ETIKA

FEGFEUER

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15.1.2005

95F21

Sieh uns arme Verlassene an

Bonaventur Meyer
PRO VERITATE
Holdermattstr. 8
CH-4632 Trimbach/Olten

"Sieh uns arme Verlassene an,
schaffe uns Linderung in unserem Schmerz!
... wer so im Dunklen sitzt, hat große Qual ... "

betteln Verstorbene in ihrem beklagenswerten Zustand Fredericke Hauffe an, wie der protestantische Arzt Dr. Justinus Kerner in seiner Schrift "Die Seherin von Prevost" berichtet.

Dr. Kerner weist auf die vielen Seelen hin, die nach ihrem Tod weder verdammt noch selig sind. Je nach der Reinheit ihres Gewissens wären sie in verschiedenen Stufen der Läuterung. (Wie das seit je katholischer Lehre entsprach...)

Niemals könnte die von Sündenschuld noch nicht ganz gereinigte Menschenseele Gott ertragen. Im Zustand der schweren Schuld wird sie selber vor Gottes unendlicher Majestät in die ewigen Abgründe der Hölle fliehen, weil sie Gottes Licht noch weniger ertragen kann als selbst furchtbarste Qualen der Hölle.

Gott vergibt dem Reuigen selbst die schwersten Sünden, für die er ewige Höllenstrafen verdient hat, doch muss er die Sündenstrafe verbüssen, wie es folgende Überlegung deutlich macht:

Wie Dr. Kerner in seiner 4. Sammlung der "Blätter von Prevost" aufführt, bedauert der protestantische Professor Kruse, dass Luther die Lehre vom Fegfeuer nicht aufgenommen hat. Der Ort der Reinigung wäre unabdingbar, wo es doch darum gehe, dass der Mensch doch nicht direkt von dem kleinlichen, von tausend Leidenschaften bewegten und befleckten Erdenleben in den Zustand einer unermesslichen Seligkeit gelangen könne.

Immer wieder bezeugen Verstorbene, die einzelnen Personen vom Jenseits aus erscheinen durften, dass keine Not und Qual auf Erden jener gleich käme, welche die Menschenseele am Ort der Läuterung durchstehen müsste, um in die ewige Herrlichkeit Gottes einzugehen.

Im Läuterungsort kann sich kein Verstorbener mehr selber helfen. Je nach Schwere seiner früheren Verfehlungen kann die Frist Wochen, Monate, Jahre, Jahrzehnte und selbst Jahrhunderte dauern. Im Ort dieser Qualen, den der grosse Dichter Dante Alighieri so erschütternd beschreibt, werden nach Gottes Anordnung die Fürbitte und das Opfer der Lebenden Linderung und Verkürzung der Leidenszeit verschaffen können.

(PRO VERITATE vermittelt Ihnen gerne ein entsprechendes Literaturverzeichnis.)

So bedeuten Gebet und Opfer für die lieben Verstorbenen für diese eine unschätzbare Hilfe, für uns aber bedeuten sie das Werk wahrster Nächstenliebe, von der ein grosser Segen auf uns zurückfliesst.

Welcher Art die Feuerqualen nur schon für geringfügige Verfehlungen sind und wie die Barmherzigkeit der Lebenden die Qual abkürzt, zeigt der Beitrag Die eingebrannte Hand von Foligno , dessen Zeugnis jedermann auch heute noch in Foligno nachprüfen kann.

PRO VERITATE, Holdermattstr. 8, CH-4632 Trimbach/Olten

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