberto Statera macht in seinem dreiseitigen Beitrag „La banca di Dio – IOR, I segreti della cassaforte vaticana“ in der Beilage R2 der „Repubblica“ vom 23.9.2010 unter anderem auf den „Gentiluomo Seiner Heiligkeit“ Angelo Balducci, Protagonist des G8-Skandals, aufmerksam, der im Palazzo Chigi in der Abteilung von Gianni Letta residiert, zusammen mit seinem Faktotum Luigi Bisignani, der dasselbe Amt auch für P2-Chef Licio Gelli ausgeübt hat und über einen Spezialpass verfügt. Am Ende seiner Skandalliste finden wir den schönen Satz: „E, per finire, la cricca dei gentiluomini di Sua Santità, gonfi di ricchezze da nascondere perché ingiustificabili“. Soweit die herausragende Berichterstattung (in Deutschland unmöglich wegen des Medien- und Regierungsmonopols) von „la Repubblica“ und „Corriere della Sera“, denen wir erneut unsere höchste Anerkennung zollen.

Seltsam auch, dass die Anzeige bei der Unità di informazione finanziaria (Uif) der Bank von Italien vom IOR-Consigliere Giovanni De Censi erstattet worden ist. Dessen Bank Credito artigiano hatte schon im April das IOR-Konto sperren lassen wollen, wie Ignazio Ingrao in der Zeitschrift „Panorama“ mitteilt. Und IOR-Direktor Cipriani wusste, dass alle IOR-Konten bei anderen Banken von der römischen Staatsanwaltschaft überwacht wurden. (Panorama, 30.9.2010, S. 86) Der Credito artigiano war vom IOR nach der Sperrung der Konten beauftragt worden, der Bank JP Morgan in Frankfurt 20 Millionen Euro und der Banca del Fucino in Rom drei Millionen zu überweisen. (Corriere della Sera, 27.9.2010, Lo IOR vuole chiudere i 13 conti correnti laici. IOR, il Papa riceve Gotti Tedeschi: “Un segno di stima e di fiducia”. Dopo l´Angelus l´incontro con il banchiere indagato per riciclaggio)

Wir selbst weisen noch auf ein merkwürdiges Zusammentreffen zweier Dinge bei den „gentiluomini“ hin, dürfen aber nichts darüber schreiben.

Es gibt sicher viel Literatur über die ganze Angelegenheit. Wir selbst können nicht alles lesen und können nur drei Bücher erwähnen, die wir selbst besitzen:

Leo Sisti, Gianfranco Modolo: Il Banco paga. Roberto Calvi e l´avventura dell´Ambrosiano. Arnoldo Mondadori Editore, Milano. 1982. 220 Seiten. 9.500 Lire.

Michele d´Arcangelo e Tito Livio Ricci: Nel nome della “P.2”. Edizioni Nuova Italia, Milano. 1993. 800 Seiten. 48.000 Lire.

Manfred Adler: Die Freimaurer und der Vatikan. Verlag Claus P. Clausen, Lippstadt, 1985. 196 Seiten.

Ratzinger stellt Missbrauchsopfer neben Märtyrer und spricht von Reinigung. Scheinheiliger geht es nicht. Apostel der letzten Zeiten warnen alle Schuldigen
“Il Papa e le vittime dei pedofili. “Dolore per i crimini indicibili”. Benedetto XVI incontra 5 di loro. E li accosta ai martiri cristiani.” (Corriere della Sera, 19.9.2010) Man muss es zweimal lesen, um es glauben zu können. Ratzinger betrachtet die „Schande und Demütigung“ als eine „Strafe für die Kirche“ und lädt ein, dafür zu beten, dass diese Strafe zu einer „Reinigung“ und „Erneuerung“ der Kirche führt. Scheinheiliger geht es nicht! Benedikt XVI. weigert sich, die Kinderschänder aus der katholischen Kirche auszuschließen, und stiehlt uns die Formulierungen „Reinigung und Erneuerung, die wir in unserem Buch „Christen seid alle eins! 3. Reformation von A bis Z“ aufgestellt haben! Und ein solcher Dulder der Pädophilen in der Kirche wagt es, folgende Gedanken auszusprechen (beim Jüngsten Gericht wird das Hinterhältige daran entschleiert werden):

„Non che il Papa equipari vittime die pedofili e martiri, sono sofferenze atroci ma diverse, però entrambe partecipano di quel ,mistero del prezioso sangue di Cristo“ come il dolore dei „perseguitati“ e dei „malati“, degli „anziani“ e degli „handicappati“. (Corriere della Sera, Milano, Gian Guido Vecchi, 19.9.2010, pag. 2)

Die Apostel der letzten Zeiten warnen erneut alle Schuldigen. Kinderschänder sind vor Gott und allen anständigen Menschen die schlimmsten Verbrecher, und ihnen sowie jenen, die Pädophilie toleriert oder begünstigt haben, wird es im Jenseits schlimmer ergehen als jenen, die aus politischem oder religiösem Fanatismus Christen blutig verfolgt haben. Wie es den Christenverfolgern ergangen ist und ergehen wird? Dies lese man zum Beispiel nach bei Lactantius in „De Mortibus Persecutorum“. Hier ein paar Beispiele aus dem Buch von Firmino Lattanzio: La morte dei persecutori, Edizioni Paoline, 1967):

Decio: “Bestia esecrabile ... giacque spogliato e nudo in preda degli uccelli e delle belve rapaci: giusta vendetta che si conveniva a un nemico di Dio.” (pag. 43)

Diocleziano: “diventò pazzo.” (pag. 88)

Massimiliano Erculeo: „pendente al nodo di un´annosa trave / cercò la morte e vergognosa fine.” (Eneide XII, 603; Lattanzio 135)

Galerio: “un´ulcera maligna che lo aveva colpito nella parte inferiore dei genitali e che si allargava sempre più. Il fetore insopportabile si estende non solo al palazzo, ma a tutta la città. Il corpo è consumato dai vermi e come decomposto e disciolto tra dolori indicibili.” (pag. 141ff, vgl. Dantes “Inferno” und den vor wenigen Jahren erschienenen Kriminalroman von Matthew Pearl „The Dante Club“ (New York Times Bestseller), in dem Maden vier Tage lang einen Lebenden auffressen.)

Vergleiche auch den Roman “Jedem nach seinen Taten” von Vicente F. Delmonte, wo die römischen Kaiser im Zirkus der Unterwelt “Malum et Circenses” auftreten, und zwar in der Arena, nicht auf der Tribüne.

