ETIKA

HÖLLE

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20.8.2004

95H26

Die Hölle ist nicht leer

 

Zu einem teuflischen Gedanken von Corrado Balducci, Hans Urs von Balthasar und Papst Johannes Paul II.

 

Papst Johannes Paul II. hat die Hoffnung ausgesprochen, die Hölle sei leer. Dieser verführerische Gedanke führt zu dem Glauben, der Mensch könne tun und lassen, was er wolle: Mord, Massenmord, Kannibalismus, Ehebruch, Unzucht, Perversionen aller Art, Hass, Zauberei, Götzendienst - und trotzdem brauche er nicht fürchten, in die Hölle zu kommen.

 

Der wahre Christ fürchtet Gott, die Übertretung seiner Gebote, die Sünde, die Strafe für seine Sünden: auf Erden, im Fegefeuer oder in der Hölle. Und auch deshalb meidet er die Sünde, versucht, der ewigen Strafe, dem zweiten Tod zu entgehen.

 

Deshalb ist es unverantwortlich, wenn das Oberhaupt der katholischen Kirche verkündet, man wisse nicht, "ob und welche Menschen tatsächlich (von Hölle und ewiger Verdammnis) betroffen" sind. Nachstehend ein Auszug aus einer italienischen Zeitung vom 27.7.1999, vermutlich "La Stampa" (Turin), verfasst von Marco Tossatti:

 

Il Papa: Prego perché l´Inferno sia vuoto"

Città del Vaticano, "le immagini bibliche non devono creare angoscia, sono solo un monito" - "Non è una fornace ardente"

L´inferno c`è, eccome, dice Papa Wojtyla: ma invita a pregare affinché non ci vada nessuno, e non ci sarebbe da stupirsi se il Papa condividesse l´opinione espressa da un teologo che ammirava molto. Hans Urs von Balthasar: "L´Inferno c´è, ma potrebbe essere vuoto." Una tesi che fonda le sue radici in Sant´Agostino.

Ieri Giovanni Paolo II, parlando ai pellegrini polacchi, li ha invitati a compiere un atto di generosità:

"Preghiamo calorosamente - ha detto - perché la volontà che rifiuta la volontà salvifica di Dio non si verifichi in nessuno e in nessuna parte. Preghiamo - ha aggiunto - per la salvezza eterna di ognuno". ...

L´Inferno esiste, ha detto il Papa, è "una reale possibilità" e comporta la dannazione eterna; ma non ci è dato sapere "se e quali esseri umani vi siano effettivamente coinvolti". ...

L´inferno rappresenta "la completa frustrazione e vacuità di una vita senza Dio. L´inferno sta a indicare più che un luogo, la situazione di chi viene a trovarsi chi liberamente e definitivamente si allontana da Dio, sorgente di vita e di gioia".

... il pensiero del´Inferno "tanto meno l´utilizzazione impropria delle immagini bibliche, non deve creare psicosi o angoscia"...

 

Der verwegene und zu verwerfende Gedanke des Papstes geht auf den Theologen Corrado Balducci zurück. Dieser schrieb in seinem Buch "Il Diavolo "esiste e lo si può  riconoscere" (Edizioni Piemme, Casale Monferrato, II edizione, gennaio 1989) bezüglich der Verdammten, dass "sich im Neuen Testamente kein Satz finden lässt, der uns die Anwesenheit eines menschlichen Wesens in diesem ewigen Inferno  bestätigt":

"... si può mai trovare nel Nuovo Testamento una frase che ci assicuri della presenza di un essere umano in questo inferno eterno! Neppure di Giuda lo si può affermare."

 

Im nächsten Absatz teilt Balducci mit, dass er im Fernsehen (Anmerkung: dem heute bevorzugten Instrument des Teufels) von der leeren Hölle gesprochen habe. Diesen Satz habe der (protestantische) Theologe Hans Urs von Balthasar in einem Interview gesagt.

"Fece senso quando per la prima volta in TV ebbi modo di dire che amo pensare a un inferno vuoto (di esseri umani), frase in seguito ripetuta e che fu pronunciata in un´intervista da uno dei più grandi teologi del nostro tempo Hans Urs von Balthasar.

