ETIKA

HÖLLE

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95H19

Blicke in die Hölle

31.7.2001 – 13.7.2012 

Wenn wir die Hölle nicht selbst erlebt hätten mit ihrer Hitze und Verzweiflung und in vielerlei anderer Gestalt, und wenn wir nicht felsenfest überzeugt wären, dass Jeder für seine bösen Taten in der Hölle in Ewigkeit bestraft wird, würden wir nicht so oft und anschaulich vor den Gefahren warnen, die auf reuelose Sünder lauern. Kehrt um, tut Buße, und glaubt an das Evangelium! Vergleiche: Stimmen aus der Hölle: spanische Version der Tonaufnahmen bei der Tiefenbohrung auf der russischen Halbinsel Kola. Wir warnen aus Mitleid. (etika.com 1.7.2012) Wir halten es für wahrscheinlich, dass die Aussagen des russischen Ingenieurs authentisch sind, die angeblichen Stimmen aus der Hölle aber von Menschen nachgemacht wurden, zumal es verschiedene Versionen gibt, eine zum Beispiel auf spanisch.

Renato Baron: Unterdrückung und Kampf aller gegen alle

Dem Seher von Schio, Renato Baron, wurde während einer Operation von der Madonna die Hölle gezeigt. Sein Bericht:

Es ist eine andere Welt, in der ich jedoch kein Feuer gesehen habe, so wie wir uns das vorstellen, sondern es ist ein Ort, wo Personen in einem primitiven Zustand leben.

Ich sah kein Firmament, sondern nur eine große Decke, die diese finstere Höhle bedeckt und deren niedrige Wölbung auf dir lastet, die in dir jede Hoffnung zunichte macht und dich erdrückt für alle Ewigkeit. ...

Dort gibt es nur Unterdrückung, dort gibt es nur den Kampf jeder gegen jeden. Es ist furchtbar. ...

Wir alle müssen aber unsere Leiden aufopfern, sie Gott schenken, damit er sie für die Rettung der Brüder verwenden kann. ... Kranke in den Spitälern ... Aber wieviel Leid geht einfach in Jammern verloren! ... jeder noch so kleine Schmerz hat eine Bedeutung, hat einen Wert. Und Jesus und Maria wissen diesen in ein wertvolles Gut zu verwandeln und wissen, welchen Seelen sie damit helfen wollen. ... Der Herr nimmt alle diese geschenkten Leiden an, um Seelen zu retten. ... Es gibt sicherlich außer den physischen auch geistige Leiden, und die sind manchmal größer als meine. ... (Anmerkung etika.com: Wir vermuten, daß auch überwundene Versuchungen eine solche Wirkung zeitigen, als Ersatz für körperliche Schmerzen.) Weder am Tag noch in der Nacht verlassen mich die Schmerzen, und doch möchte ich noch mehr ertragen und aufopfern...
Soweit Renato Baron, der in Schio in Norditalien eine große Wallfahrtsstätte aufgebaut hat.)

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Die meisten Menschen kommen in die Hölle. (Augustinus, Thomas von Aquin, Lucia von Fatima, PRO VERITATE Information 5/1999)

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Die hl. Veronika Giuliani sah am 14. Februar 1694 die Hölle offen. Aus Gestank und Finsternis heulten sie auf und lästerten Gott...

Am 27. Jänner 1716 hatte sie Horrorgesichte (Schlangen, schreckliche Stimmen, verdammte Seelen, die von Dämonen mit feurigen Ketten gefangen gehalten wurden). Luzifer schien hundert Köpfe voller Lanzen zu haben. Von deren Spitzen gingen feurige Pfeile aus, wodurch die ganze Hölle brannte. Die Anschauung dieses abscheulichen Monstrums ist eine ständige Qual für die Verdammten (wie umgekehrt die Anschauung Gottes die Auserwählten glücklich macht).
(Georges Panneton OP: Die Hölle, Tyrolia Verlag, 1963, vergriffen)

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Der ehrwürdige Bernard-Francois de Hoyos sah am 9. Jänner 1730 die verschiedenen Züchtigungen: die für Unreinheit, Geiz, Haß usw. Der Anblick dieser Monstren und ihre Gotteslästerungen betäubten ihn. In einer noch schrecklicheren Hölle erblickte er, wie unwürdige Priester, die sich am Heiligtum versündigt hatten, gefoltert wurden.