“Pedofilia, mea culpa del Papa. Ratzinger in Gran Bretagna. Le scuse non bastano alle vittime. … Domandano “verità e giustizia. E accusano papa Ratzinger di continuare a negare le proprie responsabilità.” Soweit die römische Zeitung la Repubblica vom 17.9.2010 auf den Seiten 18 und 19. Korrespondent Enrico Franceschini zitiert dann die Gruppe Survivors Network of Those Abused by Priests mit den Sätzen: „È falso dire che i vertici della Chiesa non hanno vigilato abbastanza sui crimini sessuali commessi dai sacerdoti“, denn: „In realtà, i vertici della Chiesa sono stati molto attenti nel nascondere questi orrori e non nel prevenirli.“ Für Peter Saunders, Präsident der National Association for People Abused in Childhood (Napac) bedeuten die wiederholten Entschuldigungen des Vatikans „nichts“: „Wir wollen, dass der Papst, alle Informationen über pädophile Priester herausgibt und über das, was sie in irgendeinem Land der Welt gemacht haben.“ Die 63jährige Sue Cox erzählte voll Ekel, wie der Priester, der sie missbrauchte, „fett war und vor Schweiß, Whisky und Weihrauch stank“. Sie hat einen schlimmen Leidensweg hinter sich, wollte Selbstmord begehen, flüchtete sich in den Alkohol und mehr. Eine lobenswerte Reportage der „Repubblica“. Wenn es um die Aufklärung der ganzen Wahrheit geht, benötigt der informationshungrige Leser die ganze Bandbreite der Tageszeitungen von links bis rechts. Die Südwestpresse ergänzt: Demonstranten riefen dem Papst in London zu: „Schande über dich!“ (18.9.2010)

„Der Papst als Homo. Ein Beispiel eines solchen …-Beitrages beschreibt Dr. A. A.: … Im Rundfunkprogramm .. 28. März 2010 um 9 Uhr 30 eine Sendung „Welt Ahoi“ … Die Moderatorin sagt dem ,Monsignore´, er kenne den Papst wie kein zweiter, und zwar „VOM TURNEN, DUSCHEN, FÖNEN´, worauf der ,Monsignore´mit der üblichen ekelhaften Stimme noch ergänzt ,Haube aufsetzen´. … Der Gipfel der Hetze ist wohl, dass dem Heiligen Vater Homosexualität unterstellt wird, wenn vom Duschen mit seinem Fitnessberater gesprochen wird. …“ (Die Wahrheit, Rundbrief des Vereins Heimatmission, Nr. 79, August 2010, Hetzjagd auf die Kirche www.diewahrheit.com ) Wir ersparen uns jetzt noch einen Kommentar.

„Wenn das so weitergeht, fährt Papst Benedikt die Kirche an die Wand.“ Wegen dieses Satzes musste der Geistliche Direktor des Münchner Instituts zur Förderung des publizistischen Nachwuchses (ifp), Michael Broch (67), seinen Hut nehmen, und zwar auf bischöflichen Druck, genauer gesagt auf Druck der Deutschen Bischofskonferenz (mit Ausnahme von Kardinal Lehmann). Wir ärgern uns zwar häufig über falsche Behauptungen, die der katholische Rundfunkpfarrer und Pfarrer von Leonberg frühmorgens über SWR im Ländle verbreitet, geben dem Papstkritiker diesmal aber einen Pluspunkt. Der ifp-Aufsichtsratsvorsitzende, der Hörfunkdirektor des Südwestrundfunks, Bernhard Hermann, sprach von gnadenlosen Oberhirten. (Südwestpresse 14.8.2010 S. 1 und 3) Vorgänger oder einer der Vorgänger Brochs war der Südtiroler Josef Innerhofer vom Kath. Sonntagsblatt Bozen. Zu den Absolventen der renommierten Journalistenschule zählen Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung, Bettina Schausten, Leiterin des ZDF-Hauptstadtbüros sowie Fernsehgötze Thomas Gottschalk. – In der Südwestpresse kommentierte Bettina Wieselmann: „Durch die unsäglichen Missbrauchsskandale immer noch schwer angeschlagen, verharrt die Mehrheit der Bischöfe, wenn es darauf ankommt, lieber in ihrer Wagenburg und senkt den Daumen. Von Lernprozess keine Spur.“

Der Vatikan hat den Rücktritt zweier irischer Weihbischöfe wegen der Vertuschung von Missbrauchsfällen abgelehnt. Dies hatte der Erzbischof von Dublin, Diarmuid Martin, verlangt. (Dolomiten 12.8.2010 APA/apn)

Gesamter Priesterstand beschädigt. Bischof Zollitsch gab zu: “Das sündige und verabscheuungswürdige Verhalten einiger Priester hat den ganzen Beruf in der öffentlichen Wahrnehmung erfasst.” (Dolomiten 7.8.2010) Es gibt nur einen Ausweg: Die Übeltäter ausschließen! Solange das nicht erfolgt, bleibt der Ruf der Priester und Mönche befleckt. In der Bundesrepublik Deutschland gab es (vermutlich im vergangenen Jahr) nur noch 150 Neubewerbungen für den Priesterberuf.

Cerchi „Vaticano“ su Google, esce „pedofilo“; beffa sui resultati del motore di ricerca. (www.repubblica.it 17 luglio 2010) Vielleicht Maradonas und Luis Fabianos „Hand Gottes“ ...

Korruptionsskandal um den römischen Bauunternehmer Diego Anemone. Die Staatsanwaltschaft von Perugia warf dem früheren Leiter der Missionskongregation „Propaganda Fide“ (Kongegration für die Evangelisierung der Völker), Kardinal Crescenzio Sepe, jetzt Erzbischof von Neapel, Korruption vor. Die Kongregation soll ein Immobilienvermögen von neun Milliarden Euro besitzen. (Dolomiten 29.6.2010 Aldo Parmeggiani)

Kindesmissbrauch: Papst solidarisch mit belgischen Bischöfen. Diese waren bei einer Vollversammlung in Brüssel von der Staatsanwaltschaft für neun Stunden festgesetzt worden. Vertrauliche Unterlagen wurden beschlagnahmt und die Gräber von zwei Kardinälen (vermutlich in der Kathedrale von Mechelen) aufgebrochen. (Dolomiten 28.6.2010 APA)

Aufgepasst! „Eine .. Erkenntnis aufmerksamer Gesellschaftsbeobachter dürfte sein, dass die schlimmsten Schwulenfeinde oft selber homophil sind, um es mit einem altbackenen Begriff zu umschreiben.“ (Südwestpresse 25.5.2010 dpa Gregor Tholl)

„50 Prozent der Priester hätten irgendwann ein sexuelles Verhältnis…“ siehe am Schluss des Artikels über den Zölibat.

“Die größte Verfolgung der Kirche kommt nicht von äußeren Feinden. Sie wurde von den Sünden innerhalb der Kirche geboren”, sagte Benedikt XVI. am 11. Mai auf dem Flug nach Portugal (NWZ, 12.5.2010), wo er das Marienheiligtum Fatima besuchte.

A . Sodano soll als Kardinalstatssekretär die Ermittlungen gegen den früheren Wiener Erzbischof Kardinal Hans Hermann Groer behindert haben, sagte der Wiener Erzbischof Christoph Schönborn laut “Il Giornale”. (Dolomiten 10.5.2010 APA)

Rücktrittsserie hoher Würdenträger. Ernesto Galli della Loggia zählt im “Corriere della Sera” auf: der Bischof von Brügge (Roger Vangheluwe); jener von Kildare und Leighlin, der Bischof von Augsburg, der norwegische Bischof Muller und Monsignore John Magee, ehemaliger Sekretär mehrerer Päpste. Der Kommentator sieht darin eine Selbstreform der Kirche und ein Verdienst Ratzingers, den er mit der Wortschöpfung “Der Ratzinger-Kodex” (Il Codice Ratzinger) für seine Behändlung pädophiler Priester rühmt. (26.4.2010, S. 1) Zum Rücktritt von Mixa teilt Vatikanist Aldo Parmeggiani mit: “Ein katholischer Bischof … bleibt auch nach seinem Rücktritt weiter Bischof der katholischen Kirche.” (Dolomiten 24.4.2010) Viel Geschrei um wenig Wolle, sagt man irgendwo.