 

Dabei beruft sich Balducci auf die unendliche und unvorstellbare Güte Gottes:

"Un´affermazione del genere trova il suo fondamento in un Dio che ci ama di un amore inimmaginabile, di un Dio che ci è padre e anche madre se si vuole (come ebbe a dire Papa Giovanni Paolo I) e se ciò può aiutare a capire maggiormente questo amore; di un padre che ci ha amato tanto da crearci a sua immagine e somiglianza... Di un padre che ci vuole tutti con lui in paradiso, perché apparteniamo a lui, perché siamo suoi!

Questa dovrebbe essere la catechesi prevalente di noi sacerdoti: l´amore grande, una misericordia inimmaginabile di Dio per ciascuno di noi... (finora pagina 22) Ed è proprio qui la ragione più convincente e soprattutto il movente particolarmente efficace per un comportamento migliore; e l´inferno allora rimarrà vuoto! (pagina 23)"

 

Dies ist eine einem vatikanischen Dämonologen nicht zuzutrauende Verdrehung der Tatsachen, eine unverschämte Verkürzung der biblischen Botschaft. Gott ist gut und gnädig, aber er ist auch gerecht, und er bestraft jene, die seine Liebe ablehnen und nicht an ihn glauben und Böses tun, mit der ewigen Verdammnis, wie aus der Heiligen Schrift und den Aussagen der Kirchenlehrer und Heiligen klar hervorgeht. Die Gottesfurcht gehört zum Glauben. Wer ständig sündigt, sich im Pfuhl der Wollust suhlt oder anderen Menschen voll teuflischer Grausamkeit die Kehlen durchschneidet, Kinder schändet, Frauen vergewaltigt, Abhängige sexuell ausbeutet, durch Wucher ins Elend treibt, Unglückliche erpresst und so weiter -   und sich dabei auf die Langmut Gottes (!) verlässt, dem steht ein schlimmes Erwachen bevor.

 

Zum Glück hat jeder Christ die Bibel, und diese warnt ihn so oft vor den falschen Propheten und der Hölle, zum Beispiel:

 

Matthäus 5,22 Wer (zu seinem Bruder) sagt: Du Narr! wird der Feuerhölle verfallen sein. 30 Wenn dir deine rechte Hand zum Ärgernis wird, so hau sie ab und wirf sie von dir; denn es ist besser für dich, daß eines deiner Glieder verlorengehe, als daß dein ganzer Leib in die Hölle fahre.

Mt 10,28 Fürchtet .. den, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle zu stürzen vermag.

Mt 18,6 Wer .. einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt (Anmerkung: zum Beispiel Pädophile), für den wäre es gut (katholische Bibel von Hamp, Stenzel, Kürzinger; Luther übersetzte: besser), daß ein Mühlstein um seinen Hals gehängt und er versenkt würde in die Tiefe des Meeres.

Mt 18,9 Es ist besser für dich, verstümmelt oder hinkend in das Leben einzugehen, als mit zwei Füßen in das ewige Feuer geworfen zu werden.

Mt 23,15 Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr zieht über Meer und Land, um einen einzigen zum Glaubensgenossen zu machen, und ist er es geworden, so macht ihr aus ihm einen Sohn der Hölle, zweimal so schlimm als ihr. 33 Ihr Schlangen, ihr Natterngezücht! Wie werdet ihr dem Gericht der Hölle entrinnen?

Mt 25,31 .. es werden sich versammeln vor ihm alle Völker, und er wird sie voneinander scheiden ... 41 Dann wird er .. zu denen zur Linken sprechen: Weicht von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel bereitet ist und seinen Engeln.

Markus 9,43 Es ist besser für dich, verstümmelt einzugehen ins (ewige) Leben, als mit zwei Händen hinabzufahren in die Hölle, in das nie erlöschende Feuer, 44 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt

Lukas 12,5 Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der über das Töten hinaus noch Macht hat, in die Hölle zu werfen.

