ETIKA D95

HÖLLE

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5.8.1999

95H12

Maria von Agreda:
Verworfen, wer sich Gottes Geboten widersetzt und in Stolz und Sünde verharrt

PRO VERITATE
Holdermattstr. 8
CH-4632 Trimbach/Olten

Entnommen dem Sendemanuskript von Radio VOX FIDEI, zusammengestellt nach den Offenbarungen an Maria von Agreda
1407. "Den Vorhergesehenen und den nach unserem gerechten Willen Verworfenen aber, welche jedoch zu einem anderen, höheren Endziel erschaffen sind, bestimme ich in zulassender Weise, dass ihr Anteil und Erbe in diesem sterblichen Leben die Begierlichkeit des Fleisches und der Augen und die Hoffart mit ihren Wirkungen sei, dass sie essen und sich sättigen vom Staube der Erde, d. h. von ihren Reichtümern, von dem Dunst und der Fäulnis des Fleisches und ihren Genüssen und von der Eitelkeit und der Aufgeblasenheit der Welt.

Denn für den Besitz dieser Dinge haben sie sich abgemüht und auf die Sorge für dieselben ihre Willenskraft und ihre Sinne gerichtet: darauf haben sie die ihnen von uns verliehenen Fähigkeiten, Gaben und Wohltaten verwendet und freiwillig und nach eigener Wahl sich selbst betrügen lassen, indem sie die in meinem heiligen Gesetze ihnen vorgelegte Wahrheit verschmäht haben.

Sie haben jener Wahrheit entsagt, die ich ihrem eigenen Herzen eingeschrieben habe, sowie auch jener, welche meine Gnade ihnen zeigte; sie haben meine Lehre und meine Wohltaten verachtet, dagegen auf meine und ihre Feinde gehört und auf deren Lügenwerke geachtet; sie haben die Eitelkeiten geliebt, Ungerechtigkeiten begangen, dem Ehrgeiz gehuldigt, sich an der Befriedigung ihrer Rachsucht ergötzt, die Armen verfolgt, die Gerechten gedemütigt und die Einfältigen und Unschuldigen beschimpft.

Sie haben sich selbst zu erhöhen gesucht und nach den Grundsätzen der Ungerechtigkeit, die ihnen als Richtschnur galten, sich über die Zedern des Libanon zu erheben gestrebt."

1408. "Da sie all dies zur Beleidigung unserer göttlichen Güte getan, in ihrer Hartnäckigkeit verharrt und auf das von mir erworbene Anrecht der Kinder verzichtet haben, so schliesse ich sie vom Erbe meiner Freundschaft und Glorie aus.

Und gleichwie Abraham die Kinder der Sklavinnen mit einigen Geschenken von sich entliess und seine Haupterbschaft dem Isaak, dem Sohne der freien Sara vorbehielt, so schliesse auch ich die Verworfenen von meiner Erbschaft aus und lasse ihnen bloss die vergänglichen und irdischen Güter, welche sie selbst erwählt haben.

Ich scheide sie aus von unserer Gesellschaft und von der Gesellschaft meiner Mutter und der Engel und der Heiligen, und verurteile sie zum ewigen Gefängnis und Feuer der Hölle in der Gesellschaft des Luzifer und seiner Teufel, denen sie freiwillig gedient haben, und beraube sie für unsere ganze Ewigkeit der Hoffnung auf Erlösung.

Das, mein Vater, ist das Urteil, welches ich als Richter und Haupt der Menschen und der Engel ausspreche; das ist das Testament, welches ich bei meinem Tode hinterlasse; das ist die Wirkung des Erlösungswerkes, indem ich einem jeden vergelte, wies es ihm nach Gerechtigkeit gebührt, gemäss seinen Werken und gemäss dem Ratschluss deiner unfasslichen Weisheit und der Billigkeit deiner vollkommenen Gerechtigkeit."

Herausgeber:

PRO VERITATE
Holdermattstr. 8
CH-4632 Trimbach/Olten

Anmerkung:
Die Passage "
und lasse ihnen bloss die vergänglichen und irdischen Güter, welche sie selbst erwählt haben" bestärkt uns in unserer Meinung, daß die Verworfenen in der Hölle zwar bestraft werden, aber gleichzeitig von ihren ungeordneten Neigungen festgehalten werden, so daß sie selbst die Hölle gar nicht mehr mit dem Himmel vertauschen wollen.

Müssen sie wirklich das, was sie auf Erden an die Stelle Gottes gesetzt haben, gänzlich entbehren, wie es Luis von Granada im Mittelalter so bildhaft ausmalte?

Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Existenz der Verworfenen mit jenen Gütern und Leidenschaften, denen sie hier gedient haben, auf irgendeine Weise verbunden ist, daß sie fortfahren, Sklaven dieser Dinge und Süchte zu sein, und damit Gott weiterhin verschmähen - in alle Ewigkeit.

Denn sie müßten sonst das, an das sie ihr Herz gehängt haben, aufgeben - und das wollen und können sie nicht.

Sie haben sich mit ihrer Liebe zu ihrem persönlichen Götzen selbst verflucht und verfluchen sich selbst - weil sie es selbst so wollen.

AIHS

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