“Ein Priester darf nicht verführen”. Traurig, wenn ein Kardinal junge Geistliche aus begründetem Anlass derart ermahnen muss. (Dionigi Tettamanzi, laut la Repubblica, Mailänder Ausgabe, 21.4.2010, Seite VII)

Bischof John C. Favalora von Miami musste zurücktreten , weil er pädophile Priester gedeckt hatte. (la Repubblica, 21.4.2010, S. 14 und 15)

Benedikt XVI. traf auf Malta 8 Missbrauchsopfer, wobei er “Scham und Schmerz” empfand. (la Repubblica, 19.4.2010, Il pianto di Ratzinger davanti alle vittime)

Cardinale Camillo Ruini: “C`è una volontà pervivace di colpire Ratzinger”. (la Repubblica, 15.4.2010, pag. 3)

Wütende Proteste der Homosexuellen gegen Kardinal Bertones Worte über Verbindung zwischen Homosexualität und Pädophilie. „I pedofili come gli omosessuali“ e su Bertone si scatena l´ira dei gay. Dopo il discorso in Cile. L´Osservatore Romano censura il segretario di Stato. Bertone: „molti“ studiosi hanno dimostrato un legame „tra omosessualità e pedofilia“. (la Repubblica, 14.4.2010, pag. 14, www.repubblica.it ) Eine Statistik, wie viele Täter und Opfer männlich sind, dürfte doch wohl die Wahrheit ans Licht bringen. – Am 14.4.2010 hieß es aus dem Vatikan: Bertone sprach von der Kirche. Er meinte nicht die Weltbevölkerung. www.corriere.it

Vatikan verschärft Maßnahmen gegen pädophile Priester. Bisher war die von Ratzinger vorgelegte Unterweisung „De delictis gravioribus“ gültig, die von Papst Wojtyla als „Motu proprio“ vorgeschrieben wurde. Jetzt gibt es einen neuen Leitfaden für den Umgang der Kirche mit pädophilen Priestern. Darüber berichtet der Corriere della Sera vom 13.4.2010: Chiesa, la “guida” anti pedofilia. Il testo è stato pubblicato, in inglese, sia sul sito internet della Santa Sede sia sul nuovo blog vaticano www.visnews.org. Vescovi e superiori religiosi devono denunciare gli abusi.... l´istruzione De delictis gravioribus – firmata il 18 maggio 2001 dall´allora cardinale Ratzinger – per attuare un Motu proprio di Papa Wojtyla ... C`è un altra novità: nei casi “particolarmente gravi” o “con prove schiaccianti” il Papa può spretare il pedofilo “ex officio”, senza processo, oppure concedere su richiesta dei colpevoli la riduzione allo stato laico “per il bene della Chiesa”. - Parole “completamente estranee al magistero della Chiesa” che “offendono il popolo ebraico ...” frasi di monsignor Babini ... (Corriere della Sera, 13.4.2010, pag. 29, Gian Guido Vecchi) Wozu eigentlich noch eine Verschärfung 2010, wenn es schon 2001 eine Verschärfung gegeben hat? Denn in einem nicht gezeichneten Beitrag der „Dolomiten“ heißt es: „Das innerkirchliche Verfahren hat sich mit ,De delictis gravioribus´ sogar verschärft: Die Zuweisung an die Glaubenskongregation unterstreicht, wie ernst der Vatikan die Missbrauchsfälle nimmt.“ (20.3.2010, S. 4) Kommentar überflüssig. Dasselbe gilt für einen Bericht des Vatikan-Korrespondenten aldo Parmeggiani: „Noch nie wurden so viele, klare verurteilende Worte über den Missbrauch von Kindern in der katholischen Kirche gesprochen oder geschrieben, wie von Papst Benedikt XVI. beziehungsweise von Kardinal Joseph Ratzinger. (Dolomiten, 10.4.2010)

Il Papa e i Legionari di Cristo. Indagine. Fondata 1941. Dopo la morte del loro fondatore, padre Marcial Maciel Degollado, che si è reso colpevoli di decine e decine di abusi sessuali su minori e di una vera e propria doppia vita fatta di donne e figli ... I dirigenti attuali della Legione sono stati per decenni a fianco del fondatore ... “visita apostolica” ... cinque cescovi “visitatori” ... ha abusato di decine e decine di seminaristi e, forse, anche di un suo figlio. (Corriere della Sera, 13.4.2010, pag. 29, M. Antonietta Calabrò) Angelo Sodano unter Beschuss. La rivista cottolica indipendente National Catholic Reporter parlava di legami fra Sodano e padre Marcial Maciel. “C´è un cardinale la cui testa dovrebbe rotolare” : Sodano – si legge su America, la rivista dei gesuiti Usa ... padre Maciel fu protetto per tanti anni a Roma”. (la Repubblica, 14.4.2010, pag. 15) Die US-Zeitschrift klagte außer Sodano auch den Präfekten Eduardo Martinez Somalo sowie Wojtylas persönlichen Sekretär Stanislaw Dziwisz an. (la Repubblica, 21.4.2010) Schon früher war bekannt geworden, dass JohannesPaul II. von Missbrauchsfällen nie etwas hatte wissen wollen, das heißt er hatte bewusst Augen und Ohren verschlossen. Und so ein Papst soll heilig gesprochen werden?

Wer hat den Mut, diesen heuchlerischen Papst, der als Zentralfigur die weltweiten Missbrauchsfälle vertuscht und damit den Ruin der römisch-katholischen Amtskirche bewirkt hat, am Sonntag auf dem Petersplatz auszupfeifen? (10.4.2010 etika.com)

„Ins Zentrum der Weltkirche“ trifft laut „Die Zeit“ der Skandal um den Missbrauch von Menschen, um Macht und Vertrauen. Wir zitieren aus dem Artikel von Patrik Schwarz „Die Kirche teilt aus“ auf Seite 1 der Ausgabe vom 8.4.2010 mit dem Untertitel „Der Vatikan will von Fehlern wenig wissen und kritisiert seine Kritiker. Er sollte lieber personelle Konsequenzen ziehen“: Als „albern“, „unfair“, „nachgeplappert“ bezeichnete der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal William J. Levada, Berichte der New York Times über den Fall Lawrence Murphy. … Und als „falsch und verleumderisch“ attackierte der Chefankläger des Vatikans, Charles Scicluna, die Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung über die Verstrickung des damaligen Erzbischofs Joseph Ratzinger in einen Fall von Vertuschung in München. Weltkirche gegen Weltpresse – zwei Sorten Weltgewissen prallen aufeinander … Die Wut verblüfft, weil die Kirche seit Jahrhunderten darin geübt ist, in sich zu ruhen. … Über der Maßlosigkeit der Reaktion ist die Kirche in Gefahr, ihre Mitte zu verlieren. … Die Kirche kann nicht geistliche und politische Autorität beanspruchen, solange sie die Vergewaltiger und die Vertuscher schützt. … Auf S. 4: Bertone trug die Hauptverantwortung dafür, dass der Fall Murphy nicht weiterverfolgt wurde. …Als Ratzingers Sekretär hatte er sich … dafür verwandt, auf ein innerkirchliches Verfahren gegen Murphy zu verzichten … (Die Zeit)

„Die Schandtaten der Kirche“ prangerten die selbst ernannten Wochenendanarchisten der Punk-Band „Sick of Society“ in ihrem Song „The Gap“ bei einem Konzert in der Geislinger Seemühle an. In einem anderen Song hielten sie einen Fachvortrag über Intimhygiene. (NWZ 7.4.2010, S. 19) Soweit haben es die Sex-Verbrecher in der Kirche gebracht. Nicht sie werden verhöhnt, sondern die heilige Kirche.