Lukas 16,19 Es war ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und feinstes Linen und erfreute sich Tag für Tag eines prunkvollen Lebens. 20 Ein Armer, namens Lazarus, lag vor seiner Tür, von Geschwüren bedeckt, 21 und hätte gern den Hunger gestillt mit dem, was vom Tisch des Reichen fiel... 22 Da geschah es, daß der Arme starb und von den Engeln in den Schoß Abrahams getragen wurde. Es starb auch der Reiche und wurde begraben. 23 Als er in der Unterwelt in der Qual seiner Schmerzen seine Augen erhob, sah er Abraham von fern und Lazarus in seinem Schoß. 24 Da rief er: Vater Abraham, erbarm dich meiner und sende den Lazarus, daß er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge erfrische, denn ich leide große Pein in dieser Glut. 25 Abraham entgegnete ihm: Mein Sohn, denk daran, du hast dein Gutes  empfangen in deinem Leben wie Lazarus ebenso das Schlechte, nun wird er hier getröstet, und du leidest Pein. (Anmerkung: welche Warnung an alle Hedonisten, die Anhänger der alten und modernen Ideologie des Egoismus, hier auf Erden "möglichst viel Spaß zu haben", so das Hauptanliegen vieler junger Menschen, die ihre Fotos für Internetseiten zur Verfügung stellen.) 26 Und zu alldem ist zwischen uns und euch eine große Kluft gesetzt, damit jene, die von hier zu euch hinüberkommen möchten, es nicht können, und ebensowenig können die drüben herübergelangen zu uns.

 

Anmerkung: Allein die Tatsache, daß Jesus den Armen mit seinem Namen Lazarus bezeichnet, beweist, daß es Lazarus und den Reichen wirklich gegeben hat und gibt. Also ist zumindest ein Mensch, der Reiche, in der Hölle, und diese ist nicht leer.
Wenn Jesus auf diese anschauliche und konkrete Weise vor der Hölle warnt, wie können da der Papst und Balducci und Hans Urs von Balthasar die frevelhafte Meinung äußern, man brauche angesichts der unendlichen Liebe Gottes keine Angst vor der Hölle haben, da Gott ja ihrer Theorie nach anscheinend allen alles verzeiht?! Welch Trugschluß solcher falscher Propheten, die den Menschen das Sündigen leicht machen und sie so ins Verderben treiben!

 

Hebräer 10,30 Wir kennen ihn doch, der gesagt hat: Mein ist die Rache, ich werde vergelten. (Dt 32,35), und ferner: Der Herr wird richten sein Volk (Dt 32,36). 31 Schrecklich ist es, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.

2 Petrus 2,4 .. Gott hat der Engel, die sich versündigten, nicht geschont, sondern sie den finsteren Höhlen der Unterwelt übergeben, um sie zu verwahren für das Gericht. 6 Er hat die Städte Sodom und Gomorra durch die Vernichtung mit Feuer gerichtet und sie als Beispiel hingestellt für künftige Gottlose, 7 indes er den gerechten Lot rettete, der durch das liederliche Treiben der Zuchtlosen zu leiden hatte. 9 So weiß der Herr die Frommen aus der Prüfung zu erretten, die Ungerechten aber für den Tag des Gerichtes zur Bestrafung aufzubewahren, 10 und zwar vor allem jene, die in schmutziger Gier dem Fleisch sich hingeben und die Macht des Herrn mißachten. In ihrer Verwegenheit und Anmaßung scheuen sie sich nicht, Herrlichkeiten zu lästern...

Offenbarung 14,9 Wenn einer das Tier anbetet ...10 wird auch er trinken vom Glutwein Gottes, der ungemischt eingegossen ist in den Becher seines Zornes, und er wird gepeinigt werden in Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und dem Lamm. 11 Und der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen in alle Ewigkeit, und sie werden nicht Ruhe haben Tag und Nacht, die das Tier anbeten und sein Bild und das Malzeichen seines Namens annehmen. 13 ... ihre Werke folgen ihnen nach.

Offb 18,7 In dem Maß, in dem sie es herrlich sich machte und in Lüsten schwelgte, gebt ihr Qual und Trübsal!

Offb 20,14 Der Tod und die Unterwelt wurden in den Feuersee geworfen; das ist der zweite Tod, der Feuersee. 15 Und wenn sich einer nicht eingeschrieben fand im Buch des Lebens, wurde er in den Feuersee geworfen.