(Georges Panneton OP: Die Hölle, Tyrolia Verlag, 1963, vergriffen)

Schriften dazu:

Ségur: Abschied vom Unglauben, Existenz der Hölle nachgewiesen. 14.80 Fr, 16 DM, 120 öS
Meyer: Verworfener Priester warnt vor der Hölle, 9.60 Franken, 10.50 DM, Tonkassette 14 Fr./DM

Meyer: Mahnung aus dem Jenseits (zur Lage der Kirche), 224 Seiten, 22 Franken / 25 DM / 170 öS

Tonkassetten nach Martin von Cochem:
H1 Tod - Gericht - Himmel - Hölle
H2 Jüngstes Gericht
H3 Vom Urteil, welches Christus sprechen wird, und des Himmels Glorie

Je 12 Franken, 14 DM

(PRO VERITATE, Information 5/1999, Holdermattstr. 8, CH-4632 Trimbach/Olten)

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Wer den Ausweg aus der innern Hölle nur durch die äußre Hölle finden kann, dem muß man diese öffnen. Mit Baklawa (Zuckerbrot) das Raubtier zähmen wollen, ist Unsinn und bringt doppelte Gefahr.

Karl May: Band 29, Das versteinerte Gebet, Karl-May-Verlag Bamberg 1957, S. 326

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Und hier ein Gedanke, der auch unsere Bedenken wegen der Güte Gottes betreffend die Höllenstrafen mindert; wir beten nämlich selbst für die Verfluchten, dass ihre Qualen nicht unerträglich sind, wobei wir zum Beispiel an die von der hl. Teresa von Avila geschilderte Enge und den Gestank denken.)

(S. 91) Gott ist für Catharina ganz und gar Liebe und Güte, was sich nach ihr sogar bis in die Hölle hinein auswirkt, weil Gott sogar dort seine Gerechtigkeit nicht voll zur Auswirkung kommen lässt und sogar seine strafende Gerechtigkeit noch von seiner Liebe durchwirkt ist.

(Zitiert aus: Ferdinand Holböck: Die Theologin des Fegfeuers, Hl. Catharina von Genua

Christiana-Verlag Stein am Rhein, 152 Seiten, www.christiana.ch )

 

Sünder nimmt Hölle in Kauf, um nicht anbeten zu müssen

"Mit unendlicher, gerechter Liebe ... umfaßt Gott jedes Geschöpf. Indem er jedes gerecht behandelt, liebt er es... Die Liebe (Gottes) äußert sich als Achtung vor dem freien Menschen. Gott drängt ihm seine Liebe nicht auf. Er läßt ihm seinen freien Willen. ... die Flucht .. vor Gottes  Liebe ... hat zerstörerische Folgen. Der Sünder ist der Selbst- und Weltzerstörer. ... Gott zwingt .. demjenigen, der das Leben der Liebe und der Anbetung in Selbstsucht und Selbstherrlichkeit endgültig verschmäht, eine solche Existenzweise nicht auf ... Würde sich ihm diese (die göttliche Liebe) gegen seinen Willen aufdrängen und ihn zu einem Leben der Liebe und Anbetung zwingen, so wäre das für den in seiner Selbstsucht verhärteten Menschen ... eine unausdenkbare Qual. Gott gewährt ihm, was er will: Ein Leben der radikalen Autonomie. Es ist sachgerecht, daß er die Ferne von Gott, der Liebe, als hoffnungslose Zerrissenheit und eisige Einsamkeit erfährt. Aber der Verdammte ... zieht das Leben der Auflehnung dem Leben der Anbetung vor... Wenn er seine Lebenserfüllung nur um den Preis der Unterwerfung unter Gott gewinnen kann, verzichtet er darauf."

(Michael Schmaus, Professor an der Universität München: Katholische Dogmatik, Erster Band, Hochschulverlag Hueber München 1948, Copyright 1938, S. 604f)

 

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