Ratzinger und Sodano: Geschwätz. Zu Beginn der vom Papst gefeierten Ostermesse sagte Angelo Sodano, Dekan des Kardinalskollegs, das „Volk Gottes“ lasse sich nicht vom „Geschwätz des Augenblicks“ beeindrucken. Er begrüßte Ratzinger als „makellosen Fels“ der Kirche. Benedikt selbst hatte am Palmsonntag die Christen dazu aufgefordert, „sich nicht vom Geschwätz der vorherrschenden  Meinung einschüchtern zu lassen“. L´Osservatore Romano nannte die Missbrauchsdebatte „grobe Propaganda gegen den Papst und die Katholiken“. (NWZ 6.4.2010) Lügner und Verharmloser von Verbrechen im Vatikan, Gott wird Euch strafen!

Cantalamessa: Wie Antisemitismus. Aus „Sonntag aktuell“ (Stuttgart, 4.4.2010, dpa): „Papst-Prediger Raniero Cantalamessa hatte am Karfreitag im Beisein von Benedikt XVI. aus dem Brief eines jüdischen Freundes zitiert:“Die Stereotypen und das Verschieben persönlicher Verantwortung und Schuld hin zu einer kollektiven Schuld erinnert mich an beschämendste Aspekte des Antisemitismus.“ Der Vatikan distanzierte sich von dem Vergleich.“

Der Fehlbare. Die gescheiterte Mission des Joseph Ratzinger. Spiegel“-Titelgeschichte Nr. 14, 3.4.2010. Wir zitieren einige brisante Stellen: In den USA rund 12 000 Missbrauchsfälle. „Der Papst ignoriert das Leid der Opfer. Taten, nicht bloß Worte sind gefragt“, sagt deren Sprecher David Clohessy. - … die säkulare Welt steht diesem Intellektuellen-Papst bestenfalls gleichgültig gegenüber, wenn nicht gar feindlich. – Der Rest der Welt, geschockt vom Ausmaß der Missbrauchsfälle … Schon sind erste Rufe zu vernehmen, Benedikt möge … zurücktreten. In der italienischen Zeitschrift „Micro-Mega“ formulierte der Priester Don Paolo Farinella (für Ratzinger): „… Ich werde mich in ein Kloster zurückziehen und die Tage, die mir bleiben, Buße tun für mein Versagen als Priester und Papst.“- Coelestin V. …, der im 13. Jahrhundert zurücktrat … Spiegel-Umfrage: 73 % der Befragten sind der Ansicht, dass der Papst nicht angemessen mit den Missbrauchsfällen … umgeht. … bislang ist Joseph Ratzinger eher ein Schrebergärtner im Weinberg …, keiner, der unfruchtbare Rebstöcke herausreißt. … wirkt sein Handeln wie notgedrungen. … In Online-foren … Verachtung über die Kirche. … „dass der Vatikan, wenn überhaupt, nur eines bedauert: dass die Priester erwischt wurden.“ „Die Institution Kirche ist ein moralisch verkommener Verein alter Männer.“ … Der Papst aber, dieser eulenäugige akte Mann mit der hohen Stimme … Fall Murphy … Streng nach Kirchenrecht (Anmerkung: nicht nach göttlichem Recht) war das Vergehen damit (nach 20 Jahren) bereits verjährt. … Als Präfekt der Glaubenskongregation hatte Ratzinger 2001 Johannes Paul II. zu jenem „Motu Proprio“ gedrängt, in dem die Kirche verpflichtet wurde, alle Missbrauchsfälle an die römische Zentrale zu melden und dort zu verhandeln. Kritiker sahen darin einen Versuch, die Skandale im Vatikan unter Kontrolle zu behalten und in aller Diskretion abzuwickeln … Von nun an liefen alle Dossiers über pädophile Geistliche über den Schreibtisch von Joseph Ratzinger. Niemand in der Weltkirche hatte einen besseren Überblick, wie es in den Seminaren und katholischen Instituten tatsächlich aussah. … Alptraum … an dessen Ende die Aufforderung an den Papst stehen könnte, sich wegen der Missbrauchsvorwürfe vor einem weltlichen Gericht zu verantworten. … Johannes Paul II. hatte (dem pädophilen Gründer der Legionäre Christi, der war „wie ein Borgia-Papst … mehrere Kinder gezeugt und missbraucht“) Marcial Maciel Degollado noch 2001 eine Festmesse auf dem Petersplatz gewidmet. … Kardinäle Law und Mahony … Dahinter mag der weitverbreitete Glaube an die Therapierbarkeit von Sexualstraftätern gestanden haben. … wer den Papst angreift, dem ist dies vom Teufel eingeflüstert, behauptet Padre Gabriele Amorth, Exorzist im Vatikan. (Danke der „Spiegel“-Redaktion für die aufklärenden Artikel, ebenso allen anderen Zeitungen!)

„Christ sein in der Welt. Frohe Ostern? Es sieht nicht danach aus. Stumm geworden, haben sich die engsten Mitarbeiter von Jesus Christus nach den jüngsten Ereignissen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen: Wer weiß schon, wozu die Leute noch bereit sind? Vorsichtshalber werden bei Zusammenkünften die Türen fest verriegelt. Was tun? Und wen trifft es als Nächsten? Diese kirchliche Urszene ist am .. Ostersonntag knapp zweitausend Jahre alt. … Dietrich Bonhoeffer … hatte Grund, von seiner Kirche enttäuscht zu sein. … Ähnliche Gedanken hat sich … Heinrich Böll gemacht, als er kurz vor seinem Tod aus der Kirche austrat. Zur Kommunion ging er weiter, denn er wollte unterschieden wissen zwischen dem Körper der Kirche, den er in der Gemeinschaft fand, und der Körperschaft als rechtlicher Institution. Bölls einzige Orientierung blieb Christus. … Gerne zitierte er Theresa von Avila: „Schlaft nicht, es gibt keinen Frieden auf Erden.“ (Mirko Weber, Leitartikel der Stuttgarter Zeitung vom 3.4.2010)

Kindesmissbrauch Spucke im Angesicht Gottes.
Herausragender Leitartikel in der Süddeutschen Zeitung von Heribert Prantl am 1.4.2010, S. 4: Wir zitieren: „Die nationalen und die globalen Missbrauchsskandale haben ein Grundvertrauen in ein Grundmisstrauen verwandelt.  … Nicht nur eine Vielzahl von Priestern hat gesündigt, sondern die Institution als solche hat gefehlt – weil sie das Leid der Opfer zu lange verdrängt, weil sie erst geschwiegen und dann abgewimmelt hat. Die katholische Kirche ist in einer Systemkrise. … In der Kirche gibt es keine Vertrauensfrage. Gäbe es sie, die katholische Kirche würde ein höllisches Desaster erleben. …Der Missbrauch ist ein doppelter: Die Priester missbrauchen ihre Opfer und sie missbrauchen die Aura des Vertrauens, die ihnen gegeben ist. „Haupt voll Blut und Wunden“, eingedeutscht von Paul Gerhardt im Jahr 1656, gesungen von allen Konfessionen  … vierte Strophe … „Schaut her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat.“ … Ist es denn nicht die Kirche selbst, „die Zorn verdienet“ hat?  Weil sie den tausendfachen sexuellen Missbruach Minderjähriger durch Priester so lange verheimlicht und verharmlost hat; weil sie … immer noch glaubt, sie müsse sich nur ducken, bis der Sturm vorübergeht … Sexueller Missbrauch ist Marter, sexueller Missbrauch ist Schändung. Die Missbrauchsskandale sind die Dornen in der Dornenkrone. Sie sind die Spucke im Angesicht dessen, den die Christen als Gott verehren. Die Kirche muss also mit sich selbst ins Gericht gehen. Sie muss sich selbst schuldig bekennen …“ (Bravo, Heribert Prantl, wobei natürlich immer zwischen Amtskirche und heiliger Kirche zu unterscheiden ist)

