ETIKA

HÖLLE

www.etika.com
3.6.2014

95H27

Teufelsstadt „Ewiger Haß

Mechtild (Mechthild) von Magdeburg

 

Wieso warnen nur mehr die Heiligen, nicht aber die Päpste vor diesen entsetzlichen Folgen der Sünde? Weil der Teufel den wahren Glauben verändern will. Glaube du nicht dem Vater der Lüge! Viele Geistliche reden nicht mehr von der Hölle. Vom Himmel sagen sie: „Gott ist ja nicht über den Wolken.“ Genauso wie Gott überall und damit auch über den Wolken ist, genauso – die Vermutung vieler Kirchenväter und -lehrer ‒ befindet sich unter unseren Füßen, in der Mitte der Erde, die Hölle.

 

Aus: Deutsche Mystiker. Band II: Mechtild von Magdeburg, "Das fließende Licht der Gottheit". In Auswahl übersetzt von Dr. Wilhelm Oehl. Verlag der Jos. Kösel´schen Buchhandlung, Kempten und München, 1911. Drittes Buch. Kapitel XXI. Seite 105 - 109

 

Von der Hölle. Sie hat drei Teile. Wie Luzifer und sechzehnerlei Leute gepeinigt werden. Ihnen wird keine Hilfe. Von Luzifers Kleid.

 

Ich habe gesehen eine Stadt, ihr Name ist: Ewiger Haß.  Sie ist im niedersten Abgrunde erbaut aus mannigerlei Steinen, den Todsünden.

·       Die Hoffart war der erste Stein, wie es an Luzifer wohl offenbar ist.

·       Ungehorsam, böse Gier, Unmäßigkeit, Unkeuschheit, das waren vier Steine gar schwer, die brachte zu allererst unser Vater Adam her.

·       Zorn, Falschheit und Mord, diese drei Steine sind seit Kain dort.

·       Lüge, Verrat, Verzweiflung an Gott, Selbstmord, mit diesen vier Steinen tötete sich auch der arme Judas.

·       Die Sünde von Sodoma und falsche Heiligkeit, das sind die Ecksteine, die an dem Baue sind.

Die Stadt wurde gebaut mannig Jahr. Weh allen, die ihre Hilfe boten dar! Je mehr sie da hinfür senden, mit desto größeren Schanden werden sie empfangen, wenn sie selbst nachkommen.

 

Diese Stadt ist so verkehrt, daß gerade die Höchsten an die niederste und unedelste Stelle gesetzt sind. Luzifer sitzt im niedersten Abgrunde, von seiner Schuld gebunden, und ihm fließt ohne Unterlaß aus seinem feurigen Herzen und aus seinem Munde alle die Sünde, Pein, Krankheit und Schande, womit die Hölle, das Fegefeuer und diese Erde so jämmerlich befangen sind.

Im niedersten Teile der Hölle ist das Feuer und die Finsternis und Stank und Schauder und allerlei Pein am allergrößten; und da sind Christenleute nach ihren Werken eingeordnet. Im mittleren Teile der Hölle ist allerlei mäßigere Pein; da sind die Juden nach ihren Werken eingeordnet. Im obersten Teile der Hölle ist allerlei geringste Pein, und da sind die Heiden nach ihren Werken eingeordnet.

Die Heiden klagen also: O wehe, hätten wir gehabt ein Gebot, so litten wir nicht ewiglich so große Not.

Die Juden klagen also: O wehe, hätten wir Gott gefolgt in Moses´ Lehre, so wären wir nicht verdammt also sehre!

Die Christen klagen noch mehre, weil sie die große Ehre durch ihren eigenen Willen verloren, zu der sie Christus mit großer Liebe hatte erkoren.

Ohne Unterlaß sehen sie Luzifer mit großem Jammer an und müssen offenbar, mit aller ihrer Schuld, nackt vor ihn gahn. O weh, wie schändlich werden sie von ihm empfahn! Er grüßt sie greulich und spricht bitterlich:

Ihr mit mir Verfluchten, sagt, welche Freuden ihr hier suchtet! Ihr hörtet nie Gutes über mich sagen; wie konnte euch denn so wohl behagen?

Dann ergreift er zu allererst den Hochmütigen und drückt ihn unter seinen Schwanz und spricht also:

Ich bin nicht so (tief) versunken, daß ich nicht noch über dir sein wollte.

Alle die Sodomiten fahren ihm durch seinen Hals und wohnen ihm in seinem Bauche. Wenn er seinen Atem einzieht, so fahren sie in seinen Bauch; wenn er hustet, so fahren sie wieder aus.

Die falschen Heiligen setzt er auf seinen Schoß und küßt sie gar greulich und spricht: Ihr seid mir Genoß. Auch ich war mit der schönen Falschheit überzogen; davon seid ihr alle betrogen.

Den Wucherer benagt er ohne Unterlaß und wirft ihm vor, daß er nie barmherzig war.

Den Räuber beraubt er selbst und befiehlt ihn dann seinen Gesellen, daß sie ihn jagen und schlagen und keine Erbarmung über ihn haben.

Der Dieb hangt an seinen Füßen und ist in der Hölle Leuchtgefäß; die Unseligen sehen aber deswegen doch nicht besser.

Jene, die auf Erden zusammen unkeusch waren, die müssen in solcher Weise vor Luzifer gebunden liegen; kommt einer allein her, so ist der Teufel sein Kumpan.

Die ungläubigen Weisen sitzen vor Luzifers Füßen, auf daß sie ihren unreinen Gott recht ansehen können. Er disputiert auch mit ihnen, so daß sie zuschanden werden müssen.

