ETIKA
95F4

FEGEFEUER

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31.7.2001

Hl. Catharina von Genua

Traktat über das Fegfeuer

 

Zitiert aus:

Ferdinand Holböck:
Die Theologin des Fegfeuers
Hl.
Catharina von Genua

Christiana-Verlag Stein am Rhein

152 Seiten

http://www.christiana.ch/

(S. 121) Kapitel XV

Da ich diese Dinge in göttlichem Lichte sah, kam mir das Verlangen, einen so gewaltigen Schrei auszustoßen, dass sich alle Menschen auf dieser Erde entsetzen würden, denn ich würde ihnen sagen:

O ihr Erbarmungswürdigen, die ihr euch in dieser Welt so blenden lasst, dass ihr für die so ungeheuer bedeutsame und wichtige Notwendigkeit, wie ihr sie einmal vorfinden werdet, keinerlei Vorkehrungen trefft! Ihr alle haltet euch gedeckt durch die Hoffnung auf Gottes Barmherzigkeit, von der ihr sagt, sie sei doch so groß. Aber seht ihr denn nicht, dass die so große Güte Gottes euch zum Gericht reichen wird, weil ihr gegen seinen Willen gehandelt habt? Gerade seine Güte müsste euch doch verpflichten, all das zu tun, was er will, und sollte in euch nicht die Hoffnung wecken, Böses (ungestraft) tun zu dürfen. Denn auch Gottes Gerechtigkeit kann nicht ausgeschaltet werden; ihr muß einmal in irgendeiner Weise vollkommen Genugtuung geleistet werden.

 

(S. 124) Kapitel XVII
Das Gefängnis, in welchem mir zu sein vorkommt, ist die Welt; die Fesseln sind der Leib.

 

(S. 126)

 Schließlich begreifen wir am Ende, dass Gott alles, was des Menschen ist, vernichtet und das Fegfeuer die Seele reinigt und läutert.

Hl. Catharina von Genua

Siehe auch: Diverse Autoren über das Fegefeuer - - - Index 9