·       Wer solchen Verbrechern noch die Treue hält, schließt sich selbst aus der wahren Kirche Christi, der Kirche des Evangeliums aus. Apostel der letzten Zeiten, 2.4.2010

Vatikan AG. Das Buch des italienischen Journalisten Gianluigi Nuzzi: Vatikan AG, Ecowin Verlag, Salzburg, 356 Seiten, ca. 22 Euro, macht deutlich, dass die Vatikanbank hinter neun Meter dicken Mauern einige Milliarden Euro an Kundengeldern und eigenen Mitteln verwaltet. Dazu heißt es in der NWZ vom 31.3.2010 unter dem Titel „Verschwiegene Geschäfte“: „Was mehr als genug wäre, um deutschen Missbrauchsopfern halbwegs angemessene Entschädigungen zu zahlen.“

Preti pedofili, sapeva anche papa Paolo VI. Lettera del 1963 indirizzato all´allora Pontefice. Lettera inviata dal reverendo Gerard M. C. Fitzgerald. Repubblica.it, 1.4.2010

Mit einem „Großreinemachen“ müsse die katholische Kirche in aller Welt verlorenes Vertrauen zurückgewinnen, sagte Kurienkardinal Kasper. Der Weg der Erneuerung sei unumkehrbar. Im „Corriere della Sera“ nahm er Papst Benedikt vor Kritik in Schutz, zu lange zu den Skandalen geschwiegen zu haben. (Sonntag aktuell, Stuttgart, 28.3.2010, S. 1)

El Vaticano ignoró abusos continuados de otro cura. Ruggero Conti fue denunciado sin éxito ante la Santa Sede. El sacerdote Ruggero Conti, de 56 años, procesado y arrestado por prostitución de menores y violencia sexual continuada ... fue protegido y encubierto durante años por las más altas autoridades vaticanas, que desoyeron las denuncias de las víctimas. (Anmerkung ETIKA: vor allem auch Papst Wojtyla!) En 2007, Roberto Mirabile, presidente de la ONG italiana contra la pederastia El Caramelo Bueno, llevó al Vaticano un informe con testimonios de víctimas ... No obtuvo respuesta.” (El País, 27.3.2010, p. 30 y 31)

Der Bund der Brüder. Matthias Drobinski analysiert die Skandale in der katholischen Kirche auf einer ganzen Seite in der Wochenendbeilage der Süddeutschen Zeitung vom 27.3.2010 unter dem Titel „Mea culpa“. Wir sind nicht mit allem einverstanden, möchten aber folgendes gern zitieren: „Ein Erwachsener übt totale Macht aus über den Körper und die Seele eines Kindes – das allein ist furchtbar. Dass er es im Namen der Institution, der guten Sache, der Religion, gar Gottes tut, macht das Verbrechen unfassbar! Die Opfer durchbrechen nun die Spirale des Schweigens, die sie Jahrzehnte gefangen hielt, sie führen die katholische Kirche an den Rand des Abgrunds. Papst Benedikt XVI. selber ist verwoben in den Skandal … Die Kirche bräuchte eine Karwoche für sich selber: Das Alte leidet und stirbt, das Neue steigt aus dem Grab … Geradezu beiläufig kommt in den vielen Geschichten der Opfer zutage, wie sehr in diesem zölibatären Leben homo- und heterosexuelle Beziehungen eine Rolle spielen, wie es homosexuelle Netze gibt oder wie ein Pfarrer vom Kind des anderen weiß … Macht und Sexualität verbinden sich. Es verschwinden im Bund der Brüder die Maßstäbe, wenn augenscheinlich alles gleich sündig ist: das gebrochene Keuschheitsgelübde genauso wie die seelentötende Straftat. Der Bund der Brüder. Er zieht Männer an, die Liturgie, Gesang, das Weiche und die leise Töne mögen, Männer, die für andere da sein wollen.“ (Ausgezeichnet, Drobinski, für die mutigen Andeutungen, danke Süddeutsche Zeitung, für die ausführliche Berichterstattung. Es war richtig, von Anfang an viele Politikseiten zu machen unter großzügiger Verwendung von Agenturmeldungen. Wie dürftig ist hingegen die Berichterstattung der Neuen Zürcher Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen und anderer großer Blätter geworden, die vornehmlich oder ausschließlich eigene Berichte bringen.)

„Wenn er Rücktritte fordert von Bischöfen und konsequent vorginge, dann müsste er das auch von sich selbst fordern“, erklärte „Wir sind Kirche“ Österreich im Hinblick auf die Schuld von Papst Benedikt XVI. (Südwestpresse 27.3.2010)

Verbrechen an Gehörlosen in Milwaukee – Von Ratzinger unter den Teppich gekehrt. Die Südwestpresse berichtet: „Bereits 1996 soll … Ratzinger von einem Priester aus Milwaukee gewusst haben, der sich jahrelang an gehörlosen Buben vergangen haben soll. … New York Times … arbeitete der Priester Lawrence Murphy von 1950 an 24 Jahre lang in einer Schule für taubstumme Jungen. 1996 schrieb der Erzbischof von Milwaukee (Anmerkung: dort ist eine sehr starke deutsche Kolonie), Rembert Weakland, zwei Briefe an Ratzinger … Doch Ratzinger hüllte sich in Schweigen. … 200 Fälle …Auch andere hohe Vertreter des Vatikan, die informiert wurden, schlossen die Augen. … dass Ratzinger eine aktive Rolle bei der Unterdrückung der wahren Abläufe gespielt hat. Denn das Amtsenthebungsverfahren gegen Murphy (von Kardinal Bertone eingeleitet, wenn wir uns recht erinnern) wurde offenbar gestoppt, nachdem der Priester in einem Brief an den Kardinal gegen seine Entlassung protestierte. Auf Ratzingers Empfehlung hin soll das Verfahren dann eingestellt und Murphy in ein Erzbistum im Norden des Bundesstaats Wisconsin versetzt worden sein. …“ (Südwestpresse, 26.3.2010, S. 3, Peter de Thier) Insgesamt soll er (Lawrence Murphy) mehr als 200 Jungen missbraucht haben, teilweise im Beichtstuhl. … Die Kongregation sei eingeschaltet worden, weil Murphy beschuldigt worden sei, das Beichtsakrament verletzt zu haben, so Vatikansprecher Federico Lombardi.  Das Kirchenrecht empfehle, bei einem Urteil auch die Höchststrafe nicht auszuschließen, nämlich die Entlassung aus dem geistlichen Stand. (Süddeutsche Zeitung, 26.3.2010, S. 7)
"Quelle violenze nello sgabuzzino, il mio calvario con padre Murphy". Una delle vittime nell'istituto dei sordi: insabbiate le denunce. Il prete pedofilo pensava sempre a far sesso con i bambini. http://www.repubblica.it/esteri/2010/03/29/news/violenze_padre_murphy-2977284/

Ratzinger wird als der schleimende Papst, als Totengräber der römisch-katholischen Amtskirche und als Schutzpatron der Pädophilen in die Geschichte eingehen, aber schwerlich ins Himmelreich. Seine Doppelzüngigkeit als Theologe ist kaum zu überbieten. Jeder Katholik muss sich entscheiden, ob er dem Papst treu bleibt oder Gott. (christlicher Internet-Dienst etika.com, 26.3.2010) Wir verweisen auch auf diverse Stellungnahmen Ratzingers: „Die Wahrheit in der Welt sichtbar machen“; „Die Moral als solche lebt nicht“ – während Franziskus die Tugenden als seine Schwestern betrachtet; „Die großen Kirchen scheinen im Sterben zu liegen.“ Siehe die Stichworte doppelzüngig, Kirche, Moral, Sexualmoral in dem Artikel Der Glaubensabfall unter Papst Benedikt XVI. 