Den Geizigen frißt er, denn er wollte immer mehr. Wenn er ihn dann verschluckt hat, so läßt er ihn hinten unter seinem Schwanz herausfahren.

Die Mörder müssen blutig vor ihm stahn und müssen feurige Schwertschläge von dem Teufel empfahn. (Anmerkung: Mechtild bestätigt unsere Warnung im Kapitel Irak-Krieg. Wir denken an Zarqawi und alle, die anderen die Kehlen durchschneiden bzw. sie enthaupten, aber auch an die Bombenwerfer, Minenleger und so weiter.)

Die hier des grimmen Hasses pflegen, die müssen dort sein Riechgefäß sein und hangen immer vor seiner Nase.

Die hier Übermaß an Essen und Trank begehn, die müssen mit ewigem Hunger vor Luzifer stehn und essen glühende Steine. Ihr Trank ist Schwefel und Pech. Da wird lauter Bitterkeit für Süßes gegeben; wir sehen, was wir taten hier im Leben.

Der Träge ist da mit allen Peinen beladen.

Der Zornige wird da mit feurigen Geißeln geschlagen.

Der viel arme Spielmann, der mit Hochmut sündliche Eitelkeit wecken kann, der weint in der Hölle Tränen mehr, denn alles Wasser ist im Meer.

Ich sah unter Luzifer der Hölle Grund, das ist harter, schwarzer Flinsstein, der wird das Bauwerk tragen immerdar. Obwohl die Hölle weder Grund hat noch Ende, so hat sie nach (göttlicher) Anordnung Tiefe und Ende.

Wie die Hölle dröhnt und stöhnt, und wie die Teufel sich mit den Seelen herumschlagen, und wie sie sieden und braten, und wie sie schwimmen und waten in dem Stank und Morast und in den Würmern und in dem Pfuhle, und wie sie baden in Schwefel und Pech, das könnten weder sie selber noch alle Kreaturen je voll aussprechen.

Als ich durch Gottes Gnade diese Qual ohne Beschwerde gesehen hatte, da ward mir Armer vom Stank und von unirdischer Hitze so viel weh, daß ich nicht sitzen noch gehen konnte. Und ich war aller meiner fünf Sinne ungewaltig drei Tage lang, wie ein Mensch, den der Donner geschlagen hat. Meine Seele jedoch litt dort keine Not, denn nicht jene Krankheit hatte sie hingebracht, die da heißt der ewige Tod.

Doch wäre das möglich, daß eine reine Seele dort bei ihnen wäre, das wäre ihnen ewiges Licht und großer Trost. Denn die unschuldige Seele muß von Natur immer leuchten und scheinen, denn sie ist geboren aus dem ewigen Lichte sonder Peinen.  Nimmt sie aber des Teufels Äußeres an sich, so verliert sie ihr schönes Licht.

Kann in der ewigen Hölle durch Gebet, durch Almosen den Verdammten irgend eine Hilfe kommen? Nein, das habe ich nicht vernommen. Denn sie sind stetiglich so grimmiglich gemut, daß ihnen graut vor allem Gut.

Nach dem jüngsten Tage wird Luzifer ein neues Kleid anziehen, das ist von selbst gewachsen aus dem Miste aller unflätigen Sünden, die je an Menschen oder Engeln war zu finden. Denn er ist das erste Gefäß aller Sünde. Dann ist er denn gebunden (enbunden), und doch ist sein Grimm und seine Schrecklichkeit mit allen Seelen und allen Teufeln also vermischt, daß man seine Gegenwart nirgends vermißt. Da wird er sich zuweilen aufblähen also groß, und sein Rachen wird ihm viel zu weit; darein verschluckt er mit einem Zuge seines Atems die Christen, Juden und Heiden. Dann haben sie ihren vollen Lohn in seinem Bauche und ihr sonderliches Fest. Wehe dann Leib und Seele! Was Menschenmund hievon zu sprechen vermag, das ist alles nichts wider die unzählige Qual, die ihnen da geschieht. Denn wahrlich, ich kann es nicht ertragen, so lange daran zu denken, als man ein Ave Maria spricht. O wehe, also greulich ist es da!

(Es folgen Ausführungen über das Fegefeuer.)
(Dank für das Buchgeschenk an **)

 

Anmerkungen:

1. Schlimmste Form der Sodomie sind natürlich der Kindesmissbrauch und der Sadismus.

2. Wie die Strafen für Förderung der Sodomie ausfallen, wissen wir nicht. Vielleicht lassen die Verantwortlichen des Evangelischen Hilfswerks nach dem Lesen des Textes der hl. Mechtild ihre eigene Phantasie spielen. Das Hilfswerk (welcher Missbrauch des Wortes evangelisch und Evangelium = Frohe Botschaft!) leistet nämlich Beihilfe, denn es es ist Träger der Beratungsstelle "Marikas" (griechisch Liebesjunge) für Stricher in München. Die von Christen mitfinanzierte Stelle bietet den jungen Homosexuellen oft "Frischfleisch" aus dem Osten, wie die Leiterin sagte für ein paar Tage im Monat Unterkunft, so dass sie sich vom Sex-Stress erholen können geradezu eine Ermunterung weiterzumachen. Die Bedingung für die Aufnahme ist, dass sie sich beraten lassen. Worüber? Natürlich darüber, dass sie Kondome nehmen sollen. (aufgrund von Internetveröffentlichungen im November 2004)
Im Internet existiert übrigens auch eine kostspielige Website der UNO für Prostituierte (www.who.int/hiv/toolkit/sw), die sich um dasselbe dreht: Kondome, Kondome, Kondome. Dass nur Treue und Enthaltsamkeit vor Aids und Syphilis schützen, wird verschwiegen.

Index 95 - Index 9