ETIKA

HÖLLE

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20.1.2000

95H21

Die Sünder verdammen sich selbst

Hl. Pfarrer von Ars

Es scheint, daß die armen Sünder das Urteil nicht abwarten wollen, das sie zur Gemeinschaft der Dämonen verdammt; sie verdammen sich selbst.

Die Hölle hat ihren Ursprung in der Schönheit Gottes. Die Verdammten werden sagen: "Oh! Wenn uns Gott wenigstens nicht so sehr geliebt hätte, dann würden wir weniger leiden; die Hölle wäre erträglich! ... Aber so sehr geliebt worden zu sein! Diese Qual!"

Wenn die armen Verdammten die Zeit hätten, die wir verlieren, welch guten Gebrauch würden sie davon machen! Wenn sie nur eine halbe Stunde hätten, würde diese halbe Stunde die Hölle entvölkern.

Wenn ein Verdammter ein einziges Mal nur sagen könnte: "Mein Gott, ich liebe dich!", gäbe es für ihn keine Hölle mehr. Diese ärmste Seele. Sie hat die Fähigkeit zu lieben verloren, die sie erhalten hatte und nicht zu gebrauchen wußte. Ihr Herz ist ausgetrocknet wie die Weinbeere nach der Kelter. Keine Friede mehr, keine Seligkeit in dieser Seele, weil es in ihr keine Liebe mehr gibt.

Nicht Gott verdammt uns, wir verdammen uns durch unsere Sünden. Die Verdammten klagen nicht Gott an, sondern sich selbst.

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