Letzte Absetzung eines Papstes Anno Domini 1046. “While there´s virtually no chance of the Pope himself brought down – the last time a Pontiff bowed out in disgrace was in 1046 (Gregory VI, for financial impropriety) – it is entirely possible the scandals will permanently sully his papacy.” (Time, 29.3.2010, page 16)

Papst wusste mehr. Der Schweizer Theologe Hans Küng hat Papst Benedikt XVI. vorgeworfen, wichtige Informationen über Missbrauchsfälle geheim gehalten zu haben. „Es gab in der ganzen katholischen Kirche keinen einzigen Mann, der so viel wusste über die Missbrauchsfälle, und zwar ex officio – von seinem Amt her“, sagte Küng im Schweizer Fernsehen. … Brief von 2001 … „Er kann doch nicht nur den Bischöfen den Zeigefinger machen – ihr habt das nicht genügend gemacht – er selber hat die Instruktionen gegeben – als Chef der Glaubenskongregation und auch als Papst wieder neu“, sagte Küng. (Frankfurter Rundschau, 25.3.2010, S. 4) Die Stuttgarter Zeitung ergänzte am folgenden Tag: „Ratzinger sei (so Küng) 24 Jahre lang in der Glaubenskongregation gewesen, wo seit langem alle Missbrauchsfälle zentralisiert sind, damit sie unter höchster Geheimhaltungsstufe unter der Decke gehalten werden können“. (StZ 26.3.2010, S. 6)

Das Vertrauen der Deutschen in den Papst und die katholische Kirche ist dramatisch gesunken. Nach einer Forsa-Umfrage für den Stern vertrauen nur noch 17 Prozent der Bürger der Kirche und 24 Prozent dem Papst. (Frankfurter Rundschau, 25.3.2010, S. 4)

Erinnerung an den BBC-Film: „Sex crimes and the Vatican“: „Ratzinger deckte pädophile Verbrechen weltweit.“
Die römische Zeitung „la Repubblica“ berichtete: „Inchiesta sui preti pedofili in forse sulla Rai il video Bbc. E ´l´Avvenire´ attacca: ,Infami calunnie´. L´Avvenire repsinge l´accusa ,rivolta a Joseph Ratzinger die essere stato niente meno che il responsabile massimo della copertura di crimini pedofili commessi da sacerdoti in varie parti del globo, in quanto ,garante´ per 20 anni – da quando fu nominato prefetto vaticano – del testo Crimen sollicitationis, che è un istruzione amanata in realtà dal Sant´Uffizio il 16 marzio 1962”. (la Repubblica, 20.5.2007) Ratzinger als der oberste Verantwortliche für die Vertuschung angeprangert, die italienische Bischofszeitung reagierte natürlich wütend.

Die Opfer-Vertreterin Maeve Lewis sagt über den Brief (Ratzingers): „Papst Benedikt XVI. hat eine glorreiche Möglichkeit verstreichen lassen, den Kernpunkt des kirchlichen Missbrauchsskandals anzusprechen: Die absichtliche Politik der katholischen Kirche bis in die höchsten Ebenen, Täter zu beschützen und damit Kinder zu gefährden.“ Andrew Madden, der 1995 eines der ersten Opfer war, die … gegen die Kirche rechtlich vorgingen. … Er habe darauf gewartet, dass der Papst sich für die Verdeckung der Straftaten entschuldigt. Dafür, dass überführte Priester nicht zur Polizei, sondern nur in eine andere Gemeinde geschickt wurden.“ (Südwestpresse, 22.3.2010, S. 3)

“Auffallend ist, dass sein Schuldeingeständnis vor dem Vatikan haltmacht. Es sei, darauf besteht er, die irische Kirche gewesen, die die bestehenden Normen nicht angewandt habe. Die in der vatikanischen Glaubenskongregation zuständigen Kurienmitglieder sind damit vom Vorwurf einer Mitverantwortung freigesprochen.“ Der emeritierte Theologieprofessor Hermann Häring aus Tübingen: Auch die persönliche Rolle Joseph Ratzingers als Präfekt der Glaubenskongregation werde ausgespart … (Südwestpresse, Ulm, 22.3.2010, S. 3, zum Hirtenbrief Ratzingers zum sexuellen Missbrauch)

Bertone: si vuole minare la fiducia nella Chiesa. Man will das Vertrauen in die Kirche untergraben.
Wenn der vatikanische Staatssekretär Tarcisio Bertone solches behauptet (Corriere della Sera, 17.3.2010, S. 23), so vergisst er zu sagen, dass eben die höchsten Vertreter der Kirche sich weigern, Kinderschänder zu exkommunizieren, und eben dadurch selbst das Vertrauen in die Kirche unterminieren. Sie stellen den ganzen Missbrauchsskandal so hin, als ob er ein Angriff auf den Papst sei, noch mehr: „Un´aggressione al Papa e alla democrazia“, wie es Senator Marcello Pera im „Corriere della Sera“ vom 17.3.2010, S. 23, tut. Der Papstkult ist offenbar noch längst nicht ausgestorben. Pera lobt die „Sauberkeit“ Ratzingers: „Benedetto XVI è reso inespugnable dalla sua immagine, la sua serenità, la sua limpidezza, fermezza e dottrina. Basta il suo sorriso mite per sbaragliare un esercito di avversari.“ Ja, der gewiefte Politiker (mehr wollen wir nicht sagen) stellt alles noch auf den Kopf: “Questa guerra al cristianesimo non sarebbe così pericolosa se i cristiani la capissero.“ Dieser Krieg gegen das Christentum, meint er, sei nicht so gefährlich, wenn die Christen die Sache verstehen würden.

„Legionari di Cristo, numerose testimonianze di abusi sessuali ai danni di seminaristi commessi dal fondatore Marcial Maciel Degollado ... morto nel 2008, prima che saltasse fuori pure un´amante e una figlia ... colui che i Legionari definiscono “Nostro Padre” (Corriere della Sera, 17.3.2010, pag. 23, Gian Guido Vecchi)

Eine Römer1,27-Organisation hat die römisch-katholische Kirche unterwandert, und das weltweit. Aufmerksame Beobachter des Vatikans und der Amtskirche haben das schon längst vermutet oder festgestellt. Das Ergebnis kann aber auch jeder Gläubige im Fehlen jeglicher Ermahnung zu einem sittlichen Leben sowie in vielen falschen Lehren erkennen, die verbreitet werden. Siehe: Das Schisma der Endzeit. Ein Nebenprodukt dieser Entwicklung ist das explosionsartige Ansteigen der Fälle von Kindesmissbrauch, die erst vertuscht worden sind und jetzt nach Möglichkeit verharmlost werden, indem niemand von der Höchststrafe für diese abscheulichsten aller Verbrechen spricht, sondern höchstens davon, dass die armen Täter – für uns sind sie  Scheusale - psychotherapeutische Hilfe brauchen. Sie nehmen diese natürlich dankbar an, denn so dumm sind sie auch wieder nicht  – und machen dann weiter mit ihrem diabolischen Treiben.

Wir sind nicht die einzigen, die die eingangs erwähnte Theorie vertreten. So erhielten wir am 11.2.2010 ein E-Mail folgenden Inhalts bezüglich dreier Päpste des 20. Jahrhunderts (die Namen lassen wir weg, weil wir ja keine Beweise haben):

„Was die Homosexualität von … betrifft, gibt es viele Indizien dazu. … soll nach Aussage eines Kardinals ebenfalls homosexuell gewesen sein. Was … betrifft, soll sein Leibarzt … sein Geliebter gewesen sein.“

Siehe auch das Stichwort Homosexuelle in dem Artikel Glaubensabfall unter Benedikt XVI.