Offb. 21,8 Den Feiglingen .. und den Treulosen, den Unheiligen und Mördern, den Unzüchtigen und Zauberern, den Götzendienern und allen Lügnern wird ihr Anteil sein im See, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

 

Wollen der Papst, Balducci und von Balthasar etwa behaupten, daß es keine Treulosen, keine Unzüchtigen, keine Zauberer gibt, keine Götzendiener, die Kinder schlachten und zerstückeln und Körperteile verkaufen? Kennen sie die Welt nicht, lesen sie keine Zeitungen? Wir wollen sie nicht als Narren bezeichnen, weil dies - wie oben erwähnt- untersagt ist, aber wir unterstellen ihnen schlechten Willen. Sie bezwecken anderes als das Evangelium.

 

Gott will nicht alle Menschen im Paradies, denn „die Kinder des Teufels“  (1 Johannes 3,10)  wollen gar nicht zu ihm, sondern zu ihrem eigenen Vater.

 

Warum wir an der Furcht vor der Hölle festhalten, das begründen wir mit Luis von Granada (zusammengefaßt aus: Fray Luis de Granada O. P.: Obra Selecta, Una Suma de la Vida Cristiana, Biblioteca de Autores Cristianos, Madrid, 1947, Seite 1084f.)

 

Die Betrachtung der Strafen der Hölle ist in viererlei Hinsicht nützlich. Sie veranlaßt uns, die Mühen und Strapazen der Buße auf uns zu nehmen. Der hl. Hieronymus sagt von sich selbst, daß er sich zu seinen strengen Bußübungen in der Wüste aus der großen Furcht vor den Höllenstrafen verurteilt habe.

 

Diese Betrachtung nützt auch dazu - wie Ricardo sagt - , die Versuchungen des Feindes zu besiegen. Wenn wir beim ersten Eintritt des bösen Gedankens den Schrecken dieser Qualen dagegenstellen, dann löschen wir die Flamme des Genusses aus. Als einer der Wüstenväter von einem schlechten Gedanken heimgesucht wurde, legte er die Hände auf glühende Kohlen, um zu sehen, ob er jenes bißchen Hitze aushalten könne, und als er es nicht vermochte, sagte er zu sich selbst: Wenn ich nicht diese geringe Hitze für kurze Zeit aushalten kann, wie werde ich das Feuer der Hölle aushalten können, das ewig dauert?

 

Diese Betrachtung erweckt in unseren Herzen auch die Gottesfurcht, die der Ursprung der Weisheit und der Beginn der Liebe ist und zugleich die größte Bremse, die wir gegen das Böse haben können.

 

Und vor allem verhilft sie in großem Maße dazu, die Sünde zu meiden mit ihrer unausbleiblichen Folge, dem Tod für immer. Deshalb ist es höchst verwunderlich, daß dienjenigen, die dies glauben und bekennen, es wagen, Gott eine Beleidigung zuzufügen.

 

Soweit Luis von Granada, dem wir mehr glauben als so manchen Päpsten, denn er predigt die Wahrheit, wie sie die Heilige Schrift und der Heilige Geist lehren.

 

Die Beschreibung der Höllenqualen durch viele Heilige und Seher wäre ja total überflüssig, wenn die Hölle leer wäre. Wir wollen hier nur die hl. Katharina von Siena (CS) zitieren, die nach unserer Meinung weiseste Frau der Welt. Sie weiß, daß Menschen und Dämonen zusammen gezüchtigt werden, weil sie Gottes Barmherzigkeit mißachtet und Ihn damit beleidigt haben:

 

"... Sì che vedi che commettono ingiustizia, e però sonno puniti dell´uno e dell´altro insieme, avendo essi dispregiata la misericordia mia. E Io, con giustizia, gli mando insieme con la serva loro crudele della sensualità, col crudele tiranno del dimonio, di cui si fecero servi col mezzo d´essa serva della propria sensualità loro, ché insieme siano puniti e tormentati, come insieme m´hanno offeso. Tormentati, dico, da´ miei ministri dimoni, e` quali ha messi la mia giustizia a rendere tormento a chi ha fatto male."
(Santa Caterina da Siena: Il libro, 37, Edizioni Paoline, 1975, pag. 108.109)

Di quattro principali tormenti de´ dannati:

1.    El primo si è che si vengono privati della mia visione...

2.    ... la seconda del vermine della coscienza el quale sempre rode...