Aufschlussreich sind auch die Ausführungen eines Mannes, der in den 60er-Jahren in einem Kloster bei Bozen von fünf Patres missbraucht und später homosexuell wurde. Er schrieb in der „Tageszeitung vom 13.3.2010:

„Ich habe … sehr oft nachgedacht, was der Begriff ,zum Priester berufen´ bedeutet … Ich möchte nun wirklich nicht behaupten, dass jeder, der in den vergangenen Jahrzehnten oder Jahrhunderten seine homosexuelle Neigung entdeckt hat, in den Orden eingetreten ist bzw. dazu aufgefordert wurde. Weil er eben dazu ,berufen´ war. Aber nachdenken darf und sollte man darüber. Das soll aber nicht heissen, dass es nur homosexuelle Priester in der Kirche gibt. Aber leider ist es zu oft passiert, dass sich Pfarrer oder Ordensleute an den jungen Ministranten bzw. Jugendlichen vergriffen haben … Und das nicht nur bei Jungs. Es gibt genügend Priester, die das weibliche Gesclecht bevorzugen und kleine Mädchen belästigen. Aber warum müssen es immer Kinder sein??? Vielleicht weil die sich nicht wehren können und weil man ihnen kaum Glauben schenkt, wenn mal was angezeigt wird.“

Ein erschütterndes Dokument, an dem auch die Befürworter des Zölibats nicht vorbeikommen, jedenfalls in dieser Endzeit, wo der Dämon Asmodai Milliarden Menschen in seinen Klauen hat.

Psychologen sollten sich einmal damit beschäftigen, ob es nicht für Römer1,27-Kleriker eine besondere Lust bedeuten könnte, normal empfindende Menschen mit unerfüllbaren Auflagen zu quälen. Zum Beispiel indem sie Eheleute, die unmöglich friedlich zusammenleben können, weil sie falsch geheiratet haben und absolut nicht zueinander passen, und die in ihrer Verzweiflung um eine Annullierung ihrer Ehe ansuchen, gnadenlos zur Fortdauer ihrer Ehehölle verdammen. Man erinnere sich an die Überschrift einer Zeitung zu den Vorfällen in Regensburg: “Sadistische Strafen verbunden mit sexueller Lust”. Dieser Gedanke könnte ein neues Licht auf die obersten Kirchenbehörden der vergangenen Jahrzehnte werfen, die sich bei Annullierungen zwar mancher Prominenter erbarmten, aber mit vielen Paaren in missglückten Ehen trotz berechtigter Gründe (Ehebruch usw., siehe ETIKA 3x9) kein Mitleid zeigten. Ratzinger hat den zuständigen Kommissionen mehrmals eingeschärft, streng vorzugehen – “außerst unbarmherzig” (Christen, seid alle eins!, 3. Reformation, 2008, www.bod.de S. 26). Welcher Wissenschaftler untersucht in diesem Zusammenhang gewisse Verfügungen von Papst Paul VI.? Wir verweisen auch auf das Kapitel “Thomas von Aquin und das vergessene dritte Motiv” in dem Buch “Himmels-Abc - Aktiv in Ewigkeit”, 2008, www.bod.de)

S. 158 “Die von Thomas von Aquin genannten zwei Motive reichen zur Erklärung der Sexualität nicht aus. Im Menschen ist mehr als der Arterhaltungstrieb und der Wunsch nach individuellem Lustempfinden. Das Geheimnis liegt im Zugeordnetsein auf einen bestimmten Partner des anderen Geschlechts, mit dem er eins werden will. Der Mann ist seelisch, geistig und körperlich zugeordnet auf eine Frau, die Frau auf einen Mann. Thomas von Aquin selbst zitiert in seiner Engellehre in der Summa Theologiae (60. Frage, 4. Artikel: Ist ein Engel in naturhafter Zuneigung dem anderen zugeneigt wie sich selbst?) Sirach 13,15: “Ein jedes Lebewesen ist einem sich ähnlichen zugeneigt.”

Massaker, Orgien, Teufelsbund. Nigerianische Moslems metzeln über 500 Christen mit Macheten nieder: Christenverfolgung … und gleichzeitig feiert die klerikale Römer1,27-Organisation im Vatikan Orgien! (Den früher verwendeten Begriff samt der Entschuldigung bei der … haben wir nach dem Urteil des Kassationsgerichtshofs ersetzt.) Zu dieser weltweit agierenden Bande kommt im Vatikan noch eine klerikale Satanisten-Clique; wir beziehen uns auf die in New York, Barcelona und Mailand erschienenen Bücher von mutigen, gottesfürchtigen Vatikan-Insidern, denen bis zum Jüngsten Gericht leider kaum jemand Glauben schenkt. Außerdem sei nicht unerwähnt, dass diese Bande bisher nur deshalb nicht aufgeflogen ist, weil sie schon seit Jahrzehnten von gewissen Päpsten und ihren Spießgesellen in Kirche und Welt gefördert und gedeckt worden ist und wird. Wer glaubt denn wirklich, dass es nur im Mittelalter überraschende Todesfälle von aufrechten Päpsten, Bischöfen, Priestern, Ordensleuten und Laien gegeben hat? Dies alles ist zu sehen vor dem Hintergrund, dass sich die Mächte der Finsternis natürlich mit allen Mitteln bemühen, dieses Zentrum der Christenheit unter ihre Kontrolle zu bringen. Erinnert sei an die Weissagung von La Salette, wonach dies den Bösen und dem Antichrist gelingt. (10.3.2010)

Sodom und Gomorrha im Vatikan. „Orgien mit jungen Priestern, bestellt bei einem Sänger des Petersdoms. Papst Benedikt XVI. bleibt nichts erspart.“ (Welt am Sonntag, 7.3.2010, S. 6) Dies und alles sehr witzig geschrieben von Andreas Englisch. Aus dem Inhalt: „… es ist nun einmal eine Tatsache, dass Staatsdiener junge Priester gegen Bezahlung für Homo-Orgien im Vatikan bestellten und erhielten. Paul VI. (Anmerkung: wie berichtet, unter Verdacht als H.) hatte im Jahr 1968 (!, Teufelsjahr) … eine Ehrengarde eingerichtet: Die „gentiluomini“ Seiner Heiligkeit, die „Ehrenmänner“ des Papstes, sollten sich auszeichnen, so schrieb der Papst damals in dem Motu Proprio (Pontificalis Domus) durch „besondere Schönheit ihrer Seele“ und die Begeisterung „für die Ehre des Herrn“… Auch der Generaldirektor für alle öffentlichen Bauaufträge in Italien, Angelo Balducci, 61, verheiratet mit .. und Vater der … , … arbeitete als Berater … der Kongregation für die Evangelisierung der Völker. Der nigerianische Tenor Chinedu Thomas Ehiem … nennt sich „Mike“ … singt im Chor des Petersdoms Capella Giulia … der Chor der „Sakrosankten päpstlichen Basilika von Sankt Peter“ … Statt darüber nachzudenken, wie er die Ehre des Herrn mehren könnte, meldete sich der „gentiluomo“ … am Telefon bei „Mike“ und bestellte regelmäßig, manchmal zweimal täglich, Priester zum Sex. Das Pech und die italienischen Carabinieri wollten es, dass diese Telefonate abgehört wurden, weil Balducci … auch im Verdacht der Korruption steht …. Auch ein gewisser Lorenzo Renzo … noch ist unklar, ob auch er junge Priester zur Prostitution anstiften wollte. (Ein wunderbarer Artikel über diesen Sex-Sumpf, danke „Welt am Sonntag“, danke Andreas Englisch und alle Journalisten, macht weiter so, entlarvt die Scheinheiligen!)