3.    ... vedere  del dimonio (che è la terza pena) gli raddoppia ogni sua fadiga.

4.    El quarto tormento si è il fuoco ... gli affligge e non gli consuma. E affliggeli e ardeli con grandissime pene, in diversi modi, secondo la diversità de´ peccati; chi più e chi meno, secondo la gravezza della colpa.

Sopra questi quattro tormenti escono tutti quanti gli altri: con freddo e caldo e stridore di denti... (CS, cap. 38, pp. 109.110)

 

Und warum brauchen wir kein Mitleid mehr mit den Verdammten haben? Weil sie aus freiem Willen das Gute gar nicht wollen, sondern Gott verfluchen - denn so groß ist ihr Haß. Im Haß endet ihr Leben.

 

Come i dannati non possono desiderare alcuno bene.
”Egli è tanto l´odio che essi hanno, che non possono volere né desiderare veruno bene, ma sempre mi bastemmiano. E sai perché eglino non possono desiderare il bene? Però che, finita la vita dell´uomo, è legato el libero arbitrio; per la qual cosa non possono meritare, perduto che essi hanno el tempo. ... nell´odio finì la vita loro.”
(CS, cap. 40, p. 112.113)

 

Und wie schrecklich ist das Zusammensein mit anderen Verworfenen! „Die Höllenpeinen werden durch die Gesellschaft der Mitverdammten und der bösen Geister nicht vermindert, sondern vermehrt.“ (Josef Sigmund: Das Ende der Zeiten, Salzburg 1892, 523) „Je mehr es Verdammte gibt, desto mehr Qualen für den einzelnen, desto mehr Gegenstände, die ihn schrecken und in Wuth versetzen, die er hassen und verwünschen und ewig verfluchen muß.“ (aaO 524) Darüber später mehr. Auch Leopold Kist warnt vor der Höllengesellschaft (hier nur ein Auszug, später mehr). Der jetzige Papst sollte mehr in solchen Büchern und in den Schriften der  Heiligen lesen als in den Pamphleten moderner Theologen.

 

„O denkt euch nur die unzählbar vielen Verbrecher, die schon auf Erden lebten und unbekehrt starben!

Denkt an die Tausende, die ihre eigenen Väter, Mütter, Kinder ermordet und verstockt dahinstarben. Diese Alle sind in der Hölle.

Denkt an die Tausende, die ihr ganzes Leben nur dazu angewendet, Gewalt zu üben, ihre Mitmenschen zu unterdrücken, zu unterjochen und auszusaugen – selten bekehrt sich einer dieser Vampyre – also ist die Hölle ihr ewiger Aufenthalt. 

Denkt an die Tausende, die ihr ganzes Leben lang nur auf Verführung sannen und auf Befriedigung ihrer sinnlichen Triebe und Lüste – fahren aber nicht die Meisten dieser Bauch-, Venus- und Bacchusdiener  in ihren Sünden dahin ...?

Alle sieben Todsünden, die sechs Sünden wider den heiligen Geist, die vier himmelschreienden Sünden, alle Gemeinheit, Niederträchtigkeit, Verkommenheit und bodenlose Liederlichkeit, verkörpert in höllischen Geistern, das ist in der Hölle – welche Gesellschaft!

Aller Bodensatz, aller Absud, aller Abschaum, alle Hefe der raffiniertesten Schlechtigkeit wird dir Gesellschaft leisten, und ihr Alle werdet in der ausgesuchtesten Weise einander hassen und peinigen und verfolgen ... – immer und ewig!“
(Leopold Kist: Geistlicher Schazgräber, Mainz 1866, 238f.)

 

Laßt euch abschrecken vom Bösen auch durch die Warnungen der Heiligen, zum Beispiel die Schilderung der Reise Don Boscos in die Stadt des Feuers (3.5.1868).

 

Glaubt nicht denen, die die ganze Kirche und den ganzen Glauben umkrempeln und modernisieren und den Menschen zu seinem eigenen Gott machen wollen. Haltet euch an die Heilige Schrift, euer Gewissen, den Heiligen Geist!

 

Und betet:

Jesus Christus, hilf uns, rett uns!

Herr Jesus Christus, erbarme Dich meiner!

Apostel der letzten Zeiten AIHS

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