Vatikan im Kreuzfeuer

Die mächtigsten Medien der beiden christlichen Kernländer Italien und Deutschland nehmen derzeit den Vatikan in die Zange. Zeitlich abgesprochen? UDC-Präsident Rocco Buttiglione spricht davon, dass eine Aktion gegen die Kirche im Gang ist („una manovra per piegare la Chiesa“, Interview mit „la Repubblica, 10.2.2010, S. 6).

„Der Spiegel“ vom 8.2.2010, Nummer 6, geht mit seiner Titelgeschichte „Die Scheinheiligen – Die katholische Kirche und der Sex“ vor allem auf den Kindesmissbrauch durch Geistliche ein. Schon das Titelbild unterminiert jegliche Achtung vor Priestern und ist mit den Grundsätzen der Presseethik nicht zu vereinbaren. Denn es gibt ja auch viele gute Priester, doch allein dieses Bild erweckt beim Betrachter (nicht nur beim Leser, sondern auch bei den Millionen, die das Foto am Kiosk oder im Supermarkt sehen) Abscheu gegen alle katholischen Geistlichen. Ein wahrhaft diabolisches Bild.

Die ebenfalls liberale „la Repubblica“ hingegen nimmt den von „Giornale“-Chefredakteur Vittorio Feltri auf die Titelseiten gebrachten Fall Boffo sowie den Fall Emanuela Orlandi als Aufhänger für eine raffinierte Destabilisierung der römisch-katholischen Kirchenspitze. Man könnte ihren Feldzug aber vielleicht genauso als verdienstvolle Aufdeckung der Wahrheit sehen. Mit Schlagzeilen wie „Il veleno dei cardinali“ (das Gift der Kardinäle) oder „Quel vento della Santa Maldicenza tra fogli anonimi e falsi moralisti“ wird der Eindruck erweckt, dass verschiedene Cliquen mit allen unerlaubten Mitteln um die Macht kämpfen. Aber noch viel interessanter als die angeblichen und (etwa im „Corriere della Sera“ vom 10.2.2010, S. 5) von Papst Ratzinger dementierten Rivalitäten zwischen Staatssekretär Kardinal Tarcisio Bertone und „Osservatore Romano“-Direktor Giovanni Maria Vian (er soll im Auftrag Bertones Feltri Seiten aus den Gerichtsakten geschickt haben, was vehement abgestritten wird) einerseits und dem Präsidenten der italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Angelo Bagnasco sowie seinem Vorgänger Kardinal Camillo Ruini (er hatte Boffo auf seinen Posten als Chefredakteur der Bischofszeitung „Avvenire“ gehievt laut „Repubblica“ vom 10.2.2010, S. 7) andererseits sind die versteckten Informationen in den seitenlangen Hintergrundberichten. Da erfährt der staunende Katholik zum Beispiel:

·       „Ma senza riandare al Sodalitium pianum o ai libri di Peyrefitte, che negli anni ´70 evocò l´omosessualità di Paolo VI.“ („la Repubblica“, 5.2.2010, pag. 13; Anm.: wenn das unser guter Exorzist B. M. wüsste…!)

·       Oder der Fall der entführten Emanuela Orlandi. Da staunt der Laie Bauklötze, wenn er Stellen liest wie: „Antonio Mancini … Enrico De Pedis ... dopo aver provato, inutilmente, a uccidere il vicepresidente del Banco Ambrosiano Rosone, aver inviato foto compromettenti di Papa Wojtyla attraverso Licio Gelli, aver preso parte all´eliminazione di Roberto Calvi“. Journalisten müssen sich leider oft mit Andeutungen begnügen, auch wenn sie mehr oder alles wissen.

Das gilt natürlich auch für den Fall Boffo. Etliche Presseleute schreiben sich sozusagen die Finger wund über diesen Fall bzw. überschlagen sich beim Zeilenschinden, um das totzuschweigen, um das es eigentlich gegangen ist: dass nämlich Boffo eine Frau belästigt hat und deshalb vor Gericht einem Vergleich zugestimmt hat. Seine angebliche Homosexualität wurde allgemein dementiert, zuletzt auch von Feltri, nachdem einer seiner Mitarbeiter die Gerichtsakte eingesehen hatte. Trotzdem behauptet der Vatikan: „Una campagna contro il Papa“. (la Repubblica, 10.2.2010) Der „Corriere della Sera“ fasste am 10-2-2010 auf Seite 5 zusammen:

„L´attacco. Lo scorso 28 agosto Il Giornale di Vittorio Feltri pubblica la notizia di un patteggiamento per molestie del direttore di Avveniro Dino Boffo, insieme a una „informativa“, rivelatasi poi fasulla, sull´orientamiento sessuale del giornalista. Il 3 settembre Boffo si dimette, nonostante il sostegno manifestato dalla Cei.”

Ist die Belästigung einer Frau eines Chefredakteurs der Bischofszeitung würdig? Warum haben höchste Kirchenvertreter (der Papst eingeschlossen, wenn wir uns recht an die damaligen Radionachrichten erinnern) sich sofort hinter Boffo gestellt, obwohl damals alles noch nicht geprüft und genauso düster und neblig ausgesehen hat wie heute? Was war der Hintergrund der Belästigung? Dies wird bis heute verschwiegen.

Auch sonst wackeln die Mauern des Vatikan. Kinderschützer vernehmen mit (gelinde gesagt) Verwunderung, dass der 2003 aus dem Amt als Erzbischof von Boston gejagte Kardinal Bernard Law jetzt Erzpriester (Arciprete) der ruhmreichen römischen Basilika Santa Maria Maggiore geworden ist. Aber sie erinnern sich auch daran, wie Kardinal und Papst Ratzinger pädophile Priester stets geschont und nicht aus der Kirche ausgeschlossen hat. Seine jetzige Ankündigung, man werde Kinderschänder den weltlichen Gerichten übergeben, kommt da zu spät und wirkt wenig glaubwürdig. („Tolleranza zero“ per i preti pedofili. Benedetto XVI: condanna per chi viola i diritti dell´infanzia. So La Stampa, Torino, 9.2.2010, auf Seite 6) Er hätte ja viel mächtigere Mittel in der Hand, um diese Pest auszurotten.

Wer das Thema vertiefen will, lese täglich die italienischen Zeitungen im Internet (Links auf der Titelseite von www.etika.com). „la Repubblica“ erwähnt am 5. Februar auch die Bücher „I peccati del Vaticano“ von Rendina (Newton Compton) und „Vaticano spa“ von Nuzzi (Chiarelettere), das aus dem Archiv eines verstorbenen Monsignore der Vatikanbank IOR schöpft, sowie natürlich die im Kaos-Verlag erschienenen Werke der „Millenari“ und „Discepoli di verità“. Wie die Grundstimmung ist, geht aus den Worten eines eminenten Monsignore hervor, der kaum den Fuß in die „heiligen Paläste gesetzt hatte“, um dann sogleich auszurufen: „Qui per campare bene bisogna fare il morto.“ (la Repubblica, 5.2.2010, pag. 13 Filippo Ceccarelli)

Fehlt nur noch, dass jemand die Schublade … aufzieht – und ... (Informationsdienst etika.com, 10.2.2010, gekürzt)

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